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[- Tarot & Gläserrücken -]

 

Der oder das Tarot - beide Formen sind gebräuchlich - ist ein Kartenorakel, das in seiner heutigen Struktur seit dem 15. Jahrhundert bekannt ist. Seither besteht es aus 78 Karten, die sich in zwei Hauptgruppen unterteilen: in eine Gruppe von 22 Karten, die wir die Großen Arkana [lat. Geheimnisse] nennen und in die 56 Karten der Kleinen Arkana.

Witchboard

Während sich die Großen Arkana aus 22 Einzelmotiven zusammensetzen, die in sich keine Wiederholung kennen und auf Grund ihrer Numerierung eine klare Reihenfolge bilden, sind die Kleinen Arkana - die Vorläufer unserer heutigen Spielkarten - in vier Serien oder Farbsätze unterteilt: in Stäbe, Schwerter, Kelche und Münzen, aus denen später Kreuz, Pik, Herz und Karo hervorgingen.

Soviel allerdings nur zu den Karten. Worauf ich hinaus wollte, ist die Umsetzung. Immer wieder glauben die Leute, dass Tarotkarten oder diejenigen, welche sie für einen legen, die Zukunft mit oder durch sie herauslesen oder vorhersehen können. Das ist ein Irrglaube, denn mit wirklicher Magie haben diese Karten nichts zu tun, auch wenn die Ergebnisse doch recht magisch und unglaublich scheinen.

Womöglich vertrete ich hier mit meiner Meinung einen einzelnen Platz unter sehr wenigen "an die Karten gläubige" Personen, doch es ist mir wichtig zu sagen, dass vor allem Neulinge nicht dem Irrglauben auferliegen sollen, Tarotkarten würden etwas über die Zukunft aussagen oder ähnliches.

Wer Tarotkarten richtig anwendet, dem sind sie sehr wohl eine große Hilfe oder können es sein. Das bestreite ich nicht. Aber man sollte sich bewußt darüber sein, dass die Karten und die Fragen bzw. Antworten bei der Bedeutung der gezogenen Karten lediglich eine Hilfe für das Unterbewußtsein darstellen, ins Bewußtsein zu gelangen.

Hier geht es lediglich darum, dass man eine Hilfestellung findet, um herauszufinden, was unterbewußt gerade in einem selbst präsent ist. Oftmals kann man sich mit dem Kartenlegen Dinge bewußt machen, die man erst einmal verdrängt oder als nicht wichtig empfunden hatte. Ebenso oft habe ich erlebt, dass Freunde, denen ich auf diese Weise die Karten gelegt habe, sagten: Das ist unglaublich, magisch, wie können die Karten das nur so genau wissen.. Ich habe ihnen dann versucht zu erklären, warum "die Karten" so passend und treffend sind.

Sie sind eine wirkliche Kunst, denn nur selten passen sie nicht, wenn man sie richtig anwendet. Sie sind so beschrieben und gestrickt, dass sie Hilfestellung jeglicher Art sein können. Wenn man in Filmen oftmals sieht, dass "Der Tod" gezogen wurde und dann mitbekommt, dass dies angeblich sehr Schlimmes verheißt, so muss ich mal wieder sagen, hat Hollywood ganze Arbeit geleistet, den Irrglauben des Tarot zu unterstützen. Gerde die "Tod-Karte" ist mehr oder minder eine recht "gute" Karte, denn sie bedeutet nicht Tod, sondern Transformation.

Bei dieser Karte geht es darum, dass man Altes abschließt und im Leben Neues beginnt, bzw. dafür offen ist, Neues in seinem Leben zuzulassen und sich selbst zu verändern. Natürlich könnte man es auch damit gleichsetzen, dass ein geliebter Mensch sterben wird und man sich deshalb verändert, allerdings weise ich dann wiederum darauf hin, dass die Karten die Zukunft nicht voraussagen können und somit dürfte dann auch hier der Wind aus den Segeln genommen werden, solange man nicht darauf beharrt, dass diese Karten magisch sein sollen.

Wenn sich jemand für Tarot interessiert, kann ich das Aleister Crowley Tarot empfehlen. Auch hier gibt es Irrglauben und Vorurteile. Dass Crowley ein sogenannter "Schwarzmagier" war, ist unbestritten und ich werde es auch nicht widerlegen, doch sei bei "seinen" Karten zu bedenken, dass er die Bilder - wahre Kunstwerke - von einer Künstlerin [Frieda Harris, Ägyptologin] hatte malen lassen wollen. Sie stimmte nur unter der Bedingung zu, dass Crowley in der Zeit, in der die Karten gemalt werden, keine schwarze Magie betreibt. Er glaubte, dass sich die Bilder vielleicht über wenige Monate hinziehen würden und schlug ein.

Die Gemälde allerdings brauchten ganze 5 Jahre bis zu ihrer Fertigstellung [1938-1943] und trotz dieser langen Zeit, hielt er sich an die Abmachungen und somit dürfte auch für spirituell Angehauchten und Skeptischen unter uns klar sein, dass diese Karten sicherlich nicht negativ belastet sind. Weder Crowley [gest. 1947] noch Harris [gest. 1962] veröffentlichten das Deck zu ihren Lebzeiten. Erst 1969 photographierte und veröffentlichte Major Grady L. McMurtry die von Harris fertiggestellten Bilder. Das heute vorliegende Deck wurde in dieser Forum erstmals 1977 veröffentlicht. [78 Karten und ca. 1200 Symbole]

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Gläserrücken

Was das Gläserrücken angeht, hat wohl jeder mehr oder minder eine Erfahrung damit gemacht. Immer wieder hörte man - vor allem in den jugendlichen Kreisen -, dass verschiedenste Dinge passiert sein sollen. Meist mit einem Freund oder einer Freundin des Erzählers, vielleicht auch einem Cousin. Ich glaube, jeder kennt diese Geschichten: "Als meine Bekannte das gemacht hat, ging auf einmal ohne ersichtlichen Grund die Kerze aus", "..der Stuhl kippte um", "..das Fenster, die Tür schlug zu" - "...obwohl kein Lufthauch zu spüren war."

Es ist interessant, wie weitläufig diese Geschichten sind und dass fast jeder so eine Bekannte oder den Bekannten einer Bekannten "kennt", dem so etwas beim Gläserrücken passiert ist. Wenn man es dann versucht und es passiert wirklich etwas [weil ein Lufthauch die Kerze flackern lässt oder man nicht merkt, dass der eigene, aufgeregte Atem daran Schuld ist], dann ist man natürlich bestätigt in seinen Geschichten, dass Gläserrücken unheimlich ist. Viele Kind-Jugendlichen behaupten dann auch gleich "Das mach ich nie wieder, mir ist sowas passiert, etc..".

Meiner Ansicht nach, Einbildung. Man erwartet regelrecht, dass "etwas passiert" und achtet somit viel mehr auf die ohnehin durch den Kerzenschein unheimlich wirkende Atmosphäre. Wenn dann etwas passiert, schreibt man das gleich den Geistern zu und sei es auch nur ein Knacken in der Wand, an das man sich im Laufe der Jahre so sehr gewöhnt hat, dass es einem unter normalen Umständen nicht mehr aufgefallen ist. Auf einmal "ist das Knacken wieder da".. Man glaubt, der Geist sei dann im Zimmer und so weiter und so fort.

Was das Rücken selbst angeht, so ist eigentlich mehr oder minder erwiesen, dass das Glas unterbewußt von den "Spielern" bewegt wird, somit wäre auch dieses Rätsel gelöst. Es sei allerdings gesagt: Sag niemals nie. Nur weil ich hier meine Meinung kundtue, die mir logisch erscheint, heißt das nicht gleich auch, dass ich Recht habe. Allerdings bin ich schon sehr überzeugt von meiner Meinung und meines Erachtens sollte man die Finger vom Gläserrücken lassen, denn zu leicht bildet man sich irgendwelche Dinge ein und wenn dann jemand erzählt: "Mein Bekannter hat sich aus dem Fenster gestürzt.", dann kann man das sogar fast in die glaubhaften Geschichten einordnen, denn Einbildung bringt einen Menschen zu sehr vielen psychologisch bedächtigen Taten..

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