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Werwölfe -]

Ein Werwolf (von
Germanisch: wer „Mann“), althochdeutsch
auch Mannwolf genannt, ist in Mythologie, Sage und
Dichtung ein blutdürstiger Mensch, der sich
in einen Wolf verwandeln kann (Lykanthrop).
Der Begriff Werwolf
bezeichnet das Mysterium, dass sich ein Mensch unter
besonderen Umständen nachts in ein Tier verwandeln
kann und bei Tagesanbruch wieder seine menschliche
Gestalt annimmt. Die meisten Sagen berichten von
Männern, die aufgrund ihres familiären
Erbgutes oder infolge einer Verletzung, die sie
durch eine solche Kreatur erhalten haben, in bestimmten
Nächten zu einem Tier (meist zu einem Wolf)
mutieren. Das Wesen, in welches sie übergehen
wird als unheilvoll und raubtierhaft beschrieben.
Sogar Familienmitglieder werden
von ihm angegriffen, da das Wesen offenbar keine
Erinnerung an seine jeweils andere Existenz besitzt.
So kann sich der Betroffene, sobald er seine menschliche
Gestalt wieder besitzt, nicht mehr an seine nächtliche
Jagd erinnern. Die Erinnerung kann in Form von Traumbildern
zurückkehren, das scheint aber eher selten
der Fall zu sein. Je länger der Mensch von
diesem Phänomen befallen ist, desto geringer
werden die Abstände zwischen den Gestaltwandlungen,
bis er schließlich ganz von der Gestalt des
Tieres übernommen wird.
Ursprung
Verwandlungen zwischen Mensch und
Tier sind in der Geschichte sehr weit zurückzuverfolgen.
Bereits Zwitterwesen aus Höhlenmalereien lassen
sich entsprechend interpretieren. Die ältesten
schriftlichen Zeugnisse sind das Gilgamesch-Epos,
in dem die Göttin Ishtar einen Schäfer
in einen Wolf verwandelt (Tafel 6 Vers 58–61).
Aus der griechischen Literatur kennen wir beispielsweise
Lykaon, der von Zeus in einen Wolf verwandelt wurde.
Der Ursprung der Werwolf-Sagen ist
in kultischen Festen der Skythen zu suchen, bei
deren Feierlichkeiten man sich mit einem wolfsgestaltigen
Gott vereinte, indem man sich mit einem Wolfsfell
bekleidete. Herodot berichtet (IV, 105), dass
…
die Skythen und die im Skythenland wohnenden Hellenen
behaupten, jährlich einmal verwandle sich jeder
der Neuren für wenige Tage in einen Wolf und
trete dann wieder in den menschlichen Zustand zurück.
Von
den Skythen gelangte dieser Kult zu den germanischen
Völkern, später, als der Ursprung vergessen
wurde, nur als Sage in Verbreitung.
Eine weitere Ursprungstheorie besagt,
dass der Begriff Menschen beschrieb, die an einer
extremen Form des Systemischen Lupus Erythematodes
(SLE) litten, der so genannten Wolfskrankheit. Die
aufgrund eines genetischen Defekts Erkrankten wurden
vor allem im frühen Mittelalter vom abergläubischen
Volk gefürchtet.
Ebenso wurden Tollwutkranke für
Werwölfe gehalten, da hier die Erkrankung durch
den Biss eines Tieres erfolgt. Die Symptome dieser
Krankheit passen zur Beschreibung von Werwölfen:
Anfälle, bei denen der Erkrankte wild um sich
zu beißen beginnt; Angst vor Wasser, aber
gleichzeitig starker Durst, was zu spastischen Schluckkrämpfen
führt etc. Die Menschen im Mittelalter sahen
darin eine Verwandlung des Gebissenen in eben jenes
Tier, von dem er gebissen wurde.
Quelle:
Wikipedia
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