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[- Frühe Neuzeit -]

 

Frühe Neuzeit [1400-1700 n.Chr.]

In die frühen Neuzeit ist auch die Renaissance einzurechnen, die allerdings gesondert erklärt wird, jedoch weiterführend zur Erklärung der frühen Neuzeit beitragen soll.

Gehörte das 15. Jahrhundert Italien, so gehörte das 16. Jahrhundert den anderen Nationen Europas: Deutschland, Spanien, England und Frankreich. Denn sie entstehen jetzt und bauen sich, mit Ausnahme Deutschlands, als Wohnung einen Staat. War die Renaissance der Prolog, so setzt im 16. Jahrhundert das eigentliche Drama der Neuzeit ein. Dabei gibt es mehrere entscheidende Entwicklungsstränge.

Selbstportrait © Albrecht Dürer

Es entstehen, vor allem in Spanien, Frankreich und England durch Abschwächung des Feudalismus, moderne Staaten. Das und weiteres ist für die betroffenen Länder zunächst einmal ein Segen. Vor allem anderen: Der Absolutismus beendet die ewigen Bürgerkriege und Adelsfehden, sichert den inneren Frieden und schafft so die Voraussetzungen für eine Blüte der Wirtschaft und Kultur. Er einigt die Länder, weckt nationale Gemeinschaftsgefühle und schafft größere Märkte für die Entwicklung der Volkswirtschaft. Was Deutschland anbelangt, so hielt die italienische Renaissance im 15. Jahrhundert auch auf in süddeutschen Städte ein.

Nürnberg wurde zum Zentrum des Kunsthandwerks; hier residierten die Gold- und Silberschmiede, die ganz Europa mit ihren Produkten versorgten, und hier führte Albrecht Dürer die deutsche Malerei von Gotik zu Renaissance. Er glich Leonardo darin, dass er alles zeichnete, was ihm vors Auge kam; Michelangelo glich er darin, dass er von religiösen Themen und dem Prozess der Schöpfung besessen war, und Tizian darin, dass er die Gesichter seiner Auftraggeber in seinen Porträts verewigte. So wurde er zum bedeutendsten Maler der Deutschen.

Quelle: Bildung von Schwanitz

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