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Körper & Haltung -]
Kopf
und Gesicht
Erfolgreiche
Menschen drücken in der Tat ihre Siegesgewissheit
oder ein Erfolgserlebnis dadurch aus, dass sie den
Kopf ein wenig, aber durchaus merklich anheben.
Der
stolze Ausdruck des erhobenen Kopfes wird dadurch
unterstrichen, dass die Augen bei der Haltung leicht
"von oben herab" blicken, der Augenausdruck
also Überlegenheit vermittelt.
Wenn
"Kopf hoch" ein Zeichen von Erfolg ist,
so müsste demgegenüber das Hängenlassen
des Kopfes Niederlage und Misserfolg bedeuten. Das
ist oft auch so. Der
gesenkte Kopf drückt aber auch die Bereitschaft
aus, sich ohne Widerstand unterzuordnen.
Auch
ein nachdenklicher Mensch neigt dazu, den Blick
vor sich auf den Boden zu richten, was eine leicht
nach unten gerichtete Kopfhaltung voraussetzt. Nachdenkende
Menschen fixieren oft auch einen Punkt oberhalb
ihres Gesichtskreises.
Die
Kopfhaltung kann auch eine Folge der Körperhaltung
insgesamt sein. Ein vornüber gebeugter Oberkörper
bringt zwangsläufig eine geneigte Kopfhaltung
mit sich. Eine
aufrechte Körperhaltung ermöglicht eine
gefällige gerade Kopfhaltung, die von Ausgeglichenheit
und einem "freiem Blick" auf die Welt
zeugt. Achte darauf, ob und auf welche Seite Dein
Gesprächspartner den Kopf neigt: Man geht davon
aus, dass eine skeptische Einstellung mit der Neigung
des Kopfes nach rechts, eine offene Einstellung
mit der Neigung nach links signalisiert wird.
Und
was passiert, wenn jemand uns "den Kopf verdreht"
hat? Ganz einfach: Wir sind verliebt, und deshalb
hat der Bauch die Regie übernommen, und der
Kopf hat [zunächst] nichts mehr zu sagen ;)
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Die
Schultern
Das
Bild eines Menschen mit "hängenden"
Schultern ist wohl jedem bekannt, und ebenso die
Bedeutung in der Körpersprache: "Ich bin
müde, überlastet und überfordert
- bitte lasst mich in Ruhe!" Auch eine bedrückte
Seele wird so signalisiert. Dagegen
bringt ein Mensch mit hochgezogenen Schultern ein
deutliches Abwehrverhalten zum Ausdruck. In dieser
Haltung wird der empfindliche Hals geschützt,
also einem Angriff entzogen.
"Das weiß ich nicht"
oder "Es ist mir eigentlich egal" signalisiert
man mit dem Schulterzucken. Damit wird ein schon
recht massives Desinteresse an einer Sache oder
auch an einer Person gezeigt, das über ein
bedauerndes Nichtwissen bzw. über die Regeln
der Höflichkeit deutlich hinausgeht.
Nicht
die Ablehnung einer Sache, sondern eindeutiges Missfallen
an Deiner Person kannst Du daraus ableiten, wenn
jemand Dir "die kalte Schulter" zeigt.
Dann will er sich Dir nicht öffnen, wendet
sich demonstrativ ab. Eine Kontaktaufnahme im positiven
Sinne ist unter solchen Voraussetzungen außerordentlich
schwierig bis unmöglich.
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Die
Brustpartie
Auch
bei Männern ist die aufrechte Haltung der Brustpartie
von Vorteil, weil sie als positiver Teil der Männlichkeit
verstanden wird. Männer
wollen mit einer herausgedrückten Brust vor
allem persönliche Bedeutung und Stärke
demonstrieren, während Frauen damit eher ihre
Weiblichkeit zur Geltung bringen. Für beide
Geschlechter aber gilt, dass die Körpersprache
ausdrücken soll: "Ich bin selbstbewusst!"
Eine
eingesunkene Brustpartie - meist verbunden mit hängenden
Schultern - sendet ein eindeutiges Signal: "Ich
traue mich nicht", "Ich habe keine Kraft",
"Ich weiß nicht weiter". Die
Körpersprache der Brustpartie wird allerdings
von Männern nicht selten zur Täuschung
eingesetzt, denn nichts ist leichter, als für
eine begrenzte Zeit mit geschwellter Brust Stärke
und Selbstbewusstsein zu zeigen. Bist Du der beobachtende
Teil, hilft ein wenig Geduld, um die wahre Stärke
des Gegenübers zu erkennen. Dauert die Situation
etwas länger an, wirst Du die natürliche
Haltung Deines Gegenübers kennen lernen.
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Die
Hüften
Eine Frau wirkt betont "weiblich",
wenn sie beim Gehen die Hüften locker mitschwingen
lässt oder im Stehen die Ausformung der Hüften
betont. Man könnte - mit aller Vorsicht - daraus
schließen, dass sie auch in ihrem Denken und
Fühlen "typisch weibliche" Züge
an sich hat.
Die
Hüften können auch bewusst eingesetzt
werden, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
In diesem Fall wirkt der "Hüftschwung"
jedoch meist übertrieben. Männer
vermeiden den leichten und lockeren Hüftschwung
beim Gehen mitunter bewusst. Dadurch wirkt ihr Gang
nicht sportlich und beweglich, sondern eher steif
und ungelenk. Wenn
Frauen den Hüftschwung vermeiden, kann dies
ein Zeichen für eine bewusste Abgrenzung gegenüber
der klassischen Frauenrolle sein.
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Finger
& Hände
Weist
jemand beim Sprechen häufig mit dem Zeigefinger
auf Menschen oder Gegenstände, wird diese Person
in der Regel als anmaßend eingeschätzt.
Dieser Mensch ist von der Richtigkeit seiner Gedanken
sehr überzeugt und möchte seine Zuhörer
dazu zwingen gleicher Meinung zu sein. Aus
kurzer Distanz kann der ausgestreckte Zeigefinger
auch als Drohgeste eingesetzt werden.
Wird
der Zeigefinger gehoben, soll damit Aufmerksamkeit
erregt werden. Schulkinder bitten so um das Wort,
und auch der Redner bedient sich ihrer, um die Aufmerksamkeit
des Publikums zu wecken. In Mitteleuropa ist das
Gestikulieren mit den Händen beim Sprechen
wenig üblich. Daher wird bei uns ein Mensch,
der lebhaft mit den Händen gestikuliert, leicht
als nervös oder übereifrig eingeschätzt.
Beide
Hände in die Hosentaschen zu stecken, gilt
als unhöflich. Darüber hinaus lässt
das Verbergen der Hände auf Unsicherheit schließen.
Mitunter auch auf Unehrlichkeit, da die Handflächen
zu zeigen, als offen und ehrlich gilt. Auf
Unbehaglichkeit oder Nervosität beim Gespräch
lässt schließen, wenn Dein Gegenüber
unentwegt mit Utensilien auf dem Tisch spielt. Ob
Servietten gefaltet, das Tischtuch geglättet,
ob Brot zerkrümelt wird oder Gegenstände
hin- und hergeschoben werden - der dringende Wunsch,
das Gespräch möge endlich ein Ende nehmen,
ist nahezu fühlbar.
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Die
Arme
Ein
klares Signal des herzlich Willkommens ist dann
gegeben, wenn Du von einem Menschen mit ausgebreiteten
oder in Deine Richtung ausgestreckten Armen empfangen
wirst. Die angedeutete Umarmung ist auch im beruflichen
Umfeld üblich. Stets drückt sie Zuneigung
und Wohlwollen aus.
Die
bekannte Geste der Gleichgültigkeit besteht
darin, die Schultern hochzuziehen und die Arme abgewinkelt
zur Seite zu strecken. Die
Entschlossenheit eines Menschen liest Du daran ab,
dass er die Hände in die hüften stemmt,
und dabei die Arme seitlich abwinkelt. Auch kann
dies eine Geste dafür sein, sich besser, größer
und stärke als der Gegenüber zu machen.
Ausgestreckte Arme mit vorgeschobenen
Handflächen drücken Abgrenzung und Missfallen
aus oder aber auch Ergebenheit. Man gibt auf bzw.
zeigt so auch, dass man nichts zu verbergen hat
["Hände hoch"].
Großer
Ärger kann sich mit über den Kopf erhobenen
Armen und geballten Fäusten Luft machen. Dagegen
ist die einzelne, nach vorne gerichtete Faust eine
klassische Drohgebärde. In
Mitteleuropa eher selten: Die Arme sind mit offenen
Händen im 45°-Winkel weit über den
Kopf gestreckt und drücken so Erregung und
Ärgernis aus. Menschen,
die während eines Gesprächs unsicher sind,
verstecken häufig ihre Hände unter dem
Tisch. Die verräterischen unruhigen Bewegungen
sollen so verborgen werden.
Die
Ellbogen auf den Tisch zu stützen, kann als
Signal für eine abwartende oder abwehrende
Einstellung gegenüber dem Gesprächspartner
oder dem Gesprächsthema gedeutet werden. Vor
dem Oberkörper verschränkte oder überkreuzte
Arme stellen einen regelrechten Panzer dar. Werden
die Hände umarmend um den Oberkörper gelegt,
erhält die Geste eher schützenden Charakter.
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Die
Sitzhaltung
Haben
beide Füße sicheren Kontakt mit dem Boden,
kannst Du auf Selbstsicherheit und Wohlbefinden
schließen. Der Betreffende hat es sich in
tadelloser Form bequem gemacht und ist für
ein langes Gespräch bereit. Weit
nach vorne ausgestreckte Beine wirken sehr vereinnahmend,
weil sie einen [nicht nur] territorialen Besitzanspruch
demonstrieren.
Wer mit geöffneten Beinen oder
einem offen übergeschlagenen Bein sitzt, signalisiert
Entspannung und Vertrauen. Selbstverständlich:
Ein Rock macht diese Sitzposition unmöglich.
Solche Kleinigkeiten sind immer zu beachten und
mit einzurechnen.
Achte
auf die Füße. Wenn sie unter den Stuhl
gezogen und auf die Spitze gestellt werden, drücken
sie Fluchtgedanken aus. Der Betreffende könnte
jederzeit aufspringen. Auch
bei übergeschlagenen Beinen interessieren uns
vor allem die Füße. Die Aufmerksamkeit
liegt stets dort, wohin die Fußspitzen zeigen.
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Der
Stand
In
der natürlichen Stehposition haben beide Füße
in beckenbreitem Abstand nebeneinander vollständigen
Bodenkontakt. Man kann Ruhe und Ausgeglichenheit,
Gelöstheit und Offenheit darauf ablesen.
Sind die Beine dagegen etwas weiter
geöffnet, so dass ein Eindruck von Breitbeinigkeit
entsteht, zeugt dies von einem dominanten Zug. Wird
zusätzlich ein Fuß nach vorne ausgedreht,
weicht die Offenheit und macht Bestimmtheit und
Überlegenheit Platz. Vorsicht! Gerade Männer
neigen dazu, diese Haltung bewusst einzunehmen.
Berühren
sich die Füße im Stand, so darf man schon
rein anatomisch von einer gewissen Instabilität
ausgehen. Es liegt nahe, diesem Menschen auch seelisches
Ungleichgewicht zu attestieren. Werden
die Beine beim Stehen überkreuzt, wobei ein
Fuß sich hinter dem anderen "einhakt",
so kann dies als Zeichen von Selbstzufriedenheit
eingeschätzt werden.
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Verweise

Ein Buch, geschrieben
von den Autoren des Buches "Warum Männer
nicht zuhören und Frauen schlecht einparken".
In "Der tote Fisch in der Hand" geht es
um die Körpersprache des Menschen, die kein
Mensch unterdrücken kann. Es ist wunderbar
erläutert, was die Körpersprache eines
jeden über denjenigen verrät und aussagt.
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