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Phobien
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Angstzustände & Phobien -]
Phobien
sind übertriebene Angstzustände
vor einem bestimmten Objekt bzw. einer ganz
bestimmten Situation. Es gibt verschiedene
Phobien, die allerdings in drei große
Formen eingeteilt werden:
»
Agoraphobie [Platzangst]
»
Soziale Phobie
»
Spezifische Phobien
Personen,
die unter einer Phobie leiden, sind sich meistens
bewusst, wie unsinnig ihr Verhalten ist. Trotzdem
sind sie aber nicht in der Lage, sich dagegen
zu wehren. Die Angst drängt sich zwanghaft
auf und kann nicht unter Kontrolle gebracht
oder gehalten werden. Phobien sind weit verbreitet. |
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Etwa 10-20% der Bevölkerung leidet an Phobien
und starken Angstzuständen. Phobien
sind zu unterscheiden von einfachen Ängsten.
Phobien sind Zustände, gegen die man sich kaum
zu wehren weiß und gegen die man ohne Therapie
meist nicht mehr in ein normales Leben [im schlimmsten
Fall] zurückfindet. Frauen sind oftmals häufiger
betroffen als Männer, dennoch sind diese Angstzustände
bei weitem nicht mehr eine "Frauenangelegenheit",
wie man es oft bei psychischen Zuständen annimmt,
wenn man sich weniger mit der Materie beschäftigt
oder beschäftigen möchte.
Die
Dunkelziffer der Männer ist weit größer,
als man manchmal annimmt, was daran liegt, dass
viele Männer sich nicht zu einem Therapeuten
trauen, weil sie als das starke Geschlecht erzogen
wurden, die keine Schwächen zeigen sollen,
was natürlich ein Irrdenken ist, das noch aus
vergangener Zeit herreicht.
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Agoraphobie
[Platzangst]
Bei
dieser Störung tritt die Angst vor allem in
solchen Situationen auf, in denen sich der Betroffene
außerhalb seiner gewohnten Umgebung aufhält.
Typische
Situationen sind der Aufenthalt an öffentlichen
Plätzen oder in großen Menschenmengen,
wie dies in Kaufhäusern oder schlimmer noch
in öffentlichen Verkehrsmitteln der Fall ist.
Weite Entfernungen von zu Hause werden bei dieser
Angst in der Regel vermieden.
Der
Betroffene befürchtet, in solchen Situationen
nicht flüchten zu können, wenn die hilflos-machenden
Symptome wie Schwindel, Atemnot oder gar ein Verlust
der Blasenkontrolle auftreten.
Infolge
der Befürchtungen meidet die Person die angstauslösenden
Situationen oder Plätze, was eine zunehmende
Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit zur Folge
hat. Dies führt nicht selten zum Verlust des
Arbeitsplatzes. Agoraphobie tritt häufig in
Verbindung mit einer Panikstörung auf.
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Soziale
Phobie
Bei
der Sozialphobie tritt die Angst vor allem in sozialen
Situationen auf, wie der Name auch schon sagt. Die
Betroffenen fürchten, in Anwesenheit anderer
zu versagen oder etwas zu tun, das peinlich, ungeschickt,
dumm oder demütigend sein könnte. Eine
soziale Phobie kommt Lehrbüchern zufolge bei
2-5% der Bevölkerung vor und beginnt meist
in der Jugend. Ursachen sind meist ein mangelndes
Selbstbewusstsein, das schon im Elternhaus geschürt
wird, und sich in der Schule und der späteren
Arbeit fortsetzt.
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Spezifische
Phobien
Bei
den spezifischen Phobien treten bestimmte Situationen
oder bei bestimmten Objekten intensive Ängste
auf.
Enge
Räume wie Aufzüge, Flugreisen, das Fahren
auf der Autobahn oder durch einen Tunnel und bestimmte
Tiere wie Schlangen, Spinnen oder Mäuse kommen
als Auslöser vor. Die Betroffenen vermeiden
meist die Konfrontation mit diesen Situationen oder
Dingen.
Sie
erkennen in der Regel, dass die Angst übertrieben
und unvernünftig ist. In vielen Fällen
arrangieren sie sich mit ihrer Störung, in
dem sie die Auslöser meiden. Krankheitswert
erreichen die Phobien besonders dann, wenn sie zu
einer starken Beeinträchtigung führen.
So könnte zum Beispiel jemand, der unter einer
Flugphobie leidet, eine berufliche Beförderung
ablehnen [müssen], nur weil die neue Stelle
viel mit dem Fliegen verbunden wäre.
Sowohl
Medikamente als auch eine geeignete Therapie - insbesondere
eine Verhaltenstherapie - kommen als Behandlungsmethode
und Hilfe in Frage. Wird medikamentös behandelt,
so haben sich besonders Medikamente aus der Klasse
der Antidepressiva bewährt, was natürlich
keine lebenslängliche Lösung sein sollte,
weil diese Medikamente sehr stark und mitunter auch
schädlich sind oder sein können, auch
wenn neue Medikamente weniger Nebenwirkungen haben
und anders dosiert werden. Medikamente sollten immer
die allerletzte Möglichkeit sein, eine Phobie
zu behandeln und auch sollte man den Therapeuten
darauf hinweisen, denn leider gibt es mittlerweile
viele, die lieber mal schnell ein Rezept unterschreiben,
als sich eingehend mit der Materie beschäftigen,
auch wenn das etwas am Ziel vorbei schieß.
Ich
möchte allerdings auch ausdrücklich betonen,
dass es manchmal unumgänglich und die vom Arzt
oder Therapeuten richtige Entscheidung ist, Medikamente
zu verordnen. Am Besten hört man auf sein eigenes
Gefühl und versucht einen Therapeuten zu finden,
dem man Hundertprozent vertraut oder das Gefühl
hat ihm so vertrauen zu können. Das gilt für
alle Therapien, denn nur mit einem vollen Vertrauen,
wird man sich ihm auch öffnen und erst dann
kann er versuchen, einem zu helfen.
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