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Mittelalter & Hochmittelalter -]
Das
Mittelalter wird auf 400-800 n.Chr. angerechnet
- Ganze 400 Jahre Durcheinander [das Hochmittelalter
rechnet sich dann ab 800-1400 n.Chr.]. Erfindung
des Feudalismus.
Karl
der Große wird in den Weihnachtstagen
des Jahres 800 zum Kaiser gekrönt,
da neidische Landsleute dem Papst Leo den
Kirchenstaat wieder wegnehmen wollten und
dieser dann in Panik geriet und Karl krönte,
damit er ihn beschützte.
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Die Entwicklung der deutschen Sprache:
Sprachlich wird das Gebiet seit dem Beginn des Mittelalters
durch die sogenannte zweite Lautverschiebung in
ein oberdeutsches und ein niederdeutsches Gebiet
geteilt. Die Grenze zwischen den beiden Gebieten
läuft von Düsseldorf nach Osten und heisst
nach einer Düsseldorfer Vorstadt Benrather
Linie.
Südlich der Benrather Linie
begannen plötzlich die Leute zu wandern, nördlich
blieben sie stehen. Die Unterschiede sind bis heute
am Kontrast des Hochdeutschen zu Englisch, Holländisch
und Platt abzulesen [alles niederdeutsche Dialekte].
Also, aus t wird in ober- oder hochdeutsch ss oder
z, also water zu Wasser, town zu Zaun, token zu
Zeichen, two zu zwei, toe zu Zehen, cat zu Katze;
p wird zu f, also ape zu Affe, gape zu gaffen, pound
zu Pfund, weapon zu Waffe, leap zu laufen, plum
zu Pflaume; und d zu t, also day zu Tag, drag zu
tragen, devil zu Teufel, dead zu Tod, deep zu tief,
daughter zu Tochter etc. Und aus dem alten th [im
Englischen erhalten] wird das hochdeutsch t oder
d, also three zu drei, thou zu du, thrash zu dreschen,
think zu denken, thing zu Ding, thanks zu Danke
und thick zu dick etc.
Das schuf zwei Sprachen: das Hochdeutsche
und das Niederdeutsche. Zum Niederdeutschen gehörten
das Niedersächsische - auch Platt genannt -
und das Niederfränkische oder auch Niederländische.
Während des Mittelalters wurde im gesamten
Bereich der Hanse, also von Brügge über
Lübeck bis Danzig und Dorpat bis nach Gotland,
niederdeutsch gesprochen.
In Süddeutschland entwickelte
sich aus Althochdeutsch das Mittelhochdeutsche.
In ihm wurden die Minnelyrik von Walther von der
Vogelweide und das Nibelungenlied und der Parsifal
des Wolfram von Eschenbach verfasst [Entstehungszeit
alle um 1200].
Das Hochdeutsch, das wir heute sprechen,
ist eine mildere Variante des Süddeutschen,
die sich aber mit Luthers Bibel paradoxerweise zuerst
in Norddeutschland durchsetzte. Warum hier? Weil
Norddeutschland protestantisch wurde und die Bibel
las. Da man dazu auch praktisch eine neue Sprache
lernen musste [man sprach ja an sich niederdeutsch],
wurde das Hochdeutsche weniger von den eigenen Dialekten
beeinflusst als in Süddeutschland. Also wurde
die niederdeutsche Aussprache des Hochdeutschen
zum Vorbild von ganz Deutschland.
In Süddeutschland dagegen überlebten
wegen der Nähe zum heimischen Hochdeutschen
die Dialekte und die Akzente, während in Norddeutschland
das Platt praktisch verschwand [bis auf einige Sprachinseln].
Sein Vetter aber, das Englische, machte Karriere.
Doch nicht, bevor es sich mit dem Französischen
gekreuzt und zum Bastard zwischen Platt und Französisch
geworden. Aus dem Lateinischen aber entwickelten
sich die romanischen Sprachen in Frankreich, Italien
und auf der Iberischen Halbinsel.
Zum Hochmittelalter gehörten
dann die Dämonen und Teufel, die Hexen und
auch schon die erste Judenverfolgung. 1347 wird
aus Asien die Beulenpest eingeschleppt und sie wütet
drei Jahre lang bis 1350. Danach ist ein Drittel
der Bevölkerung tot. Während der nächsten
50 Jahre bricht die Pest immer wieder aus. Die Katastrophe
hat die Ausmaße einer Apokalypse [Weltuntergang].
Das schürt die Paranoia [Verfolgungswahn],
man sucht nach Sündenböcken. Man findet
sie unter zwei Bevölkerungsgruppen: den Frauen
und den Juden.
Der
Hass auf die Juden beruht auf religiösem Aberglauben
[sie haben Christus getötet, und sie haben
merkwürdige Speisevorschriften und neigen zu
Hostienschändung und Kindsmord - so der Glaube
im mittelalterlichen Christentum] und auf der christlichen
Wirtschaftsmoral, was mit den Zinsen zusammenhängt
durch die Bibelstelle: "Von den Fremden magst
Du Zinsen nehmen, aber nicht von Deinen Brüdern".
Da den Juden christliche Berufe verboten sind, werden
sie Geldverleiher, die man dann besonders hasst,
wenn man bei ihnen Schulden hat, die sich laufend
vermehren, solange man nicht zahlt.
Quelle:
Bildung von Schwanitz

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