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[- Borderline Persönlichkeitsstörung -]

 

[Borderline = Grenzlinie]

Symptomatik
Der Bereich, seine eigenen Grenzen wahrzunehmen ist bei einer Borderlinestörung gestört. Der Borderline-Betroffene neigt dazu, die Menschen in seiner Umgebung grenzenlos zu idealisieren oder abzuwerten oder zwischen diesen beiden Extremen zu wechseln.

Borderline © Sirpa Weiler

Er hat Schwierigkeiten, seine Emotionen und Impulse zu begrenzen, so dass er sich schnell von Gefühlen ausgeliefert fühlt und zu raschen Stimmungsschwankungen neigt oder dazu neigt "gar nichts zu fühlen" [Gefühl der Leere]. Ebenso fehlt ihm das Gefühl der Grenzen zu anderen Personen. Entweder hält er zu ihnen eine extrem Distanz oder eine extreme Nähe oder wechselt rasch vom einen ins andere. [Nach dem Motto: "Ich hasse Dich. Verlass mich nicht."]

Ihre Neigung zu intensiven, aber unbeständigen zwischenmenschlichen Beziehungen kann zu wiederholten emotionalen Krisen mit Suiziddrohungen/ -versuchen oder selbstschädigenden Handlungen führen [Selbstverletzung]

Die Borderlinestörung hat eine unspezifische Symptomatik. Oftmals begleitend mit Eßstörungen, Angststörungen, Zwangsstörungen und depressiven Episoden. Selbstbild und Zielvorstellungen sind unklar und gestört. Selbstverletzung ist meist eine grundlegende Symptomatik und das sogenannte Schwarz-Weiß-Denken.

Es gibt kein Grau, sondern nur Schwarz oder weiß.
Es gibt kein Vielleicht, sondern nur ja oder nein.
Es gibt kein neutral, sondern nur gut oder böse.

Diese allgemeinen Beispielaussagen lassen sich auf nahezu alle Aussagen, Gedanken und Gefühle eines Borderline-Patienten auslegen.

Ursachen und Hintergründe

Meist sind es massive Grenzverletzungen in der Kindheit, die zu einer Borderlinestörung führen. Gerade auch sexuellen Missbrauch und physische Gewalt.
Weiterhin können emotionale Vernachlässigung tiefgreifende Verlassenheitserfahrungen oder die Erfahrung eines häufigen Wechsels von intensiver Nähe und Distanz in den ersten 6-8 Lebensjahren eine Rolle bei der Entstehung der Störung spielen.

Symptome

Körperliche Ebene
Innerliche Hochspannung
Schlafstörungen
Alpträume
Konzentrationsstörungen
Taubheitsgefühle
Innere Leere
Unwirklichkeitsgefühle
Das Gefühl, vom Körper getrennt zu sein
Wahrnehmungen, Vorstellungen und Bilder, die ängstigen

Emotionale Ebene
Gefühlswirrwarr oder Gefühlsüberflutung
Niedergeschlagenheit
Hoffnungslosigkeit
Angstzustände
Schuld-, Scham-, Ekelgefühle
Wut und Ärger
rasche Stimmungsveränderung zwischen Angst
Ärger und Depression
Schwierigkeiten, Gefühle wahrzunehmen

Gedankliche Ebene
Selbstabwertung bis Selbstvernichtung
Versagensgedanken
Schuldvorwürfe
Gedanken der Hilf- und Hoffnungslosigkeit
Schwarzweiß-Denken
Entweder-Oder- und Alles-oder-nichts-Denken

Verhaltensebene
Sozialer Rückzug - Aufgabe von Kontakten
Aufgabe von beruflichen und Freizeitinteressen
Anklammerung und Vermeidung von Alleinsein
Beziehungskonflikte
Unfähigkeit, Hilfe anzunehmen
Impulsive Handlungen
Selbstschädigung und Selbstverletzung
Selbsttötungsversuche

Eine Heilung durch eine Therapie benötigt je nach Schwere meist 3-7 Jahre. Zwei Borderline-Test, der von Psychologen selbst angewandt wird. [Test 1] [Test 2]

Quellen: Ingrid Sender und Klinik Schwedenstein

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