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Ku-Klux-Klan -]
1865
wurde in Tennessee der Ku Klux Klan als Geheimbund
organisiert. Unter weissen Kapuzen verhüllt,
verübten die Mitglieder des Ku Klux Klan
grauenvolle Massaker gegen Farbige sowie Attentate
auf republikanische Politiker, die sich für
die Umsetzung der Anti-Sklaverei-Gesetze in
den Südstaaten einsetzten. Der Ku Klux
Klan breitete sich immer mehr aus und war
bis 1870 in allen Bundesstaaten mit mehr als
500 000 Mitgliedern vertreten.
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Die rassistische Terrororganisation wütete
am verheerendsten in South Carolina und Kentucky.
1882 wurde der Klan für verfassungswidrig erklärt
und er konnte unter Einsatz des Militärs zurückgedrängt
werden.
Zu
einer Neugründung kam es während des Ersten
Weltkrieges in Atlanta, Georgia. Ziel der Aktionen
waren nunmehr auch Intellektuelle und Gewerkschaftsvertreter.
1920 soll der Klan mehr als vier Millionen Mitglieder
gezählt haben. In den 60er Jahren erregte der
Klan weltweit Aufsehen durch seine brutalen Aktionen
gegen Mitglieder der schwarzen Bürgerrechtsbewegung.
1989 sollen dem Klan noch 6500 Mitglieder angehört
haben.
In den 90er Jahren kommt es wieder in den Südstaaten
zu Angriffen auf die schwarze Bevölkerung.
Die Terroristen entstammen alle dem näheren
Umfeld des Klans. Querverbindungen gibt es zur rassistischen
"Church of the Creator" und zur "W.A.R.
- White Aryan Resistance" (Weisser Arischer
Widerstand). Ziel ist oftmals die in Kirchen zum
Gottesdienst versammelte Gemeinde. Mehrere geplante
Mordanschläge können durch die US-amerikanischen
Behörden verhindert werden.
Auf
den Todeslisten finden sich die Namen von Bürgerrechtlern,
dem ehemaligen farbigen Bürgermeister von Los
Angeles, Louis Farrakhan sowie Rabbiner und jüdische
Funktionäre. Bei Hausdurchsuchungen werden
Waffen sichergestellt, darunter auch Maschinengewehre,
Hakenkreuzfahnen, Hitler-Bilder und eine Fülle
nationalsozialistischen Propagandamaterials.
Die terroristischen Gruppen unterhalten
schon lange Kontakte auch ins Ausland. So unternahm
Manfred Roeder, Leiter der "Deutschen Bürgerinitiative",
bereits bereits im August und September 1976 auf
Einladung des Ku-Klux-Klan eine Reise in die USA,
um dort seine Kontakte zu Gleichgesinnten zu vertiefen.
Das FBI informierte die deutschen Behörden
auch über ein Treffen von amerikanischen und
deutschen Neonazis aus dem Klan-Umfeld, das Anfang
der 90er Jahre in der Nähe von Köln stattgefunden
haben soll. Rechtsextreme Skinheads, insbesondere
aus der Blood & Honour-Bewegung, berufen sich
auf das rassistische Gedankengut des Ku Klux Klan.
Der mehrfache Mörder Kay Diesner bekannte sich
ebenfalls zum Ku Klux Klan.
Carsten Szczepanski, der derzeit
selbst seine achtjährige Haftstrafe in der
Justizvollzugsanstalt Brandenburg wegen versuchten
Mordes an einem Nigerianer absitzt, ist der selbsternannte
Führer der "White Knights of the Ku Klux
Klan/Germany". Szczepanski wird von der Hilfsorganisation
für nationale politische Gefangene" (HNG)
als "politischer Gefangener" betreut.
Der Führer der "White Knights of the Ku
Klux Klan" in den Vereinigten Staaten ist Dennis
Mahon, mit dem Szczepanski das spektakuläre
Anzünden eines KKK-Kreuzes in der Nähe
von Königs Wusterhausen veranstaltete. Szczepanski
rief in dem Organ der Neonazi-Skins mit dem Namen
"United Skins" auch zur Solidarität
mit dem Polizistenmörder Kay Diesner auf.
Zwei
Jugendliche wurden im Juni 1993 wegen Brandanschlägen
unter anderem auf das Haus einer afghanischen Familie
im Jahre 1992 durch das Amtsgericht Hamburg-Norderstedt
verurteilt. Ganz im Stile des Ku Klux Klan hatten
sie vor die Häuser ausländischer Mitbürger
brennende Holzkreuze und rassistische Klan-Parolen
aufgestellt. Die Anhängerschar des deutschen
Ablegers des Ku Klux Klan ist zwar von der Zahl
her sehr gering, jedoch besteht wegen der großen
Gewaltbereitschaft dieser Personengruppe durchaus
Anlass für die ständige Beobachtung durch
die Behörden.
Text:
Informationsdienst
gegen Rechtsextremismus
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