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Zeus

Der oberste Herrscher der griechischen Götter

Obwohl Zeus' Name ursprünglich vielleicht die Tageshelle am Himmel bezeichnet hat, scheint er doch immer ein Wettergott gewesen zu sein, der besonders für Regen, Schnee, Hagel und Gewitter verantwortlich war. Donnerkeile waren stets seine unfehlbaren Waffen.

Das bekannteste homerische Epitheton nennt ihn den Wolkensammler; infolgedessen kamen die Griechen zu dem Glauben, dass er auf einem Berge wohne, dem Olymp [ursprünglich ein nicht-griechisches Wort].

Er wurde allgemein, vor allem aber bei Homer, "Vater der Götter & Menschen" genannt, was nur bedingt zutrifft, denn viele » Götter sind Geschwister oder entfernte Verwandte von Zeus. Auch war nicht er es, der die Menschheit erschuf - zumindest der Mythologie nach -, denn Prometheus bildete Menschen aus Lehm und die Göttin » Athene hauchte ihnen das Leben ein. Zeus wollte die Menschen ursprünglich wieder vernichten, also auch hier ein Deutlichmachen, dass er nicht wirklich der Schöpfer unserer Rasse war.

Die Unterwelt war wohl der einzige Bezirk, mit dem Zeus wenig zu tun hatte, auch wenn er einmal zwischen Hades und » Demeter über den Raub der Persephone Recht spracht [siehe auch » Demeter].

Zeus wuchs auf Kreta auf, weil sein Vater Kronos ihn, wie alle seine Geschwister, verschlingen wollte, um einer Schicksalssprechung zu entgehen [siehe auch » Gaia].
Gaia schmuggelte den kleinen Säugling Zeus nach Kreta zu den Nymphen in der Höhle bei Lyktos [Lyttos] und versteckte ihn in deren Obhut. Dort wurde ihm die Milch der Ziege Amaltheia verabreicht.

Im Mannesalter stürzte Zeus seinen Vater Kronos und erlöste seine Geschwister [siehe » Gaia]. Die drei göttlichen Brüder Zeus, Poseidon und Hades beschlossen nun, das Universum unter sich aufzuteilen und losten um die einzelnen Reiche.
Zeus bekam den Himmel, Poseidon das Meer und Hades die Unterwelt. Der » Olymp und die Erde galten als gemeinsamer Besitz, obwohl Hades sich dort nur selten sehen liess.

Der Vorrang von Zeus, blieb unbestritten, nachdem er es war, der den Aufstand gegen Kronos und die Titanen geführt und seine Brüder aus dem Leib ihres Vaters befreit hatte.

Zeus erwies sich als großer Liebhaber, hatte einige Ehen mit verschiedenen Göttinnen bis er schlussendlich im Bündnis mit seiner Schwester Hera blieb. Doch außereheliche Zusammenkünfte und daraus entsprungenen Kinder mit Göttinnen, » Nymphen und Menschenfrauen, sind kaum mehr zählbar. Auch Affären zu verschienenen Jünglingen dürfen dem Göttervater zugeschrieben werden, so wie es damals in Griechenland schon fast üblich war.

Seine erste Frau war die Okeanide Metis, deren Name "Klugheit" bedeutet. Als sie zum ersten mal schwanger wurde, erfuhr Zeus von » Gaia, dass bei einer erneuten Empfängnis das Kind ein größerer Gott als Zeus selbst werden würde.
Aus diesem Grund - und um sich die Klugheit seiner Frau anzueignen - verschlang Zeus Metis mitsamt dem Kind in ihrem Leib.

Der Embryo wuchs nun in Zeus heran und entsprang schließlich seinem Haupt [das der Feuergott Hephaistos mit einer Axt geöffnet hatte] als die voll erwachsene gewappnete kriegerische Jungfrau Athene.

Er zeugte mit anderen Göttinnen beispielsweise Persephone [Mutter » Demeter] oder Apollon & Artemis [Mutter Leto]. Danach kam er endgültig mit Hera zusammen und diese schenkte ihm drei weitere Kinder: » Ares [Kriegsgott], Hebe & Eileithyia. Hephaistos entsprang ohne das Zutun eines männlichen Gesellen [laut Legende aus dem Ausgleich dazu, dass Zeus » Athene ohne ihr Zutun "gebar"].

Zeus erfreute sich außerdem noch einer anderen, göttlichen Geliebten, der Pleiade Maia, die ihm Hermes gebar. Auf sie war Hera nicht eifersüchtig, im Allgemeinen aber verfolgte sie die Geliebten des Zeus, ob » Nymphe oder Sterbliche, mit erbarmungsloser Wut - sofern sie sie zu entdecken vermochte. [Zeus kam oft als Tier zu seinen Geliebten, daher wurde auch eine Nachverfolgung recht schwierig für Hera.]

Zeus hatte zuweilen Schwierigkeiten mit den anderen Göttern und strafte sie streng, wenn sie sich Übergriffe zuschulden kommen ließen. Als sich Hera, Poseidon & » Athene gegen ihn erhoben und ihn in Ketten legen wollten, wurde er von Tethis gerettet, die sich Unterstützung aus dem Tartaros holte.

Als Hera einmal in ihrer Wut gegen Herakles [unter anderem bekannt als "Herkules"] zu weit ging, hängte Zeus sie am Himmel auf und beschwerte ihre Füße mit einem Amboss. Als Hephaistos dann seiner Mutter in ihrer misslichen Lage helfen wollte, warf Zeus ihn vom » Olymp.

Und dies waren bei weitem nicht die einzigen erbarmungslosen Taten des Zeus, allerdings ist es unmöglich, hier alle Mythen nachzuerzählen, auch und gerade was seine Liebschaften betrifft, unter denen es einige interessante Erzählungen gibt. Somit lass ich diesen Kurzbericht als kleinen Einblick hier ausklingen.

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