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Rorschach
Da
ist es wieder
Ich bild' mir das nicht ein
Hören Sie es auch?
Wir sind hier nicht allein
Ich
brauche etwas
das mich lahmlegt
das den Schmerz betäubt
Ich will vergessen
doch da ist etwas in mir
das sich dagegen sträubt
Zeit
heilt Wunden
sagen sie
doch das stimmt nicht
stimmte nie
Zeit
heilt Wunden
sagen sie
doch das stimmt nicht
stimmte nie
Das
was geschah
draußen am See
Es geht nie vorbei
Es tut noch immer weh
Das
was geschah
draußen am See
Es geht nie vorbei
Es tut noch immer weh
Auf
der Sieben
liegt versunken
auf dem Grund des Sees versteckt
Eine Frau
lang schon ertrunken
Die blasse Haut mit Algen bedeckt
Ihre
Lungen
voller Wasser
Ihre Augen
voll mit Hass
Festgekettet
in der Tiefe
in dem eisig kalten Nass
Und
sie sieht mich
und sie zieht mich
herunter
hinab zu ihr
Und sie ruft mich
sie drängt mich
Ihre Stimme ist ganz nah bei mir
Das
was geschah
draußen am See
es geht nie vorbei
es tut noch immer weh
Das
was geschah
draußen am See
es geht nie vorbei
es tut noch immer weh
Der
Tag wird kommen
an dem sie verstummt
Nicht mehr lang
und meine Zeit ist um
All
die Sünden
All die Verbrechen
die ich begangen hab
Ich werde sie nicht los
Sie folgen mir in mein Grab
Zeit
heilt Wunden
sagen sie
doch das stimmt nicht
stimmte nie
Zeit
heilt Wunden
sagen sie
doch das stimmt nicht
stimmte nie
Um
es nicht zu sehen
muss man blind sein
so wie sie
Das
was geschah
draußen am See
Es geht nie vorbei
Es tut noch immer weh
Das
was geschah
draußen am See
Es geht nie vorbei
Es tut noch immer weh
Es
tut so weh
Es tut so weh
Es tut so weh
Es tut so weh
Jede
Nacht, wenn ich schlaf
folg' ich den Spuren im Schnee
sie führen mich zu ihr..
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Schwarzer
Witwer
Wenn
Du abends aus der Türe gehst
Drehst Du den Schlüssel zweimal um,
Wenn Du zurück kommst kann es sein
Dass Du spät nachts noch ganz allein
Vor Deiner eigenen Türe stehst
Zu Stein erstarrt, reglos und stumm.
Dann hörst Du deutlich [leise nur...]
Drinnen schleicht jemand umher
Sucht Dich in den leeren Räumen,
Wenn Du schläfst in Deinen Träumen.
Schwer atmend betrittst Du den Flur,
Doch ausser Dir ist da keiner mehr...
Schwarzer
Witwer
Schwarzer Witwer
Deine Nerven liegen blank
Schwarzer Witwer
Schwarzer Witwer
Die Stille raubt Dir den Verstand
Deine
Freunde meinen, seit dem Tod Deiner Frau
Waerst Du zunehmend sonderbar.
Du bist Dir sicher, sie wollen Dich quälen.
Du hättest grosse Lust, ihnen alles zu erzählen.
Dabei bist Du Dir sicher, sie wissen genau
Wie es in Wirklichkeit war.
Wie es in Wirklichkeit war.
Du hast elf Rollen Nylon mitgebracht
Und die Faeden sorgsam verlegt
Von der Heizung zu den Lampen
Zu den Leisten an der Wand
Und von dort in Deine Hand.
Jetzt kauerst Du im Dunkel jede Nacht
und wartest, bis sich etwas regt.
Du
wartest, bis sich etwas regt!
Schwarzer
Witwer
Schwarzer Witwer
Hier rein kommt keiner unerkannt
Schwarzer Witwer
Schwarzer Witwer
Du hältst die Faeden in der Hand
Und schläfst Du vor Erschöpfung ein
Derselbe Traum, jede Nacht:
Die Fäden reissen, Du siehst Deine Frau
Ihr Haar verbrannt, die Lippen grau
Und wenn Du aufwachst hörst Du sie schrein:
Du hast mich umgebracht.
Mörder!
Du hast mich umgebracht!
Schwarzer
Witwer
Schwarzer Witwer
Das Warten raubt Dir den Verstand
Schwarzer Witwer
Schwarzer Witwer
Du haeltst die Faeden in der Hand
Schwarzer Witwer
Schwarzer Witwer
Da war doch was!
Ein Schatten an der Wand!
Schwarzer Witwer
Schwarzer Witwer
Irgendetwas hier reisst Dir die Fäden aus der
Hand!
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