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Rokoko [Neuzeit]

Das späte Barock betont das Ornamentale in Malerei und Architektur und das Dekorative. Dabei spielt das Muschelornament eine besondere Rolle, und das heißt auf Französisch "rocaille". Von diesem Wort leitete sich die Bezeichnung "Rokoko" ab, ein Stil, der die Zeit von 1720 bis 1760 beherrschte.

Auch er geht wieder von Frankreich aus. Zwar ist er nach wie vor aristokratisch, aber er wandelt sich vom repräsentativen Staatstheater des Absolutismus zum Intimen, Spielerischen und Frivolen. Der entscheidende Einfluss ging von dem französischen Maler Antoine Watteau aus [1684-1721]. Er schuf einen neuen Bildtyp:

© Jean Honoré Fragonard

das galante Fest und das Picknick. Es wurde das repräsentative Bildthema des Rokoko und drückte einen höfischen Eskapismus [Flucht vor dem Unangenehmen] ins Arkadische [ländlicher Glücksort] aus, bei dem man sich in Schäferspiele flüchtete und Träumen von ewiger Jugend und heiterer, nimmer versiegender Sinnlichkeit nachging.

Jean Honoré Fragonard [1732-1806] malte im Auftrag der königlichen Mätresse Madame Dubarry erotische Szenen als Schäferstunden ["Die vier Stationen der Liebe"], die allerdings so freizügig waren, dass die Auftraggeberin sie zurückwies. In der Französischen Revolution wurde seine Kunst verboten. Das Rokoko feiert den Triumph der Erotik, und nirgends sind die Frauen so rosig wie auf den Bildern dieser Epoche.

Quelle: Bildung von Schwanitz

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