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Atlantis -]

Der
sagenumwobene 8. Kontinet der Welt soll von Poseidon
erschaffen und später untergegangen sein. Ein
Mysterium, das die Menscheit vom Altertum bis heute
fasziniert und bewegt hat. Altantis, ein Phänomen,
an dem sich Philosophen, Freidenker und Wissenschaftler
die Zähne augebissen haben, um herauszufinden,
ob Atlantis nun wirklich existierte oder nicht.
Laut
Plato, griechischer Philosoph, soll Atlantis vor
ca. 12.000 Jahren westlich der "Säulen
des Herakles" [Strasse von Gibraltar] gelegen
haben. Atlantis soll ein reiches Land gewesen sein,
dessen Natur überwucherte [der Kontinent soll
gross wie Asien & Lybien zusammen gewesen sein],
daher der Wohlstand auch nicht zu verachten war.
Doch von heute auf morgen - und hier gibt es einige
Theorien - soll der 8. Kontinet durch ein gewaltiges
Erdbeben und durch Sturmfluten in den Wassermassen
versunken sein. Diese Legende hat einen Ursprung:
Solon
[639-559 v.Chr.] setzte einen geschichtlichen Ausgangspunkt
für den Mythos von Atlantis. Auf seinen Reisen
kam er auch in Saiis, damals die Hauptstadt von
Niederägypten und kulturelles Zentrum der damaligen
Welt, an. Dort erfuhr er von einem Priester und
Tempelschreiber namens Sonchis die Erzählung
des untergegangenen Kontinents. Sein neu gewonnenes
Wissen teilte Solon in Athen den Oberhäuptern
mit.
Plato
dann verdanken wir die Geschichte, denn er schrieb
sie in seinen Dialogen Timaios und Kritias nieder.
Dieses Thema fügte er seiner Staatskunde "Politeia",
in der es um den Idealstaat geht, an. Eigentlich
sollte dieser Bericht aus drei Teilen bestehen.
Der erste befasst sich mit der Frühgeschichte
Griechenlands und der kriegerischen Auseinandersetzung
mit Atlantis. Der zweite Teil umfasst die Beschreibung
von Atlantis selbst. Der dritte und somit letzte
Teil allerdings wurde nie verfasst und das unvollendete
Werk klang mit der Umschreibung kurz vor dem Untergang
des Kontinents aus. Vielleicht hätte er Aufschluss
über so manche Frage geben können, wäre
er je niedergeschrieben worden.
Natürlich
könnte man sagen, es seien Geschichten und
Erfindungen der Philosophen und Denker der alten
Welt, die sich einen solchen Idealstaat herbeigesehnt
hatten und den Sittenverfall jeder Zivilisation
mit dem Untergang dieses Paradieses gleichsetzten.
Doch es wäre zu einfach gedacht, es mit dieser
Begründung beiseite zu schieben, da es sich
hier um ein Weltkulturrätsel handelt. Einer
der wohl bekanntesten und auch der begabteste Schüler
von Plato, Aristoteles, war der erste Kritiker des
Atlantismythos.
Eigenartigerweise
soll Atlas [Atlantis bedeutet übersetzt "Tochter
des Atlas"] der erste König von Atlantis
gewesen sein. Der Atlas, der den Himmel auf seinen
Schultern tragen musste. In der griechischen Mythologie
war Atlas allerdings Sohn von Iapedos, laut Platon
allerdings der Sohn von Poseidon. Platon war der
einzige, der diese Genealogie annahm, so wurden
den Kritikern dieser Legende ein weiteres Argument
dafür geliefert, dass Platon Atlantis denn
doch einfach erfunden hatte. Der Atlantisbericht
soll aus dem alten Ägypten stammen und müsste
demnach auch 12.000 Jahre alt sein, was aber hiesse,
dass Iapetos als Vater des Atlas genannt werden
müsste.
Über
die wissenschaftliche Art und Weise, wie Atlantis
wirklich untergegangen sein soll, kann man spekulieren.
Einige Stimmen sind der Ansicht, dass ein gigantischer
Asteorit die Pole verschob und das atlantische Becken
spaltete und die Karibik entstehen liess. Eine andere
Theorie besagt, dass es ein verheerendes Erdbeben
mit vulkanischen Ausbrüchen gab. Eine plausible
Erklärung wäre das Abschmelzen der Pole
am Ende der Würm-Eiszeit vor 12.000 Jahren.
Es
gibt einige Ungereimtheiten. Fakten stellen dar,
dass es um 10.000 v.Chr. viele Kulturen gab, die
ihren Anfang nahmen und einige, die ihr Ende fanden.
Möglicherweise waren es vielleicht Flüchtlinge
aus Atlantis, die beispielsweise 10.000 v.Chr. in
Syrien-Palästina sesshaft wurden oder 8.500
v.Chr. in Vorderasien den Ackerbau begannen. 12.000
v.Chr. wurden Felsmalereien in Brasilien festgestellt
und die ersten Kulturen Mittelamerikas werden auf
9.000 v.Chr. datiert. Dies würde Platos Theorie
stützen, doch kann es genauso an den Haaren
herbeigezogen sein.
Im
eigentlichen Sinne ist der Atlantisbericht eigentlich
kein Mythos [Mythos = griechisch für "Wort,
Rede, Erzählung, Geschichte"]. Es ist
eher ein Dialog zwischen Gelehrten über einen
Mythos, der zweifelsohne in den Bereich der Sage
einzustufen ist.
Zitat
von Daniel Fleck, www.atlantia.de:
Vielleicht wollte Plato ja gerade Denkanstöße
mit Atlantis schaffen, denn wie wir wissen war er
Philosoph. Als Politiker der die Demokratie vertritt,
wollte er vielleicht darauf hinweisen das staatliche
Entartung letztendlich zum Untergang führt.
Plato
hat, wen er es so wollte, mit Atlantis einen Mythos
geschaffen der aus unserer heutigen Zeit kaum
mehr wegzudenken ist. Plato hat mit Atlantis unseren
heutigen Forschungsdrang unbewusst vorangetrieben,
er hat wissenschaftliche Expeditionen über
und unter Wasser ausgelöst. Plato hat somit
beigetragen das unbekanntes Terrain erforscht
und analysiert wird.
Letztendlich
kann man sagen, den Mythos Atlantis haben sich
die Menschen durch die Glaubwürdigkeit Platos
selbst geschaffen. Hätte z.B der römische
Kaiser Nero den Mythos, in der selben Form, in
die Welt gesetzt, würde es heute kein Atlantis
geben.
Wissenschaftler
und Theoretiker stellten Vermutungen auf, dass Atlantis
vielleicht identisch mit Kreta, Troja oder gar Helgoland
sein könnte. Die neuste Theorie stammt von
dem Aachener Physiker Prof. Axel Hausmann, der herausgefunden
haben will, dass Altantis mit Sizilien identlisch
ist.
Hausmann
identifiziert eine unter Wasser liegende Ebene zwischen
Sizilien und Malta als die Heimstatt der sagenumwobenen
Kultur von Altantis. Auf disem sogenannten "Plateau
von Malta" soll sich in rund 100 Meter Tiefe
die ringförmige Hauptstadt von Atlantis befinden.
Überreste vom Hinterland von Atlantis seien
auch heute noch zu sehen, nämlich 23 Megalith-Tempel
auf Malta [und Gozo] sowie die bislang kaum bekannten
Megalith-Bauten auf Sizilien - alle rund 6.000 Jahre
alt.
Die
modernen Archäologen vermuteten die Ruinen
des antiken Helike allerdings am Grunde des Golfes
von Korinth, bedeckt von Schlammablagerungen. Man
hoffte, eine ganze Stadt "wie ein Schiffswrack"
zu finden: über die Jahrtausende gut konserviert
und allen zerstörerischen Einflüssen durch
Mensch und Umwelt entzogen. Doch die Suche auf dem
Meeresboden blieb erfolglos.
Mittlerweile
hatte eine Gruppe von Wissenschaftlern eine neue
Theorie entwickelt. Die Überreste der Stadt
sollten demnach in der fruchtbaren Küstenebene
liegen, nahe den Dörfern Eliki und Rizomylos,
zwischen den Flüssen Kerynites und Selinous.
Unter dem Wasserspiegel einer Inland-Lagune hätten
die antiken Schriftsteller die überflutete
Stadt gesehen. Später haben Anschwemmungen
der Flüsse die Lagune verlanden lassen und
die versunkene Stadt mit Erde bedeckt.
Das
sind nur einige wenige Auszüge davon, wo Atlantis
sein soll und ob es Atlantis überhaupt gegeben
hat. Jeder möge sich hier einfach seine eigene
Meinung bilden. Ich für meinen Teil muss sagen,
dass ich es einen sehr schönen, obgleich auch
grausamen, Gedanken finde, dass es Atlantis wirklich
gegeben haben könnte.

»
Bericht
"Mythos Atlantis" von Nadine Schneider
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