Eine Reise durch...

Zahlen

Wunder & Rätsel
» Chin. Mauer
» Die Sphinx
» Abu Simbel
» Osterinseln
» Stonehenge
» Bermuda Dreieck

(Aber)glaube

Länder & Sitten

Kulinarisches

Amerika

 

Home -> ... die Welt -> Wunder & Rätsel der Welt -> Stonehenge

[- Stonehenge -]

Stonehenge © Sirpa Weiler

Stonehenge ist ein in der Jungsteinzeit begründetes und mindestens bis in die Bronzezeit benutztes Bauwerk in der Nähe von Amesbury in Wiltshire, England, etwa 13 Kilometer nordwestlich von Salisbury. Es besteht aus einer Grabenanlage, die eine Megalithstruktur umgibt, welche wiederum aus mehreren konzentrischen Steinkreisen gebildet wird. Die beiden auffälligsten Steinkreise sind dabei ein äußerer Kreis aus Pfeilersteinen, die von Decksteinen überbrückt werden, sowie eine innere hufeisenförmige Struktur aus ursprünglich fünf Trilithen (jeweils zwei Tragsteine, die von einem Deckstein überbrückt werden). Dazwischen befinden sich weitere Strukturen aus kleineren Steinen sowie Löchern im Boden. Weitere Megalithe sowie zwei Hügelgräber finden sich in unmittelbarer Nähe.

Die Entstehung der Anlage lässt sich grob in drei Phasen unterteilen. Die Frühphase der Anlage, mit einem kreisrunden Erdwall und einem Graben, wurde etwa um 3100 v. Chr. datiert. Die auffällige Megalithstruktur wurde etwa zwischen 2500 v. Chr. und 2000 v. Chr. errichtet.

Der Name Stonehenge stammt aus dem altenglischen Stanhen gist und bedeutet „hängende Steine“. Die Bezeichnung Henge wird heute für eine Klasse jungsteinzeitlicher Bauwerke verwendet, die aus einer kreisförmigen, erhöhten Einfriedung mit einer innenliegenden Vertiefung bestehen. Stonehenge selbst - obgleich es bei der Namensgebung Pate stand - kann jedoch nicht direkt dieser Klasse zugeordnet werden, da seine Aufschüttung innerhalb des Grabens liegt. Stonehenge ist in vielerlei Hinsicht atypisch, obwohl es zeitgleich zu den eigentlichen jungsteinzeitlichen Henges entstand.

Stonehenge gehört seit 1918 dem englischen Staat. Verwaltet und touristisch erschlossen wird es vom English Heritage, die Umgebung vom National Trust. Die Stätte und die Umgebung sind seit 1986 Teil des Weltkulturerbes.

Der Komplex wurde in mehreren Bauabschnitten errichtet, die sich über einen Zeitraum von etwa 2000 Jahren erstrecken. Nachweislich wurde das Gelände aber bereits vor der Errichtung und auch noch lange Zeit nach der jungsteinzeitlichen Hochphase genutzt. Drei große Pfostenlöcher befinden sich in der Nähe des heutigen Parkplatzes, sie datieren aus dem Mesolithikum, etwa um 8000 v. Chr. Die jüngsten kultischen Nutzungen sind etwa für das 7. Jahrhundert nach Christus feststellbar. Hier ist ein auf dem Gelände vorgefundenes Grab eines enthaupteten Sachsen aus dieser Zeit zu erwähnen.

Die verschiedenen Phasen der Aktivitäten auf Stonehenge zu datieren und zu verstehen ist schwierig. Schlecht geführte Ausgrabungsberichte und erstaunlich wenig präzise wissenschaftliche Daten erschweren das Ganze. Die heute meist akzeptierte Abfolge wird im folgenden Text erläutert, die Ziffern beziehen sich dabei auf den Plan rechts, der die Stätte im Jahr 2004 zeigt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden die Decksteine dort nicht gezeigt. Löcher, die nicht mehr oder nie Steine enthielten, sind als offene Kreise gekennzeichnet. Heute sichtbare Steine sind farblich gekennzeichnet.

» nach oben «

Stonehenge als Teil der religiösen Landschaft

Stonehenge im SonnenaufgangViele Archäologen glauben, dass Stonehenge ein Versuch war, die allgemeinen Holzstrukturen, die zu der Zeit in der Salisburyebene üblich waren und zum Beispiel in den Durrington Walls zu sehen sind, in dauerhaften Stein zu übertragen.

Modernen anthropologischen Untersuchungen von Mike Parker Pearson und dem Archäologen Ramilisonina nach stand das Holz für das Leben und der Stein für den Tod. Sie argumentieren, dass Stonehenge Teil einer langen, rituellen Begräbnissprozession war, die im Osten bei Sonnenaufgang an den Woodhenge und Durrington Walls begann, weiter nach Avon und dann entlang der Avenue erreichte.

Die Reise vom Holz zum Stein über das Wasser stellte eine symbolische Reise vom Leben zum Tod dar. Es gibt zwar keine zufriedenstellenden Belege für die Theorie, dass Stonehenges astronomische Ausrichtungen mehr als nur symbolisch waren. Gegenwärtige Deutungen bevorzugen jedoch eine rituelle Rolle für das Monument auf Grund der zahlreichen Gräber und seine Anwesenheit innerhalb einer breiteren Landschaft von Sakralbauten.

» nach oben «

Moderne Geschichte

Es heißt, dass viele Beschädigungen von Stonehenge auf das 19. Jahrhundert zurückzuführen seien, weil damals Hämmerchen an Touristen verkauft wurden, die sich damit Stückchen von den Steinen als Souvenir abschlagen konnten.

Stonehenge blieb ein Wallfahrtsort für Druiden und wurde zwischen 1972 und 1984 für Musikfestivals genutzt. 1985 wurde das Festival durch die britische Regierung untersagt, worauf es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen der Polizei und New Age-Pilgern kam. Diese sind auch bekannt als die Schlacht auf dem Beanfield. Das Gelände wurde 1986 zum Teil des UNESCO-Weltkulturerbes erklärt.

Weil die Behörden eine Beschädigung der Steine durch die vielen Besucher befürchteten, ist die Anlage von Stonehenge nach wiederholtem Vandalismus heute eingezäunt und wird scharf bewacht. Insbesondere zu den hohen keltischen Feiertagen und den Tagundnachtgleichen sind zahlreiche Ordnungskräfte vor Ort. Die Steine selbst sind nicht mehr für das Publikum zugänglich - Besucher müssen sich damit begnügen, sie aus der Ferne zu betrachten. Einzig die britische Druids Society erhält während der Tagundnachtgleichen Zugang. Diese Vereinigung hält dann an diesem Ort Rituale ab, welche natürlich auch für die Touristen eine Attraktion darstellen.

In der jüngeren Vergangenheit wurde Stonehenge durch die unmittelbare Nähe einer stark befahrenen Straße (A 303) zwischen Amesbury und Winterbourne Stoke beeinflusst. Es gab immer wieder verschiedene Vorschläge, die Straße zu verlegen, oder Stonehenge zu untertunneln, aber diese wurden als zu teuer oder zu zerstörend abgelehnt.

Erst im Frühjahr 2003 verkündete das Department for Transport, dass die A 303 ausgebaut werde, einschließlich des Baus des überfälligen Straßentunnels in Stonehenge. Die Pläne sind jedoch umstritten und die Regierung hat ihnen noch nicht zugestimmt. Um 2008 soll die neue Straße fertig sein und die alte geschlossen werden.

Weiterhin wurde angekündigt, im Jahr 2006 ein neues Besucherzentrum zu eröffnen. Die gegenwärtige Situation wird von vielen als „eine nationale Schande“ empfunden.

» nach oben «

Sagen & Legenden

Der Fersenstein war früher auch einmal als Friar’s Heel (engl. „Mönchsferse“) bekannt. Eine Sage, die frühestens auf das 17. Jahrhundert datiert werden kann, erzählt den Ursprung des Namens:

"Der Teufel kaufte die Steine von einer Frau in Irland und brachte sie hier in die Salisburyebene. Einer der Steine fiel in den Avon, den Rest legte er in der Ebene hier ab. Der Teufel schrie laut heraus, „Niemand wird herausfinden, wie diese Steine hierherkamen.“, Ein Mönch antwortete ihm „Das glaubst aber nur du!“, worauf der Teufel einen der Steine nach ihm warf und ihn damit an der Ferse traf. Der Stein blieb bis heute so im Boden stecken und gab ihm so den Namen."

Einige glauben, dass sich der Name „Friar’s Heel“ von „Freya's He-ol“ oder „Freya Sul“ ableitet, benannt nach der germanischen Gottheit Freya und den (angeblichen) Waliser Wörtern für „Weg“ beziehungsweise „Sonntag“.

Stonehenge wird oft mit der Artussage in Verbindung gebracht. Geoffrey von Monmouth behauptet, dass Merlin die Umsiedlung Stonehenges von Irland geleitet hat, wo es ursprünglich auf dem Mount Killaraus von Giganten erbaut worden sei, die die Steine aus Afrika gebracht haben sollen.

Nach seinem Wiederaufbau bei Amesbury, beschreibt Geoffrey weiter, habe man erst Ambrosius Aurelianus, dann Uther Pendragon und später Konstantin III. im Inneren des Rings begraben. An vielen Stellen seiner Historia Regum Britanniae vermischt Geoffrey britische Legende mit der eigenen Fantasie. Bemerkenswert ist, dass er Ambrosius Aurelianus mit diesem prähistorischen Monument in Verbindung bringt, nur weil der Name Ambrosius dem des nahen Amesbury ähnelt.

Text: www.wikipedia.de

» nach oben «

 

© Dragonfly-Webdesign 2005
 

Bluecounter Website Statistics Bluecounter Website Statistics