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Objektivität & Subjektivität -]
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oder die Kunst, Kritik anzunehmen
Subjektivität:
Eine Sonnenuhr mit Hilfe einer Taschenlampe
ablesen.
[Piet
Hein]
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Das Interessante an Kritik ist,
dass sie kaum einer wirklich verträgt oder
viele sie einfach persönlich auf sich beziehen,
was wohl auch am Kritiker liegen kann, der seine
Kritik nicht freundlich und sachlich anbringen kann.
Allerdings habe ich mich schon immer
gefragt, warum manche Menschen Kritik einfach nicht
nehmen können und darüber nachdenken und
für sich entscheiden, ob diese Kritik einen
wahren Punkt berührt oder nicht und dann für
sich etwas daraus ziehen oder die Kritik einfach
wieder vergessen, weil sie in ihren Augen nicht
zutrifft.
Rechtfertigungen gehören nicht
zu einem ordentlichen Kritikgespräch, genauso
wenig wie Vorwürfe oder persönliche Sympathien
oder Antipathien und dennoch passiert es immer wieder
und das nicht gerade selten, dass eine Kritik nicht
sachlich angebracht wird.
Aber
es ist nicht nur Kritik, die nicht sachlich behandelt
werden kann. Es sind auch Diskussionen, die einfach
nicht wirklich sachlich gesehen werden können.
Immer wieder rutschen viele Leute in eine weitläufigere
Erklärung, als für das Thema nötig
wäre. Sie umkreisen dann den Punkt, glauben,
dass alles erwähnt werden müsse, aber
sehen nicht, dass es doch nur um Punkt C geht und
nicht auch um Punkt A und B oder D.
Niemand bestreitet, dass Punkt A,
B und/ oder D auch zu diesem Thema gehören
können, auch wenn man sie in dieser einen C-Diskussion
nicht anbringen muss, weil es nur um die Sache C
selbst geht.
Man kann es auch an einem recht
heftigen Thema ausmachen, z.B. dann, wenn ich sage,
ich kann einen Massenmörder verstehen. Man
wird sofort angegriffen, egal in welchen Breiten
man sich bewegt und bekommt gesagt: Das ist aber
gegen das Gesetz. Das ist krank. Man wird gefragt:
Warum unterstützt Du das? Findest Du das etwa
gut, was so einer macht?
Warum können so viele Menschen nicht einfach
bei der Sache bleiben? Natürlich ist dieses
"sinnlose" Morden falsch, gegen das Gesetz,
verabscheuungswürdig. Natürlich unterstütze
ich es nicht oder gar den Täter selbst und
ich finde es auch nicht gut.
Und dann hält man sich stundenlang
damit auf, zu erklären, dass man so eben nicht
empfindet, aber sich dennoch in einen Massenmörder
hineinversetzen kann und seine Gedanken nachvollziehen
und verstehen kann.
Doch
das geht auch mit einem noch viel einfacheren Beispiel.
Nehmen wir an, es gibt ein Gespräch über
Michael Jackson, der seinerzeit ein großer
Star war [und noch ist]. Nehmen wir gleichfalls
an, dass es in dieser Gesprächsrunde niemanden
gibt, der Michael Jackson gut findet. Sage ich jetzt:
"Er war genial. Er hat seine Sache gut gemacht.
Er war ein Genie in seinem Metier." muss ich
mir erst einmal Sprüche anhören wie: "Du
bist doch nicht etwa Jackson Fan?" "Gib's
zu. Du hörst den unheimlich gern."
Warum kann man dann nicht einfach
beim Thema bleiben? Es ist nun einmal eine Tatsache,
dass seine Werke aus Genialität entspringen
[die dem Wahnsinn - Größenwahnsinn sehr
nah sind oder gar den Punkt treffen]. Oftmals kommen
dann Stimmen, die von ihren subjektiven Vorlieben
diese Aussage so nicht einfach annehmen können.
Ich bin kein Jackson-Fan, aber dennoch kann ich
doch sagen, dass seine Werke genial waren, auch
wenn sie mir persönlich nicht gefallen.
Menschen sind meist sehr subjektiv
in ihren Urteilen und dann einfach nicht mehr fähig
sachlich über eine Sache zu sprechen und sich
nur der Materie selbst zu widmen ohne das ganze
Drumherum zu betrachten und mit einzubringen. In
anderen Gesprächen zum gleichen Thema scheint
es angebracht zu sein, aber nicht wenn man über
die Materie selbst diskutieren oder sprechen möchte.
Da hat dieses ganze Drumherum einfach nichts zu
suchen, aber mach das mal den Leuten klar.
Es gab mal ein Mädchen, das
mich fragte, wie ich ihre neue Hose denn fände.
Ich habe ehrlich und in freundlichem Ton einfach
gesagt, dass sie mir nicht gefällt und sie
war gleich gekränkt und fühlte sich in
ihrer Persönlichkeit verletzt, obwohl diese
Aussage so überhaupt nichts mit ihrer Persönlichkeit
zu tun hatte. Sie hatte sonst immer einen sehr guten
Geschmack und sie wusste, dass ich das auch so sehe,
daher hatte sie auch keinen Grund anzunehmen, dass
ich ihren Geschmack - der ja zu ihrer Person gehört
- nicht gut finde und somit ihre Person. Wenngleich
auch das absolut irrational ist, denn nur weil ich
mit jemanden den Geschmack nicht teile, heißt
das nicht, dass ich ihn deswegen weniger mag.
Ebenso die Aussage: "Ich fand
nicht gut, was Du gerade getan oder gesagt hast".
Warum reagieren manche Menschen dann so, als hätte
ich gesagt: "Ich finde Dich nicht gut."
Was hat die Kritik an einer Sache mit der Person
selbst in ihrem Sein zu tun? Nichts. Und dennoch
begreifen das in diesen Situationen die wenigsten.
Mir fiel in vielen Gespräche
auf, dass Männer das alles besser beherrschen
als Frauen. Und dass Frauen eher diejenigen sind,
die alles persönlich nehmen. Und ich muss ehrlich
sagen, dass ich lieber mit Männern diskutiere,
als mit manch einer Frau, weil ich dann wenigstens
nicht um den Punkt kreise und direkt den Punkt treffen
kann und dann objektiv weiter diskutieren kann.
Es
ist schon eigenartig und eigentlich auch sehr schade,
dass es so oft so ist, dass jemand nicht einfach
objektiv bleiben kann. Ich schließe mich sicherlich
nicht aus, im Gegenteil und dennoch glaube ich sagen
zu können, dass ich oftmals objektiver handle,
als manch andere Person in meinem Bekanntenkreis
oder unter den Leuten, die ich im Laufe meines bisherigen
Lebens kennenlernen durfte oder auch mal musste.
»
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~
Folgt ein Beitrag, den ich in einem Forum über
Kritik geschrieben habe ~
Konstruktive Kritik kann niemals
negativ sein. Es ist immer eine Hilfe und als solche
zu verstehen. Die meisten Leute haben nie gelernt,
wie man mit Kritik umgeht und viele nehmen es einfach
persönlich, was man einfach trennen müsste
und muss.
Kritik
nehmen/ annehmen/ bekommen
Bekommt man konstruktive Kritiken, nimmt man diese
und denkt darüber nach. Man wägt ab und
überlegt sich, was man hilfreiches aus diesen
Kritiken ziehen kann und was man nicht mit sich
vereinbaren möchte. Krtitik heißt nicht,
dass man schlecht ist. Kritik heißt, dass
einem objektive wie subjektive Dinge gesagt werden,
die man in den Augen des Betrachters vielleicht
verbessern könnte.
Falsch ist, sich zu rechtfertigen.
Und zwei mal, wenn man es tut, ohne vorher abgewogen
zu haben, ob diese Kritik aus dem Sichtwinkel des
Verfassers nicht doch zutrifft. Man muss natürlich
nicht der selben Meinung sein, aber um das herauszufinden,
muss man sich das Objekt aus den Augen des Kritikers
betrachten, dann kann man auch verstehen lernen,
wie jemand anderes empfindet und denkt, ohne dass
man sich dieser Meinung angleicht.
Erst danach kann man dann sage:
okay, hier hast Du auch in meinen Augen recht. Da
stimme ich Dir zu oder man sagte zu einem anderen
Punkt: Nun, ich glaube, ich kann verstehen, was
Du meinst, allerdings hatte ich andere Beweggründe
oder ich habe hier nicht die selbe Meinung, aber
dennoch vielen Dank für die Kritik
Das ist alles gar nicht schwer, man muss es sich
nur bewusst machen.
Wichtig ist übrigens auch,
dass man Kritiken eben niemals persönlich nehmen
sollte. Es ist immer Kritik an der Sache, niemals
an der Person. Wenn ich sage, dass mir Deine Farbwahl
oder Dein Schreibstil nicht gefällt [aus subjektiver
Empfindung heraus], dann meine ich nicht, dass Du
mir nicht gefällst. Und wenn ich sage, dass
ich Dein Werk einfach Spitzenklasse finde, heißt
das noch lange nicht, dass ich Dich auch Spitzenklasse
finden. Persönliche Meinungen über den
Menschen, der hinter dem Werk steht, müssen
IMMER außen vorgelassen werden.
Kritik
geben
Da ich ja ein Rollenspielforum leite und unsere
User sich mit ihrem Charakterbogen bewerben müssen
- und *lufthol* wir mehr oder minder sehr, sehr
harte Regelsätze haben, an die sich gehalten
werden muss und die nicht verbogen werden, ist es
wichtig Kritik richtig geben zu können. Ebenfalls
bei meiner Awardvergabe habe ich sehr schnell gelernt,
wie der beste Weg ist.
Man trifft immer wieder auf Leute,
die absolut nicht kritikfähig sind und dies
auch lautstark und oftmals sehr aggressiv [aus der
"Beleidigung" heraus] rechtfertigen und
äußern, teils auch beschimpfen. Alles
schon vorgekommen. Aber wenn die Kritik, die gegeben
wurde, konstruktiv und freundlich war, dann hat
der Kritiker sich nichts vorzuwerfen und sollte
dann auf seinen Gegenüber einfach verzichten
und diese Situation nicht an sich ran lassen. Damit
muss man rechnen, aber bitte.. wenn jemand nach
Kritik fragt, dann ist das für mich auch die
Erlaubnis Kritik zu geben.
Kritik sollte man versuchen objektiv
zu geben. Das geht natürlich je nach Thema
selten bis gar nicht, aber da tut man sich dann
auch keinen Abbruch. Es ist wichtig, Kritik immer
freundlich zu geben und zu erklären, warum
man etwas so und so sieht. Wenn man einräumt,
dass es die eigene Meinung ist, dann ist das sicherlich
kein Nachteil, weil man dem anderen einräumt
auch einfach eine andere zu haben. Viele Kritiker
geben einem aber das Gefühl, dass nur ihre
Meinung die richtige ist und dass das nicht gut
ankommt, dürften wir alle nachvollziehen können.
Des weiteren ist es IMMER ratsam
eine [erste] eher negative Kritik auch mit einer
positiven zu kombinieren, denn wenn man zeigt, dass
man nicht nur eine Schadensauflistung macht, dann
kann die Kritik vom Gegenüber auch viel besser
angenommen werden. Denn es ist richtig, dass man
einfach nicht nur die Diskrepanzen hören mag,
sondern auch ein Lob genießen möchte,
das ehrlich ist. Beides in der Kombination ist wichtig.
Ich benutze hier die Begriffe "negativ"
und "positiv" übrigens zur einfacheren
Verdeutlichung. Wie oben schon erwähnt, kann
eine konstruktive Kritik gleich welcher Art, nie
negativ sein.
In diesem Sinne,
aBraXaS
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