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Wann war was zum ersten Mal ...? -]
Antibabypille
Die
erste Antibabypille wurde von Gregory Pincus in
Shrewsbury, Massachusetts, entwickelt. Pincus war
im jahr 1950 von der Worcester Foundation for Experimental
Biology aufgefordert worden, wissenschaftliche Forschungen
auf dem Gebiet der Familienplanung anzustellen:
Er sollte ein ideales
Verhütungsmittel finden, das "unschädlich,
absolut zuverlässig, einfach und praktisch
zu handhaben, allgemein anwendbar und ästhetisch"
sei. Fünf Jahre lang arbeiteten Pincus und
sein Kollege John Rock an der Entwicklung eines
oralen Verhütungsmittels, dessen Hauptbestandteile
Progesteron und Östrogen bildeten. 1954 wurde
mit den ersten klinischen Tests begonnen.
Die erste umfangreiche
Versuchsreihe mit dieser Pille startete man 1956
in den Slums von San Juan, Puerto Rico, mit 1.308
Frauen, die sich freiwillig zur Verfügung gestellt
hatten. Nach Abschluss der dreijährigen Testreihe
waren von den 830 Frauen, die der Testgruppe bis
zuletzt angehört hatten, nur 17 schwanger geworden.
Die erste für
den Handel produzierte Antibabypille hiess Enovid
10 und wurde am 18. August 1960 von der Firma G.D.
Searle Drug Co. in Skokie, Illinois, auf den Markt
gebracht.
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Aspirin
Das erste Aspirin
wurde im Mai 1899 von der Firma Bayer in Leverkusen
in Pulverform für den Handel hergestellt. Acidumacetylosalicylicum
["Aspirin" ist der gesetzlich geschützte
Markenname] war schon im Jahr 1853 von dem Elsässer
Chemiker Karl Gerhardt auf synthetischem Wege hergestellt
worden.
Aber erst 1897 gelang
es Felix Hoffman von der Firma Bayer die Substanz
in für therapeutische Anwendung ausreichender
Reinheit zu erzeugen.
Ursprünglich
war Aspirin nur in Deutschland und nur gegen Rezept
erhältlich. In Tablettenform, 20 Stück
pro Packung, brachte es Bayer erstmals im Jahr 1915
auf den Markt.
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Bikini
Der erste Bikini
wurde von dem französischen Modeschöpfer
Louis Reard entworfen. Die Tänzerin Micheline
Bernardi führte ihn auf einer Modenschau am
5. Juli 1946 in Paris vor, vier Tage nach dem die
Amerikaner eine Atombombe auf dem Bikiniatoll im
Pazifischen Ozean gezündet hatten. Den Namen
Bikini hatte sein Erfinder gewählt, um die
Bedeutung des Allerneuesten zu symbolisieren.
Das Material des
ersten Bikinis war Baumwolle, bedruckt mit einem
Zeitungsmuster. Fotos von Micheline Bernardi in
der neuen Kreation gingen um die ganze Welt; 50.000
Verehrerbriefe trafen in der folgenden Zeit bei
ihr ein.
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Coca-Cola
Das erste Mal wurde
Coca-Cola im Jahr 1886 von einem Drogisten namens
Pemberton zum Verkauf angeboten. Für Werbung
gab er 73 Dollar und 96 Cent aus; er setzte auf
Grund dieser Werbung 160 Dollar in Verkäufen
ab. Etwa im Jahr 1887 kaufte ein gewisser Asa Candler,
ein Apotheker aus Atlanta, Georgia, das Geschäft
von den Erben Pembertons.
Kurze Zeit darauf
machten ihm Benjamin F. Thomas und Joseph Whitehead
aus Chattanooga den Vorschlag, Coca-Cola in Flaschen
abzufüllen und zu verkaufen. Er hielt nicht
viel von dieser Idee. Schliesslich aber gab er nach,
und am 1. Juli 1899 wurde ein Vertrag unterschrieben,
nach welchem Thomas und Whitehead Abfüllbetriebe
einrichten konnten.
Man schaltete eine
Werbeagentur ein, und unter manch anderen Werbesprüchen
erdachten sie den folgenden, der in Amerika bald
sprichwörtlich wurde: "Sold at all founts
and carbonated in bottles, 5 cent." Candler
verkauften seinen Betrieb 1919 für 25 Millionen
Dollar.
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Corn-flakes
Das erste essfertige
Frühstücksgetreide, bestehend aus geschrotetem
Weizen, wurde von Rechtsanwalt Henry D. Perky in
Denver, Colorado, im Jahr 1893 hergestellt. Die
Idee dazu verdankte Perky, der magenkrank war, einem
Leidensgenossen, der sich in einem Hotel in Nebraska
zum Frühstück in Milch gekochte Weizenkörner
servieren liess.
Zunächst wurde
das neue Nahrungsmittel nur in Denver und Colorado
Springs verkauft. 1895 gründete Perky dann
die Natural Food Co. und begann in Worcester, Massachusetts,
mit der Fabrikproduktion. Die ersten Getreideflocken
hatten eine körnige Struktur und wurden von
John Kellogg vom Battle-Creek-Sanatorium in Michigan
aus Weizen hergestellt. Die Neuheit wurde erstmals
in der Februarwoche 1895 der Zeitschrift "Food
Health" angekündigt.
Corn-flakes wurden
1898 von Kelloggs Bruder William "erfunden"
und von der Firma Sanitas Food in Battle Creek hergestellt
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Horrorfilm
Der erste Horrorfilm
war die einspulige Produktion "Dr. Jekyll and
Mr. Hyde" von R. L. Stevenson, die im Frühjahr
1908 von der Selig Polyscope Co., Chicago, zum Vertrieg
freigegeben wurde.
Die Titelrolle wurde
von Richard Mansfield gespielt. Die anderen Mitwirkenden
waren die Ensemblekollegen Mansfields, mit denen
er bereits in der von George Fish im Jahr 1897 verfassten
Bühnenversion mit Luella Forepaugh auf Tournee
gegangen war. Der Film hielt sich genau an das Theaterstück,
sogar der Bühnenvorhang am Anfang und am Ende
wurde mitgefilmt.
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IKEA-Katalog
1951 erschien der
erste IKEA-Katalog. IKEA war damals noch ein Versandhandel
und hatte sich auf Möbel spezialisiert. Es
gibt nur ein Buch, das eine höhere Auflage
im Druck hat, als der IKEA-Katalog und das ist die
Bibel.
IKEA ist die Abkürzung
für Ingvar Kamprad Elmtaryd Agunnaryd. Ingvar
Kamprad [Vor- und Nachname des Gründers von
IKEA] lebte in Schweden auf dem Hof Elmtaryd beim
nächstegelegenen Ort Agunnaryd.
Das erste Möbel,
das auseinandergelegt wurde, um es zuhause aufbauen
bzw. in flachen Paketen verschicken zu können,
stammt auch aus der Geschichte von IKEA, denn Ingvar
wollte mit seinem Photographen und guten Freund
einen Tisch versandfertig verpacken, doch es war
etwas umständlich mit den langen Beinen. In
einer Verzweiflungspause sagte der Freund dann leichthin:
"Wir machen jetzt die Beine ab und legen sie
unter den Tisch." Diese Idee sollte nicht nur
Spruch bleiben - die flachen Pakete mit den auseinandergeschraubten
Möbelteilen wurden geboren.
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Jeans
Die ersten Jeans
wurden im Jahr 1850 von dem aus Bayern nach Amerika
ausgewanderten Levi Strauss angefertigt. Er kam
während des grossen Goldrausches nach San Francisco
und hatte einige Ballen Stoff bei sich, die er zu
Zelten und Wagenplanen verarbeiten wollte.
In dieser Branche
gab es allerdings bereits übermächtige
Konkurrenz. Strauss verdankte einem Schürfer
die Anregung, aus seinem Stoff strapazierfähige
Arbeitshosen zu machen. Der Schürfer beklagte
sich, dass gewöhnliche Hosen bei seiner Arbeit
viel zu schnell durchgewetzt und ruiniert wurden.
Im Jahr 1874 wurden
erstmals Nieten an den Jeans angebracht, eine Sitte,
die auf eine landläufige Anekdote zurückgeht:
Ein Goldsucher namens Alkali hatte die Angewohnheit,
Gesteinsproben in den Hosentaschen herumzuschleppen;
sein Schneider kam auf die Idee, die Hosen beim
Hufschmied nieten zu lassen, damit sie länger
hielten. Von den ersten Jeans mit Nieten kostete
das Dutzend 13,50 Dollar.
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Kaffee
Der erste Kaffee
wurde etwa 1000 n.Chr. von dem arabischen Philosophen
und Naturwissenschaftler Avicenna erwähnt.
Er nannte das Getränk "bunc", ein
Ausdruck, der noch heute in Äthiopien gebräuchlich
ist. Jahrhunderte hindurch wurde Kaffee fast ausschliesslich
als Medizin verabreicht, erst im 16. Jahrhundert
trank man ihn in den arabischen Ländern und
in Persien.
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Kartoffelchips
Die ersten Kartoffelchips
wurden 1853 im Hotel Moon Lake House in Saratoga
Springs, New York, vom Küchenchef George Crum,
einem Indianer, hergestellt.
Er war gebeten worden,
eine Beilage zu servieren, die "dünner
als die normalen französischen Bratkartoffeln"
sein sollte. Das neue Gericht hatte von Anfang an
Erfolg und stand fortan als "Saratoga Chips"
täglich auf der Speisekarte des Moon Lake House.
Binnen weniger Jahre
entwickelte sich eine umfangreiche, kommerzielle
Produktion, zunächst in den Küchen von
Privathaushalten, wo ganze Familien mit der Herstellung,
Verpackung und dem Verkauf von Kartoffelchips beschäftigt
waren.
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Kreuzworträtsel
Das erste Kreuzworträtsel
wurde von dem aus Liverpool stammenden Journalisten
Arthur Wynne zusammengestellt und am 21. Dezember
1913 in der Wochenendbeilage der "New York
World" veröffentlicht.
Wynne arbeitete
für die Unterhaltungsseite und war unermüdlich
auf der Suche nach einem neuen Zeitvertreib für
seine Leser. Eines Tages kam ihm ein vergnügliches
Spiel aus seiner Kindheit wieder in den Sinn, das
sein Grossvater mit ihm gespielt hatte; es hiess
"Das magische Quadrat" und war ein beliebtes
viktorianisches Gesellschaftsspiel.
Indem er die einzelnen
Worte durch schwarze Zwischenräume trennte
und 32 Schlüsselwörter angab, schuf Wynne
sein erstes Kreuzworträtsel. Man brauchte nicht
viel Scharfsinn, um die einfachen Wortdefinitionen
zu erraten.
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Monopoly
Das erste Monopoly
wurde zwischen 1931 und 1933 von dem arbeitslosen
Heizungsingenieur Charles Darrow aus Philadelphia
ersonnen. Als er es der führenden amerikanischen
Spielzeugfirma Parker Bros. in Salem, Massachusetts,
anbot, wurde er mit der Erklärung abgewiesen,
das Spiel sei zu kompliziert, um ein Verkaufserfolg
zu werden.
Im Jahr 1934 liess
Darrow in Philadephia trotzdem 5.000 Exemplare seines
Spiels auf eigene Kosten anfertigen, die bei der
heimischen Bevölkerung so gut ankamen, dass
das Unternehmen Parker Bros. seine erste Entscheidung
revidierte.
Zu Weihnachten 1935
brachte es das Spiel auf den Markt, zunächst
mit mässigem Erfolg. Aber noch ehe die Feiertage
vorüber waren, war ganz Amerika vom Monopolyfieber
angesteckt. Monopoly wurde zum meistgekauften Brettspiel
aller Zeiten, man schätzt die Verkaufsziffer
auf fast 70 Millionen Stück. Die jährliche
Auflage von Monopolygeld überschreitet den
Gesamtausstoss der US-Schatzkammer.
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Polizistin
Die erste Polizistin
mit voller Amtsgewalt und in Uniform war die ehemalige
Sozialarbeiterin Alice Stebbins Wells, die am 12.
September 1910 in Los Angeles ihren Dienst antrat.
Mrs. Wells erhielt
an ihrem ersten Arbeitstag ein Buch mit Dienstvorschriften,
eines über Erste Hilfe und eine Polizeimarke.
Mitglieder der Polizeitruppe waren damals berechtigt,
unter Vorweis ihres Dienstzeichens die Strassenbahnen
im oder auf dem Weg zum Dienst kostenlos zu benutzen.
Da sie von den Schaffnern
ständig verdächtigt wurde, die Marke ihres
Ehemannes zu missbrauchen, machte Mrs. Wells ihrem
Vorgesetzten eine dementsprechende Meldung. Die
Folge davon war, dass sie sich mit dem Abzeichen
"Polizistinnenmarke Nr. 1" ausweisen konnte.
Die allgemeine Ungläubigkeit,
dass sie tatsächlich mit allen Vollmachten
eines Polizeibeamten ausgestattet war, verlor sich
allmählich, als sie begann, eine Uniform zu
tragen, die sie selbst entworfen hatte. [Weibliche
Polizisten waren Hauptgegenstand von Witzen in den
wöchentlichen Comics seit den fünfziger
Jahren des vorigen Jahrhunderts.]
Der Arbeitsbereich
von Mrs. Wells umfasste die Aufsicht über Tanzlokale,
Rollschuhbahnen, Freilichtvorführungen und
ähnliche öffentliche Unterhaltungsstätten,
wo sie dafür zu sorgen hatte, dass die Verordnungen
befolgt wurden. Zu ihren Amtspflichten gehörte
es ferner, vermisste Personen zu suchen und ratsuchenden
Frauen im Rahmen der Polizei liegenden Informationen
zur Seite zu stehen. Kurz nach ihrer Einstellung
wurde verfügt, dass kein junges Mädchen
von einem männlichen Beamten verhört werden
dürfe. In der Verordnung hiess es:
"Diese Tätigkeit
ist ausschliesslich Polizistinnen vorbehalten, die
auf Grund ihres Verständnisses und ihres weiblichen
Einfühlungsvermögens besser das Vertrauen
ihrer jüngeren Schwestern gewinnen können."
Neben der Erfüllung
dieser Pflichten war Mrs. Wells auch eifrig bemüht,
die Notwendigkeit von weiteren weiblichen Polizisten
zu propagieren. Der Erfolg dieser Bemühungen
ist daraus ersichtlich, dass im Jahr 1916 bereits
17 Polizeistationen in den USA Polizistinnen beschäftigten.
In einer Anzahl
von Fachbüchern wird die Meinung vertreten,
dass die erste Polizistin der Welt eine gewisse
Marie Owen gewesen sein soll, die angeblich im Jahr
1893 von Superintendent Morgan A. Collins von der
Detroiter Polizei eingestellt wurde. Es soll an
dieser Stelle festgehalten werden, dass die Polizei
in Detroit diese Behauptung zurückweist, da
sich in ihren Akten keinerlei Hiweis auf eine Marie
Owen findet; auch einen Superintendenten namens
Morgan A. Collins hat es laut Akten nie gegeben.
In Deutschland wurden
die ersten weiblichen Polizisten im Jahr 1923 ausgebildet,
und zwar durch die Initiative einer äusserst
rührigen englischen Polizeibeamtin namens Mary
Allen, die im Jahr 1914 der Polizei beitrat und
im Jahr 1919 bereits zum Kommandanten avanciert
war.
Zwischen den beiden
Weltkriegen unternahm Miss Allen ausgedehnte Reisen,
unter anderem nach Ägypten, um in anderen Ländern
die Gründung von weiblichen Polizeikorps voranzutreiben.
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Puzzle
Der erste Hinweis
auf ein Puzzle findet sich in einem 1763 in London
erschienenen Wissenschafts- und Kunstführer.
Darin wird ein John Spilsbury angeführt, seines
Zeichens "Graveur und Zerleger von Landkarten
aus Holz, zur Erleichterung des Geographieunterrichts".
Das älteste
erhaltene Puzzle ist eine handkolorierte, gravierte
Landkarte von "England und Wales, unterteilt
in ihre Grafschaften", die im Jahr 1767 von
John Spilsbury herausgegeben wurde. Jede Grafschaft
war ein Teil für sich. Spilsbury produzierte
ungefähr 30 verschiedene in Teile zerschnittene
Landkarten, ehe er diesen Broterwerb im Jahr 1782
zugunsten eines Zeichenlehrers an der Schule von
Harrow aufgab.
Bilderpuzzels tauchten
gegen Ende des 18. Jahrhunderts in England auf.
Die Darstellungen zeigen u.a. Reiter, die Bastille
[innen und aussen mit Ratten!], Soldaten oder eine
Kuhmagd, die ihren Galan einen Krug frischer Milch
anbietet.
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