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Knigge - Länder & ihre Sitten -]
Der
Asien-Knigge
Nach
dem Essen steckt man in China die Stäbchen
nicht in den übrig gebliebenen Reis, auch treibt
man in China nicht noch lange Konversation, sondern
verabschiedet sich zügig.
Bei
Einladungen legt man in Asien großen
Wert auf korrekte, gute Kleidung. Damit zeigt man,
dass man den Gastgeber respektiert. Sollte man von
einem Einheimischen in ein Restaurant eingeladen
werden, fragt der Gastgeber meist zwar nach den
eigenen Wünschen für die Bestellung, doch
diese Frage ist eher rhetorischer Natur. Sonderwünsche
sollten daher lieber verkniffen werden.
Gastgeschenke
in Japan und China sollten immer eingepackt sein,
denn sie werden nie vor dem Beschenkten ausgepackt
werden. Das wäre unhöflich. Es ist in
China nicht üblich, Blumen für den Gastgeber
mitzubringen. Bis vor kurzem wurden nur die Toten
mit frischen Blumen geehrt.
Bei
Besuchen von Tempeln werden in
China die Schuhe ausgezogen.
In
Japan wird vor dem Essen ein feuchtes
Tuch gereicht. Allerdings es nur für Männer
üblich, sich damit das Gesicht zu erfrischen.
Frauen sollten sich damit nur die Hände reinigen.
Nur
weil Asiaten allgemeinhin als die photoschießenden
Touristen bekannt sind, können sie sehr erbost
reagieren, wenn man sie als Einheimische ohne vorher
zu fragen ablichten möchte.
Selbst
in Touristenhochburgen wie Thailand, ist das Oben-ohne-Baden
ein Tabu. Wer es dennoch tut, verletzt das Schamgefühl
der Bevölkerung.
In
Japan verbeugt man sich zur Begrüßung,
in China schüttelt man sich die Hände,
wenn auch nicht so kräftig wie bei uns. Der
kleine feine Unterschied. Für Buddhisten gilt
der Kopf als heiliges Körperteil.
Deshalb sollte man niemals Einheimischen an den
Kopf fassen bzw. Kindern über das Haupt streicheln.
Das machen nicht einmal die Eltern selbst bei ihren
Kindern.
Liebesbeweise
in der Öffentlichkeit sind nicht unbedingt
angebracht [Küsse und Umarmungen beispielsweise],
denn sie bringen alle Außenstehenden in Verlegenheit,
daher sollte man sich einfach etwas zügeln
in asiatischen Ländern.
In
Japan werden nicht alle Toiletten
abgeschlossen, daher sollte man vorher sacht an
die Tür klopfen. Kommt ein Klopfgeräusch
zurück, weiß man, dass man zu warten
hat.
Japan
ist immer noch ein Männerland. Hier
laufen die Ehefrauen ein paar Schritte hinter ihrem
Gatten her. Wenn man als Frau beständig ignoriert
wird, wenn ein Japaner einem nicht höflich
die Tür aufhält und den Vortritt lässt
oder nicht in den Mantel hilft, sollte man deswegen
nicht böse sein.
In
ganz Südostasien sagt man ungern "Nein".
Statt dessen gibt man lieber eine falsche Antwort,
als zuzugeben, dass man nicht helfen kann. Ein "Nein"
gilt als Unhöflichkeit.
In
Malaysia und Indonesien sollte
man möglichst die rechte Hand benutzen. Beispielsweise
beim Essen, aber auch wenn etwas überreicht
wird, denn in diesen islamischen Staaten ist die
linke Hand unrein.
In
Thailand gilt der Fuß als
minderwertiges Körperteil. Man sollte daher
vermeiden, jemandem auf den Fuß zu stehen
oder mit dem Fuß auf etwas zu zeigen [z.B.
einem Bodenmosaik]. Sitzt man auf dem Boden, dann
die Beine so einschlagen, dass die Fußsohlen
nicht auf die gegenübersitzende Person zeigen.
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Knigge für
Amerika
Doch
egal ob kritisch oder konform gesinnt, die Menschen
sind vielschichtiger als oft angenommen. Allgemein
gilt, dass die Amerikaner eine lockere, leicht zugängliche
Art besitzen. Gleichzeitig sind die Amerikaner jedoch
auch konservativer und prüder als die Europäer.
Begrüssung
Mit einem "Hi" oder "Hello"
liegst Du richtig. Füge noch ein "How
are you?" hinzu, bist Du schon mitten drin
- sollten allerdings keine ehrliche Antwort erwarten.
Hände schütteln ist nicht Standard.
Kleidung:
Was ziehe ich an?
Kleider machen Leute: Falsche Kleidung kann Dir
Türen verschließen. Je besser Du gestellt
bist, je höher die Position, um so formeller
ist die Kleidung. In einigen Restaurants gilt sogar
Krawattenzwang. Nackte Haut ist in einigen Staaten
verpönt. Und Achtung, liebe Frauen: Haare an
Beinen und unter den Achseln ist ein grober Faux-pas
- just impossible!
Verhalten
in der Öffentlichkeit
Raucher haben es in den USA schwer - erlaubt ist
die Angewohnheit nur in ausgewiesenen Zonen. Trinke
Alkohol nicht in der Öffentlichkeit, das ist
verboten.
Essen
und Trinken
Bist Du zu einer Dinnerparty eingeladen, solltest
Du wissen, dass es die Drinks vor dem Essen gibt.
Zum Essen wird dann kaum noch Alkohol gereicht.
Wird Kaffee serviert, solltest Du das als unmissverständliches
Zeichen deuten und - gehen.
Ungewohnt:
Die Amerikaner essen alles mit der Gabel in der
rechten Hand. Zerschneiden sie Fleisch, wird kurz
getauscht: Gabel links, Messer rechts. Zum Essen
wird dann wieder die Gabel in die rechte Hand genommen.
Gehe
abends in eine Bar, vergesse ein Trinkgeld von rund
15 bis 20 Prozent nicht - die Bedienungen leben
davon.
Business
Über lange Arbeitstage solltest Du Dich hier
besser nicht beschweren, die gelten als Standard.
Und da "modern economy" auch gleichbedeutend
mit "time is money" ist, gilt außerdem:
ohne Termine keine Audienz. Wirklich wichtige Termine
finden abends statt, denn bei Geschäftsessen
werden Kontakte geknüpft.
Einladungen
Bist Du privat eingeladen, wird eine Flasche Wein
als Präsent geschätzt - und gleich geöffnet
und angeboten. Schenkst Du Blumen, sollten Du Dich
bei der Auswahl nicht lumpen lassen. Wundere Dich
nicht über Fragen nach Deinem Einkommen oder
sogar Vermögen, das ist in den USA normal.
Dos
and Don't
Achtung Klage-Gefahr? Bist Du ein Pechvogel, solltest
Du Berührungen des anderen Geschlechts unterlassen
- es könnte als sexuelle Belästigung ausgelegt
werden. Halte Abstand.
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Knigge
für Polen
Da
die Polen ein sehr patriotisches Volk sind, sollte
man sich mit abschätzigen Bemerkungen
etwa über die wirtschaftliche Rückständigkeit
oder die Kriminalitätsrate zurück halten
[wir alle keinen Polenwitze. Sie mögen am Stammtisch
zuhause lustig sein, in Polen allerdings sollten
sie wirklich vermieden werden]. Man sollte in Polen
den Begriff "Osten" vermeiden, da Polen
eine alte europäische Kulturnation ist und
sich als einen Teil der westeuropäischen Gemeinschaft
sieht.
Ebenso
sind blasphemische oder antikatholisch wirkende
Äußerungen lieber zu
unterlassen, da die Säulen des polnischen Staates
Katholizismus und Nationalstolz heißen. Zumindest
die älteren Generationen reagieren hier sensibel,
ebenso was eine ländliche oder städtische
Umgebung angeht, variiert hier die Toleranz.
Frauen
werden in Polen mit einem Handkuss begrüßt,
wobei die Lippen nicht die Haut berühren, sondern
der Kuss nur angedeutet wird. Unter Männern
gibt man sich die Hand. Die Anrede besteht aus Pani
[Frau] bzw. Pan [Herr] plus dem Vornamen. Der Nachname
bleibt unerwähnt. Händeschütteln
über der Türschwelle gilt als schlechtes
Omen, deshalb zuerst eintreten und dann, wenn überhaupt,
die Hand zur Begrüßung
reichen.
Zu
Einladungen ist es üblich,
eine ungerade Anzahl Blumen mitzubringen, die vor
der Übergabe ausgepackt werden. Man
erscheint eher etwas später, aber keinesfalls
zu früh bei einer Einladung.
Besucher
sollten sich besonders zu Ostern
vorsehen. Denn der Ostermontag ist in Polen der
"Tag des Wassergießens" ["Smigus
Dyngus"]: Überall in den Straßen
wird man vorrangig von Jugendlichen mit Wasser bespritzt,
wobei die Menge zuweilen in Eimern gemessen werden
kann. Der nasse Brauch geht auf uralte vorchristliche
Riten zurück, und ein Mädchen, das nicht
ordentlich nassgespritzt wurde, ist nicht ansehnlich
und begehrenswert.
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Ägyptischer
Knigge
Die
Ägypter sind herzlich. Das nordafrikanische
Land zählt zu den liberalen islamischen Staaten.
Als Tourist musst Du Dich nicht strikt an islamische
Regeln halten - achtest Du diese jedoch, wird das
mit Respekt gezollt. Auch in Badeorten wie Hurghada,
wo Ausländer in der Regel unter sich sind,
sollten Touristen - aus Höflichkeit - bestimmte
Regeln einhalten.
Begrüßung
Ein Handschlag zur Begrüßung und Du liegst
richtig. Unter Männer werden auch Wangenküsschen
oder Umarmungen ausgetauscht. Als Frau solltest
Du hingegen - vor allem Männern gegenüber
- bei einem Lächeln und Kopfnicken verbleiben.
Hektik ist in Ägypten nicht angesagt: Nimm
Dir Zeit für einen kleinen Plausch.
Kleidung:
Was zieh ich an?
Bist Du geschäftlich unterwegs, ist formelle
Kleidung ein Muss. Wie in den meisten arabischen
Staaten sollten Frauen sich dezent kleiden. Nackte
Haut zeigen ist Tabu, als Richtlinie kann gelten:
Arme und Knie sollten bedeckt sein, kurze Hosen
nur am Strand. Schwarz wird zu Beerdigungen getragen.
Verhalten
in der Öffentlichkeit
Meist weisen Tafeln vor den Häusern Allahs
bereits darauf hin: Besuchst Du eine Moschee, musst
Du vorher Deine Schuhe ausziehen.
Essen
und Trinken
Denke dran: Moslems essen kein Schweinefleisch,
auch Alkohol wird nur in Maßen getrunken.
Bunkere Kleingeld, bevor Du essen gehst: Trinkgeld
wird gern genommen und gegeben - manchmal wirkt
es auch als "Sesam öffne Dich".
Was Du auf jeden Fall vermeiden solltest: das Naseputzen
während des Essens - das gilt als unschicklich.
Business
und Einladungen
Bist Du privat eingeladen, wird zwar nicht erwartet,
dass Du Geschenke mitbringst, aber Kleinigkeiten
für die Kinder oder ein paar Blumen kommen
trotzdem gut an. Auch hier solltest Du eventuelle
Hektik ausblenden, Gastfreundschaft heißt
in Ägypten, dass man sich nicht anmerken lässt,
wenn man eigentlich keine Zeit hat.
Dos
and Don't
Bevor Du Menschen photographierst, solltest Du um
Erlaubnis fragen.
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Knigge
für den Urlaub
Die
Skandinavier sind zurückhaltend
- übertreibe es also lieber nicht, wenn Du
mit Deinem Können auftrumpfen willst.
Hüten
Dich, in Südafrika am Strand
Oben-ohne zu liegen, denn die Südafrikaner
sind diesbezüglich nicht tolerant und sicherlich
"not amused", wenn es um allzu große
Freizügigkeit geht.
Faux-Pas:
Was in der Taucher-Sprache "alles okay"
bedeutet - Daumen und Zeigefinger bilden einen Kreis
- führt in Brasilien schnell
zu einem unangenehmen Missverständnis, hier
ist es das Zeichen für Geschlechtsverkehr.
Einladungen
auszuschlagen gilt als unhöflich. Und obwohl
es Griechen mit der Pünktlichkeit
selber nicht so genau nehmen, erwarten sie von Nordeuropäern
eben diese einzuhalten.
Vorsicht
mit dem Victory-Zeichen: Hast Du
Zeige- und Mittelfinger zum Sieg nach vorne gestreckt,
dabei aber den Handrücken nach außen
gekehrt, hilft auch freundliches Lächeln nicht
mehr... vielmehr hättest Du den Briten
auch gleich den Stinkefinger zeigen können
- das bedeutet diese Geste nämlich auf der
Insel.
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