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[- Diogenes in der Tonne & vom Zynismus -]


 

Als eine philosophische Schule etablierten sich die Kyniker. Ihr oberstes Ziel war die Bedürfnislosigkeit, deshalb brachten sie sie "Penner-Philosophen/ Tonnenphilosophen" wie Diogenes hervor [Schüler des Antisthenes], der in einer Tonne lebte und nichts weiter besaß, als einen Umhang, einen Stock und seinen Brotbeutel.

Als auf Alexanders Frage, ob er sich etwas wünsche, die geflügelten Worte sprach: "Geh mir bitte aus der Sonne.", was Alexander zu der geflügelten Antwort veranlasste: "Wäre ich nicht Alexander, möchte ich Diogenes sein."

Diogenes © John William Waterhouse, 1849-1917

Der Name Kyniker wurde damit in Verbindung gebracht, dass sie wie Hunde lebten [kynos]; daher kynisch. Heute hat Peter Sloterdijk diese Bedeutung wieder aufgegriffen [Kritik der zynischen Vernunft]. Die Kyniker waren von großer Bedeutung für die stoische Philosophie, die um das Jahr 300 v.Chr. in Athen aufkam. Der Name Stoiker kommt vom griechischen Wort für "Säulengang" [Stoa], da die Zuhörer sich in einem Säulengang trafen, um den Philosophen zu lauschen.

Die Kyniker meinten, ein Mensch brauche sich keine Sorgen wegen seiner Gesundheit zu machen. Selbst Leiden und Tod sollten ihn nicht bekümmern. Und er solle sich auch nicht vom Kummer über die Leiden anderer quälen lassen. Wenn wir heute die Worte "zynisch" und "Zynismus" benutzen, meinen wir meistens nur noch diesen Aspekt: die Gefühllosigkeit für das Leiden anderer.

Quellen: "Sofies Welt" & "Bildung"

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