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Definition Serienmörder & Täterprofile

 

 

Definition Serienmörder & Massenmörder

Serienmörder töten aus Perversion, aus Hass, aus Wahnsinn, aus psychologisch abartigen Gründen, die man kaum nachzuvollziehen vermag. Und dennoch üben sie eine wirklich große Faszination aus. Bücher und Filme gibt es zu Hunderten über sie, und der Andrang in den Kinos ist groß. Das Schweigen der Lämmer, Sieben, Knochenjäger, Hannibal, Reessurection.. Kassenschlager. Aber was macht die Faszination aus?

Noch in den 80er Jahren, wurden "Mehrfachmörder" als Massenmörder betitelt ohne Unterschiede zu ziehen. Mittlerweile teilt man sie ein und zwar im Groben wie folgt: Der Massenmörder tötet mindestens vier oder aber mehr Opfer am gleichen Ort und im Laufe ein und derselben Situation.

Der Spree-Killer [oder auch Amokläufer] tötet mehrere Opfer an verschiedenen Orten in kürzester Zeit. Diese Verbrechen ergeben sich aus einer einzigen Situationen und ihre Ablauffolge kann sich eine gewisse Zeit hinziehen.

Der Serienmörder tötet dreimal oder öfter an verschiedenen Orten und mit Zeitabständen, so dass jeder Mord ein Einzelfall ist. Er kann aber auch mehrere Opfer auf einmal töten, aber er wählt generell seine Opfer gezielt aus [im Gegensatz zu den beiden anderen Einteilungen: Massenmörder und Spree-Killer. Diese interessieren sich eigentlich nicht für die Identität ihrer Opfer, sie töten wahllos jeden, der zur falschen Zeit am falschen Ort ist.]

Quelle: Kay Braun » serienkiller.de
Die Texte wurden von mir gekürzt, angeglichen und bearbeitet, doch die Urfassung unterliegt dem Copyright von Kay Braun

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Mögliche Ursachen
Warum Menschen zu Massenmördern werden

Laut einer "Umfrage" des FBIs Ende der 70er Jahre, an der 36 Serientäter "teilnahmen", gaben fast die Hälfte der Täter an, dass sie in ihrer Kindheit sexuell missbraucht worden seien. Seither sei ihr Sexualleben gestört und eine erfüllte Beziehung zu Frauen, wäre ihnen nie möglich gewesen.

Viele von ihnen gaben sich schon sehr früh sadistischen Phantasien hin und teilweise lebten sie diese auch aus, in dem sie andere Kinder misshandelten oder Tiere quälten.

Im Durchschnitt begehen knapp 70% der Serienmörder ihre Erste Tat vor dem 30. Lebensjahr [DS: 27 Jahre alt]. Im Gegensatz zu allen anderen Mördern ist der Serienmörder zu 83% weiß und greift, wenn er heterosexuell ist, zumeist Frauen an. Generell wird ein Serienmörder als intelligent eingeschätzt und nach neusten Studien des FBIs, bewegt sich sein Quotient um die 110, der der Serienvergewaltiger liegt mit 120 noch höher. Der allgemeine Bevölkerungsdurchschnitt unserer Zivilisation liegt bei 100.

Das Verbrechen selbst, ist für den Täter ein Ritual. Sie haben Angst vor ihrer Sexualität und können nur einen Höhepunkt erlangen, wenn ihre Opfer völlig machtlos, ohnmächtig oder gar schon tot sind.

Der Serienmörder ist Sündenbock und Medienstar in einem und Psychologen glauben den Grund zu kennen: In der Beschäftigung mit dem Mörder, schwingt oft heimliche Bewunderung für ihn mit, denn er hat getan, was der Durchschnittsmensch nicht zu tun wagt oder nicht zu tun in der Lage wäre. Und hinter seinem Schicksal lassen sich die eigenen Mordimpulse wunderbar verstecken.

Was die Motive anbelangt, die immer von Neuem für den Straftatbestand wichtig sind, konnten die Täter selbst oftmals gar keine plausiblen Gründe nennen, daher werden für die Prozesse der einzelnen Täter, Gutachten über ihn selbst erstellt. Die Öffentlichkeit reagiert mit Hass und Abscheu - verständlicherweise - und fordert Vergeltung mit entsprechender Härte. Die entscheidenden Instanzen - so zeigen die Urteile - sind selbst nicht unvoreingenommen und können es auch nicht sein, denn sie stehen selbst in der Öffentlichkeit und müssen sich dem sozialen und politischen Klima der Gesellschaft gemäss verhalten und handeln.

Hier wird nicht nach den Hintergründen gefragt, wie es in jedem anderen Fall wäre. Dabei sollten wir sehr genau darüber nachdenken, welchen Teil wir selbst - wir als Bürger dieser Gesellschaft, wir als Eltern unserer Kinder, wir als Erzieher an den Schulen und so weiter - dazu beitragen, dass einem Menschen solch bestialischen Gedanken wachsen, die er dann auch umsetzt.

Seine Taten sind unentschuldbar, das auf alle Fälle. Aber wichtig ist vor allem, dass wir nicht gegen sie schreien und auch nicht für sie sprechen, sondern dass wir durch ihre Taten darüber nachdenken, was man einem Kinde alles ersparen und wovor man es schützen muss, damit es später nicht vielleicht auch solche Taten begeht. Ich will nicht sagen, dass jedes Kind, das missbraucht wurde, nun gewalttätig ist, aber man sollte doch einmal darüber nachdenken, dass wir durch schweigen, wegsehen, diese Taten unterstützen. Es gibt viel zu viele unter uns, die sexuellen Missbrauch erfahren mussten und viel zu viele, die davon Kenntnis hatten und nichts taten, nichts sagten, einfach wegsahen.

Ich will generell nicht tiefer in dieses Thema eindringen, zumindest nicht hier und jetzt, aber man sollte sich dieses Thema generell einfach zu Herzen nehmen, auch hier. Es ist richtig, diese Täter zu verurteilen, aber es ist falsch bei den Kindern, die uns umgeben und die grausames erleben, einfach wegzusehen! Denn das macht mitschuldig. Vor allem bei den Eltern und Bekannten, den Freunden und Nachbarn des Täters selbst - alle die Kenntnis von einem eventuellen Missbrauch hatten und nichts getan haben. Oftmals sind sie es, die am lautesten schreien, aber früher am stillsten waren, wenn das Kind wieder einmal mit blauen Flecken und verstört den Sportunterricht schwänzte. Soviel dazu, aber weiter..

Aber auch die andere Seite ist natürlich nüchtern zu betrachten. Der Mörder weiß um seinen Missbrauch und schiebt die Schuld von sich, was nicht sein kann, denn der Mensch wird nicht allein durch seine schlechte Kindheit zu einem Täter dieser Größenordnung. Er trägt die Schuld ohne Zweifel. Sein Handeln hat viele Faktoren und der Hauptfaktor liegt in seiner Entscheidung selbst, diese Tat zu begehen.

Nicht aus jeder mehr oder weniger traumatischen Kindheit, entsteht ein Serienmörder, sondern die meisten führen ein unauffälliges Leben, ohne jemals straffällig zu werden. Die Täter sind auf keinen Fall zum Opfer ihres Umfeldes zu machen. Das Umfeld ist niemals [!] alleine Schuld an seiner Gewaltbereitschaft und seinen Taten, auch wenn sie einen Einfluss darauf nimmt.

Was also sind die auslösenden Faktoren, die einen Menschen zum Serienmörder machen können und wie sollte er bestraft werden?

  • Durch die Fehlentwicklung im Kindesalter wie beschrieben?
  • Das politische und soziale Klima der Gesellschaft wie angeschnitten?
  • Oder sind es die typischen Beweggründe der Mordlust, der Befriedigung oder der Habgier, welche auch bei "normalen" Menschen vorkommen können?
  • Sollte man nach der 68er Tradition versuchen, diese Menschen nach einer Behandlung, wieder auf die Menschheit loszulassen?
  • Sollte man sie einsperren und den Schlüssel wegwerfen?

Quelle: Kay Braun » serienkiller.de
Die Texte wurden von mir gekürzt, angeglichen und bearbeitet, doch die Urfassung unterliegt dem Copyright von Kay Braun

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Die Strafen & die Suche

Laut Psychiatern sind die meisten Serienmörder weder schizophren, in Wahnwelten versponnen, mit dem Kontakt der Wirklichkeit verloren gegangen, noch geraten sie außer Kontrolle.

Sie und ihre Taten sind äußerst brutal, sie behandeln ihre Opfer vollkommen sadistisch und alle Serienmörder haben eines gemeinsam: Mit ihrer ersten Tat, ihrem ersten Mord, begeben sie sich auf eine verhängnisvolle Reise, die nicht mehr aufzuhalten ist, denn die Phantasie des Mörders ist der Tat immer einen Schritt voraus.

Egal wie grausam sie quälen oder morden - sie kommen nie zu dem erträumten und erhofften Genuss, den ihre Phantasie ihnen gibt und darum töten sie immer und immer wieder. Sie fühlen sich innerlich kalt und nur der Mord selbst, scheint ihrem Gefühl Leben einzuhauchen und dafür müssen ihre Opfer sterben.

Es gab Täter, die aufgrund von Gutachten, wieder freigelassen wurden.. und weiter mordeten. Serienmörder können in keinem Fall geheilt werden, weder durch einen Psychiater noch auf sonst irgendeine Weise. Die Rückfälligkeit wäre bei einer Entlassung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gewiss. Wer einmal so etwas furchtbares begangen hat, hat seinen Anspruch auf Resozialisierung verwirkt.

Nur wie lange wäre lebenslänglich eigentlich? In Deutschland liegt der Durchschnitt bei 15 Jahren und es folgen meistens vorzeigte Haftentlassungen. Es gibt noch heute Länder, die bei Mord, die Todesstrafe aussprechen, aber langsam setzt sich die Erkenntnis durch, dass die Todesstrafe Verbrechen nicht verhindern wird oder kann und auch die Gefahr zu gross ist, Unschuldige somit zu töten [durch Justizirrtümer, da es noch kein ausgeklügeltes Rechtssystem gibt, das vor Irrtümern schützt]. Doch schon die Verhängung dieses Urteils ist reine Folter.

Peter Noll schrieb einmal über die Todesstrafe:
"Wir kennen das Maß dieser Strafe überhaupt nicht, weil wir nicht wissen, was der Tod ist, also nicht wissen, womit wir letztlich den Täter bestrafen. Eines allerdings wissen wir: Dass wir ihn vor dem Strafvollzug mit der schlimmsten Folter bestrafen, die es überhaupt gibt: mit der Todesangst. [...] Die Todesstrafe befürworten kann nur, wer auch diese Folter befürwortet."

Auch wenn in den letzten 20 Jahren 160 Serienmörder gefasst worden sind, ist es jedoch kein Zufall, dass sie aufgegriffen wurden, denn seit Ende der 70er Jahre befragte das FBI inhaftierte Serienmörder systematisch und wertet diese Daten in einem Computerprogramm namens Vicap [Violent Criminal Apprehension Program] aus. Es gibt einen speziellen Fragebogen - den Crime Analysis Report - in dem alle Informationen über ein Verbrechen erfasst werden.

Der Report enthält 186 Fragen über allgemeine Angaben über das Verbrechen, Informationen über das Opfer und [sofern bekannt] Informationen über den Täter. Beim Vicap laufen zudem alle Informationen über aufgeklärte und unaufgeklärte Serienmordfälle zusammen. Gespeichert werden Daten über Mordversuche ohne erkennbares Motiv oder in Verbindung mit Sexualverbrechen, über verschwundene Personen, die vielleicht Opfer von Straftaten wurden, und über nicht identifizierte Mordopfer.

Das FBI prüft also verschiedene Fälle auf eventuelle Gemeinsamkeiten. Aus den gewonnenen Daten wird ein Täterprofil erstellt, auch wenn sie den Täter nie exakt ermitteln können, so sind dies doch recht stichhaltige und gute Stichpunkte, an denen sie sich orientieren können, um nicht gefasste Killer zu finden, denn die Polizei kann den Täterkreis um einiges eingrenzen.

Das FBI unterteilt Serienmörder mittlerweile in planvolle und planlose vorgehende Mörder und es gibt von diesen Täterprofilen etwaige Punkte, an denen man sie festmachen kann.

Quelle: Kay Braun » serienkiller.de
Die Texte wurden von mir gekürzt, angeglichen und bearbeitet, doch die Urfassung unterliegt dem Copyright von Kay Braun

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Täterprofile & das eigentliche Verbrechen

Der planvolle/ planende Möder
Der chaotische Mörder
[planlos vorgehend]
- Vor der Tat -
- Vor der Tat -
Hoher IQ/ intelligent/ gebildet
Niedriger - durchschnittlicher IQ
Feste Anstellung/ Beschäftigung oft vorhanden
Häufig wechselnde Jobs/ schlechte Berufslaufbahn
Verheiratet/ feste Partnerschaft/ sexuell kompetent
Beziehungsarm/ sexuell inkompetent
Geradlinig/ straight/ kontrolliert
Krasse Stimmungsschwankungen/ launisch
Sozial angepasst/ hohe Sozialkompetenz
Sozialer Aussenseiter/ sozial schwache Verhaltensweisen
Normale Kindheit/ Inkonsistente Kindheitserfahrungen mit Strafen
Schwere Kindheit/ schlechte bis harte Kindheitserfahrungen mit Strafen
Mittlere bis gute Beziehung zu den Eltern
Schlechte Beziehung zu den Eltern/ einem Elternteil
Besitzt meist [sofern vorhanden] jüngere Geschwister
Besitzt meist [sofern vorhanden] ältere Geschwister
Vater hatte/ hat geregelte Arbeit
Arbeitsverhältnisse des Vaters unregelmäßig
Reist gerne
Bleibt grundsätzlich in der Nähe des Wohnortes
Freundlich/ extrovertiert/ Kumpeltyp/ Freund
Lebt zurückgezogen, vielleicht körperliche Einschränkungen, wie Stottern oder Hauptkrankheiten
Neuwertiges/ sauberes Auto
Lebt oder arbeitet in Tatortnähe und ist meist nicht mobil. Mangelnde Hygiene in allen Lebensbereichen
Nachtaktiv bei der Tat
-
Allg. häufige Umzüge. Nach der Tat wahrscheinlich Job- und Wohnortwechsel
Kaum eine Veränderung in den Gewohnheiten
- Der Stil des Verbrechens -
- Der Stil des Verbrechens -
Tat ist geplant
Spontanes Verbrechen
Opfer ist ein ausgesuchter Fremder
Opfer oder Umgebung ist bekannt
Personalisiert das Opfer
Versucht, Persönlichkeit des Opfers auszuschalten
Kontrolliert die Konversation
Kaum Konversation
Tatort zeigt kontrolliertes Verhalten
Tatort erscheint durcheinander und unkontrolliert
Täter fordert Unterordnung
Erniedrigung des Opfers & plötzliche, schnelle Gewaltanwendung an Opfer
Täter benutzt Zwangsmittel [Fesseln,...]
Kaum Zwangsmittel benutzt
Aggressives, gewalttätiges Verhalten vor der Tötung des Opfers
Sexuelle Handlungen nach der Tötung
Tatwaffe fehlt, benutzt werden Messer, Revolver, Gift
Tatwaffe bleibt am Tatort, oft zufällig vorhandene Gegenstände wie Steine, Stöcke,...
Gefühlskontrolle während des Verbrechens vorhanden
Ängstlichkeit während des Verbrechens
Oft Alkoholgenuss vor der Tat
Kaum Alkoholgenuss vor der Tat
Merkmale plötzlichen situativen Stresses
Kaum situativer Stress
Tatort nicht gleich Fundort der Leiche
Tatort gleich Fundort
Leiche versteckt
Leiche bleibt offen
Verfolgt Berichterstattung über Verbrechen in Medien
Wenig Interesse an Berichterstattung

Quelle: Kay Braun » serienkiller.de

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Der Täter trifft eine Auswahl des Opfers:
- Welches Risiko stellt das Opfer für den Täter dar? Ist es leicht ansprechbar? Ist Widerstand zu erwarten? Wird es schnell vermisst werden?

Sind die Opfer leicht erreichbar und ist mit geringem Widerstand zu rechnen [im Extremfall Kinder], so kann ein Vermittler davon ausgehen, dass es sich um einen Täter handelt, der am Anfang einer Mordserie steht. Aber hier sind auch die Tatwerkzeuge wichtige Punkte, auf die geachtet werden muss [bzw. ob eine Verschleppung, Folter oder Vergewaltigung stattgefunden hat und auch welche Verstümmelungen vorgenommen wurden]. Auch die Zeitdauer vor und während der Tötung kann ein wichtiges Indiz sein.

In der Regel verfeinert der Täter seine Taten von Mal zu Mal, was mit seinen Phantasien zusammenhängt, die sich immer detaillierter in seinem Gehirn präsentieren, weil er niemals zu einem "befriedigenden" Abschluss gelangen wird. Sprich: Seine Taten werden niemals seiner Phantasie gerecht werden, die Phantasie baut sich aus und somit werden die Taten grausamer und mitunter auch feiner ausgearbeitet, um eine Art Gleichgewicht zwischen Phantasie und Tat herzustellen, was aber eben nicht gelingt. Ein Teufelskreis.

In allen Fällen sind die Opfer potentielle Sexualpartner gleicher Hautfarbe, sprich: bei weiblichen Opfern sollte man nach einem Mann suchen. Allerdings sollte darauf geachtet werden, ob das Opfer möglicherweise homosexuell war und auch mit einbeziehen, dass der Täter homosexuell sein könnte, wenn ein etwa gleichaltriger Täter in Frage käme.

Doch es gibt ein Muster und man kann davon ausgehen, dass - wenn die Opfer Frauen sind - nur ein Mann als Täter in Frage kommt; sind die Opfer Männer [das deutlich seltener der Fall ist], so könnten entweder ein homosexueller Mann oder eine homo- oder heterosexuelle Frau als Täter in Frage kommen.

Nun ist hier auch die Tatwaffe hilfreich: Frauen morden häufiger als Männer mit Schusswaffen oder Gift, wobei Männer meist Messer, Seile oder stumpfe Schlagwaffen bevorzugen. Es ist kein Fall bekannt, in dem eine weibliche Serienmörderin [zumindest nicht allein] die Leichen verstümmelt hat.

Nun die Frage: Fehlt etwas am Tatort? Serienmorde sind eigentlich keine Raubmorde, sprich: der Täter hat kein oder kaum Nutzen und Interesse an Wertgegenständen wie Geld, Fahrzeugen, Kleidung oder ähnlichem, allerdings zeigt ein Fehlen von persönlichen Gegenständen [wie Schmuck, Hobbyutensilien] oder gar Körperteile [Finger, Zehen,... allerdings nicht solche, die zum Verschleiern der Tat oder zum Verhindern der Identifizierung des Opfers nötig wären, wie Kopf oder Hände], dass wahrscheinlich nach einem fortgeschrittenen Serientäter gesucht werden müsste.

Die Täter benutzen diese "Gegenstände", um sich nach der Tat an die Emotionen, die sie empfanden, zu erinnern und alles noch einmal zu erleben, damit ihre Phantasie erneut aufleben kann. Hier wird der Täter dann eventuelle Unstimmigkeiten gedanklich ausbessern oder zu verfeinern versuchen.

Durch diese und andere Hinweise wird nun von der Polizei der Kreis der Verdächtigen nach und nach eingegrenzt: Ist das Opfer weiblich, so kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass ein Mann der Täter sein muss, womit der Kreis der Zielpersonen bereits um 50% reduziert wurde; spricht man von einem "männlichen Erwachsenen, alleinstehend, wohnt in Tatortnähe", so wird der Kreis der Verdächtigen überschaubarer. Ergeben sich nun nach und nach weitere Hinweise, so kann man versuchen, in einer Art Puzzle die Persönlichkeit des Täters immer stärker einzukreisen und so letztlich gute Annahmen über die Zielperson machen.

Oftmals wird folgender Leitfaden verwendet, um ein Täterprofil zu erstellen:

  • Wahrscheinliches Alter des Täters
  • Wahrscheinliches Geschlecht des Täters
  • Hautfarbe, Nationalität des Täters
  • Wo lebt der Täter höchstwahrscheinlich?
  • Wie intelligent ist der Täter?
  • Ist der Täter berufstätig, in welcher Sparte?
  • Wie ist seine berufliche Laufbahn?
  • Ist der Täter verheiratet, wie sind seine Familienverhältnisse?
  • Wie sieht seine wahrscheinliche Lebensumwelt, seine Wohnung aus?
  • Die mögliche psychosexuelle Entwicklung des Täters
  • Welche Art von Fahrzeug oder Fortbewegungsmittel benutzt er?
  • Welche Motive treiben den Täter?
  • Hat er möglicherweise eine kriminelle Vergangenheit, Vorstrafen?
  • Welche Verhörtechnik sollte benutzt werden?

Nach und nach wird sich dieser Leitfaden ausfüllen und im besten Fall wird der Täter Fehler machen, damit er alsbald verhaftet und verurteilt werden kann. Heutzutage ist es glücklicherweise sehr schwer, solche Morde zu begehen, ohne nicht etwas von sich preiszugeben. Allein die Genforschung [DNS] und anhand von Materialien, die sich identifizieren und nachverfolgen lassen, könnte ein Täter überführt werden.

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