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Mythologie -> Nymphen
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Nymphen -]

[griech.
nymphe - junge Frau, Braut]
Weibliche
Geister göttlichen oder halbgöttlichen
Ursprungs - oft Töchter des » Zeus
- deren Wohnsitz nach griechischem Glauben bestimmte
Naturerscheinungen waren. Sie galten als unsterblich
oder hatten jedenfalls ein langes Leben und altern
nie. Sie waren der Liebe geneigt und sollen viele
Liebesabendteuer mit Göttern und Menschen gehabt
haben.
Ihrer
Naturbedeutung nach vertreten sie vorzugsweise die
nährende, fruchtbare Feuchtigkeit der Erde.
Ferner besitzen sie auch die Gabe der Weissagung
und die Kraft, Begeisterung und Verzückung
zu erregen, die so von ihnen Ergriffenen heißen
Nympholeptoi.
Man
stellte sich die Nymphen als jugendlich schöne
Frauen vor. Sie ähneln den Feen der späteren
Volkssagen und konnten wie diese, grausam oder freundlich
sein.
Ein
Bsp. von Grausamkeit wäre Nais [Echenais]:
Der Jüngling Daphnis brüstete sich, er
werde den Verlockungen der Liebe widerstehen. Das
war ein Affront gegen Eros und Aphrodite. Die Liebesgötter
rächten sich bald dafür: Daphnis verliebte
sich leidenschaftlich in die Flussnymphe Nais. Zuerst
wollte er ihr seine Leidenschaft nicht gestehen,
aber dann wurde er rückfällig.
Als
die Nymphe von seiner leidenschaftlichen Liebe,
die ihn verzehrte, erfuhr, würde sie unter
der Bedingung Sein, dass er ihr ewige Treue schwor
und nie eine andere liebte. Xenia aber, eine sterbliche
Frau [auch als Fürstin bezeichnet], verfiel
der Liebe Daphinis und überlistete ihn, mit
ihr zu schlafen, in dem sie ihn betrunken machte.
Für
diese Treuelosigkeit schlug Nais ihn mit Blindheit.
Er tröstete sich mit der Musik, die er den
Bauern fortan vorsang, doch zum Schluss stürzte
er in den Fluss Anapas und weil er sein Gelübde
gegenüber Nais gebrochen hatte, liessen ihn
die Flussnymphen ertrinken.
Die
Griechen haben den Glauben an diese Wesen nicht
systematisiert, doch wurden bestimmte breitgefasste
Gruppen unterschieden:
Dryaden
- Baumnymphen
Hamadryaden - von denen man glaubte,
dass sie in einzelnen Bäumen wohnten und mit
diesen starben
Meliai - die Eschennymphen, die
aus den Blutstropfen des entmannten Uranos entsprossen
sein sollen
Naiaden/ Naijaden - Wassernymphen
in Quellen, Flüssen und Bächen
Nereiden - Meeresnymphen [Töchter
des Meeresgottes Nereus]
Okeaniden - Töchter des Okeanos
und der Tethys
Oreanden - die Bergnymphen zBsp.
Echo:
Echo
[Nymphe vom Berg Helikon]
Als
Hera die Liebschaften des Zeus beweisen wollte,
erzürnte Echo die Göttin durch ihr beharrliches
Geschwätz, das offenbar eine bewusste Unterstützung
des » Zeus
war.
Hera
brachte Echo dadurch zum Schweigen, dass sie die
Nymphe unfähig werden liess, als erste zu sprechen,
sondern ihre Aüsserungen auf die letzten Silben
dessen reduzierte, was der andere gesagt hatte.
Später verliebte sich Echo in Narkissos [Narzissos/
Narziss], der sie aber verachtete, weil sie nur
immer seine Worte wiederholen konnte. In
ihrem Gram verbarg sie sich vor der Welt in den
Bergen und verkümmerte zu einem Schatten. Nur
ihre Stimme blieb als "Echo" übrig.
Es gab noch andere Nymphenarten,
die meist nach geographischen Merkmalen wie Sand,
Wiesen, bestimmten Quellen und Flüssen benannt
wurden, von denen einige genau lokalisiert waren
zBsp. die Acheloiden als Nymphen des Flusses Acheloos
in Ätolien.
Im
allgemeinen werden Nymphen in Sagen und Mythologie
als betörende Verführerinnen dargestellt,
auch die Bezeichnung "nymphoman" rührt
daher. Mit ihrer Schönheit und ihrem Gesang
sollen sie schon Seeleute vom Weg abgebracht und
ins Unglück gestürzt haben, so wie auch
die Loreley, die hoch über dem Rhein in der
Nähe von St. Goar auf einem Felsen gethront
haben soll.
Quelle
u.a.: Lexikon der antiken Mythen & Gestalten
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