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René Descartes [1596-1650]
René Descartes glaubte, durch die Anwendung der mathematischen Methode auf die empirischen Wissenschaften zu sicherer Erkenntnis der Natur zu gelangen. Dabei unterstellte er, dass die Strukturen der Wirklichkeit sich dem Geist erschlössen. Fundament der Erkenntnis ist die Gewissheit der eigenen Existenz: "Ich denke, also bin ich." Er war ein Philosoph aus der Zeit des Rationalismus.

Thomas Hobbes [1588-1679]
Ebenfalls wie Locke findet sich Hobbes in der Zeit des Empirismus und der englischen Aufklärung wieder. Er zerlegte die Bestandteile der Erfahrungswelt in deren Grundelemente, um ihr Funktionieren zu begreifen - auch im Bereich der Politik.

John Locke [1632-1704]
John Locke zufolge sind Ideen das Ausgangsmaterial unserer Erkenntnis. Sie stammen aus der äußeren Erfahrung oder aus der Introspektion. Indem der Geist die Ideen vergleicht und miteinander verknüpft, erkennen wir. Er ist im Empirismus und der englischen Aufklärung einzuordnen.

Gottfried Wilhelm Leibniz [1646-1716]
Im Rationalismus treffen wir auch auf Leibniz, der postulierte als unteilbare Grundelemente das Universum und Teile einer prästabilisierten Harmonie die so genannten Monaden. Gott garantierte, dass sie sinnvoll zusammenwirken. Würden wir die Welt aus der Perspektive Gottes sehen, könnten wir erkennen, dass wir in der besten aller möglichen Welten leben.

Jean-Jacques Rousseau [1712-1778]
In der Französischen Aufklärung ist Rousseau zu finden. Er geißelt die Arbeitsteilung und das Privateigentum als Übel. Beides hätte die ursprüngliche Harmonie und Solidarität der Menschen durch Konkurrenz, Neid und Krieg ersetzt.

Immanuel Kant [1724-1804]
Immanuel Kant ist in den deutschen Idealismus einzuordnen. Er stimmte mit den Empiristen darin überein, dass jede Erkenntnis der Wirklichkeit mit Erfahrung beginnt. Den Rationalisten gibt er darin Recht, dass die Erkenntnis erfahrungsunabhängige Elemente aufweist, etwa Raum, Zeit und Kausalität. Diese Strukturen - und das ist das neue - verortet Kant jedoch nicht in der Welt, sondern im erkennenden Subjekt. Kants Moralphilosophie gründet in der Vernunft. Ihr oberstes Gebot, der "kategorische Imperativ", lautet: "Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde."

Karl Marx [1818-1883]
Auch er gehört zu den großen Denkern des 19. Jahrhunderts. Er unterstellt wie Hegel eine Logik der Geschichte. Triebkraft historischer Entwicklung ist für ihn die Ökonomie. Geschichte ist die Geschichte von Klassenkämpfen - die Auseinandersetzung zwischen denen, die Produktionsmittel besitzen, und denen die keine haben. Die Arbeiterklasse soll diesen Zustand durch eine Revolution beenden und eine klassenlose Gesellschaft schaffen.

Arthur Schopenhauer [1788-1860]
Arthur Schopenhauer sieht in der Welt einen blinden Willen walten. Dem Menschen empfiehlt er, asketisch zu leben und keinen eigenen freien Willen anzunehmen, damit er nicht in den Kampf aller gegen alle hineingezogen werde, in dem sich der Egoismus austobe. Er war einer der wichtigen Denker des 19. Jahrhunderts.

Friedrich Nietzsche [1844-1900]
Auch Friedrich Nietzsche gehörte zu den wichtigen Denkern des 19. Jahrhunderts. Er forderte dagegen, diesen freien Willen, den Schopenhauer beschrieb, zu bejahen. Leben ist für ihn Wille zur Macht, die christliche Moral ein Irrtum. Fernziel sei der Übermensch, der sich losgelöst von überholter Moral frei behaupte. Ganz anders als John Stuart Mill, der an den Empirismus anknüpft.

Martin Heidegger [1889-1976]
Im Denken von Martin Heidegger, der einer der Existenzphilosophen unserer Zeit war, gibt die Möglichkeit des Menschen, sich zu seinem Sein zu verhalten, den Anstoß zu einer Kritik an der traditionellen Lehre vom Sein als Bestehendem [Ontologie]. Der Bezug des Menschen zum Sein ist geprägt von der Zeit, genauer: von der eigenen Endlichkeit; sein Verhältnis zum Tod ist das entscheidende Kriterium für die Eigentlichkeit seiner Existenz.

Natürlich waren das nicht alle nennenswerten Philosophen, doch ich denke, ich habe die wichtigsten rausgefischt. Diese Liste wird sicherlich mit der Zeit erweitert durch Herakilt und Parmenides [die beiden Naturphilosophen vorsokratischer Zeit], aus dem Hellenismus Karneades, Zenon/ Seneca, Epikur und Plotin, aus dem Mittelalter Augsutinus, Thomas von Aquin, William von Ockham und Nicklaus von Kues, dann aus dem Humanismus Michel de Montaigne. Im Impirismus und der englischen Aufklärung wären noch Francis Bacon, George Berkeley und David Hume nennenswert, ebenso wie aus dem Rationalismus Baruch de Spinoza, Giambattista Vico und Blaise Pascal.

Die französische Aufklärung brachte Voltaire zutage und aus dem deutschen Idealismus fehlen noch Johann Gottlieb Fichte und Friedrich Wilhelm Joseph Schelling, sowie John Stuard Mill, der noch zu den wichtigen Denkern des 19. Jahrhunderts zählt. Des weiteren wären aus dem amerikanischen Pragmatismus Charles Sanders Peirce und John Dewey zu erwähnen, aus der Phänomenologie und Lebensphilosophie Edmund Husserl, Wilhelm Dilthey und Henri Bergson und in den Einflüssen von Psychologie und Soziologie sticht natürlich Sigmund Freud heraus, wie aber auch Max Weber.

Aus der analytischen Philosophie kennen wir Gottlob Frege, Bertrand Russell, Ludwig Wittgenstein und Willard van Orman Quine, wie auch Soren Kierkegaard, und Jean-Paul Sartre als Existenzphilosophen. In unserer philosophischen Gegenwart sind Hannah Arendt, Hans-Georg Gadamer, Jacques Derrida, Emmanuel Levinas, Michel Foucault, Theodor W. Adorno, Jürgen Habermas, Karl Popper, John Rawls und last but not least Richard Rorty anzutreffen. Ich bin gespannt, welcher von ihnen mich als nächstes inspiriert, hier weiter zu machen. Vorerst allerdings erkläre ich diesen Bereich für beendet und weise gerne noch einmal auf die angegebenen » Verweise hin, wenn jemand das Interesse auf mehr entdeckt hat.

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