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Stonehenge -]

Stonehenge ist ein
in der Jungsteinzeit begründetes und mindestens
bis in die Bronzezeit benutztes Bauwerk in der Nähe
von Amesbury in Wiltshire, England, etwa 13 Kilometer
nordwestlich von Salisbury. Es besteht aus einer
Grabenanlage, die eine Megalithstruktur umgibt,
welche wiederum aus mehreren konzentrischen Steinkreisen
gebildet wird. Die beiden auffälligsten Steinkreise
sind dabei ein äußerer Kreis aus Pfeilersteinen,
die von Decksteinen überbrückt werden,
sowie eine innere hufeisenförmige Struktur
aus ursprünglich fünf Trilithen (jeweils
zwei Tragsteine, die von einem Deckstein überbrückt
werden). Dazwischen befinden sich weitere Strukturen
aus kleineren Steinen sowie Löchern im Boden.
Weitere Megalithe sowie zwei Hügelgräber
finden sich in unmittelbarer Nähe.
Die Entstehung der Anlage lässt
sich grob in drei Phasen unterteilen. Die Frühphase
der Anlage, mit einem kreisrunden Erdwall und einem
Graben, wurde etwa um 3100 v. Chr. datiert. Die
auffällige Megalithstruktur wurde etwa zwischen
2500 v. Chr. und 2000 v. Chr. errichtet.
Der Name Stonehenge stammt aus dem
altenglischen Stanhen gist und bedeutet „hängende
Steine“. Die Bezeichnung Henge wird heute
für eine Klasse jungsteinzeitlicher Bauwerke
verwendet, die aus einer kreisförmigen, erhöhten
Einfriedung mit einer innenliegenden Vertiefung
bestehen. Stonehenge selbst - obgleich es bei der
Namensgebung Pate stand - kann jedoch nicht direkt
dieser Klasse zugeordnet werden, da seine Aufschüttung
innerhalb des Grabens liegt. Stonehenge ist in vielerlei
Hinsicht atypisch, obwohl es zeitgleich zu den eigentlichen
jungsteinzeitlichen Henges entstand.
Stonehenge gehört seit 1918
dem englischen Staat. Verwaltet und touristisch
erschlossen wird es vom English Heritage, die Umgebung
vom National Trust. Die Stätte und die Umgebung
sind seit 1986 Teil des Weltkulturerbes.
Der Komplex wurde in mehreren Bauabschnitten
errichtet, die sich über einen Zeitraum von
etwa 2000 Jahren erstrecken. Nachweislich wurde
das Gelände aber bereits vor der Errichtung
und auch noch lange Zeit nach der jungsteinzeitlichen
Hochphase genutzt. Drei große Pfostenlöcher
befinden sich in der Nähe des heutigen Parkplatzes,
sie datieren aus dem Mesolithikum, etwa um 8000
v. Chr. Die jüngsten kultischen Nutzungen sind
etwa für das 7. Jahrhundert nach Christus feststellbar.
Hier ist ein auf dem Gelände vorgefundenes
Grab eines enthaupteten Sachsen aus dieser Zeit
zu erwähnen.
Die
verschiedenen Phasen der Aktivitäten auf Stonehenge
zu datieren und zu verstehen ist schwierig. Schlecht
geführte Ausgrabungsberichte und erstaunlich
wenig präzise wissenschaftliche Daten erschweren
das Ganze. Die heute meist akzeptierte Abfolge wird
im folgenden Text erläutert, die Ziffern beziehen
sich dabei auf den Plan rechts, der die Stätte
im Jahr 2004 zeigt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit
werden die Decksteine dort nicht gezeigt. Löcher,
die nicht mehr oder nie Steine enthielten, sind
als offene Kreise gekennzeichnet. Heute sichtbare
Steine sind farblich gekennzeichnet.
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Stonehenge
als Teil der religiösen Landschaft
Stonehenge im SonnenaufgangViele Archäologen
glauben, dass Stonehenge ein Versuch war, die allgemeinen
Holzstrukturen, die zu der Zeit in der Salisburyebene
üblich waren und zum Beispiel in den Durrington
Walls zu sehen sind, in dauerhaften Stein zu übertragen.
Modernen anthropologischen Untersuchungen
von Mike Parker Pearson und dem Archäologen
Ramilisonina nach stand das Holz für das Leben
und der Stein für den Tod. Sie argumentieren,
dass Stonehenge Teil einer langen, rituellen Begräbnissprozession
war, die im Osten bei Sonnenaufgang an den Woodhenge
und Durrington Walls begann, weiter nach Avon und
dann entlang der Avenue erreichte.
Die
Reise vom Holz zum Stein über das Wasser stellte
eine symbolische Reise vom Leben zum Tod dar. Es
gibt zwar keine zufriedenstellenden Belege für
die Theorie, dass Stonehenges astronomische Ausrichtungen
mehr als nur symbolisch waren. Gegenwärtige
Deutungen bevorzugen jedoch eine rituelle Rolle
für das Monument auf Grund der zahlreichen
Gräber und seine Anwesenheit innerhalb einer
breiteren Landschaft von Sakralbauten.
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Moderne
Geschichte
Es heißt, dass viele Beschädigungen
von Stonehenge auf das 19. Jahrhundert zurückzuführen
seien, weil damals Hämmerchen an Touristen
verkauft wurden, die sich damit Stückchen von
den Steinen als Souvenir abschlagen konnten.
Stonehenge
blieb ein Wallfahrtsort für Druiden und wurde
zwischen 1972 und 1984 für Musikfestivals genutzt.
1985 wurde das Festival durch die britische Regierung
untersagt, worauf es zu gewaltsamen Zusammenstößen
zwischen der Polizei und New Age-Pilgern kam. Diese
sind auch bekannt als die Schlacht auf dem Beanfield.
Das
Gelände wurde 1986 zum Teil des UNESCO-Weltkulturerbes
erklärt.
Weil die Behörden eine Beschädigung
der Steine durch die vielen Besucher befürchteten,
ist die Anlage von Stonehenge nach wiederholtem
Vandalismus heute eingezäunt und wird scharf
bewacht. Insbesondere zu den hohen keltischen Feiertagen
und den Tagundnachtgleichen sind zahlreiche Ordnungskräfte
vor Ort. Die Steine selbst sind nicht mehr für
das Publikum zugänglich - Besucher müssen
sich damit begnügen, sie aus der Ferne zu betrachten.
Einzig die britische Druids Society erhält
während der Tagundnachtgleichen Zugang. Diese
Vereinigung hält dann an diesem Ort Rituale
ab, welche natürlich auch für die Touristen
eine Attraktion darstellen.
In der jüngeren Vergangenheit
wurde Stonehenge durch die unmittelbare Nähe
einer stark befahrenen Straße (A 303) zwischen
Amesbury und Winterbourne Stoke beeinflusst. Es
gab immer wieder verschiedene Vorschläge, die
Straße zu verlegen, oder Stonehenge zu untertunneln,
aber diese wurden als zu teuer oder zu zerstörend
abgelehnt.
Erst im Frühjahr 2003 verkündete
das Department for Transport, dass die A 303 ausgebaut
werde, einschließlich des Baus des überfälligen
Straßentunnels in Stonehenge. Die Pläne
sind jedoch umstritten und die Regierung hat ihnen
noch nicht zugestimmt. Um 2008 soll die neue Straße
fertig sein und die alte geschlossen werden.
Weiterhin
wurde angekündigt, im Jahr 2006 ein neues Besucherzentrum
zu eröffnen. Die gegenwärtige Situation
wird von vielen als „eine nationale Schande“
empfunden.
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Sagen
& Legenden
Der Fersenstein war früher
auch einmal als Friar’s Heel (engl. „Mönchsferse“)
bekannt. Eine Sage, die frühestens auf das
17. Jahrhundert datiert werden kann, erzählt
den Ursprung des Namens:
"Der Teufel kaufte die Steine
von einer Frau in Irland und brachte sie hier in
die Salisburyebene. Einer der Steine fiel in den
Avon, den Rest legte er in der Ebene hier ab. Der
Teufel schrie laut heraus, „Niemand wird herausfinden,
wie diese Steine hierherkamen.“, Ein Mönch
antwortete ihm „Das glaubst aber nur du!“,
worauf der Teufel einen der Steine nach ihm warf
und ihn damit an der Ferse traf. Der Stein blieb
bis heute so im Boden stecken und gab ihm so den
Namen."
Einige glauben, dass sich der Name „Friar’s
Heel“ von „Freya's He-ol“ oder
„Freya Sul“ ableitet, benannt nach der
germanischen Gottheit Freya und den (angeblichen)
Waliser Wörtern für „Weg“
beziehungsweise „Sonntag“.
Stonehenge wird oft mit der Artussage
in Verbindung gebracht. Geoffrey von Monmouth behauptet,
dass Merlin die Umsiedlung Stonehenges von Irland
geleitet hat, wo es ursprünglich auf dem Mount
Killaraus von Giganten erbaut worden sei, die die
Steine aus Afrika gebracht haben sollen.
Nach seinem Wiederaufbau bei Amesbury,
beschreibt Geoffrey weiter, habe man erst Ambrosius
Aurelianus, dann Uther Pendragon und später
Konstantin III. im Inneren des Rings begraben. An
vielen Stellen seiner Historia Regum Britanniae
vermischt Geoffrey britische Legende mit der eigenen
Fantasie. Bemerkenswert ist, dass er Ambrosius Aurelianus
mit diesem prähistorischen Monument in Verbindung
bringt, nur weil der Name Ambrosius dem des nahen
Amesbury ähnelt.
Text:
www.wikipedia.de
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