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Vampir -]
ACHTUNG:
Dieser Text ist für unter 18-jährige nicht
geeignet, da er aus einem NC17-Forum stammt!!
Die
ist ein Auszug aus Noctivagus - aus einer Szene
von Milana und Eden - in der Milana Eden zum Vampir
macht. Gedachtes ist kursiv geschrieben, Gesprochenes
fett, so wie es in diesem Forum üblich ist.
Da diese Texte von Neve und mir zusammengeschrieben
wurden - also rollenspieltechnisch - ist es möglich,
dass Stellen sich wiederholen, weil die eine noch
auf das Geschriebene der anderen eingeht. Das Copyright
liegt allein bei uns und wird nicht übertragen!
Da der Text sich über 46 Word-Seiten erstreckt,
sind immer wieder Anker nach oben zu finden.
Die Blutstaufe
Er
hatte sich umbesonnen und war auf seine Maschine
gestiegen und dem Van gefolgt, der vom Parkplatz
der Discothek gefahren war. Fast hätte er sie
verloren, doch sie hatte einen Beinahezusammenstoss
mit einer Katze. Eric überlegte sich, ob er
sie schon dort auf der Strasse zur Rede stellen
sollte, doch es war zu riskant, denn was hiess hier
"zur Rede stellen", er wollte, was sie
ihm verwehrt hatte und vor allem wollte er seinen
verletzten Stolz revangieren.
Nach
kurzer Zeit war sie weitergefahren und in ein Wohnviertel
eingebogen. Unter seinem Helm und dem Fahrtwind
um sich herum, konnte er nicht hören, wie laut
ihre Musik war und was sie hörte. Es wäre
ihm auch gleichgültig gewesen. Sie hatte ihn
scheinbar nicht entdeckt, denn ihr Fahrverhalten
glich dem, das sie hatte, als sie vom Parkplatz
losgefahren war. Auch konnte er nicht erkennen,
dass sie in den Rückspiegel geschaut hätte,
wie auch, er war soweit von ihr entfernt, dass er
diesen in der Dunkelheit sowieso nicht gesehen hätte.
Sie
hielt nach kurzer Wegzeit vor einem Haus mit südamerikanischem
Flair und stellte die Lichter des schwarzen Wagens
ab. Eric war ohnehin ohne Licht gefahren, weil er
nicht von ihr entdeckt werden wollte. Er hielt die
Maschine im Schatten ein Stück hinter ihr und
stellte sie rasch ab, stieg von ihr und verstaute
den Helm lautlos auf dem Sitz. Ich hätte
wahrlich nicht leise sein müssen. Die Lautstärke
ihrer Anlage weckt noch alle Nachbarn auf..,
ärgerlich sah er zu den Fenstern der benachbarten
Häuser, doch es regte sich nichts. "Stell
diese verdammte Musik leiser, Du dumme Gans",
sprach er leise vor sich hin als er sich im Schatten
der Mauer rechts von ihm langsam auf ihren Van zu
bewegte und als ob sie ihn gehört hätte,
verstummte das Lied und er hörte wie die Fahrertür
geöffnet wurde. Dann sah er, wie diese einmalig
schöne Frau aus dem Wagen stieg, die mit einem
dumpfen Geräusch ins Schloss fliel und sie
die Zentralverriegelung aktivierte, die die Türen
mit einem leisen Klicken schlossen.
Sie
kramte in ihrer Tasche wohl nach dem Hausschlüssel,
denn sie sah nicht auf und hatte ihn wohl auch nicht
bemerkt, denn sie sah gleichwohl auch nicht in seine
Richtung. Mit leisen, grossen Schritten lief er
hinter sie, als sie den gefundenen Schlüssel
ins Haustürschloss schieben wollte.
"Hast Du nicht was vergessen?",
mit einem festen Griff am Oberarm drehte er sie
zu sich um und drückte sie gegen die Haustür,
sein Unterarm drückte ihren Kopf am Hals fest
an die Tür und er sah sie aus bösen Augen
an..
Eden
schluckte, sie hatte sich so sehr erschrocken, dass
sie jetzt die Luft, die sie eingesogen hatte in
ihren Lungen fühlte, sie aber kaum ausatmen
konnte, weil ihr die Kehle fast zugedrückt
wurde. Ihr Herz raste und sie blickte in wütende
Augen, in Augen, die so stahlblau waren, wie sie
kaum einmal zuvor erblickt hatte.. Der Kerl
aus der Discothek!, schoss es Eden erschrocken
durch den Kopf und sie brachte kein Wort über
ihre zitternden Lippen, doch wohl eher auch, weil
sie kaum atmen konnte, was der Typ alsbald merkte
und den Druck um wenige Bar verminderte, doch zumindest
um soviel, dass Eden wieder sprechen konnte und
vor allem ausatmen, doch er liess ihr kaum eine
Chance sich überhaupt sonst zu bewegen und
als sie etwas sagen wollte, unterbrach er sie, in
dem er sie noch einmal heftig gegen die Tür
drückte und ihr zuzischte "Überleg
Dir gut was Du sagen willst, Mädchen. Du hast
mich bloßgestellt, überleg Dir ob Du
mir freiwillig gibst, was Du mir vormachtest oder
ob ich es mir einfach nehme"
Eden
blickte ihn an, hasserfüllt in diese Augen,
die gar nicht mehr so schön strahlten, wie
es ihr geschienen hatte. Es war wie das blasse Blaugrau
ihres Stiefvaters. Ausdruckslos und voller Ekel
starrte sie hinein. Sie wusste nicht, was sie tun
sollte. Sie wollte ihm auf keinen Fall irgendeine
Erlaubnis geben, für nichts.. egal was passieren
mochte, sie würde sich bis zuletzt wehren und
sie wusste, viele Chancen hatte sie nicht gegen
ihn. Er war fast anderthalb Köpfe grösser
als sie und hatte Kraft. Ausserdem drängte
er seinen Körper so fest an ihren, dass sie
nicht einmal ihre Arme oder Beine als Waffe hätte
verwenden können, gesetz den Fall, sie hätten
überhaupt etwas an Schaden bei ihm angerichtet..
Einzig die Möglichkeit einer Sekunde seiner
Unaufmerksamkeit konnte ihr helfen..
Edens
Herz raste, sie spürte ihren Puls in den Schläfen
und die Halsschlagader gegen seinen Unterarm pochen,
doch ihr Blick hätte töten können..
"Fick Dich selbst, Du verdammtes Arschloch!"
presste sie ihre Worte heraus und er drückte
sie wieder wütend und noch heftiger als zuvor
mit einem Ruck gegen die Haustür, so dass ein
schmerzerfüllter Schrei in ihrem Hals stecken
blieb und sie für einen reflexartigen Augenblick
die Augen schliessen musste und die Zähne aufeinander
biss.
»
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Milana
hatte sehr bald einen Weg von den Strassen der Innenstadt
gefunden und fuhr nun durch ein ansehnliches Wohnviertel.
Langsam und aufmerksam lenkte sie den Wagen durch
die Strassen und saugte alles in sich auf, was sie
erblicken konnte. Fast hätte man meinen können
ein Lächeln über ihre Lippen huschen zu
sehen, denn das was sie hier sah, gefiel ihr wirklich.
In keinem der Häuser brannte Licht und sie
wagte nicht darüber zu spekulieren, ob sie
hier eine geeignete Stelle finden würde, an
dem sie noch ein menschliches Leben finden und nehmen
konnte. Aber kaum hatte sie diesen Gedanken zuende
gedacht, stockte ihr fast der Atem.
Eden?!,
schoss es ihr durch den Kopf, als sie fest der Überzeugung
war, ihre Aura zu fühlen... Spinne ich?
Hier? Keine Suche?, dachte sie, als sie bemerkte,
dass mit ihrer Aura etwas nicht stimmte. Eden hatte
Angst.
Milana fuhr - mit einem Gefühlstornado in ihrem
Herzen - ihren Benz an den Strassenrand und stellte
den Motor ab, so dass auch die Musik verstummte.
Der Hass in ihr, gemischt mit der Verzweiflung,
dem Wunsch nach Erklärung und auch Rachegedanken,
schlugen ihr hart gegen die Brust. Jetzt brauchte
sie also nicht mehr auf die Suche gehen. Eden war
anscheinend hier in Venedic/ USA gewesen oder war
sie gerade erst angekommen? Was passierte mit ihr?
Interessierte Milana das? Ja, sehr wohl. Es lag
an ihr, Eden Angst zu machen und an niemand anderem.
Sie spürte die Wut in sich, grenzenlose Wut.
Sie
stieg aus und sah sich um, jedoch entdeckte sie
niemanden. Sie konzentrierte sich auf Edens Aura,
fühlte noch einen Menschen... einen hasserfüllten,
von Zaks Aura weit und breit nichts.
Was geht hier vor?, dachte sie, als sie
auf die kleine Abbiegung vor ihr zuging und fühlte,
wie Edens Aura immer stärker wurde. Kann
dieser Zak mittlerweile seine Aura unterdrücken?
Aber wieso hat Eden dann solch eine Angst? Wenn
er tatsächlich bei ihr wäre, würde
er sie schützen... hmm... oh Eden, wenn Du
wüsstest... jetzt brauche ich Dich erst gar
nicht zu suchen. Du hast Dich einfach so finden
lassen..., den letzten Gedanken begleiteten
kalte und zynische Gesichtszüge.
Die
anfängliche Perplextheit darüber, dass
sie hier eigentlich etwas ganz anderes gesucht hatte,
war wie verflogen. Nun zählte nur noch Eden.
Eden und sie.
Die Vampiress beschleunigte ihren Schritt und mit
jedem wurde die Aura stärker. Sie bog um die
Ecke, wo sie abrupt stehen blieb.
Sie erblickte Eden, wie sie von einem Kerl, der
knapp eineinhalb Kopfe grösser war als sie,
hart gegen eine Haustüre gedrückt wurde.
Keine Möglichkeit für sie, sich zu bewegen
oder zu wehren. Milana entdeckte zudem noch den
schwarzen Van, indem sie mit Zak durch die Lande
gezogen war und sie erinnerte sich abermals an London.
An die Nacht vor ihrem Schloss und sie presste für
einen Moment fest ihre Augenlider aufeinander in
dieser schmerzlichen Erinnerung.
Sie
verfluchte sich innerlich für diesen erneuten
Schwächeanfall, wurde jedoch dann von Edens
Stimme aus ihren Gedanken gerissen. „Fick
Dich selbst, Du verdammtes Arschloch!“, presste
Eden sichtlich mühsam heraus und dem Kerl entgegen,
der sie darauf mit heftigem Ruck noch fester gegen
die Türe drückte und Eden schloss mit
schmerzerfülltem Gesicht die Augen.
Bist Du dieses Mal zu weit gegangen, Eden? Zu
weit, ja? So weit, dass Du jetzt schon um Dein Leben
bangen musst bei einem Menschen?, Milana überlegte
einen Augenblick lang, ob sie dem Kerl noch einen
Moment Zeit geben sollte. Jedoch fiel ihre Entscheidung
fast noch im selben Augenblick.
Nein! Keine Frau hatte es verdient in eine solche
Situation zu kommen, egal was sie auch getan haben
mochte. Soviel war klar. Der Hass in ihr verstärkte
sich. Das war das Erniedrigendste, das einem als
Frau passieren konnte. Den Schmerz, den Milana bei
dem Anblick tief in sich spürte, ignorierte
sie.
Mit
leisen und schnellen Schritten stand sie Sekunden
später hinter dem Kerl. Mit verschwommener
Aura, Hände in den Manteltaschen und versperrtem
Blick auf Eden stand sie unbemerkt hinter seinem
Rücken. Dieser Kerl hatte nicht das Recht dazu
Eden in eine solche Situation zu bringen, ihr Angst
zu machen... er hatte überhaupt kein Recht
zu irgendetwas. Eden gehörte ihr. Ein eisiger
Blick brannte sich in den Rücken dieses Widerlings
und mit barschem Tonfall bedeutete sie ihm: "Nimm
Deine Hände von ihr!" Der Ton
war unmissverständlich, jedoch würde er
sich in seiner momentanen Rage wohl kaum von einer
Frau und seinem Vorhaben abbringen lassen.
Als
Eden die Augen wieder öffnete standen Tränen
darin, weil sie kaum noch Luft bekam, doch sie sah
aus den Augenwinkeln wie sich ihnen jemand näherte.
Ihr Blick wanderte fast unbemerkt an seiner Schulter
vorbei und ihr stockte der Atem, ihre Pupillen weiteten
sich, als sie die edle, schlanke Statur mit dem
bodenlangen, schwarzen Mantel erkannte.. und weitere
Tränen füllten sich in ihren dunklen Augen..
Tränen des Schmerzes, der Sehnsucht, der Hoffnung,
der Erinnerung, des Vermissens, der Liebe.. jedes
nur erdenkliche Gefühl, welches sie im vergangenen
Jahr gefühlt hatte.. Tränen der Erleichterung
und des Erstaunens, der Wiedersehensfreude und auch
des Gefühls, dass ihr jetzt nichts mehr passieren
würde.. Milana!, mehr Gedanken waren
nicht möglich..
Rasch
blickte Eden den Kerl wieder an, der sich am Schlüssel
zu schaffen machen wollte, der in der Haustüre
steckte. Die Tür sprang in dem Augenblick auf
als Milana ihm in unmissverständlich hartem
Ton sagte, dass er die Hände von Eden zu nehmen
hatte. Eden stolperte rückwärts und der
Kerl schrak zusammen. Er hatte nicht bemerkt, wie
Milana hinter ihn getreten war und war im selben
Augenblick nicht darauf gefasst gewesen, dass die
Türe aufsprang, wenn er den Schlüssel
drehte, doch Eden hatte eine Hand hinter ihrem Rücken
gehabt und die Klinke hinuntergedrückt, als
er mit dem Aufschliessen beschäftigt gewesen
war.
Eden
fiel und versuchte sich im Fall umzudrehen, um auf
ihren Handflächen landen zu können, doch
sie kam hart auf ihrer Schulter auf und ein schmerzverzerrtes
Stöhnen entrann ihrer Kehle, die ihr endlich
wieder Luft zum Atmen gab. Sie atmete tief und schwer
und schob sich schnell ein Stück zurück,
da der Kerl strauchelte. Jedoch konnte er sich am
Türrahmen halten und wandt sich gleichzeitig
blitzschnell zu Milanas Stimme um.
"Du kannst gleich mitmachen. Das wird
noch besser, als ich dachte..", er
dachte schnell und hatte sich ebenso schnell von
seinem Erschrecken erholt, gleichwohl wie er auch
reagierte, denn wie ein Blitz schnellte seine grosse,
starke Hand vor und wollte Milana am Oberarm greifen,
um sie mit ins Haus zu ziehen und zu Eden zu schubsen...
»
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Ihre
Reaktion auf diesen Angriff folgte schnell und unverzüglich.
Sie schnellte seiner Hand entgegen und umgriff sie
fest mit ihrer. Dann drückte sie die Seine
so fest zusammen, dass sie ihn in die Knie zwang
und er unter dem Schmerz leicht winselte. "DU...
fasst MICH nicht an!", zischte die
Vampiress ihm böse zu und packte ihn mit der
anderen Hand am Hinterkopf, wo sie seine Haare packte
und ihn nun zwang wieder aufzustehen.
"Komm, wir machen einen kleinen Spaziergang."
sagte sie hart und eindeutig, während
sie seinen Arm auf seinen Rücken drehte. Milana
hatte gesehen, dass es neben dem Haus in eine kleine
dunkle Gasse zu gehen schien und dorthin machte
sie sich nun mit dem Drecksschwein auf den Weg.
Er wagte nicht mehr, sich zu regen und nun war es
an ihm Angst zu haben, was seine weit aufgerissenen
Augen verrieten.
Milana hatte sie ihn so fest im Griff, dass er nicht
wagte sich zu bewegen, denn jegliche Bewegung hätten
ihm weitere Schmerzen gebracht. Auch hatte er anscheinend
seine Sprache verloren, denn er schwieg, was nur
gut war. Milana wandt sich am Ende des Vorhofes
noch einmal um und blickte Eden mit gleichem eiskalten
Blick in die Augen. Zu Dir kommen wir gleich...
und versuche nicht wegzulaufen, ich werde Dich finden.
Dann verschwand sie mit ihm in der Seitenstrasse.
Eden
beobachtete die Szenerie, die sich ihr bot und rappelte
sich, ohne die beiden aus den Augen zu lassen, auf.
Ihr Arm schmerzte und sie spürte noch immer
die Druckstelle an ihrem Hals, die ihr das Gefühl
gaben, sein Unterarm läge noch immer an selbiger
Stelle. Der Kerl hatte keine Chance und als Eden
wieder aufrecht stand und etwas sagen, ihre Hilfe
anbieten oder einfach ratlos dastehen wollte, weil
sie nichts besseres wusste, war Milana schon mit
ihm auf dem Weg vom Haus weg. Eden wusste, dass
er nicht mehr lebend zurückkommen würde,
doch würde Milana zurückkommen? Nocheinmal
verliere ich Dich nicht...! , dachte sie entschlossen.
Eden erzitterte ein weiteres Mal bei diesem Gedanken
und stellte sich wieder aufrecht, um den Zettel
von der Tür zu nehmen, den sie Zak geschrieben
hatte. Er war also nicht da gewesen. Dann wandt
sich Eden wieder zur Strasse, hielt ihre Tasche
und nestelte sie zu, während sie nach Milana
Ausschau hielt..
Milana
hatte nicht lange gefackelt in der Seitenstrasse.
Sie hatte ihn einfach gegen die Wand des Hauses
gedrückt, ihre Hand an seinen Kehlkopf gelegt
und ihn mit ihrem eiskalten Blick durchdrungen.
Er wagte immer noch nicht sich zu bewegen, jedoch
achtete er nicht auf seine Gedanken und somit waren
sie frei lesbar für Milana. Es war nur ein
Wirrwarr, das da in seinem Kopf umherflog, aber
es reichte, um Milana ein siegessicheres Schmunzeln
auf die Lippen zu zaubern. Unterschätzt...
Scheisse... Was hat sie vor... Verdammt noch mal...
Was passiert jetzt... Das ist ein verdammtes Weib...
Schwächling, Weichei..." Richtig,
Schwächling trifft es perfekt.",
antwortete Milana ihm. "Ein Gentleman
und wirklicher Mann hat es nicht nötig, sich
derart an Frauen zu vergehen."
Er
zuckte zusammen, als hätte sie mit einem Messer
weit ausgeholt, um ihm es in die Brust zu rammen.
"Was?", brachte er nur
flüsternd über die Lippen. Hatte sie soeben
seine Gedanken aufgegriffen und ihm auf eine nicht
vorhandene Frage geantwortet? "Was
hast Du vor?", fragte er mit zittriger
Stimme und Milana sah vor ihrem inneren Auge, wie
er Eden so an die Türe gedrückt hatte
und ihr mit seinem Unterarm die Luft zum Atmen erschwert
hatte. Sie antwortete ihm nicht, sondern drückte
nur schweigend seine Kehle etwas fester zusammen.
Milana achtete nicht weiter darauf, dass er versuchte
nach Luft zu ringen. Nie wieder würde er einer
Frau etwas antun... nie mehr würde er auch
nur in die Versuchung kommen. Der Hass und die Leere
in ihr liessen sie noch fester zudrücken. Sie
ekelte sich vor diesem Typen und erinnerte sich
an damals, als Draco sie dazu bringen wollte, ihn
oral zu befriedigen. Sie dachte daran, was er mit
Eden noch alles hätte anstellen können,
wenn sie nicht in dieses Wohnviertel gefahren wäre
und Eden gespürt hätte.
Man
hörte nur noch einen leises Knacken, bevor
der Kerl in sich zusammensackte und zu Boden sank.
Milana sah mit ausdruckslosen Augen gegen die Wand.
Nein, vielmehr schien sie hindurch zusehen, bevor
sie sich umwandt und wieder zum Haus ging, wo sie
Eden einfach hatte stehen lassen. Jetzt war sie
an der Reihe...
Bevor sie um die Ecke ging, blieb sie jedoch stehen.
Sie legte ihre offene Handfläche an die Mauer
des Hauses, in dem Eden war und... sie spürte
erneut den Schmerz, den sie immer und immer wieder
verdrängt hatte. Sie schloss ihre Augen und
besann sich darauf, was Eden getan hatte. Wie sie
mit Milana gespielt hatte und wie alles geendet
war. Sie biss sich hart auf die Unterlippe, öffnete
wieder ihre Augen und bog dann um die Ecke. Sie
war gespannt, was Eden tun, sagen und vor allem
wie sie reagieren würde...
Milana
kam auf Eden zu und dieser fiel ein Stein vom Herzen.
Auch wenn ihr Gefühl sagte, sie würde
wieder kommen, so war sie dennoch froh, als sie
Milana tatsächlich zurückkommen sah. Eden
versuchte Milanas kalten Blick von vorhin auf die
gesamte Situation zu beziehen und glücklich
lächelte sie Milana an und ging ihr entgegen,
doch Milanas Blick war noch immer hart und ohne
Gefühl. Eden schluckte schwer, was noch immer
etwas schmerzte und ihre Hand fühlte kurz ihren
Hals entlang, um die brennenden Stellen zu beruhigen.
"Milana...",
als sie vor ihr stand, konnte sie kaum mehr anders,
aber sie hielt sich zurück, ihr einfach um
den Hals zu fallen und sie zu umarmen. Milanas Blick
hielt sie davon ab und dennoch war deutlich aus
Edens Stimme herauszuhören, wie viel Gefühl
in ihr war und was sie empfand und die ganze Zeit
bis zu ihrem Wiedersehen empfunden hatte. "Ich..
ich weiss nicht, was ich sagen soll.. Ich habe mir
ein Wiedersehen immer anders vorgestellt..",
brachte sie leise und fast zerbrechlich heraus.
Milana hatte es schon immer geschafft, Eden leicht
einzuschüchtern. Zu sehr vergötterte sie
dieses wundervolle Wesen, das so schwer mit Gefühlen
umgehen konnte.
Eden
öffnete die Lippen, wollte etwas sagen, wollte
mit einem dieser vielen Themen beginnen, doch sie
schloss sie wieder.. sie wusste einfach nicht, wo..
wo sie anfangen sollte, was wichtig war, was Milana
hören wollte und was nicht.. sie war verwirrt
und stand einfach nur vor ihr, sah sie mit ihrem
warmen Blick an und wartete.. wartete, dass Milana
diesen ersten Schritt tat, damit Eden darauf eingehen
und reagieren konnte. Sie war einfach überfordert..
mit dieser ganzen Situation und der davor einfach
nur überfordert...
»
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"Ist
das Dein Haus?", fragte Milana knapp.
Ihre Hände in den Manteltaschen versunken,
ihre Haltung aufrecht und selbstbewusst. Eden war
noch mehr irritiert. Milanas Blick war abschätzend..
ja das war das richtige Wort.. abschätzend
und kalt und Eden fühlte sich bloßgestellt
und unsicher. Fast stolz sah sie Milana an.. "Ja..
es ist meines.. ich habe es mir vor ein paar Tagen
gekauft..", Eden hätte jetzt
gern tausend schöne Sachen von diesem Haus
erzählt, doch es war nicht die richtige Situation
und das Gefühl, welches Milana ihr vermittelte,
war gleichbedeutend mit einem "Es wird niemals
solch eine Situation geben.." Edens Blick wurde
traurig bei diesem Gedanken, doch sie versuchte
es zu überspielen und lies den Blick nicht
von Milanas ebenmässigem Gesicht, welches so
wunderschön war wie eh und je. Sie hatte sich
nicht verändert, überhaupt nicht und Eden
erhaschte durch einen Lufthauch etwas von Milanas
Patchouli. Sie trug es also noch immer. Edens Herz
erwärmte sich und doch fühlte sie sich
nicht wohl in ihrer Haut. Es war so eigenartig,
dieses wundervolle Wesen, welches sie so abgöttisch
liebte, vor sich stehen zu sehen und sie dennoch
so weit entfernt von sich zu fühlen.
"Möchtest
Du mit hinein kommen? Ich.. vielleicht.. vielleicht
können wir reden?", stockte es
aus Eden heraus. Sie war vorsichtig mit ihren Worten,
wie sie es mit einem rohen Ei in der Hand gewesen
wäre. Sie wollte nichts falsches sagen und
Milana wieder vertreiben, wo sie doch nicht einmal
wusste, was mit ihr los war.. ob sie einfach mit
ihren Gefühlen nicht zurecht kam oder ob es
etwas anderes gab. Edens Blick blieb einige Sekunden
auf Milanas Lippen hängen, die sie einst hatte
mit ihren berühren dürfen, doch sie verdrängte
den sehnsüchtigen Gedanken daran und blickte
ihr wieder in die Augen, um auf ihre Antwort zu
warten.
Vor
einigen Tagen also... dann bist Du wohl noch nicht
lange in der Stadt. Wieso Venedic? Haben Du und
Zak die Suche aufgegeben? Hat Draco sich andere
Laufburschen gesucht?, Milana wollte so gerne
wissen, was in Eden vorging und was sie gerade dachte.
Wie sie sich fühlte, jetzt da Milana ihr einfach
so gegenüberstand. So ohne jegliche Vorwarnung
einfach nur da war. Wo war dieser Zak überhaupt?
War er auch hier in der Stadt? Die beiden hatten
ziemlich unzertrennlich ausgesehen, als sie gemeinsam
auf der Suche nach ihr waren. Wenn er auch hier
war, war er in der Nähe? Würde er in der
nächsten Zeit vorbeikommen? Milana sah ihr
tief in die Augen, während sie sprach und Edens
Blick wurde mit einem Mal traurig. Was soll
mir dieser Blick sagen? Willst Du, dass ich Mitleid
mit Dir bekomme? Ist das Deine neue Masche? Und...
ah, wir versuchen wohl nur anzudeuten und dann wieder
zu überspielen., dachte Milana, als sie
einen flüchtigen Blick auf den Van neben ihr
warf. Wut brodelte in ihr und sie kniff ihre Augen
leicht zusammen, als sie ihren nun berechnenden
Blick zurück an Eden richtete.
Ich
werde mit reinkommen, ja. Und Du wirst reden, denn
ich habe Fragen, Fragen, die du beantworten wirst.
Milana nutzte die Gelegenheit, das Eden für
einen Moment ihren Blick aus ihren Augen löste
und ihr wohl auf die Lippen sah. Milana ihrerseits
fielen diese wundervollen Augen wieder auf, die
so dunkel strahlten. Sie sah sehr sexy aus, wo auch
immer sie vorher gewesen war. Was auch immer sie
getan hatte, nicht nur Milana würde dies aufgefallen
sein. Sie musste darauf achten, dass sie sich nicht
in Gedanken verlor, die sie in ihrem Kopf nicht
haben wollte und die sie dort wohl nie wieder haben
wollte. Nein, sie würde sich nicht von ihrem
bezaubernden Wesen irritieren lassen. Eden hob ihren
Blick wieder an und Milana erwiderte diesen ohne
jegliche Reaktion von sich zu geben. "Nach
Dir!", sagte sie kühl und trat
einen Schritt auf Eden zu.
Milanas
tiefer Blick hatte Eden leicht erröten lassen.
Eden hätte sich fast in diesen nahezu schwarzen
Augen verloren, so tief konnte man in sie hineinsehen
und doch nichts herauslesen. Was denkst Du gerade..?
Doch Eden sprach ihre Frage nicht aus, denn
Milana warf einen flüchtigen Blick auf den
Van und Eden folgte diesem Blick und da dämmerte
es ihr langsam.. Eden zögerte kurz. Sie wollte
Milana gerne sagen, wie sie an diesen Wagen gekommen
waren und setzte zu Sprechen an, doch wieder schloss
sie die Lippen ohne ein Wort gesagt zu haben und
nickte.
Sie
wollte Milana alles in Ruhe erklären und nicht
zwischen Tür und Angel, nicht hier draussen,
wo zufällig jemand mithören könnte..
Mit einem Male hatte Eden eine Ahnung, warum Milana
so kalt war und sie hoffte, dass die Vampiress nicht
zu viele falsche Theorien aufgestellt hatte, denn
je mehr es waren, desto härter wurde es für
Eden, Milana zu erklären, was wirklich vorgefallen
war. Sie hoffte, dass Milana gedanklich nicht soweit
gegangen war, sie mit diesen Leuten in Verbindung
zu bringen, aber die Wahrscheinlichkeit war grösser,
als sie sich wohl vorstellen konnte und Eden war
sich darüber bewusst und zudem nun auf alles
gefasst...
»
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Eden
wusste nichts darüber, warum Milana gesucht
wurde von diesem Gemisch aus Menschen und Vampiren.
Sie hatten zwischen den Leichen, die Milana hinterlassen
hatte, nur einen Steckbrief gefunden, aus welchem
ersichtlich war, dass sie, aber nicht warum sie
gesucht wurde. Eden wandt sich um und ging in Richtung
Haus. Die Tür stand noch immer offen und sie
trat ein, fand einen Platz an der Seite dieser hölzernen
Türe und wartete darauf, dass Milana ihr folgte,
damit sie sie hinter ihr schliessen konnte.
Milana
blickte Eden hinterher, wie sie zum Haus ging und
folgte ihr dann, nicht ohne sich selbst dabei zu
erwischen, wie sie an ihr heruntersah. Hitze wollte
in ihr aufsteigen und Milana scholt sich in Gedanken
dafür und ärgerte sich wieder einmal über
sich. Wieso hatte Eden nur eine solche Wirkung auf
sie? Nach allem was geschehen war... immer noch...
Die Vampiress schüttelte leicht ungläubig
über sich selbst den Kopf, als Eden sich neben
der Türe umwandt und in ihre Richtung sah.
Ohne sie anzusehen schritt sie durch die Türe,
warf einen flüchtigen Blick in den Raum, unterdrückte
die aufkommende Bewunderung für das schöne
Aussehen und drehte sich wieder zu Eden um.
So,
was jetzt, Eden? Wie willst Du Dir dieses Mal mein
Vertrauen erschleichen? Denkst Du, Du musst es vielleicht
nicht gewinnen? "Du willst mir
doch sicher Dein Haus zeigen. Ich habe den Stolz
in Deiner Stimme vorhin nicht überhört,
als Du mir gesagt hast, dass Du es vor ein paar
Tagen gekauft hast." Milana schmunzelte
nun ein wenig. Sie war gespannt auf Edens Reaktion.
Für Milana war es jedoch ein anderer Hintergrund,
wieso sie das Haus sehen wollte. Sie musste sich
orientieren können...
Eden
folgte jeder Bewegung Milanas. Sie nahm sie in sich
auf wie ein Aphrodisiakum und musste sich zusammenreissen
und nicht zu offen zu zeigen, wie sehr Milana sie
anzog. Mit einem Schmunzeln fragte sie nach einem
Rundgang des Hauses und Eden bekam ein bisschen
ihr Wohlgefühl wieder, als sie Milanas Schmunzeln
sah, welches ihre Mundwinkel umgab, ohne jedoch
ihre hübschen Grübchen, die sie hatte
einmal sehen dürfen, preiszugeben. Jedoch war
Eden erleichtert, dass Milana mehr sprach als nur
zwei oder drei zusammenhängende Worte. Eden
war nicht überrascht über Milanas Aufmerksamkeit
und lächelte sie herzlich an.
"Ja,
ich bin stolz auf das kleine Anwesen, das muss ich
zugeben.", Eden schloss die Tür
und ging nach rechts zu dem kleinen Besucherraum,
den man durch die Rundbögen schon vom Vorplatz
aus sehen konnte. Dort legte sie ihre Tasche und
den Mantel auf den Sessel und zeigte Milana nacheinander
auch das Wohnzimmer hinter diesem Raum, zurück
beim Flur, das beachtenswerte Gästebad und
an der Treppe vorbei die Küche. Sie verzichtete
darauf, sich lange beim Courtyard aufzuhalten und
verlor nur einige wenige und doch recht gut zusammengefasste
Worte über das Gästehaus und den Garten.
Wieder zurück im Haus führte Eden Milana
die Treppe hinauf und liess sie das Ankleidezimmer
und die winzige Bibliothek begutachten. Daraufhin
folgte Milana ihr ins Schlafzimmer. "Hier
gibt es auch noch ein Bad und hinter diesem Vorhang",
Eden deutete auf einen blickdichten, Bordeauxfarbenen
Vorhang, welcher der Badezimmertür gegenüber
an der Wand lag "kommt man des weiteren
auf einen Balkon, aber die Aussicht ist Dir bekannt.
Wir standen eben auf dem Hof, den Du von hier aus
sehen könntest.", sie wandt sich
wieder Milana zu und sah sie freundlich an.
Es
ging Eden etwas besser. Sie hatte sich durch die
Bewegung und das Sprechen unbefangener gemacht und
etwas selbstbewusster. Jetzt jedoch, da nichts mehr
zu zeigen war und Eden auch nicht wusste, wohin
sie am besten gehen sollten, um zu sprechen, denn
dies würde unweigerlich wohl der nächste
Schritt sein, sah sie Milana einfach offen und fragend
ins Gesicht.. "Gibt es einen Ort in
diesem Haus, in dem Du Dich am ehesten mit mir unterhalten
möchtest? Gesetz.. gesetz den Fall, Du möchtest
es überhaupt.. was ich hoffe.." und
wieder kam die Unsicherheit in ihr hoch, kaum dass
sie dieses Thema ansprach, doch es musste angesprochen
werden, es gab auf beiden Seiten sicherlich eine
Menge Fragen, doch hauptsächlich wollte sie
Milana einfach erklären, dass sie nichts mit
diesen Leuten zu tun hatte, dessen Van sie nun besass..
Milana
war schweigend hinter ihr hergegangen und hatte
von Zeit zu Zeit einen Blick auf Edens wunderschönen
Rücken geworfen. Ihr schwarzes Kleid, welches
ihr oberhalb ihrer Knie endete und nur von hauchdünnen
Trägern auf den Schultern gehalten wurde, umspielte
ihre perfekte Figur wie Wasser. Ja, es sah aus,
als würde man schwarzes Wasser über sie
giessen. Die ebenfalls schwarzen 20-Loch-Stahlkappenstiefel
trug sie immer noch und diese zogen Milanas Blicke
immer und immer wieder an. Sie konnte machen, was
sie wollte... sie liess sich abermals von ihr verzaubern.
Ihr Vorhaben vergass sie allerdings dieses Mal nicht.
Es war einfach wieder eine gelungene Abwechslung
zu dem, was man sonst so umherwandeln sah. Die tiefe
Liebe, die sie Eden gegenüber empfand war keineswegs
vergangen, nein. Dies würde Milana aber niemals
jemandem eingestehen. Nicht jetzt. Nicht einmal
sich selbst.
Wieso
hatte sie diesen Raum als letztes gezeigt? Ob das
Absicht gewesen war? Was hatte Eden vor? Milana
kam es wie Ironie vor und sie erinnerte sich an
den Boden des Pavillons, den Milana versucht hatte
mit ihrem Mantel ein wenig weicher und wärmer
zu gestalten, bevor sie Eden auf diesen gedrückt
hatte. Erregung durchzuckte sie bei dem Gedanken
daran, doch schob sie diese Erinnerung schnell wieder
beiseite. Es ist verrückt... Du schaffst
es tatsächlich mich immer und immer wieder
ins Straucheln zu bringen. Was bist Du nur für
ein Wesen?, dachte sie, als Eden sich wieder
zu ihr drehte, sie freundlich ansah. Ohja und
wie ich will. Du hast mir einiges zu erklären,
Eden.
Als
sie ins Schlafzimmer gegangen waren, liefen sie
an Edens Bett vorbei und Milanas Blick blieb darauf
haften. Es war ungemacht und ein Buch lag darauf.
Milana hatte lesen können, dass es sich um
ein Tagebuch handelte und sie fragte sich, was sie
wohl alles dort hinein schrieb. Ob dort auch was
über sie und die Organisation stand... über
London?
»
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"Nun...
ein wirklich beeindruckendes Haus.",
sagte Milana und wandt sich an Eden, sah sie wieder
mit einem nichtssagenden, dennoch leicht abschätzenden
Blick an. "Und... wo wir einmal hier
sind, können wir auch hier bleiben."
Mit diesen Worten begab sie sich zum Bett und griff
nach der Kette mit dem Pentagramm, die auf dem Tagebuch
lag, hielt es hoch und öffnete ihre Handfläche,
auf dem sie den Anhänger zum Liegen brachte
und ihn sich ansah. "Mir ist unten
schon aufgefallen, dass Du eine neue Kette trägst
und ich fragte mich, wo dieses schöne Stück
geblieben ist. Die Antwort auf diese Frage habe
ich ja nun.", sprach sie weiter und
blickte kurz zu Eden herüber, bevor sie sich
zum Tagebuch wandt und auch dieses aufhob.
"Ich wusste gar nicht, dass Du Tagebuch
schreibst...", ihr Blick haftete auf
dem Einband. Sie senkte ihre Hände und sah
wieder zu Eden herüber. "Andererseits...
es gibt wohl einiges, dass ich nicht über Dich
weiss," was wir aber gleich ändern
werden, endete sie gedanklich, legte Tagebuch und
Kette auf den Nachttisch neben dem Bett und begab
sich, mit einem prüfenden Seitenblick zu Eden,
zum Fenster. Sie zog den Vorhang beiseite, verschränkte
die Arme auf dem Rücken und blickte zum Van,
der unten parkte. "Mach doch bitte
das Bett und setz Dich hin.", fügte
sie schliesslich noch hinzu. Ihrem Tonfall konnte
man entnehmen, dass es eine ernste Bitte war.
Wieder
einmal stellte Milana unter Beweis, dass ihre Aufmerksamkeit
und auch ihr Erinnerungsvermögen perfekt funktionierten,
als sie über Edens Anhänger sprach. Eden
dachte an den heutigen Nachmittag zurück und
auch an den alten Mann und seine Worte. Vor allem
aber auch daran, dass sie sich eines schwor, als
sie das Ankh auf ihrer Handfläche hielt und
es von der Sonne beglitzert betrachtet hatte. Wenn
sie ein Vampir würde, dann nur durch Milana
und der alte Mann wusste scheinbar Dinge, die sie
noch nicht gewusst hatte.. Milana war hier.. gerade
heute war sie hier her gekommen. War es wirklich
Zufall, dass sie die Kette mit dem Anhänger
ansprach? Zufälle gibt es nicht. Es ist,
wenn überhaupt, dann Schicksal.., wies
Eden sich selbst zurecht und blockierte somit auch
ihren weiteren Gedankenfluss. "Wir
wissen beide recht wenig voneinander..,
brachte Eden heraus.. Du weisst zumindest
mehr von mir, als ich es von Dir weiss."
schloss Eden ihren Satz noch weiter ab, ihr Tonfall
war jedoch freundlich und mit keinem Augenblick
provokativ, anklagend oder vorwerfend. Es war eine
reine Feststellung, dennoch biss sie sich auf die
Unterlippe, denn Missverständnisse passierten
schnell und gerade diese wollte Eden doch vermeiden.
Eden
schüttelte die Bettdecke auf und liess sie
sanft auf die Matratze sinken, ebenso lockerte sie
das benutzte von beiden Kopfkissen und faltete es
zusammen, klopfte zweimal darauf und setzte sich
ohne ein weiteres Wort zu sprechen auf die Bettkante,
schlug gekonnt langsam die Beine übereinander,
faltete die Hände auf den Knien und sah Milana
mit einem ernsten Blick entgegen. Ihre Haltung brachte
Eden Erinnerungen ein, die nicht träglich für
diese Situation waren, denn sie erregte und verwirrte
sie zugleich. Eden fühlte sich an das Londoner
Museum erinnert, in dem sie Milana zum ersten Mal
sah. Milana war so vor den Bildern gestanden und
hatte sie sich angesehen. Eden konnte sie noch genau
vor sich sehen. Auch dort hatte sie den Mantel mit
zwei Knöpfen geschlossen gehalten und die Arme
auf dem Rücken verschränkt. Es war eine
sehr reine, edle Haltung voller Stolz und Selbstbewusstsein.
Eden sprach sofort auf dieses Erscheinungsbild an.
Verwirrt war sie deshalb, weil Milana sie im Museum
fast gebissen und getötet hätte, wäre
Zak nicht dazwischen gekommen. Eden wurde mit einem
Male klar, dass sie gefährlich lebte, wenn
Milana ihr nach dem Leben trachtete. Ihr Blick aus
dem Fenster in Richtung des Vans liess weitere Zusammenhänge
für Eden klarer werden. Wollte sie Eden töten?
Aber warum? War sie so sehr überzeugt davon,
dass Eden zu diesem Clan gehörte, der aus Menschen
und Vampiren bestand und Milana, warum auch immer,
verfolgte?
Eden
verscheuchte ihre Vermutungen und wollte endlich
Gewissheit. Immer noch sah sie Milana an. Eden veränderte
ihre Position, liess die Beine übereinander
geschlagen und spielte leicht nervös mit ihren
Händen.
"Sag mir bitte, warum Du so.. so reserviert
auf mich reagierst.. Ich..", Eden
wusste nicht, ob sie beginnen sollte, doch sie hielt
es nicht aus, wollte nicht lange Drumherum reden,
sondern endlich loswerden, was sie belastete.. "..möchte
gerne Gewissheit über Deine Gedanken über
mich.." beendete sie vorsichtig ihren
Satz.. Hätte sie direkt vom Van begonnen, hätte
sie nicht mehr aufgehört zu erzählen und
wenn Milana wirklich glaubte, dass Eden zu diesem
eigenartigen Verfolgungskommando gehörte, dann
würde Milana nicht glauben, was sie ihr erzählte.
Wahrscheinlich hatte sie sowieso schon viel zu viel
gesagt. Sie wusste, wie Milana reagieren konnte,
wenn sie ihr zuvor kam oder ihr zu nahe trat mit
ihren Fragen oder Aussagen. Beim letzten Mal war
ihr Leben dabei in Gefahr gewesen. War es dies nun
auch?
»
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Milana
drehte nur leicht ihren Oberkörper nach rechts
und sah Eden mit leicht in Falten gelegter Stirn
kurz an, bevor sie ihren Blick wieder zum Van führte.
Eden hatte die Beine übereinander geschlagen
und Milana war zudem nicht entgangen, dass Eden
etwas nervös mit ihren Fingern spielte. Du
bist nervös, Eden. Und jetzt versuchst Du es
also von der anderen Seite. Du willst erst aushorchen
und dann Deine Antworten geben. So kannst Du zumindest
sicher gehen, dass Du nichts unüberlegtes vorwegnimmst,
nicht wahr?, dachte Milana, sprach aber etwas
anderes aus. "Ein schöner Van,
gefällt mir. Wirklich. Du hast einfach einen
guten Geschmack. Respekt." Der
war sicher nicht günstig, aber warte... Du
musstest ihn ja gar nicht zahlen. "Aber
um Deine Frage zu beantworten.", fuhr
sie fort, bevor sie kurz Inne hielt und unmerklich
Luft holte.
"Nun... es ist lange Zeit her, seit
wir uns das... letzte Mal gesehen haben. Es ist
viel passiert in dieser Zeit. Bei mir und auch bei
Dir. Wie sollte ich Deiner Meinung nach auf Dich
reagieren?", endete sie ihre Erklärung
mit einer Frage, ohne sich noch einmal zu ihr umzudrehen.
Edens
Vermutungen wurden bestätigt durch das scheinbar
dahingesagte Kompliment über den Van. Milana
war nicht dumm und Eden war es ebenso wenig. Es
stimmte sie traurig, dass sie wohl recht behielt
mit ihren Gedanken, doch sie hatte sich auch schon
im selben Augenblick entschlossen, was sie zu tun
gedachte. Ja, es ist wahrlich viel passiert.. und
auch wenn diese Tatsache logisch und vorauszusehen
war, so tat sie Eden weh. Es traf sie im Innersten
und so einfältig der Gedanke in diesem Augenblick
und in Anbetracht des Ernstes der Lage auch sein
mochte, sie fragte sich, ob es vielleicht jemand
anderen in Milanas Leben gab. Sie sprach diesen
schmerzlichen Gedanken nicht aus. Er war nicht Gegenstand
dieser Unterhaltung und wohl auch eher unwahrscheinlich
in der Antwort und dennoch tat der Gedanke weh.
Eden
versuchte ihn etwas zurückzustellen und konzentrierte
sich nun vollkommen auf Milana. "Ja,
der Van ist wunderschön, aber Du kanntest ihn
schon vor mir und hätte ich mir einen Wagen
gekauft, wäre es sicherlich nicht dieser gewesen,
so schön er auch sein mag..",
Edens Hände zitterten, sie hatte Angst vor
Milanas Reaktion, doch noch mehr davor, dass sie
ihr nicht glaubhaft machen konnte, dass sie keine
Schuld an dem trug, was in London vor sich gegangen
war. Eden war sich mittlerweile sehr sicher, dass
Milana das vermutete. Es passte alles einfach viel
zu gut zusammen, vor allem auch die Erklärung,
warum Milana aus London verschwand, ohne sich auch
nur einmal bei Eden zu melden - egal wie.
Milana war überrascht und zog fragend eine
Augenbraue hoch, liess sich ihre Überraschung
aber nicht anmerken.
Natürlich
kenne ich diese Vans schon länger. Was hat
sie denn jetzt vor? Ändert sie ihre Strategie?
Will sie gar nicht leugnen? In ihrer Stimme lag
kein Schimmer von Unsicherheit... jedoch fühle
ich, dass sie Angst hat. Was nur macht sie da gerade?
Die Autos gibt Draco vor und er mag nun mal schwarze
Vans. Auch wenn die anderen von anderer Marke waren.
Indirekt gibt sie sogar zu, dass sie diesen Van
nicht selbst gekauft hat. Es passt bis jetzt alles
vollkommen zusammen. Was genau willst Du mir mit
Deiner Aussage mitteilen, Eden? Sollte das gar ein
Eingeständnis des Versagens sein? Immerhin
hätte mich ein solcher Van zu Draco bringen
sollen... und das ist misslungen., für
einen Augenblick überlegte sie, ob sie nicht
unbewusst in einen Hinterhalt geraten war, da es
für den Moment den Anschein machte, als wolle
Eden gar nicht versuchen sie von etwas anderem zu
überzeugen. Aber diesen Gedanken schob sie
lächelnd beiseite. Es war nicht vorauszusehen
gewesen, dass sie in dieses Wohnviertel fuhr. Und
die Erklärung, dass Milana diesen Van schon
kannte ist leicht. Eden konnte anhand ihres Alters
noch nicht lange bei dieser Organisation sein...
dennoch stimmte da irgendetwas nicht und Milana
fühlte leichte Verwirrtheit in sich aufsteigen.
Milana
wandt sich nun komplett zu Eden um und sie sah,
dass ihre Hände zitterten. Was stimmt an
Deiner Aussage nur nicht? Was versuchst Du da bloss?,
Milana sah sie nachdenklich an, bevor sie langsam
und elegant auf sie zuging und vor ihr stehen blieb,
ihre Hände immer noch auf dem Rücken verschränkt.
"Ich möchte eines von Dir wissen, Eden.",
begann Milana mit scharfem Blick in Edens
Augen. "Wie viel? Wie viel war ich
Dir wert?" Milana war sich nicht bewusst
darüber, dass diese Frage zweideutig war. Sie
konnte es auf Milana als Persönlichkeit und
das Geschehene zwischen ihnen beziehen oder sie
dachte gleich an die Belohnung, die Milana mit dieser
Frage ansprach. Eden war sichtlich überrascht
über diese Frage und sah Milana fast verständnislos
und dennoch offen an.
"Zum
einen warst Du mir nicht, sondern bist Du mir noch
unendlich viel Wert.. um ehrlich zu sein, soviel,
dass ich ein ganzes Jahr nach Dir suchte, dass ich
das Leben meines besten Freundes unbeachtet liess
und ihn einfach mit mir schleifte. Soviel wert,
dass ich nie wieder.. körperlich mit jemandem
zusammensein konnte, seit wir uns das.. letzte Mal
im Londoner Park getroffen haben..
Du bist mir soviel wert, dass ich innerlich fast
starb, weil die Sehnsucht nach Dir mich aufzufressen
drohte.. soviel wert, dass ich Dich anders begrüsst
hätte, auch nach einem Jahr, in dem so vieles
bei uns geschehen ist..." Eden hatte
begonnen und sie sprach, ohne über ihre Worte
nachzudenken oder nachdenken zu müssen. Es
war eine Frage gewesen, die für sie so selbstverständlich
war, dass die Überraschung sie zu hören,
ihre Vorsicht einfach zertrümmerte und aus
hier hinausplatzte, was sie all die Monate gefühlt
und gedacht hatte, was sie empfunden hatte und noch
immer empfand...
»
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Als
ihr das Ausmass ihrer Worte klar wurde und sie ebenso
wusste, dass auch ein kleiner Vorwurf in ihnen herauszuhören
gewesen sein musste, senkte sie den Blick und entschuldigte
sich leise.. "Verzeih mir.. ich wollte
Dir nichts vorwerfen.. es ist nur.. es war nur..
es.. es war so verdammt viel und es ist so verdammt
viel.. ich dachte.. Du wüsstest das..",
Eden schloss die Augen, wäre gerne aufgestanden,
doch Milana stand zu dicht vor ihr, als dass sie
es gekonnt hätte, ohne sie zu berühren.
Was eine Berührung jedoch auslösen konnte,
wollte sie gar nicht erst herausfinden und so blieb
sie regungslos sitzen, auf alles gefasst.. Sie erwartete
nun das Schlimmste, aber was sollte sie tun? Sie
konnte nicht zurücknehmen, was ihr Herz seit
Monaten schon herausschreien wollte.. glücklicherweise
hatte sie selbst nicht geschrieen.. wenigstens
etwas..., dachte sie bei sich.
Milana
konnte mit eben diesen ganzen Aussagen nichts anfangen.
Eden versuchte nun wohl doch die Unschuldige zu
spielen, aber log nicht einmal, was die Suche mit
Zak anging. Jedoch vermutete Milana immer noch einen
anderen Grund dahinter. Mischte sie nun Wahrheit
mit erneuter Täuschung? Was versprach Eden
sich von diesen Worten? Milana wünschte sich
tief im Inneren, dass dies alles die Wahrheit war
und sie ihr einfach Glauben schenken konnte, aber
Milana war fest davon überzeugt, dass Eden
mit Zak gemeinsame Sache gemacht hatte und... dafür
musste sie sterben, ebenso Zak. In der Vampiress
brodelte es, es schien sie schier zerreissen zu
wollen. Eden machte eine Pause, überlegte wohl,
was sie noch sagen konnte, dann entschuldigte sie
sich und Milana konnte nicht mehr anders, als sie
nun offen darauf anzusprechen.
"Eden!",
zischte sie sie an. "Hör auf Spielchen
zu spielen und sag mir, wie viel ich Dir wert war.
Was war Draco bereit Dir zu zahlen, dafür,
dass Du mich ausgeliefert hast?."
Ihr Blick war gefühllos und ihre Stimme hatte
einen harten Unterton. Eden sah auf... diesmal verständnislos,
fragend und vorwurfsvoll zugleich.
Draco? Ist er der Anführer? Hat er ein
Lösegeld auf Milana angesetzt? Das alles
war jetzt nicht wichtig. Wichtig war, dass Milana
begriff, dass sie nichts mit diesem Thema zu tun
hatte und Eden stand auf, stand nur Zentimeter von
Milana entfernt und funkelte sie enttäuscht
und böse an.
"Das
glaubst Du doch nicht wirklich, oder?" ihre
Stimme war unangenehm leise und direkt.
"Ich kann verstehen, dass Du glaubtest,
ich hätte etwas damit zu tun, als Du den Van
sahst. Ja, ich war dort, dort in London an dem Schloss
oder eher an den Resten, die davon übrig waren.
Ich war dort an diesem Ort, wo 6 Leichen zu finden
waren. Wir waren beide dort, Zak und ich, aber Du
warst schon verschwunden. Ich spürte, dass
Du Dich aus der Stadt bewegtest und ich wollte Dir
folgen.. wollte Dich aufhalten, Dich fragen, warum
Du mir nichts zum Abschied gesagt oder geschrieben
oder dagelassen hast, damit ich weiss, dass es Dir
gut geht.
Wir
nahmen den Van. Er stand einfach da mit dem Schlüssel
im Zündschloss und war vollgetankt. Wir hatten
keine Zeit zu verlieren und dennoch haben wir Dich
nie gefunden, wie Du weisst. Ich habe Dich geliebt
und ich liebe Dich noch und ich glaubte Deinen Worten,
als Du mir Deine Liebe im Park gestandest. Ich hab
Dir geglaubt und ich konnte nicht verstehen, warum
Du gegangen bist, ohne ein Wort.. ohne mir zu sagen,
dass Du gehst oder mich zu fragen, ob ich mit Dir
kommen wollte. Ich wollte wissen wieso.."
Eden
wandt sich um und nahm das dicke, in Leder gebundene
Tagebuch vom Nachttisch. "Ja.. ja ich
schreibe Tagebuch. Du willst etwas von mir wissen?
Dann lies es. Zähle Deinen Namen heraus, zähle
heraus wie oft ich darin schreibe, wie sehr ich
Dich vermisse und wie viel Du mir wert bist, was
ich in diesem ganzen Jahr empfunden und gedacht
habe und..", ihr fiel der Steckbrief
ein, den sie von Milana gefunden hatte und zog ihn
aus den Tagebuch. Er war einmal in der Mitte zusammengefaltet
und sie legte ihn oben auf den Einband und hielt
ihr das Buch mit dem Zettel hin.
»
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"Ich
habe diesen beschissenen Steckbrief von Dir gefunden.
Er war mitten in der Verwüstung bei einem Kerl
ohne Kopf gelegen. Wie viel hast DU mir vorgemacht,
Milana? Wie sehr hast Du MEINE Gedanken manipuliert
und vor allem wie oft? Das würde ich gerne
einmal erfahren oder.. nein, ich will es nicht erfahren,
es ist mir überhaupt nicht wichtig. Mir war
immer nur wichtig, dass es Dir gut geht, dass Du
am Leben bist und aus egoistischen Gründen,
aus Gründen meines Gefühles heraus wollte
ich Dich wiedersehen, wollte ich Dir sagen, wie
sehr ich Dich liebe und wollte Dich fragen, was
ich getan habe, dass ich es Dir nicht wert war,
Dich zu verabschieden oder ob Du mich nur ausgenutzt
hast...
Lies
es.. los.. nimm und lies es.. ich werde sicherlich
nicht abhauen.. Das denkst Du doch, oder? Nein,
glaube mir, ich werde sicherlich nicht aus diesem,
meinem Hause verschwinden. Ich wohne hier und ich
bleibe hier wohnen, solange Du mich am Leben lässt.
Aber wenn Du mich schon töten willst, falls
es das ist, was Du willst, weil Du jetzt noch immer
nicht glauben kannst, dann töte mich, nachdem
Du das hier gelesen hast.."
und sie hob ihr voller Nachdruck das Buch noch einmal
entgegen, sah sie durchdringend an und erwartete
eine Reaktion.
Innerlich
war sie zutiefst verletzt. So sehr, dass sie nicht
einmal mehr Tränen dafür hatte. Solch
bittere Tränen gab es nicht auf dieser Welt.
Ihre Augen spiegelten unendliche Traurigkeit wieder
und tief in ihrem Inneren hoffte sie einfach nur,
dass Milana jetzt nicht ging.. dass sie blieb, dass
sie blieb und ihr einfach nur glaubte.. mehr wollte
sie nicht. Ich will Dich nicht verlieren, Milana..
nicht noch einmal.., dachte sie verzweifelt
ohne zu bemerken, dass sie ihre Gedanken für
Milana frei liess. Die Liebe in ihr war so pur und
rein, dass sie ihre Gedanken vor Milana nicht länger
verschliessen konnte..
Milana
trafen vorwurfsvolle, enttäuschte und fragende
Blicke, bevor Eden aufstand und nur wenige Zentimeter
von Milana entfernt stand. Ihre Augen spiegelten
die Enttäuschung wieder, die Milana in ihr
ausgelöst hatte und gleichzeitig funkelten
sie sie böse an. Für Milana fühlte
sich jedes einzelne Wort wie eine schallende Ohrfeige
an. Milana hielt ihrem Blick stand und lauschte
ihr, auch wenn es schmerzte. War dies auch eine
Art Strategie? Sagte sie die Wahrheit? Milanas Zweifel
überkamen sie erneut. Ständig hatte sie
diese Zweifel gespürt und aus Angst, dass sie
nicht Wahr waren, verdrängt. Aus Angst, sie
könnten alle falsch sein und sie wäre
zu Eden gegangen, hätte sie mit sich genommen
und dann? Was wäre dann gewesen? Hätte
sie den nächsten Angriff heil überstanden?
Hätte man sie dann überwältigt und
IHM ausgeliefert?
Jetzt
jedoch war nicht wichtig, was sie dachte oder fühlte.
Jetzt war wichtig, dass sie Eden zuhörte. Was
auch immer es war, dass sie von sich gab, Wahrheit
oder Lüge. Milana würde haarkleinst auf
alles achten.
Eden griff nach dem Tagebuch, dann zog sie einen
zusammengefalteten Zettel heraus, legte ihn obenauf
und hielt es vor sie. Sie wollte, dass Milana es
las, damit sie sehen konnte, wie es tatsächlich
war und das sie die Wahrheit sprach. Dann ging sie
direkt auf diesen Steckbrief ein, der sie noch mehr
in Rage versetzen zu schien über die Erkenntnis,
die sie mit diesem erhalten hatte. Sie warf ihr
vor, dass Milana sie manipuliert hätte in dem
sie Gedanken in sie übertragen hatte. Milana
schmunzelte innerlich über diesen Vorwurf,
auch wenn die Situation überhaupt nicht lustig
war. In ihren Mundwinkeln war ein leichtes Zucken
zu sehen, mit welchem sie das immer stärker
werdende Schmunzeln, das sich nach aussen hin bemerkbar
machen wollte, versuchte zu unterdrücken. Nie
hatte sie ihr böswillige oder untragbare Gedanken
übertragen. Milanas Blick fiel auf den Steckbrief
und alles Schmunzeln verstummte in ihr. Sie nahm
den Steckbrief, nicht, ohne weiter auf die Worte
zu achten, die Eden ihr immer noch um die Ohren
zu schlagen schien. Sie wandte sich ab und las ihn
flüchtig.
~Gesucht!~
Milana
von Lucifuga
Ca.
1,76, schlank, dunkelbraune, kinnlange Haare, dunkelbraune
Augen, schwarze Hosen, dunkle Hemden, schwarzer
Mantel, 2 Ringe an der rechten Hand [Daumen und
Mittelfinger].
!!Belohnung
wie abgesprochen!!
Vorsicht!
Als Vampiress hat sie die Gabe ihre Gedanken in
Eure Köpfe zu pflanzen, lasst Euch nicht täuschen
und unterschätzt sie nicht. Sie ist gefährlich
und kaltblütig. Achtet auf ihr Schwert und
auf den Dolch.
Ich
will sie lebend, sonst entfällt die Belohnung!!
Draco
»
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Milana
zerknüllte den Steckbrief und hielt ihn fest
umschlossen, als sie sich wieder zu Eden drehte.
Sie blickte ihr wieder in diese vorwurfsvollen Augen,
die nun wussten, wie sie mit ganzem Namen hiess,
die ihr erklärten, dass sie dieses Tagebuch
lesen sollte und das sie nicht abhauen würde.
Sie dachte wohl wirklich Milana hätte Angst
davor, dass sie abhauen könnte. Sie hätte
wohl selbst am Besten wissen müssen, dass sie
dies wohl nicht geschafft hätte.
Eden
hielt ihr mit Nachdruck das Tagebuch entgegen und
Milana lief langsam auf sie zu, sie sah nicht auf
das Buch, nein, sie sah weiterhin in Edens Augen.
Vor ihr blieb sie stehen. War es wieder nur ein
Spiel? Was sollte Milana jetzt tun? Was sollte die
Sache mit dem Tagebuch? Eden musste wissen, dass
Milana es nie lesen würde. Das wäre nicht
ihr Stil gewesen. Das ist und bleibt Privatsphäre,
egal was ein solches Tagebuch auch erklären
und aufdecken konnte. Nein, sie würde es nicht
lesen.
Edens
Worte, die sie voller Rage an Milana gerichtet hatte,
waren ohne jegliche Überlegungen, ohne jeglichen
Versprecher. Sie hatte keine Pausen gemacht, um
sich Worte zurecht zu legen und dennoch... keines
der Worte war ein Beweis dafür gewesen, dass
sie nichts mit alledem zu tun hatte. Was sollte
sie jetzt nur machen? Sie spürte die Liebe
in sich stärker als je zuvor. Sie hasste sich
dafür, dass sie Eden mit ihrer Vermutung wehgetan
hatte, wie sie ihr gegenüber nicht zu verbergen
vermochte. Aber wie sollte sie sicher sein, dass
es nicht alles nur ein Spiel war? Wie nur?
Edens
Blick zeigte tiefe Traurigkeit und sie endete. Milana
sah ihr noch immer tief in die Augen, als sie dazu
ansetzte an ihr vorbeizugehen, um sich auf das Bett
zu setzen und erhaschte die Gedanken, die Eden nicht
vor ihr versteckte. „Ich will Dich
nicht verlieren, Milana.. nicht noch einmal..“
konnte sie lesen... und die Liebe, diese verzweifelte
Liebe, die in diesem Gedanken lag, durchzuckte Milana
wie ein Blitz und sie blieb abrupt stehen, sah Eden
ausdruckslos an. In ihr zerbrach gerade alles, was
ihr noch geblieben war. Sie hatte an Eden gezweifelt,
sie hatte sie für eine Lügnerin gehalten,
sie hatte ihr Dinge vorgeworfen, die nicht wirklich
waren... und auch die Zweifel, die Milana stets
hatte, würden diesen Fehlschlag nie gut machen
können. Sie hatte Eden zutiefst verletzt mit
dem – nun offensichtlichen – Vorwurf,
den sie ihr gegenüber hatte, dass sie ein Teil
dieser Organisation war und nur mit Milana gespielt
hatte.
Ihr
Herz zeriss in zwei grosse Stücke... zeriss
wie ein Stück Stoff. Eden sprach die Wahrheit...
hatte nie gelogen... hatte nicht mit ihr gespielt,
hatte ihr nichts vorgemacht... und das wusste sie
nun nur dadurch, dass Eden ihre Gedanken vor ihr
nicht verschlossen hatte. DIES war der endgültige
Beweis, denn sie wusste nicht, dass Milana Gedanken
lesen konnte, wenn jemand diese freigab. Sie senkte
erschlagen ihren Kopf, wandt sich um und setzte
sich neben Eden auf das Bett. Ihre Schultern hingen
schwach herab und den Steckbrief, den sie immer
noch in ihrer geballten Faust hielt, holte sie heraus,
faltete ihn auseinander, las noch einmal die Worte,
die darauf standen und liess ihn dann einfach zu
Boden gleiten.
Sie
hatte alles verschenkt durch eine blosse Spekulation...
eine Spekulation, die zwar nicht abwegig war, aber
dennoch... sie hätte auf ihr Gefühl hören
sollen. Aber hatte sie ihr Gefühl nicht das
ein oder andere Mal hinters Licht geführt?
Wieso war sie nicht gleich zu Eden gegangen und
hatte sie zur Rede gestellt? Was hatte sie mit ihrer
Flucht angestellt? Sie hatte Eden und sich selbst
ein Jahr geschenkt, dass sie wohl beide gerne einfach
aus ihrer Erinnerung streichen würden. Milana
dachte an die Organisation, dachte zurück an
die Zeit, als sie ihre Eltern holten... dachte an
Lenina, dachte an Eden und wie sie, aus ihr, eine
von ihnen gemacht hatte.
Hatte denn nicht soviel offensichtlich dafür
gesprochen, dass es so leicht war dies zu glauben?
War es nicht falsch dies einfach so zu glauben und...
zu verschwinden ohne einmal nachzufragen? Milana
fühlte sich schlecht... sie fühlte sich
nach langer, langer Zeit einfach nur schlecht. Sie
hasste sich für ihre Gefühle, hasste sich
dafür, dass sie so überstürzt gegangen
war. Hasste sich... Sie schloss schmerzlich ihre
Augen und eine kleine rote Blutsträne lief
ihr die Wange herab. Nun war es wohl an ihr zu erklären...
sich zu rechtfertigen. Aber war das nun noch nötig?
Wollte Eden das überhaupt? Hatte Milana nicht
schon ihr Lebensglück verspielt?
»
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Leise
begann Milana zu sprechen... zumindest setzte sie
an, sie holte tief Luft und begann. "Ich...
Eden... es war alles so... in London, der Van...
Eure Auren...", Milanas Gedanken überschlugen
sich und sie wusste nicht, wo genau sie anfangen
sollte. Sie sah auf und zu Eden hoch. Ihr Blick
war leer, doch der Schmerz der ihr tief in der Brust
steckte war offen zu sehen und sogar zu spüren.
"Entschuldige.", Milana
räusperte sich und straffte ihre Schultern.
Wie konnte sie sich nur so hängen lassen? Wieso
erdrückte sie die Liebe und dieser tiefe Schmerz
so? "Wie kann ich anfangen, Eden? Wo
fange ich an zu erklären? Kann man das alles
erklären? Bringt es mir etwas? Was denkst Du
über mich? Was kann ich Dir für Fragen
beantworten? Was? Bitte hilf mir... ich...",
Milana stockte, die restlichen Worte brachte sie
kaum über die Lippen. Es war mehr wie ein Windhauch,
aber gerade noch verständlich. "Ich...
ich fühle mich hilflos.", endete
sie und führte ihre Hand nahe an Edens, welche
das Tagebuch hielt, berührte sie jedoch nicht,
sondern nur das Tagebuch. Sie drückte es sachte
kopfschüttelnd herunter, da Eden es ihr immer
noch fordernd entgegenhielt. Sie senkte ihren Kopf
und hoffte, Eden würde ihr Antworten geben
können... hoffte, sie würde Fragen stellen,
die es ihrem Gedankenwirrwarr vereinfachen würden
gezielte Antworten zu geben. Antworten, die jetzt
wichtig waren. Antworten die Eden wichtig waren...
Eden
fühlte nur noch grenzenlose Liebe in sich.
Aller Ärger, ihre Enttäuschung.. alles
war verflogen mit nur einem Blick auf dieses auf
einmal so sehr zerbrechliche Wesen. War Eden zu
weit gegangen? Sicherlich nicht und doch hätte
sie es wohl auch anders sagen können, andere
Worte wählen, weniger vorwurfsvoll, aber hätte
Milana ihr denn dann geglaubt? Sie wusste es nicht.
Eden konnte nicht weiter darüber nachdenken,
denn Milana holte sie mit ihren Worten wieder zurück
aus ihrer Gefühlswelt und Eden hörte ihr
still zu. Sie entschuldigte sich, wusste nicht,
wo sie beginnen sollte, straffte ihre Schultern
und versuchte einen Anfang zu finden, was ihr nicht
wirklich gelang, wie sie glaubte. Milana gab zu,
hilflos zu sein und wenn Eden noch eine bittere
Träne auf dem Herzen getragen hatte, so war
auch diese nun getrocknet.
Milana
hob die Hand dicht an ihre, doch sie drückte
das Tagebuch kopfschüttelnd hinunter. Eden
hatte nicht bemerkt, dass sie es noch immer fordernd
zu ihr hielt und legte es neben Milana aufs Bett,
während sie sich vorsichtig und langsam auf
die Knie senkte. Sie zögerte, als sie die Hand
hob und sie auf Milanas Hand legen wollte, doch
sie gab sich einen inneren Schubs und überwandt
die Hürde, die noch immer zwischen ihnen herrschte.
Eden legte ihre Hand jedoch nicht auf die Milanas,
sondern hob den Zeigefinger unter Milanas Kinn.
Zärtlich zwang sie sie dazu den Kopf zu heben
und ihr wieder in die Augen zu sehen. Edens Blick
war warm, voller Liebe und Zärtlichkeit, keine
bösen Gedanken, kein Vorwurf, nein, nicht einmal
Enttäuschung oder Traurigkeit war in ihnen
zu sehen. Einfach nur noch Liebe und Verständnis.
Eden
konnte Milana verstehen, hatte sie auch zuvor verstehen
können und dennoch war Eden verletzt gewesen.
So sehr, dass sie Dinge ausgesprochen hatte, die
sie ihr andernfalls nicht einmal im Nachhinein erzählt
hätte.
"Was ich über Dich denke?",
begann Eden sehr leise und ruhig zu sprechen, ohne
das Lächeln auf ihren Lippen zu verlieren.
"Ich denke über Dich, dass Du
soviel in Deinem Leben miterleben musstest, dass
Du allen Grund hast, niemandem zu trauen oder gar
zu vertrauen. Auch mir nicht. Dass Zweifel Dich
überallhin begleiten und Du kaum einmal von
ihnen absehen kannst. Sie werden immer wieder kommen,
immer wieder.. und womöglich retten sie Dir
immer wieder das Leben.." Eden atmete
tief durch. Sie wollte nichts Falsches sagen, vor
allem, weil sie ahnte, dass sie niemals mehr wieder
eine Milana vor sich sitzen haben würde, die
so zerbrechlich und verletzlich wirkte. Es war eine
kurze Situation, das wusste Eden, aber sie musste
in dieser Versuchen Milanas Herz anzusprechen und
ihr Dinge sagen, die ihr vielleicht einen Halt gaben.
"Erkläre
mir nichts. Sage mir nichts. Nicht jetzt. Nicht
über all das, was passierte. Mache dies wann
immer Du möchtest, doch nicht in diesem Augenblick.
Ob es Dir was bringt? Es bringt immer etwas, wenn
man ausspricht, was in einem vorgeht und wenn es
einfach nur das Gefühl ist, nicht mehr allein
zu sein. Und ich habe nur eine einzige Frage an
Dich.. und es fällt mir nicht leicht sie zu
stellen, weil ich Angst vor der Antwort habe, aber
Du fragst mich nach meinen Fragen und ich möchte
ehrlich sein, wie ich es immer zu Dir war und immer
zu Dir sein werde.." , jetzt kam der
Gedanke an die alte Sehnsucht zurück, an den
Schmerz, den Eden all die Monate tapfer hatte ertragen
"Kannst Du mir sagen.. ob.. ob Du wieder.."
»
nach
oben «
Trotz
allem wollte sie dieses Jahr nicht missen. Es hatte
sie reifer werden lassen und vor allem hatte sie
einen Freund gefunden, der ihr ans Herz gewachsen
war und den sie niemals wieder verlieren wollte.
Sie hatte wundervolle Zeiten mit Zak verbracht,
auch wenn die Sucherei nicht immer schön war,
so hatten sie zumindest sich und das, was sie selbst
erleben und entdecken konnten in den vielen Städten,
in denen sie waren. Eden versuchte wieder Drumherum
zu reden, um ihre eigentliche Frage Drumherum..
"So gerne würde ich alles wissen, Milana..
alles.. was mit Dir zusammenhängt und auch
alles, was Du im letzten Jahr erlebt hast und warum
es soweit kam und...", jetzt fiel
Eden nur noch eine Frage ein.. DIE Frage und sie
konnte sie jetzt nicht mehr umgehen.. "..
ich.. das Einzige, das ich gerne wissen möchte
ist, ob Du wieder weggehst und.. und was Du für
mich fühlst..," es kam so leise,
dass Eden kaum glauben konnte, dass sie es wirklich
ausgesprochen hatte. Es klang wie ein Gedanke ganz
hinten in ihrem Kopf.. Der Gedanke, ob es jemand
anderen gab war auf einmal wieder da und mehr denn
je hoffte sie auf eine Antwort.
So
gerne hätte sie Milana einfach in den Arm genommen,
so gerne einfach ihre Träne abgeküsst,
doch sie traute sich nicht. Sie wollte vor allem
auch nicht diese Situation ausnutzen, denn Milana
würde es im Normalfall nicht einfach so zulassen,
wie sie es in diesem Augenblick zulassen würde.
Eden sah wie die Träne bald heruntertropfen
würde, doch sie fing sie mit dem Finger, der
Milanas Kopf gehalten hatte, auf, betrachtete das
reine Rot der blutigen Träne und schloss ihn
dann in ihrer Hand, während sie wieder aufsah.
Es war wie ein Beschützen von Gefühl..
irgendwie sinnbildlich..
Eden
hatte das Tagebuch neben Milana auf das Bett gelegt,
bevor sie sich vor sie auf die Knie niederliess.
Milana hatte ihren Kopf immer noch gesenkt, als
sie sah, wie Edens Hand ihrer eigenen näher
kam. Innerlich zog sie sich leicht zurück aus
Angst vor einer Berührung, die nicht von ihr
selbst ausging, liess sich dies aber nicht anmerken.
Eden legte ihre Hand jedoch nicht – wie leicht
angedeutet – auf Milanas, sondern hob sie
etwas höher, legte ihren Zeigefinger sachte
unter Milanas Kinn, womit sie sie liebevoll dazu
brachte ihr wieder in die Augen zu sehen, bevor
sie zu sprechen begann.
Diese
Berührung war so rein und klar, so voller Liebe
und Gefühl. Dahinter steckte ehrliche Zärtlichkeit
und Milana begriff nicht recht, wie Eden dies fertig
brachte. Eben noch war sie, ja, war sie wütend
gewesen. So konnte man dies wohl nennen. Hatte Milana
mit jedem ihrer Worte einen Dolch ins Herz gerammt.
Ehrliche Worte, wie Milana nun wusste. Milana sah
Eden tief in die Augen, rührte sich nicht,
auch wenn ihr Innerstes ihr sagte, dass sie Edens
Hand nehmen und sie lieber zurück zu Edens
Körper führen sollte. Es war... es war
in Ordnung. In diesem Moment hatte Milana das Gefühl,
dass es in Ordnung war. Irgendwie fühlte sie
sich dazu verpflichtet es einfach geschehen zu lassen.
Aus
Edens Blick waren jegliche bösen Gedanken,
Vorwürfe und Härte verflogen... waren
einfach weg. In ihren Augen lag auch noch etwas
anderes. Dort war tiefes Verständnis und Milana
war leicht verwirrt. War es nicht eben dieses Verständnis,
das ihr gefehlt hatte? Hatte sie nicht so viele
Worte ausgesprochen, harte Worte, in denen eindeutig
herauszuhören war, dass sie nicht verstanden
hatte? Das sie so viel wissen wollte, um verstehen
zu können? Wo kam dieses Verständnis plötzlich
her? War es bei ihr vielleicht auch so gewesen,
dass der Schmerz und die Wut alles andere verdrängt
hatten? Milana wusste keine Antwort darauf. Ihr
Blick genügte, um Eden Glauben zu können.
Er war einfach rein, zutiefst ehrlich und warm.
Eden
begann zu sprechen, wiederholte ihre Frage. „Was
ich über Dich denke?“ und sie lächelte.
Es war ein so bezauberndes Lächeln, das Milana
alles um sich herum vergass und einfach nur auf
Edens Stimme und dieses strahlende Lächeln
achtete. Milana lauschte und machte nichts weiter,
als sie einfach nur still anzusehen.
Eden sagte ihr, dass sie nichts sagen musste, dass
sie jetzt in diesem Augenblick nichts sagen sollte,
dass sie aber dennoch alles über sie wissen
wollte. Es war gut über solche Dinge zu reden
und sie mit jemandem zu teilen, erklärte Eden
ihr und Milana wusste, sie hätte ihr in dieser
Sekunde alles, restlos alles erzählt. Eden
schien dies zu wissen und Milana glaubte, sie wollte
ihr damit zeigen, dass sie diese Situation nicht
ausnutzen wollte. Dafür liebte sie Eden um
so mehr.
»
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Milana
würde ihr erzählen, dass war sie Eden
irgendwie schuldig... auch wenn sie der Meinung
war, dass sie nie auch nur irgendjemandem auf dieser
Welt eine Erklärung schuldig war, so wusste
sie tief in ihrem Herzen, war sie Eden dies schuldig.
Wieder eine neue Erfahrung für sie. Keine schlimme
Erfahrung, wie ihr Herz ihr vermittelte. Sie liebte
Eden und das über alle Massen, so dass sie
es nicht auszudrücken vermochte.
Dann
gelangte Eden an den Punkt, an dem sie ihr sagte,
dass sie eine Frage hatte. Allerdings sagte sie
ebenso, dass es nur eine Einzige, für sie nicht
leicht zu stellende Frage war. Eden unterbrach oft
ihre Sätze, wiederholte das ein oder andere
Wort unsicher... versuchte offensichtlich Drumherum
zu reden und Milana schmunzelte leicht.
Frag., flüsterte Milana ihr
zu... und schliesslich brachte Eden es heraus. Sie
wollte wissen, ob Milana wieder weggehen würde
und... was sie für Eden fühlte. Milanas
Augen weiteten sich leicht über diese Frage,
die so leise über Edens Lippen kamen, dass
man fast meinen konnte, sie hätte nur stumm
ihre Lippen bewegt.
Jetzt,
nachdem sie nicht mal suchen musste, um Eden zu
finden, sollte sie wieder gehen? Jetzt nachdem sie
wusste, dass ihre Vermutungen falsch gewesen waren?
Wieso um alles in der Welt sollte sie wieder gehen?
Milana hatte diese Begegnung so überrumpelt
und sie war so in die Gespräche mit Eden versunken
gewesen, dass sie vergessen hatte, wieso sie überhaupt
das Hotelzimmer verlassen hatte. Sie hatte nicht
bemerkt, dass ihre Hände bereits leicht zu
zittern begonnen hatten und das der Durst um einiges
angestiegen war.
Eden
fing ihre Träne auf, die sich ihren Weg über
ihre Wange gebahnt hatte und umschloss diese mit
ihrer Hand. Irgendwie... es war wie ein Beschützen.
Milana hatte nur drei Mal in ihrem Leben eine solche
rote Träne verloren... und zwei Mal davon war
Eden der Grund gewesen. Zwei Mal war sie in ihrer
Gegenwart schwach geworden und nun... nun kniete
Eden vor ihr und hielt schützend diese Träne
in ihrer Faust, an der nichts auf der Welt herankommen
würde.
Milana
suchte nach Worten. Wusste nicht, was sie sagen
sollte. Es war ein so wertvoller Moment und sie
wollte diesen nicht zerstören. Sie blickte
auf ihre Hände herab, die sie auf dem Schoss
ineinander gelegt hatte und sah, wie diese leicht
zitterten. Sie fühlte nun auch den Durst in
sich, der von Mal zu Mal stärker wurde.
Sie wollte nicht gehen. Wollte Eden die Antwort
geben, die sie hoffte zu bekommen... und sie wollte
sie schon gar nicht warten lassen. Dennoch... sie
musste gehen. Jetzt. Sie wollte ihr die Antwort
nicht einfach so nebenbei sagen. Nein, sie wollte
sich Zeit nehmen und es ihr ausführlich erzählen...
sie wollte ihr alles erzählen.
Milana sah Eden wieder in die Augen, während
sie sich langsam erhob und an ihr vorbeischritt.
Sie
begab sich zur Türe, straffte noch einmal ihre
Schultern und wandt sich dann noch einmal zu Eden.
Wenn sie einfach gegangen wäre, hätte
Eden es falsch aufgefasst und das wollte sie nicht.
Jetzt da sie wusste, dass Eden verstanden hatte,
dass sie nicht böse war, fühlte sie sich
besser. Dennoch gab es einiges zu erzählen
und weiterhin auch ihr gegenüber zu erklären,
damit Eden vollends verstehen konnte, wenn man es
denn überhaupt nachvollziehen und verstehen
konnte... Milana würde sich ein Opfer suchen,
die Zeit alleine nutzen, um nachzudenken und dann
zu ihr zurückkehren. Ja... und dann würde
sie versuchen ihr zu erklären.
"Ich bin bald zurück.", sagte
sie knapp, während sie ihre Hände in die
Manteltaschen steckte, in der Hoffnung das Eden
noch nicht gesehen hatte, dass eben diese zitterten,
weil sie sich vernachlässigt hatte.
Der
Blick, den Eden nun in Empfang nehmen konnte war
wieder selbstbewusst. Milana hatte Eden nicht verloren...
sie war hier, nein Milana war hier. Hier bei Eden.
Ohne auf ein weiteres Wort von Eden zu warten, drehte
sie sich um und ging ein paar Schritte, bis sie
im Türrahmen abermals stehen blieb. Sie schloss
ihre Augen, konzentrierte sich auf Edens Aura und
sendete ihr, bevor sie ging, noch eine kleine Antwort,
die Milana wichtig war, dass Eden sie wusste...
auch wenn sie gesagt hatte, dass ihr das nicht wichtig
war. Milana war es wichtig. Dreh Dich um. Nicht
bewegen. Ich werde sie wiedersehen, vielleicht schon
sehr bald. Nie waren es Gedanken, die bösartig
waren oder mit schlechter Absicht.
Diese Worte schickte sie Eden in ihre Gedanken,
sie wusste Eden würde sofort verstehen und
mit einem schmunzelnden Blick über ihre Schulter
blickte sie seitlich noch einmal kurz zu ihr herüber,
bevor sie dann schnellen Schrittes aus dem Schlafraum
ging und das Haus verliess. Sie setzte sich in ihr
Auto und fuhr los, nicht ohne noch einen kleinen
Blick Richtung Schlafzimmer zu werfen.
»
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Milana
schwieg. Sie sagte kein Wort, als Eden zu ihr gesprochen
hatte. Stille legte sich über den Raum, doch
so vieles lag in ihrem Blick. So vieles wurde gesagt,
in dem ihre Blicke Bände sprachen und dennoch
blieb Milana Eden die Antwort auf ihre einzig wirklich
wichtige Frage schuldig. Eden folgte Milanas Blick
zu ihren Händen, die leicht zitterten und Eden
verstand.. Sie hat sich vernachlässigt...,
Eden wollte ihr sagen, dass sie etwas trinken müsse,
gehen und einfach später wieder kommen sollte,
um für sich zu sorgen. Sie spielte gar mit
dem Gedanken, sich ihr noch einmal anzubieten, doch
Milana kam ihr zuvor und stand langsam vom Bett
auf. Eden folgte ihr mit ihrem Blick und schwieg.
Sie
schluckte leicht und hoffte irgendein Zeichen dafür
zu bekommen, dass Milana wiederkehrte. Edens Augen
flehten um dieses Zeichen, denn sie hätte nicht
gewusst, was sie tun würde, wenn sie es nicht
bekam. Regungslos blieb sie sitzen, nur ihr Blick
blieb an Milana haften und folgte ihr bis zur Tür,
dort wandt sie sich noch einmal zu Eden um.
"Ich
bin bald zurück.." und Eden lächelte
ihr erleichtert zu. Sie war unendlich froh über
diese Antwort.. so unendlich froh und erleichtert,
dass sie es nicht hätte ausdrücken können.
Milana wandt sich um und wollte gerade aus der Tür
gehen als sie noch einmal stehen blieb. Wollte sie
noch etwas sagen?
Mit
einem Male vermittelte Edens Gefühl ihr, sie
solle sich umdrehen und Eden runzelte irritiert
die Strin und sah seitlich ins Leere, als wolle
sie herausfühlen, was ihr Gefühl ihr sagen
wollte. Sie solle sich nicht bewegen und Edens Kopf
bewegte sich leicht irritiert zu Milana zurück.
Kommt das von ihr? Sie würde sie wiedersehen,
vielleicht schon sehr bald.. Eden dämmerte
es langsam und ein unsicheres Schmunzeln zog sich
in ihre Mundwinkel und die Unsicherheit hatte sogleich
auch den Platz mit der Gewissheit getauscht, denn
Eden vernahm wie ihr Gefühl ihr sagte, dass
es niemals Gedanken waren, die bösartiger Natur
oder aus schlechter Absicht heraus entstanden.
Milana
wandt kaum ihren Kopf, doch Eden konnte ihr Schmunzeln
sehen und sie antwortete mit selbigen, als Milana
kurz darauf schnellen Schrittes ihr Schlafzimmer
verliess. Nur wenige Augenblicke später hörte
sie die Haustüre und bald darauf etwas weiter
entfernt eine Autotüre schliessen. Eden blieb
in ihrer Haltung auf den Knien, sie hatte ihren
Kopf in Richtung der Geräusche gedreht und
wandt ihn jetzt langsam seitlich nach vorn zum Boden,
schaute durch ihn hindurch in ihre eigenen Gedanken
und liess das gerade Erlebte noch einmal Revue passieren
und fand sich gedanklich wieder nach London.
"Dreh
Dich um..", Eden stand auf dem grossen Platz
in London, als ihr Gefühl sagte, sie solle
sich umdrehen. Sie hatte nicht gewusst, warum, tat
es jedoch, konnte aber auch dann nicht entdecken,
warum sie sich hätte umdrehen sollen. Sie hatte
es später wieder vergessen, doch nun war die
Erinnerung da, als sei sie gerade eben erst passiert
und sie war auch gerade eben erst passiert. Sie
hatte Milana zu diesem Zeitpunkt noch nicht gekannt,
sie nie gesehen. Sie hat mich gesehen schon
lange bevor wir uns im Museum trafen.., Eden
war überrascht und musste leicht grinsen.
"Nicht
bewegen!", das war im Londoner Museum gewesen.
Sie solle sich nicht bewegen, still halten hatte
Edens Gefühl ihr vermittelt. Es war die Situation,
als Milana sie beissen wollte. Milana wollte sie
dazu bringen, sich nicht zu bewegen, wollte sie
dazu bringen, dass sie sich nicht wehrte.. Das war
ihr gelungen. Womöglich vielleicht auch, hätte
sie ihre Fähigkeit nicht angewandt. Heute konnte
Eden darüber schmunzeln.. wie wäre es
damals gewesen? Sie wusste es nicht und wenn sie
ehrlich zu sich war, wollte sie es auch gar nicht
wissen.
"Ich
werde sie bald wiedersehen, vielleicht schon sehr
bald..", auch im Museum.. Eden konnte sich
an diese Situation erinnern. Zak hatte den Biss
und somit Edens Tod verhindert. Er hatte verhindert,
dass Milana sie als Opfer nahm und sich an ihr labte.
Er hatte Milana verboten, Hand an Eden zu legen
und ihr gesagt, sie solle sich mit ihr unterhalten,
damit sie erfahre, dass Eden nicht einfach nur ein
Mensch war. Es war eine recht eigenwillige Situation
gewesen. Eden hatte begonnen zu sprechen. Irgendwie
hatte sie das Bedürfnis gehabt, dieser fremden
Vampiress zu erklären, dass sie sie verstand
und wie sie das Leben als Vampir begriff. Milana
hatte geschwiegen, sich alles angehört und
sich danach ohne ein Wort umgewandt und war zur
Tür gegangen.
In
diesem Augenblick hatte Eden dennoch gewusst, dass
sie sie bald wiedersehen würde.. Milana hatte
ihr diesen Gedanken geschickt und Eden wurde in
diesem Augenblick der Erkenntnis sehr warm ums Herz.
Es war als könne sie einen Teil von Milanas
Gedanken erfassen, die ihr so unerreichbar schienen,
so phantastisch und wertvoll. Eden versuchte das
Gefühl zu halten, doch so schnell es gekommen
war, war es auch wieder verschwunden und sie lächelte
bei dem Versuch, es zurück zu holen, denn es
würde nicht funktionieren und sie wusste das.
Es
war wie als würde man träumen und versuchen
den Traum festzuhalten, wenn man erwachte, damit
man sich erinnern konnte an ihn und dann verlor
man ihn und man konnte alles Erdenkliche versuchen,
ihn zurückzuholen, er würde für immer
für das Bewusstsein verloren sein. Es war nicht
ganz das selbe, doch liess es sich dennoch damit
vergleichen.
Ja..
das sind wahrlich keine bösartigen Gedanken
und auch keine schlechten Absichten.., Eden
kam zurück in die Realität und drückte
sich vom Boden hoch, um aufzustehen. Ein stechender
Schmerz fuhr in ihre Schulter und sie hielt sie
reflexartig fest. Den Typen hatte sie ganz vergessen
und mit einem Anflug von schlechtem Gewissen erinnerte
sie sich daran, dass sie Milana gar nicht gedankt
hatte.. schliesslich hatte sie sie vor dem Tode..
nein, sogar vor Schlimmerem als den Tod bewahrt.
Wie konnte ich das nur verdrängen..? Wie
konnte ich vergessen, mich zu bedanken.., Eden
war enttäuscht von sich selbst, nahm sich jedoch
vor das so bald als möglich nachzuholen.
Jetzt
wollte sie sich umziehen. Dieses verrauchte Kleid,
welches dieser Kerl an sich gespürt hatte und
ihr fiel siedendheiss ein, dass sie noch immer keinen
Slip trug. Eden wurde rot und setzte sich aufs Bett,
um ihre Stiefel aufzuschnüren. Sie zog das
Kleid aus und den BH, warf alles in den Wäschekorb
hinter der Badezimmertür und ging schnell unter
die Dusche, wusch sich jeden Millimeter, den dieser
Kerl berührt hatte und trocknete sich fein
säuberlich ab, benutzte eine Lotion, die nach
ihrem Parfum roch und wickelte sich fest in ein
dunkelblaues Froteehandtuch, welches ihr bis zu
den Knien reichte.
»
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Dann
fönte sie ihr Haar und korrigierte die vom
Duschen etwas verlaufene Schminke in ihrem Gesicht.
Sie hatte versucht, sich zu beeilen, denn sie wusste
nicht, wann Milana zurück sein würde.
Würde sie heute wieder kommen? Diese Möglichkeit
war ihr gar nicht eingefallen.. sie war davon ausgegangen,
dass sie sogleich wieder zurück war. Was wenn
sie jedoch ein anderes bald meinte.. ein bald in
ein paar Tagen vielleicht? Edens vorfreudiger Glanz
in den Augen verlor sich ein wenig.
Sie
schüttelte den Gedanken jedoch wieder ab. Erstmal
anziehen und abwarten, dann werde ich sehen, wie
sie es meinte., Eden hängte das Handtuch
über die Stange, damit es trocknen konnte und
verliess das Bad um ins Ankleidezimmer zu gehen.
Sie wollte nicht schon wieder ein Kleid anziehen.
Milana kannte sie nur in Kleidern. Allerdings wusste
Eden auch um ihre Wirkung Bescheid, die diese Kleider
hatten und dennoch.. Milana sollte sehen, dass Eden
ebenso elegant sein konnte wie sie selbst und entschloss
sich dazu, ihre neue Nadelstreifenhose mit Schlag
und das schneeweisse Hemd anzuziehen, bei dem sie
die Köpfe nur auf notweniger Höhe schloss.
Es fiel ihr locker und kurz über die Oberschenkel,
doch ihr Busen spannte etwas darin, eben so wie
es sein sollte.
Eden
blickte in den Spiegel. Sie war fast zufrieden,
doch irgendetwas fehlte und sie fragte sich, was,
als ihr eine Idee kam. Sie kramte sich durch den
Schrank und fand sie tatsächlich. Eine Krawatte.
Eden grinste in sich hinein.. woher hatte sie diese
nur? Irgendwo in Paris war das gewesen.. Das war
ein junger Student.. jetzt erinnerte sie sich wieder.
Er hatte sich wohl auf den ersten Blick in Eden
verliebt, als diese in einem Bistro auf Zak gewartet
hatte. Die Franzosen gingen immer so leichtfertig
mit dem Wort Liebe um, aber Eden hatte herzlich
lachen müssen für den Augenblick, als
er dem Rosenverkäufer alle Rosen abgekauft
und sie ihr überreicht hatte. Er wollte ihr
irgendetwas von sich geben, Eden wehrte ab, wollte
sich nicht einmal mit ihm unterhalten und seine
Clique drängte ihn zu gehen, weil sie wohl
noch ins Theater wollten. Eden hoffte, dass sie
es bald schafften, denn die Leute sahen schon zu
ihrem Tisch und es war ihr unangenehm.
Als
einer seiner Bekannten ihn davon schleifen wollte,
zog er die Krawatte über seinen Kopf und warf
sie ihr zu mit den Worten, dass sie ihn nie vergessen
sollte. Es war alles sehr überdreht und verrückt,
aber es war eine recht lustige Erinnerung und Eden
besah sich die Krawatte. Warum sie sie aufgehoben
hatte, wusste sie nicht mehr so genau, aber es war
wohl einfach deshalb, weil sie von jeder Stadt irgendetwas
behalten hatte, etwas, das mit einer Geschichte
verknüpft war. Der Bananenkarton hatte einige
von diesen Erinnerungsstücken enthalten und
Eden grinste.
Die
Krawatte hatte sogar ihren Knoten noch. Sie war
recht neu und roch neutral. Sie zog sie über
den Kopf zog sie locker zurecht und grinste sich
im Spiegel an, dann ging sie ins Bad, benutzte ihr
Parfum und zog sich die Stiefel wieder an, nachdem
sie frische schwarze Socken gefunden hatte. Ja..
so konnte sie es lassen. Sehr ungewohnt so ohne
Kette.., kam ihr dann in den Sinn und sie streifte
das Ankh über und liess es unter das Hemd gleiten,
krempelte die Ärmel hoch und nickte ihrem Spiegelbild
noch einmal zu, bevor sie nach unten ging und sich
ein Glas Honigwein gönnte.
Sie
setzte sich mit dem Glas auf die Veranda vor dem
Haus und wartete.. hoffte, dass Milana heute wieder
kam.. sehr bald.. und wartete..
Es
war ungefähr eine Stunde vergangen, als Milana
ihren Wagen wieder vor Edens Haus abstellte. Sie
fühlte Edens Aura, hatte aber nicht nach rechts
geschaut, wo Eden nun auf der Veranda auf sie zu
warten schien.
Milana hatte den Motor abgestellt, war aber nicht
gleich ausgestiegen. Sie lauschte noch ein wenig
der Musik, strich sich langsam durch die Haare und
sah auf den Van vor sich. Kopfschüttelnd und
schmunzelnd schaltete sie die Anlage ab, stieg aus
und liess die Zentralverrieglung den Wagen sichern.
Sie
hatte in der Nähe eines Kaufhauses eine Seitenstrasse
entdeckt, in der rein gar nichts losgewesen war.
Alle Menschen, die zu so später Stunde noch
unterwegs gewesen waren, hatten sich auf der Hauptstrasse
aufgehalten. Die Gasse war zudem schlecht beleuchtet.
Milana hatte sich nicht lange umsehen müssen,
bis sie einen Mann, ca. Mitte 30, grossgewachsen,
schlank in gepflegtem Anzug entdeckt hatte, der
über die Strasse auf sie zulief. Als er auf
ihrer Seite entlang lief, ging sie auf ihn zu und
rempelte ihn leicht an und entschuldigte sich sogleich
auch, mit erotisierendem Blick und offener Körperhaltung,
dafür. Es hatte keines Wortes gebraucht, um
ihn auf sie anspringen zu lassen und nach einem
kurzen Gespräch hatte sie ihn eingeladen. Sie
sagte ihm, dass ihr Auto am Ende der Seitenstrasse
geparkt war und er kam bereitwillig mit. Sie hatte
nicht lange gefackelt mit ihm und sich genommen
was sie brauchte. Ihre Hände hatten sich wieder
gänzlich beruhigt und sie fühlte sich
gut. Wirklich sehr gut.
»
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Milana
liess den Schlüssel in ihrer Manteltasche verschwinden,
ebenso wie ihre Hände. Sie sah auf den Boden,
als sie geschmeidig um das Auto herumging. Als sie
ihren Kopf anhob, und zur Haustüre sah, bemerkte
sie Eden, die auf der Veranda sass. Milana blieb
stehen.
Eden
hatte sich umgezogen... es war... atemberaubend,
wie sie in einem völlig anderen Stil, als Milana
bekannt war, vor ihr sass und einfach phantastisch
aussah. Sie trug eine schwarze Nadelstreifenhose
mit Schlag, dazu ein weisses Hemd, welches sich
eng um ihre Brüste spannte und mit einer schlichten
Krawatte verziert wurde. Sie sah sehr professionell
darin aus und Milana schluckte unmerklich. Denn
der Anblick trieb ihr die Hitze in den Körper.
Jetzt, nachdem sie etwas alleine war und auch ein
wenig Zeit gehabt hatte, hatte sie das Gespräch,
welches noch vor ihr lag ein wenig beiseite geschoben
in Gedanken. Eden hatte stets sexy ausgesehen und
ihr war in ihrer Gegenwart immer anders geworden,
aber auf das, was sie nun sah, war sie nicht vorbereitet
gewesen. Holla... neuer Look, Eden? Gefällt
mir... gefällt mir sogar sehr. Sieht edel aus.
Ein Schmunzeln legte sich auf ihre Lippen, bevor
sie sich zur Beifahrertüre begab und sich mit
dem Rücken gegen diese lehnte und Eden einfach
nur ansah. "Hmm...",
machte sie dann nachdenklich, während sie sich
die nebenstehenden Häuser auffällig und
prüfend betrachtete. Sie machte einen unsicheren
und suchenden Eindruck.
Es
waren mehrere Meter Abstand zwischen ihnen, doch
Eden glaubte ein Schmunzeln auf Milanas Gesicht
zu entdecken. Sie stellte ihr Glas neben sich auf
die Bank und stützte sich mit beiden Händen
etwas auf ihr ab. Die Beine übereinandergeschlagen
und den Kopf leicht schräg gelegt voller Aufregung,
was jetzt nun passieren würde. Sie ist
tatsächlich wieder gekommen.. und sie ist tatsächlich
schon jetzt wieder hier her zurück gekehrt,
dachte sie glücklich und wartete, bis Milana
zu ihr kam.
Diese
allerdings schien nicht daran zu denken, sondern
lehnte sich an die Beifahrertür, bei der sie
gerade angekommen war. Lehnte sich dagegen und blickte
Eden einfach nur weiterhin schmunzelnd an. Was sie
wohl dachte? Eden war sich nicht sicher, was sie
davon halten sollte. Was bezweckte Milana?
Dann
vernahm Eden ein "Hmm..." von ihr und
sah wie sie sich prüfend, ja fast unsicher
suchend umsah. Eden runzelte amüsiert die Stirn
und stand dann auf. Dieses Wesen wollte sie sich
doch einmal genauer betrachten. Ein kurzer Gedanke
gleich einer Idee schoss ihr durch den Kopf, doch
sie wollte sich überraschen lassen und ging
langsam und geschmeidig auf Milana zu.
Diese
Frau zog sie an wie ein Magnet. Sie konnte nicht
anders als die aufsteigende Hitze in ihr zuzulassen.
Bald schon stand sie vor Milana und blickte ihr
tief in die Augen. Nur wenige Zentimeter gab es
Platz zwischen ihnen und Eden warf auf ihren Gedanken
hin für eine Sekunde einen Blick auf die Motorhaube.
Sie war doch recht stabil, wie man es für einen
Daimler auch erwarten konnte, dann blickte sie Milana
wieder an, um herauszufinden, was in IHR vorging.
"Kann
ich Euch behilflich sein gnädige Frau? Ihr
seht suchend aus, vielleicht habt Ihr eine Frage,
die ich Euch beantworten kann?", würde
Milana mitspielen? Eden musste sich ein Grinsen
unterdrücken und lächelte stattdessen
verführerisch.. Milana sah nur aus den Augenwinkeln,
wie Eden ein Glas abstellte und sie dann kurz darauf
aufstand und sich auf sie zu bewegte. Sie unterdrückte
den Drang danach, ihre Augen zu schliessen, denn
Eden bewegte sich anmutig und wunderschön.
Jede einzelne Bewegung schien wie gemalt, perfekt,
es harmonisierte einfach alles an ihr. Nur wenige
Zentimeter vor ihr, blieb sie stehen und sah sie
an. Milana erwiderte ihren Blick, genoss den frischen
Duft, welcher ihr der leichte Wind entgegenwehte
und als Eden zu sprechen begann, schmunzelte sie
innerlich. Genau eine solche Frage hatte sie erwartet.
"Ja,
in der Tat könntet Ihr mir behilflich sein.
Ich war der festen Überzeugung, dies wäre
das Haus einer Frau namens Eden... aber anscheinend
habe ich mich geirrt. Ihr kennt sie nicht zufällig
und wisst, wo ich sie finde?", Milana
funkelte sie mit frechen Augen an, nahm dann ihre
Hände aus den Taschen und verschränkte
ihre Arme vor der Brust, wobei sie Eden in ihrer
Bewegung leicht an der Oberweite streifte. Gespannt
wartend sah sie sie grinsend an, wobei man nun deutlich
ihre Grübchen sehen konnte.
Eden genoss den Anblick dieser wundervollen Grübchen,
die Milana nur viel zu oft versteckte und nicht
preisgab. Eden liebte diese Grübchen und noch
vor einigen Stunden hatte sie geglaubt, diese niemals
wieder sehen zu dürfen.. doch jetzt waren sie
da.. einfach nur da.. für sie.. nur für
sie allein...
»
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"Nun,
es gab hier einst eine Eden, doch diese zog vor
vielen Jahren einmal weg. Seither wohne nur noch
ich in dieser Gegend mit diesem Namen. Doch wie
mir scheint, meint ihr nicht mich, leider.. wie
ich dazu betonen möchte. Ich kann Euch wohl
doch nicht weiterhelfen oder habt Ihr noch ein weiteres
Anliegen?", Eden trat unmerklich noch
einen winzigen Schritt auf Milana zu, versank tief
in ihren Augen und konnte nicht mehr von ihnen wegsehen,
es war wie ein Hineinschauen in die Tiefe eines
schwarzwirkenden Meeres.
Milana musste innerlich auflachen. Eden war einfach
zu gut.
Als
Eden jedoch noch einen Schritt näher kam, nur
einen winzigen, löste Milana ihren Blick aus
Edens Augen, die sie eindringlich ansahen, schob
sich an ihr vorbei und machte Anstalten, wieder
gehen zu wollen, während sie sich bei Eden
entschuldigte. "Entschuldigt die Störung.
Nein, ich habe keine weiteren Anliegen. Ich danke
Euch.", sagte sie freundlich und trat
einen Schritt von ihr weg, bevor sie sich ruckartig
umwandt und Eden an der Schulter griff, sie mit
dem Rücken zum Auto drehte, sie dagegen drückte
und ihr bis auf wenige Millimeter nahe an ihr Gesicht
herankam. Unmerklich atmete sie den Moschusduft
ein, den sie nun empfing.
"Ihr
versucht mich zu täuschen! Vor einer Stunde
befand sich Eden noch in diesem Haus. Sagt! Was
habt Ihr mit Ihr angestellt? Wenn Ihr ehrlich seid,
lasse ich Euch vielleicht leben.",
zischte Milana Eden kalt an, bevor sie zu schmunzeln
begann und leise hinzufügte.
"Du siehst sehr edel aus, das gefällt
mir. Ungewohnt, aber es gefällt mir."
Dann liess sie von Eden ab und lief langsam zur
Haustüre, wo sie sich mit dem Rücken an
die daneben liegende Wand lehnte und ihre Hände
wieder in den Taschen versteckte.
"Worauf wartest Du? Willst Du die Nacht
auf Deinem Vorhof verbringen?", rief
sie ihr leicht fragend entgegen.
Edens
Herz schlug ihr bis zum Hals und sie genoss das
Spiel zusehends, ebenso sehr wie die Kombination
ihrer schmerzlich pochenden Schulter und der Erektion
in ihrem gesamten Körper.
Milana spielte das Spiel noch einige Worte lang
sehr gut. Man hätte glauben können, dass
sie es wirklich ernst meinte. Eden
lächelte erfreut und dankbar und als Milana
dann von ihr abliess und langsam zur Haustüre
ging, um sich dort mit den Händen in den Manteltaschen
gegen die Wand zu lehnen, pochte Edens Herz fast
bist zum Zerbersten..
Dieses Miststück.. lässt sie mich
hier einfach so stehen.., doch ein freches
Grinsen huschte ihr über die Lippen und sie
sah nur noch kurz perplex und kaum merklich durchatmend
an.
Milana
fragte frech, ob sie die ganze Nacht auf ihrem Vorhof
verbringen wolle und Eden schwor sich, Milana dies
heimzuzahlen, auch wenn sie wusste, dass das schwer
werden würde.
Sie stiess sich mit dem Hintern vom Auto ab, schmunzelte
noch immer und nur kurz rieb sie ihre Schulter,
um das Pochen etwas zu dämpfen, dann ging sie
auf Milana zu. Ihr fiel ein, dass sie sich noch
hatte bedanken wollen und blieb einen Augenblick
vor ihr stehen..
"Danke..", sagte sie
in ernstem, leisen Tonfall.." Danke,
dass Du mir geholfen hast vorhin..",
dann wandt sie sich ab und trat an ihr vorbei ins
Haus.
Das
Glas auf der Bank hatte sie vollkommen vergessen,
aber wie wichtig war es schon? Sie hielt die Tür
am Rahmen und wartete, bis Milana eingetreten war,
damit sie sie schliessen konnte.
Milana
sah, wie Eden ein freches Grinsen über die
Lippen huschte. Es hat Dir also gefallen, ja?
Soso... Du stehst also auf Spielchen..., dachte
Milana innerlich grinsend, bevor sie Eden dabei
beobachtete, wie sie sich vom Auto abstiess und
sich dann mit der Hand an der Schulter rieb.
Hatte Milana zu fest zugedrückt? Nein, sicherlich
nicht. Das ist wohl ein kleines – nicht lange
bleibendes Erinnerungsstück – welches
ihr der Kerl beschert hat., Milana grummelte leicht
innerlich, aber es verflog so schnell, wie es gekommen
war. Dieser Kerl wandelte nicht mehr auf dieser
Welt. Hrrhrr...
»
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oben «
Eden
blieb kurz vor ihr stehen und bedankte sich dafür,
dass Milana ihr geholfen hatte. Gerade als Milana
dazu etwas sagen wollte, ging Eden jedoch an ihr
vorbei ins Haus und wartete an der Türe.
Milana
sah mit hochgezogener Augenbraue in den Himmel,
an dem unzählige Sterne standen und auf sie
herabblickten. Sie wollte keinen Dank. Nicht dafür.
Sie stiess sich sachte mit den Schultern von der
Wand ab und ging ebenfalls ins Haus. Edens ernster
Tonfall, mit dem sie ihr den Dank ausgesprochen
hatte, liess eigentlich keinen Scherz zu, aber sie
konnte nicht anders.
Dann stehst Du jetzt wohl in meiner Schuld.
Ich werde Dich wissen lassen, wann und wie Du diese
Schuld begleichen sollst"., schmunzelte
sie. Mit dann jedoch wieder ernstem Blick zog sie
ihre rechte Hand aus der Manteltasche und steichelte
Eden sanft über die Stelle, die sie soeben
draussen berührt hatte. Milana folgte ihrer
Hand mit ihrem Blick, bevor sie diesen dann in Edens
Augen führte, während Milana ihre Hand
ebenfalls höher lenkte und sie kurz, aber zärtlich
mit dem Daumen über ihre Wange streichelte.
Dann ging sie an Eden vorbei und sah sich wartend
nach ihr um.
Eden
hörte heraus, dass Milana es scherzhaft meinte,
doch Eden würde dennoch alles tun, was sie
verlangte.
"Ich werde diese Schuld begleichen..
irgendwann.. irgendwie und ich meine das ernst..,"
sagte sie leise, aber lächelnd.
Eden
wollte gerade die Tür schliessen als Milana
ihre Hand an Edens Schulter hob und sanft darüber
strich. Ihr Blick folgte ihrer Bewegung und Eden
sah Milana einfach nur in die leicht gesenkten Augen.
Ist Dir eigentlich bewusst, wie sehr ich Dich
liebe?, Eden lächelte und Milana hob den
Blick wieder in Edens Augen, strich sacht mit ihrem
Daumen über ihre Wange und Eden genoss diese
zarte Berührung sehr. Sie hatte sich so lange
gewünscht, dass Milana sie nur noch einmal
berührte, doch in keiner Vorstellung war es
so schön gewesen, wie es sich jetzt tatsächlich
anfühlte. Wenn sie doch nur nie wieder damit
aufhören würde..
Doch
dann ging Milana an Eden vorbei und wartete mittig
auf dem Vorplatz stehend auf sie.
Eden schloss die Tür und wandt sich wieder
zu ihr um. Milana war ihr noch immer eine Antwort
schuldig, doch jetzt war die Situation vorbei, in
der sie sie darauf ansprechen konnte. Sie würde
es wohl nie wieder wagen. Vor ihr stand die selbstbewusste,
ehrgeizige Milana, die wusste was sie wollte und
vor allem, was sie nicht wollte und Eden konnte
sie nicht daran erinnern, dass sie gerne ihre Frage
beantwortet haben wollte, so schluckte sie sie hinunter
und hoffte, das Milana irgendwann von selbst darauf
zu sprechen kam.
Doch
was nun? Es gab so viel zu sagen, aber Eden konnte
es nun einmal nicht beginnen. Zuviel Ehrfurcht hatte
sie vor Milana, egal wie vertraut ihr Verhältnis
gerade miteinander gewesen war. Bei diesem Stichwort
kam ihr eine neue Frage in den Sinn.. Was ist
es, was wir haben? Haben wir überhaupt was?..
und Eden wurde wieder klar, dass alles auf diese
eine Frage hinauslief, die sie ihr gestellt hatte
und sie verdrängte den Gedanken wieder.
"Was..
was würdest Du gerne tun? Wo möchtest
Du gerne hin?", Jetzt standen sie
irgendwie wieder am Anfang und Eden war ratlos.
Sie wünschte sich nichts mehr als diese Lippen
auf den ihrigen, aber das konnte sie ebenfalls schlecht
einfach so sagen.. und wieder hing alles an der
Antwort, die Milana ihr schuldig war.. immer wieder
führte es dorthin zurück...
Eden
hatte ihr leise lächelnd gesagt, dass sie ihre
Schuld begleichen würde und das sie es ernst
meinte damit. Milana hatte nichts daraufhin erwidert,
doch ihr Blick hatte wohl zu verstehen gegeben,
dass sie es registriert hatte.
Eden
schloss die Türe und wandt sich dann zu Milana
um. Sie schwieg einige Moment, in denen sie Milana
einfach nur ansah. Sie schien in Gedanken versunken
und ihre Augen sahen fragend aus, bevor sie dann
auch eine solche Frage stellte.
Sie wollte wissen, wo Milana gerne hinwollte und
was sie gerne tun würde.
Milana wollte so einiges gerne tun, einfach hier
und jetzt und ihre Vorstellungen gingen mit ihr
durch, was ihr ein Funkeln in den Augen bescherte.
Sie sah sich, wie sie sich an Edens Krawatte zu
schaffen machte, den Knoten lockerte und sie ihr
über den Kopf hinweg abzog, ausserdem sah sie
sich, wie sie...
»
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Milana
holte sich selbst schnell wieder in die Realität
zurück, denn sie hatte Eden noch keine Antwort
auf ihre Fragen gegeben. Dies würde sie nachholen
und dazu würde sie gerne an der frischen Luft
und unter den Sternen stehen.
"Ich möchte auf den Balkon.",
sagte Milana nur knapp und wich einen Schritt beiseite,
damit Eden an ihr vorbei und vorausgehen konnte.
Eden
sah ein Funkeln in Milanas Augen, welches sie noch
um einiges geheimnisvoller aussehen liess, als es
sowieso schon war und wieder einmal bewies sie Entschlusskraft
und dass sie wusste, was sie wollte.
Eden war dankbar dafür und ja.. es war eine
Eigenschaft, die sie anzog. Sie lächelte als
sie einmal kurz nickend an ihr vorüber ging.
Milana war zur Seite getreten und Eden ging die
Stufen hinauf und bis zum Schlafzimmer durch.
Sie
wandt sich nicht um, sondern öffnete die Balkontür
und trat hinaus. Die frische Luft tat ihr gut und
sie verlor ein wenig das beklemmende Gefühl,
welches ihre Ratlosigkeit ausgelöst hatte.
Sie betrachtete die Sterne, wie Milana es kurz vorher
vor der Tür noch getan hatte. Es war eine klare,
warme Nacht und Eden genoss die Ruhe, legte die
Hände auf das steinerne Geländer und sog
die Schönheit in sich auf, die sie umgab.
Es
war fast wie auf dem Hochhaus.. den Sternen so nah,
einem wunderschönen Stern bei ihr noch viel
näher.. auf dem Hochhaus hatte sie noch geglaubt,
Milana wahrscheinlich nie wieder zu sehen, doch
jetzt war sie einfach da.. sie hatte sie einfach
so gefunden und Eden schloss dankbar für einen
Augenblick die Augen..
Eden
nickte ihr zu und ging dann, schweigend und ohne
sich auch nur ein einziges Mal zu Milana umzudrehen,
die Treppen hinauf. Ihr Weg führte sie wieder
in den Schlafraum, wo Milana einen Blick auf das
grosse, bequemwirkende Bett warf, diesen jedoch
schnell wieder abwandte, um ihre Gedanken in Zaum
zu halten und ging weiter hinter Eden her.
Sie öffnete die Türe, die auf den Balkon
führte und trat hinaus.
Milana
folgte ihr, weiterhin schwiegen beide. Sie schloss
die Türe hinter sich und lehnte sich wieder
gegen die Wand, so wie sie es schon unten getan
hatte.
Eden stellte sich an das Geländer und legte
ihre Hände auf dieses. Ihr Blick war in den
Himmel gerichtet. Milana sah sie noch einige Augenblicke
an, sah an ihr herunter und wieder hinauf. Sie fühlte,
wie die Hitze in ihr stärker wurde und ihr
die Vorstellung mit der Krawatte wieder in den Sinn
kam. Sie schmunzelte, dann hob sie ihrerseits den
Blick gen Himmel.
Sie atmete die klare frische Luft tief ein, genoss
den ruhigen Moment, bevor sie die Stille durchbrach
und Eden eine Frage stellte, die sie wirklich interessierte.
"Kanntest
Du ihn?", fragte sie einfach nur,
wissend, dass Eden nicht dumm war und wusste, was
Milana meinte.
Eden
hörte wie Milana ihr hinterher auf den Balkon
trat und die Tür hinter sich schloss, dann
hörte sie, wie Milana sich wohl gegen die Wand
lehnte. Sie rührte sich nicht und sah dann
geradeaus in den Horizont über die umstehenden
Häuser hinweg zu weiteren Sternen, die sie
dort entdecken konnte.
Lange
Zeit sprach keine der beiden Frauen ein Wort, bis
Milana eine kurze Frage stellte. Eden schluckte
unmerklich und liess sich Zeit mit der Antwort.
Sie folgte gerade einem Punkt, der einem sich fortbewegenden
Stern glich. Es war ein Flugzeug im Anflug auf den
Flughafen, zumindest wirkte die Richtung dem so.
"Nein..
nein ich kannte ihn nicht. Ich wusste nicht einmal
seinen Namen.", begann Eden dann zu
antworten. "Ich war in einer Discothek
dieser Stadt gewesen und.. und ich habe ihn dort
zum ersten Mal gesehen heute. Ich wollte.. ich wollte..
aber ich konnte nicht und stiess ihn von mir, ging
hinaus.. fuhr nach Hause.. er ist mir wohl gefolgt
und wollte einfordern, was ich nicht zu geben bereit
gewesen war..", sprach sie leise weiter.
Sie wollte vor Milana keine Geheimnisse haben und
sie nicht anlügen. Das war nicht Edens Art..
"Es
war meine Schuld.. meine Schuld, dass es überhaupt
soweit kam..", fügte sie ihrer
Antwort noch hinzu und sah noch immer in die Richtung
des Flugzeuglichtes, welches aber schon lange nicht
mehr zu sehen war. Sie atmete tief durch und schloss
die Augen. Milanas Reaktion.. sie hatte Angst vor
dieser Reaktion, aber die Ehrlichkeit war mehr wert
als alles andere..
Eden
sah weiterhin in den Himmel und sie liess sich etwas
Zeit mit der Antwort. Einen Moment lang überlegte
Milana, ob sie sich wohl die Wahrheit etwas verschönern
musste, wenn es etwas zu verschönern gab. Aber
Edens Worte, die sie dann an Milana richtete, ohne
sich umzudrehen, waren eindeutig und sehr ehrlich.
Vielleicht etwas zu ehrlich.
Milana senkte ihren Blick auf Edens Rücken
und liess ihn dort. Irgendwie hatte sie eine solche
Antwort befürchtet. Wie konnte sie auch nur
davon ausgehen, dass Eden sich nicht auch holte,
was sie wollte. Trotz der Wahrheit, die sie vorhin
erfahren hatte, hatte sie nicht das Recht ihr vorzuwerfen,
dass sie trotz der Liebe zu ihr, nichts dergleichen
tat.
Immerhin war sie ein freier Mensch.
Ja, Mensch... sie war ein Mensch.
Milana
selbst hatte sich auch nicht nehmen lassen wollen,
sich zu holen, was sie brauchte, was ihr Körper
oft verlangte. Aber immer wurde ihr ein Strich durch
die Rechnung gemacht. Stets dachte sie an Eden,
auch wenn teilweise nur unterbewusst. Sie hatte
immer nach anderen Gründen gesucht, wieso sie
nicht konnte... dann doch nicht mehr wollte... sich
ekelte.
Einmal hatte sie sich allerdings selbst dazu gezwungen,
es durchzuziehen. Sie wollte diese Unterbewusste
Ablehnung nicht, sie fühlte sich, als würde
etwas... oder besser gesagt jemand ihren Körper
lenken und von dem abhalten, was sie einst getan
hatte, wann immer sie es wollte.
Ja, einmal war es weiter gegangen und Milana dachte,
es wäre wieder alles in Ordnung, als sie den
Fehler machte und ihren Blick zum Kerl lenkte, der
unter ihr schwer atmete. Der Anblick hatte sie so
abgestossen. Der vorher so edel und gepflegt aussehende
Kerl hatte sich vollkommen vergessen. Seine Bewegungen,
sein Gesichtsausdruck... Er hatte nur noch ein Ziel
und das war Milana nicht bereit ihm zu geben. Sie
wollte nehmen, nichts anderes. Im selben Moment
dachte sie an Eden... der Ekel und der Hass auf
diesen Kerl hatten sie gedankenverloren seine Kehle
zudrücken lassen, bis er unter ihr einfach
regungslos dagelegen hatte.
»
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Milanas
Blick hatte sich in dieser Erinnerung verschleiert
und sie sah nicht mehr direkt auf Edens Rücken,
sondern eher durch ihn hindurch. Sie sah Eden nur
noch verschwommen, bis sie ihren Blick wieder fokussierte,
sie lautlos von hinten an Eden herantrat und - einen
halben Meter hinter ihr - stehen blieb.
"Du
weisst, dass Dich keine Schuld trifft.",
sagte sie bestimmt, aber dennoch nicht böse.
"Ein Mann hat kein Recht so etwas zu
tun oder auch nur anzudeuten.", fügte
sie hart und kalt hinzu. "Fühl
Dich für Dein Verhalten nicht schuldig, Du
hast nichts... falsch gemacht."
Milana löste ihren Blick von Eden und sah wieder
hinauf in den Himmel, sie versuchte sich vorzustellen,
was in der Discothek vorgefallen war, jedoch schob
sie diesen Gedanken schnell wieder beiseite. Sie
wollte nicht daran denken. Irgendwie schmerzte die
Vorstellung. Eden gehörte ihr. Ihr und niemand
anderes hatte das Recht, sie zu berühren.
Sie
begab sich neben Eden zum Geländer und wandt
sich mit dem Rücken dagegen. Sie sah nicht
zu Eden, sondern immer noch in den Himmel in dem
die Sterne standen, wie kleine Wächter. Beschützend
und aufmerksam.
"Nun...
Du hattest mir zwei Fragen gestellt, bevor ich gegangen
bin. Möchtest Du die Antwort immer noch wissen?",
fragte sie leise. Jetzt sah sie Eden offen an und
wartete auf ihre Antwort.
Eden
wagte es nicht, noch etwas zu sagen oder sich umzudrehen.
Sie stand da, mit nun gesenktem Kopf und noch immer
geschlossen Augen und Milana schwieg lange Zeit.
Eden war schon einmal froh darüber, dass sie
nicht einfach ohne ein Wort ging, doch lange hielt
sie diese Stille nicht mehr aus, aber was hätte
sie tun können? Sie konnte Milana nicht zwingen,
sich dazu zu äussern und so blieb sie regungslos
stehen.
Als
Milana sprach klang sie nur einen Schritt von ihr
entfernt und Eden schreckte innerlich kurz zusammen,
weil sie nicht gehört hatte, dass Milana auf
sie zugetreten war. Die Vampiress sprach davon,
dass Eden keine Schuld trug. Einerseits hatte sie
Recht, das wusste Eden, doch wenn Eden überhaupt
nicht soweit gegangen wäre, wäre sie auch
nie in diese Situation geraten, dennoch liess sie
Milanas Antwort so stehen. Sie wollte nicht weiter
darüber nachdenken, sondern es einfach wieder
so schnell wie möglich vergessen.
Als
Milana geendet hatte, schwieg sie wieder einige
Zeit und Eden wusste nicht, ob sie sich umdrehen
sollte oder ob sie eine Antwort von ihr erwartete,
doch noch bevor sie wusste, was sie tun wollte ging
Milana zum Geländer, lehnte sich mit dem Rücken
dagegen und sah in die Sterne. Kurz darauf drang
ihre leise Stimme an Edens Ohr und sie fragte nach
der Antwort, die sie ihr noch nicht gegeben hatte.
"Natürlich..",
antwortete Eden knapp und sah zum ersten Mal wieder
in Milanas Augen. Sie wusste nicht mehr zu sagen,
fühlte sich, als hätte sie überhaupt
kein Recht mehr zu sagen. Der Themenumschwung kam
zu plötzlich, als dass sie sich gleich hätte
umstellen konnte. Ihre Stimme klang ebenso leise
und ihr Blick war aufmerksam und auch etwas bedrückt
und ängstlich, aber letztere beiden Gefühle
versuchte sie zumindest annähernd zu unterdrücken,
ob es ihr gelang, wusste sie nicht..
Milana
hatte diesen Themenwechsel bevorzugt, da sie nicht
weiter darüber nachdenken wollte, was geschehen
war. Nein, sie wollte vergessen, wie sie Eden vorgefunden
hatte und nicht weiter wissen, wie genau es nun
wirklich dazu kam. Edens Antwort war genau genug
gewesen, alles andere konnte man sich selbst zusammenreimen.
"Nun...",
begann Milana leise, zog ihre Hände aus den
Manteltaschen mit denen sie gleichzeitig beide Knöpfe
an ihrem Mantel öffnete und diesen leicht beiseite
schlug.
Sie nahm ihr Schwert vom Gürtel und stellte
es gegen das Geländer. Ihren Dolch nahm sie
ebenfalls ab und bückte sich, um ihn auf den
Boden zu legen. Als sie sich wieder aufgerichtet
hatte, stützte sie ihre Hände seitlich,
neben ihrem Körper, auf das Geländer.
Dann sah sie Eden tief in die Augen.
»
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"Nein.
Ich gehe nicht. Nicht jetzt. Und was ich fühle...
ich fühle Deinen Blick in meinen Augen und
Deine Nähe.", sagte Milana, ohne
eine Reaktion in ihren Augen wiederzuspiegeln, ohne
Eden die Möglichkeit zu geben, ihrem Gesicht
eine Reaktion zu entlocken. Milana wusste, dass
wenn sie erzählen würde, was sie das letzte
Jahr getan hatte, dann wüsste Eden wohl auch,
wie sie empfand. Milanas Gedanken waren wirr, sie
hatte soviel im Kopf. Von der Abfahrt in London,
bis St. Malo, als sie Eden hatte ziehen lassen,
ohne ihr zu zeigen wie nah sie ihr eigentlich die
ganze Zeit über gewesen war. Sie dachte wieder
an die Zweifel, die sie ständig begleitet hatten
und die sie in London davon abgehalten hatten Eden
einfach zu töten.
Milana wusste nicht, was sie ihr auf diese Frage
antworten sollte. Solche Gefühle waren ihr
neu gewesen und nun... nun verlangte Eden von ihr,
diese auch noch in Worte zu fassen.
Wie sollte sie das anstellen? Gab es für dieses
Gefühl, das Milana in sich fühlte, Worte?
Waren nicht alle Worte der Welt unwürdig? Nicht
ausreichend? Einfach nichtssagend?
Milana liess ihre Worte so stehen... wusste nicht,
was sie hinzufügen sollte, wie sie etwas hinzufügen
konnte und sie hoffte, Eden würde es nicht
als Ablehnung auffassen.
Diese Frage überforderte Milana, auch wenn
sie es nicht zugeben würde.
Ihr Blick ruhte immer noch in Edens... versuchte
zu erkennen, was sie fühlte und dachte.
Milana
liess sich Zeit mit ihrer Antwort und entledigte
sich ihres wundervollen Schwertes und einem Dolch,
den sie wohl am Rücken in Hüfthöhe
getragen hatte. Warum sie das tat, war Eden schleierhaft
doch es war ein Zeichen, dass Milana wohl nicht
so schnell vor hatte zu gehen und das beruhigte
sie ein wenig.
Eden
wusste nicht, ob sie glücklich über diese
Antwort sein konnte, denn Milana fügte nichts
weiter hinzu. Sie konnte kein wirkliches Gefühl
in Milanas Augen ablesen, es war keine Reaktion
in ihnen zu sehen und Eden schluckte ihre Enttäuschung
hinunter. Ihr war nach Tränen zumute, doch
auch diese verbarg sie, wie sie sie schon immer
verbergen konnte, wenn es hatte sein müssen.
Milana war da und sie würde nicht gehen, das
allein zählte und dennoch.. Eden wusste nicht
weiter, sie hatte sich eine andere Antwort erhofft,
zwar war es keine ablehnende Antwort, aber dennoch
auch keine befriedigende. Im Gegenteil.
Eden
blickte auf den Van, aber sie sah ihn nicht wirklich.
Ihr Blick verschleierte, doch als sie wieder zu
Milana sah, war er klar. Keine Träne war in
ihnen zu sehen, abermals hatte sie sie einfach zurückgedrängt.
Eden wusste nicht, ob es daran lag, dass Milana
mit Gefühlen nicht umgehen konnte oder ob es
einen anderen Grund.. Edens Gedanken von vor einigen
Stunden fielen ihr wieder ein und die unterbrachen
ihr Nachdenken über die Gründe von Milana
und sie konnte sich nicht zurückhalten eine
weitere Frage zu stellen. In der Hoffnung, dass
sie dies durfte..
"Milana..
gibt.. gibt es jemandem in Deinem.. Deinem Leben?",
das war für Eden eine Erklärung. Wenn
es jemanden gab, dann war das die Erklärung,
warum Milanas Antwort so unbefriedigend für
Eden ausfiel. Sie hoffte, dem war nicht so, denn
diesen Schmerz würde sie wohl kaum verbergen
oder gar irgendwie aushalten können, aber wenn
es nicht so war.. dann stand sie ebenso wieder am
gleichen Punkt wie zuvor, dennoch wartete sie Milanas
Antwort einfach ab und versuchte ihre Gefühle
so gut es ging zu verbergen.
Eden
hatte zwischendurch ihren Blick hinunter in den
Hof oder gar auf die Autos gesenkt und die Augen
geschlossen, Milana aber sofort wieder angesehen.
War das Enttäuschung, die sich in ihren Augen
spiegelte? Milana wusste, dass die Antwort, die
sie ihr gegeben hatte, wohl nicht die Antwort war,
die Eden sich erhofft hatte.
Dennoch fehlten Milana die Worte, um zu beschreiben,
wie es in ihr aussah.
Nach
ein paar Augenblicken des weiteren Schweigens, ergriff
Eden dann wieder das Wort.
Sie stellte ihr erneut eine Frage. Eine Frage, die
Milana einfacher beantworten konnte. Eden fragte,
ob es jemanden in Milanas Leben gab.
Sie fühlte, wie die Angst in Eden etwas grösser
wurde.
Milana blickte in Richtung der Balkontür und
dann zu Boden.
Leise begann sie zu sprechen.
"Ja.", sagte sie nur
knapp und machte eine kurze Pause, bevor sie fortfuhr.
Sie hatte nach Worten gesucht, die sie nun aussprach.
"Ja, es gibt jemanden in meinem Leben.
Jemanden aus England... seit über einem Jahr.
Jemand der immer bei mir war... wenn auch nicht
körperlich, wenn auch nicht immer bewusst...
und oft versuchte ich diesen Jemand aus falschen
Gründen zu verdrängen. Aber das hat nicht
funktioniert, wie mir immer und immer wieder bewusst
wurde. Eden... ja, es gibt jemanden." Nun
hob sie ihren Kopf wieder an und sah direkt in Edens
Augen.
Ihr Blick strahlte ihr ganzes Gefühl aus, ihre
ganze Liebe, voller Wärme... so tief und ehrlich.
"Du bist dieser Jemand, Eden.",
schloss sie ihren Satz und trat näher an Eden
heran, sie führte ihre Hand zu Edens Kinn und
hielt es sachte fest, führte ihren Blick so
nah und tief in den ihren und wiederholte. "Dich
gibt es in meinem Leben".
Milana
blickte in Richtung der Balkontür und dann
zu Boden, Eden wurde das Herz schwer und als Milana
ein leises "Ja" über ihre Lippen
brachte und daraufhin nicht gleich weitersprach,
zerbrach in Eden alles.. alles in ihr zerbrach mit
einem Mal zu einem einzigen Scherbenhaufen, dessen
Spitzen und Kanten sich in ihr Gefühl bohrten
und einen Schmerz in ihr auslösten, den sie
nun nicht mehr verbergen konnte. Tränen.. bittere
Tränen füllten sich zugleich in ihre Augen
und sie senkte den Blick.
»
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Der
Kloss in ihr schien ihr die Luft abzuschnüren
als Milana weitersprach. Sie hätte sie gern
gebeten, einfach aufzuhören, hörte ihr
kaum zu, wollte einfach nicht mehr davon erfahren,
doch sie brachte kein Wort über die Lippen
und keinen Blickkontakt zustande und dennoch versuchte
sie einen aufzunehmen und als sie es endlich übers
Herz brachte, traf sie Milanas Blick voller Gefühl
und Liebe, voller Wärme und Eden verstand nicht..
verstand nicht, wie Milana sie so ansehen konnte.
Die Tränen versiegten in ihrer Irritation und
Überraschung über dieses mächtige
Gefühl, welches ihr noch unvorbereiteter entgegenschlug
als die gesamte Situation sowieso schon.
Milana
sagte, dass Eden selbst dieser Jemand sei und Eden
begriff nicht. Ihre Lippen formten Worte, doch es
kam kein Ton über sie und ihr Blick war ein
grosses Fragezeichen. Milana trat näher heran
und Eden begriff, was Milana soeben eigentlich gesagt
hatte und mit einem Male fühlte Eden sich lächerlich
und dumm. Sie hatte geglaubt, dass es jemand anderen
gab und Milana hatte nur von ihr gesprochen. Sie
wusste nicht, was sie jetzt lieber fühlen sollte..
das Gefühl der Dummheit, wie sie sich durch
und durch empfand oder das Gefühl endlosen
Glücks und einem Sturm der Gefühle, die
über sie hin einbrachen ohne Vorwarnung und
mit denen sie kaum umzugehen wusste.
Milana
führte ihre Hand zu Edens Kinn und hielt sacht
ihren Blick tief und nah in ihren eigenen und wiederholte
noch einmal ihren letzten Satz. Eden schluckte und
trotz all dem, was sie von Milana wusste, war es
ihr nun nicht mehr möglich einfach dazustehen
und sie weiter anzusehen. Ohne darüber nachdenken
zu können, schloss Eden ihre Arme um Milanas
Hals und liess ihren Tränen freien Lauf. Es
war zuviel gewesen in diesem Augenblick. Zuviel..
erst dieser Schmerz, da sie glaubte, es gab wirklich
jemand anderen.
Der
Schmerz zu erfahren, dass Milana nicht mehr für
sie empfand, nicht annähernd soviel wie Eden
es für sie empfand und dann die Überraschung
darüber, dass es gar niemand anderen gab..
bis auf sie und genau diese Tatsache bescherte ihr
einen Gefühlsschwall, den sie nicht zu verarbeiten
wusste ausser in Tränen aus Glück und
vermischter Scham, weil sie nicht gleich begriffen
hatte..
Es war nur eine kurze Zeit, die Eden brauchte, um
sich einigermassen zu fangen, doch mit der leichten
Beruhigung kam auch das Wissen zurück, was
sie hier gerade tat und fast erschrocken wich sie
von Milana zurück, wusste nicht wohin sie sehen
sollte und stammelte eine Entschuldigung nach der
anderen..
"Milana..
es.. es tut mir leid.. ich wollte nicht.. ich..
entschuldige.. ich..", dann sah sie
sie an und biss sich auf die Unterlippe, fuhr sich
mit einer Hand durchs Haar, liess sie am Hinterkopf
liegen und schüttelte den Kopf, dann ging sie
vollkommen verlegen und mit einem letzten "Verzeih
mir.." hinein und atmete durch. Sie
sah sich um.. lief Richtung Bad und änderte
ihre Meinung wieder und landete vor dem Bett, auf
das sie sich setzte und ihr Gesicht in den Händen
vergrub..
Ich
hab sie umarmt.. ich weiss wie sie auf Berührung
reagiert, wenn sie sie nicht ausdrücklich verlangt
und ich umarme sie einfach.. Was tue ich hier..?
Sie hat mir ihre Liebe gestanden und ich? Ich zerstöre
das alles, weil ich zu dumm bin.. so dumm.. so verdammt
dumm.. Eden, Du bist die dümmste Gans auf der
ganzen Welt.. wie soll ich ihr nur je wieder in
die Augen sehen können.. Wie? Sag's mir.. WIE!?!,
Eden kämpfte innerlich mit sich selbst, es
war nicht auszuhalten. Dieses ganze Gefühl
ihrer eigenen Reaktionen war nicht auszuhalten..
Wie gerne wäre sie jetzt im Erdboden versunken..
Eden
sah Milana an, sagte nichts, sah sie einfach nur
an, als sich ihre Augen mit Tränen füllten
und sie ihre Arme um Milanas Hals schlang. Eden
liess ihren Tränen freien Lauf.
Milana war so perplex von dieser Reaktion, dass
sie ihre Augenbrauen beide hochzog, mit geweiteten
Augen und leicht irritiertem Blick an Eden vorbei
zur Balkontür blickte. Ihr Oberkörper
war vor Schreck etwas nach hinten gezuckt, dennoch
liess sie es geschehen.
Sie drückte Eden nicht weg, sondern liess sie
an ihrer Schulter weinen. Ein beklemmendes Gefühl
stieg in ihr auf, welches sie jedoch gekonnt verdrängte.
Sie schloss einfach ihre Augen und stellte sich
vor, dass sie Eden in den Arm genommen hatte und
vergass, dass sie einfach so auf sie zugestürzt
war.
Eden
wusste ihrem Gefühl anscheinend nicht anders
Ausdruck zu verleihen und somit war es in Ordnung.
Wirklich. Jedoch stand Milana ganz still da und
rührte sich keinen Millimeter. Milana war hin
und hergerissen. Auf der einen Seite wollte sie
Eden von sich drücken, auf der anderen Seite
war da die Sehnsucht, die sie nie verlassen hatte
und mit jedem Tag in ihr gestiegen war. Dennoch
konnte sie sich nicht überwinden ihr zu zeigen,
dass es für den Moment einfach in... in Ordnung
war.
»
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Es
müssen nur Sekunden gewesen sein, die diese
Umarmung gedauert hatte, aber Milana hatte das Gefühl
seit Stunden festgehalten zu werden. Eden löste
sich von ihr, sah sie nicht an, stammelte eine Entschuldigung
nach der anderen, brachte keinen zusammenhängenden
Satz über ihre Lippen. Sie war völlig
ausser sich. Sie wusste anscheinend, wie Milana
diese Art von Berührungen empfand, sah sie
dann an, fuhr sich mit der Hand durch die Haare,
biss sich hart auf die Unterlippe, schüttelte
ihren Kopf und ging verlegen mit einem leisen „Verzeih
mir“ zurück in das Schlafzimmer.
Milana
rührte sich noch immer nicht. Sie blickte ihr
einfach gefühllos hinterher. Gefühllos
und dennoch mit einem wahren Gefühlschaos in
sich, welches herumtobte wie ein Orkan. Milana sah
zur Seite und dann wieder in die Richtung, in die
Eden verschwunden war. Sie konnte sie nicht mehr
sehen, dann jedoch stand sie plötzlich wieder
vor dem Bett.
Sie setzte sich und verbarg ihr Gesicht hinter ihren
Händen.
Milana konnte sich gut vorstellen, wie Eden sich
gerade fühlen musste. Sie war sich sicher,
dass sie Eden mehr als einmal gezeigt hatte, dass
SIE diejenige war, die etwas derartiges tat. Milana
glaubte zudem, dass Eden genau wusste, dass sie
keine Berührungen zuliess, die sie nicht ausdrücklich
erlaubt hatte.
Sie
wollte etwas sagen, öffnete den Mund und schloss
ihn daraufhin wieder. Einen kurzen Moment schloss
sie ihre Augen, beruhigte sich von diesem beklemmenden
Gefühl.
Sie liebte Eden... wieso konnte sie also so etwas
nicht zulassen? Hatte sie Eden im Park in London
nicht um etwas Zeit gebeten? Doch, das hatte sie...
war nicht viel Zeit vergangen? Doch, ja... aber
nicht in diesem Bezug.
Milana atmete tief durch, blickte noch einmal zu
Eden, sah wie verzweifelt sie über ihre Tat
dasass und anscheinend in einer Welt aus Vorwürfen
gefangen war.
Schnellen
Schrittes begab sich Milana ebenfalls in das Schlafzimmer.
Schwert und Dolch hatte sie draussen liegen gelassen.
Sie schloss die Balkontüre hinter sich und
wandt sich zu Eden.
Milana lief auf sie zu, nur um dann an ihr und dem
Bett vorüber zu gehen.
Vor der Wand blieb sie stehen.
"Als
ich den Van in London vor meinem Schloss sah und
ich die Auren fühlte...", begann
sie leise. Sie wollte erzählen. Wollte erzählen,
was bei ihr geschehen war, was sie gesehen hatte,
was sie gedacht hatte. Eden könnte sie dann
sicher besser verstehen... zudem lenkte Eden das
von ihren Vorwürfen ab, die sie gefangen hielten.
Milana ging zurück zu ihr, stellte sich neben
das Bett, streifte ihren Mantel von den Schultern,
als Zeichen, dass sie blieb.
Das sie nicht einfach ging. Wollte ihr damit erkenntlich
machen, dass es in Ordnung war und sie es einfach
vergessen konnten. Sie sprach weiter, was sie ebenfalls
als Zeichen des Vertrauens sah, dass sie Eden entgegenbrachte
und als Zeichen dafür, dass sie bereit war
ihr zu erklären. Das sie ihr sagen wollte,
wie es ihr ging, was sie ihr gegenüber empfunden
hatte... ja, auch das würden durch die Erzählungen
klar werden und somit würde ihre Frage, was
Milana für sie empfand wohl beantwortet werden.
Sie
legte den Mantel auf das Bett und setzte sich neben
Eden, legte die Hände ineinander und sprach
weiter.
"Als ich bestätigt sah, was ich
in dieser Sekunde befürchtet hatte, brach in
mir alles zusammen. Da waren plötzlich Fragen...
Fragen über Dich und diesen Zak... Fragen über
die Kerle, die sich vor meinem Schloss versammelt
und Benzin vergossen haben, da sie mich so aus selbigem
locken wollten, weil sie wegen meines Autos dachten,
ich wäre noch darin.", Milana
sprach leise und beruhigend. Ihr Ton war auf einer
sehr angenehmen und irgendwie liebevollen Ebene,
auch wenn das im Zusammenhang mit dem Erzählten
nicht wirklich passte.
»
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oben «
"Ich
war noch nicht lange in London... war ihnen kurz
zuvor wieder einmal entkommen. Hatte sie abgehängt,
dessen war ich mir sicher. Und dann waren sie einfach
wieder da. Einfach so... und ich fragte mich, wie
sie mich gefunden hatten. Dann fiel mir die Situation
im Museum wieder ein... wie Zak Dich vor mir beschützt
hat... mir fiel Dein Satz wieder ein, den Du mir
einst gesagt hast, den, dass Du alles bekommen konntest
und ich fragte mich, ob ihr beide da mit drinsteckt.
Ich
habe keine andere Möglichkeit gesehen, als
die, dass Du mit mir gespielt hast, dass Du mich
ausgehorcht hast, mich ausspioniert hast. Es passte
alles so gut zusammen. Zak, der Vampir, der Dich,
Eden den Menschen rettet. So etwas gibt es eigentlich
nicht... ich dachte, ich wäre auf Dich und
Deine vermeintlichen Spielchen hereingefallen, damit
Du – und somit auch diese Organisation –
mehr über mich erfahrt.", Milana
machte eine kurze Pause. Sie sah durch das Glas
der Balkontüre hinaus auf den Balkon. Ihr Blick
war leer... ihre Gedanken in London, in der Vergangenheit.
"Gleichzeitig
waren da diese Zweifel in mir. Ich war zutiefst
verletzt, wusste nicht, was wahr und was falsch
ist. Konnte nicht glauben und habe dennoch geglaubt.
Habe Hass gespürt, Hass auf Dich, Hass auf
Zak, Hass auf sie alle. Die Wut war unerträglich.
Was aber noch viel unerträglicher war, war
der Schmerz den ich in mir gespürt habe.",
abermals stockte sie und sah nun zu Eden herüber,
bevor sie ihren Blick wieder nach draussen richtete
und weitersprach.
"Ich
konnte einfach nicht glauben, dass Du mir alles
nur vorgespielt haben solltst. Das diese Blicke...
diese Berührungen und auch die Worte nicht
wahr waren. Und schon hatte ich wieder Deine Worte
im Kopf. „Ich habe gelernt alles zu bekommen...
und ich habe gelernt mit den Menschen zu spielen"
Ich glaubte, Du würdest Dein Talent so gut
beherrschen, dass selbst ich auf Dich hereingefallen
bin. Die Wut auf mich selber hat mich fast umgebracht.
Verstärkte den Hass nur noch mehr. Ich wollte
Dich suchen, suchen und einfach töten. Und
auch diesen Zak... dann kamen diese Zweifel wieder...
ich fühlte diese... diese... ich...",
Milana atmete tief durch.
"Liebe...
ich fühlte diese grenzenlose Liebe in mir und...
ich bin gefahren... ich bin einfach gefahren. Ich
wusste nicht wohin, ich wusste nur, ich will weg.
Weg von allem. Wollte Dich nie wieder sehen, weil
ich nicht wusste, was ich getan hätte. Irgendetwas
hat mich davon abgehalten einfach zu Dir zu kommen
und Dich zu töten. Ich ärgerte mich über
meine Schwäche.
Ich
ärgerte mich darüber, Dir soviel erzählt
zu haben... habe ich das überhaupt?
Ich weiss es nicht... und es ist jetzt auch
nicht wichtig. Mein Herz ist zerbrochen... ich habe
mir geschworen, nie wieder jemanden so nahe an mich
heran zu lassen... keinen Vampir und schon gar keinen
Menschen. Ich... weiss nicht recht, wie ich Dir
das alles beschreiben kann, so dass Du verstehst,
was ich gedacht und gefühlt habe. Als ich dann
losgefahren bin, nicht viel später dann...
fühlte ich Deine und auch Zaks Aura. Wo immer
ich auch lang fuhr, sie sind nicht verschwunden
und das bestätigte meine... meine Vermutung
noch mehr.
Ich
dachte in diesem Moment, dass ihr mir nun folgen
werdet... und ich wusste nicht, ob ihr alleine wart
oder nicht. Eines hatte mich jedoch noch am Schloss
gewundert. Du und Zak... ihr wart gar nicht dabei.
Das habe ich mir allerdings dann damit erklärt,
dass Ihr nur Lockvögel wart... Du mehr als
er. Ich traf ihn zum ersten Mal in dieser Gasse...
und als ich wohl nicht so recht auf ihn anspringen
wollte, haben sie es wohl mit Dir versucht. Er wurde
dann zu Deinem Beschützer... was im Endeffekt
ja wohl doch nicht so ist.
Ich
habe absichtlich meine Aura nicht unterdrückt,
wollte Euch an der Nase herumführen... Du weisst
ja selbst am Besten, wie es dann weiterging. Ich
liess euch mich spüren und habe euch dennoch
auf Abstand gehalten. Mein Unterbewusstsein hat
mir schwer zu schaffen gemacht. Immer wieder...
Du warst immer bei mir, Eden... jede Sekunde, ob
ich es nun bewusst gefühlt habe oder nicht.
Oft
habe ich versucht es zu verdrängen. Es hat
so verdammt weh getan und das konnte ich nicht zulassen.
Ich versuchte Dich zu hassen und dachte irgendwann,
ich würde es tun. Aber das war nur ein Trugschluss,
wie ich immer und immer wieder feststellen musste.
Mein Herz schien in zwei Teile gesprungen zu sein.
Die eine Seite... Zweifel, mein... mein Gefühl
für Dich... diese Liebe und diese Sehnsucht,
die mich immer begleitet hat und auf der anderen
Seite... Wut, Hass, Verzweiflung, Rachegedanken...
die ganzen langen Monate über.
In
Paris dann habe ich Euch eine Spur von mir finden
lassen. Ich wusste, ihr würdet sie finden.
Du erinnerst Dich vielleicht an den Mann in der
Gasse, nahe dem Obdachlosen, den ihr dann nach mir
ausgefragt habt. Von dem Zeitpunkt an habt ihr meine
Spur verloren. Ich habe meine Aura verändert
und bin Euch gefolgt. Lange Zeit... in Rom dann
gab ich ein zweites Zeichen von mir. Ich war in
dieser Bar, habe mich mit dem Kerl hinter der Theke
unterhalten und ihm sogar meinen Namen verraten.
Ich
spürte, wie wichtig es für euch war mich
zu finden, dass ich mich darauf verlassen konnte,
dass ihr gründlich sucht... und Zak hatte bald
seine Information, die er gesucht hatte. Ich tötete
den, der nun meinen Namen wusste und folgte Euch
weiterhin. Sah wie ihr einem Benz gefolgt seid und
nicht vorgefunden habt, was ihr zu finden gehofft
hattet. Ich freute mich, zugegeben... eben bis zu
dem Zeitpunkt, als erneut die Zweifel in mir aufkamen.
Ich wunderte mich nämlich, dass ihr so einfach
zu dem schwarzen Mercedes gegangen seid und nachgesehen
habt.
»
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Ich
habe mir das damit erklärt, dass ihr mir wohl
weiterhin Eure Spielchen vorspielen wolltet... ich
dachte, ihr wolltet mich suchen, wolltet mir vorheucheln,
wolltet mich fragen wieso ich einfach weggefahren
bin. Wolltet von vorne eine neue Spur von mir haben,
um mich dann wieder zu verraten. So dachte ich...
was ich jetzt weiss, ist, wie es wirklich war. Du
hast es mir erzählt und ich glaube Dir.
Ich
fuhr Euch weiter hinterher, dann jedoch war es mir
irgendwann zuviel... ich wollte nur noch weg. Kam
mir blöd vor, bei dem was ich tat... was auch
ziemlich blöd war. Zugegeben. Aber es zog mich
zu Dir... wie gross auch der Hass auf Dich war,
die Liebe schien stärker zu sein. Dennoch wollte
ich Dich irgendwann vollends vergessen. Ich zeigte
Euch wieder meine Aura, liess euch wieder etwas
von mir spüren und fuhr euch noch einmal in
eine Stadt zurück, in der ihr schon einmal
wegen mit wart. Madrid... ja... ich führte
euch wieder zurück nach Spanien.
Aber
das Spiel sollte bald ein Ende haben und so fuhr
ich direkt nach St. Malo, wo ich das Schiff nach
Australien nahm, welches eine halbe Weltreise machte...
ich wollte immer schon die Welt sehen... was ich
aber erst später merkte war, dass ich sie am
Liebsten mit Dir gemacht hätte. Nun ja... Ich
stand auf dem Deck und konnte Dich und Zak sehen,
wie ihr den beiden Schiffen nachgesehen habt, die
soeben abgelegt hatten. Mein Gefühl war kalt...
ich fühlte nichts und dennoch war der Schmerz
immer noch zu fühlen... die nächsten Monate
dachte ich, ich hätte Dich so gut wie vergessen.
Aber dem war nicht so... die Erinnerungen kamen
immer wieder zurück... und somit die Sehnsucht,
die jede Sekunde grösser wurde und auch der
Wunsch danach, dass Du sehen konntest, was ich sehen
durfte... aber auch die Wut stieg an, welche grösser
war, als die Sehnsucht.
Zumindest
dachte ich das. Ich fasste den Entschluss Dich zu
suchen. Ich wollte Dir ein Geständnis entlocken
und Dich dann töten... danach hätte ich
mich um Zak gekümmert... so landete ich in
Amerika, weil ich mir sicher war, dass ihr das Schiff
nach Amerika genommen habt, also wollte ich dort
anfangen Euch zu suchen. Ich holte mein Auto...
nur 5 Meilen von hier, in einer Stadt namens Marque
und als ich den Angestellten nach dem naheliegendsten
Ort fragte, nannte er mir Venedic. Es war schon
recht früh, also brauchte ich eine Übernachtungsmöglichkeit.
So
kam ich hier an... gerade erst gestern nacht. Und
das ich Dich traf war Schicksal... es muss Schicksal
gewesen sein, denn eigentlich war ich nur auf der
Suche nach einem... nach... ich wollte meinen Durst
stillen und so suchte ich nach einem ruhigen Ort...
und dieses Wohnviertel kam mir sehr gelegen... den
Rest kennst Du ja selbst...", endete
Milana... sie hatte die ganze restliche Zeit einfach
nur geredet... hatte nicht aufgehört zu reden
und hatte immer noch ihren leeren Blick auf den
Balkon gerichtet. Jetzt aber straffte sie leicht
ihre Schultern und sah zu Eden herüber. Sie
wollte so gerne wissen, was sie nun dachte... was
sie gerade in diesem Moment fühlte. Ob sie
Milana nun verachtete? Zu verdenken wäre es
ihr nicht und Milana war auf alles gefasst.
Milana war innerlich sehr ruhig... und ihr Blick
strahlte ebenso diese Ruhe aus.
Milana
kam ihr nach kurzer Zeit hinterher. Eden konnte
sie auf sie zugehen hören, nachdem sie die
Tür geschlossen hatte, doch ging sie an dem
Bett vorbei und blieb dahinter irgendwo stehen.
Eden wünschte, sie hätte noch einige Minuten
gehabt, um wieder einen klaren Gedanken fassen zu
können, doch nun war dem nicht so und sie schloss
die Augen so fest, als erwartete sie alles. Immer
noch das Gesicht in ihren Händen vergraben.
Eden
hätte mit vielen Dingen gerechnet, doch nicht
damit, dass Milana mit einem Satz begann zu erzählen.
Doch sie wählte eine Pause gleich nach den
ersten Worten und Eden traute sich nicht, sie anzusehen,
legte ihre Hände auf die Stirn, strich sich
so das Haar heraus und starrte auf den Boden.
Milana
sprach weiter. Sie erzählte und machte kaum
Pausen. Eden hörte ihr zu, sah wieder zu Boden,
konnte sie nicht ansehen, doch sie hörte aufmerksam
zu, wollte sie ab und an unterbrechen und Milana
sagen, dass sie nicht erzählen brauchte, dass
sie schon längst verstanden hatte, aber sie
liess sie weitersprechen, offensichtlich wollte
sie es so und Eden wurde so schnell abgelenkt, dass
sie nicht mehr an die Situation gerade auf dem Balkon
dachte.
Nach
einiger Zeit hatte sie auch keinen Grund mehr so
dazusitzen und sie richtete sich wieder auf, drehte
ihre Haltung fast unmerklich zu Milana und legte
ein Bein angewinkelt unter ihren anderen Oberschenkel
und hörte Milana einfach nur noch zu. Diese
sprach vom gesamten letzten Jahr, erklärte
ihr die ganze Situation aus ihrer Sichtweise und
Eden konnte sie verstehen, doch das war nicht alles..
Eden wusste nun, wieviel Milana für sie empfand
und ihr Herz wurde warm und immer wärmer, egal
was Milana auch schlimmes über sie dachte,
sie hätte wohl nicht anders gedacht in ihrer
Situation, mit ihrer Vergangenheit und all den Tatsachen,
die sie erlebt haben musste.
»
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Einige
Male schmunzelte Eden unbemerkt. Vielleicht hatte
Eden immer bekommen, was sie wollte, aber sie war
zu ehrlich, um einen Lockvogel für irgendwen
oder irgendwas zu spielen. Es war ihr nicht möglich,
Gefühle zu heucheln, wo keine waren. Es war
für sie eine absonderliche Vorstellung, dass
ihr das zugetraut worden war, aber woher sollte
Milana es auch besser wissen. Sie kannte Eden nicht
so lange und nicht so gut. Niemand kannte sie so,
nur sie sich selbst und nun, nach dieser langen
Zeit mit Zak, wusste auch er wie sie war, aber sonst
gab es niemanden auf dieser Welt, der behaupten
konnte, Eden zu kennen. Nicht einmal Milana, auch
nicht nach all dem, was heute schon alles gesprochen
und gesagt wurde.
Milana
kam dem Ende zu und Eden hatte nun auch die Antwort
auf ihre Frage, wie Milana sie finden konnte.. Schicksal..
Eden war glücklich darüber, dass Milana
nicht Zufall gesagt hatte, denn Eden glaubte nicht
an Zufälle und konnte sich im Grunde auch nicht
mit Leuten auseinandersetzen, die an diese glaubten.
Milana
sah zu ihr herüber, ihr Blick strahlte Ruhe
aus. Reine und tiefe Ruhe. Eden sah, dass sie nicht
die Einzige war, der es gut getan hatte, dass Milana
so viel und so ausführlich gesprochen hatte
und sie lächelte sie zärtlich an. Es war
ein vorsichtiges und sehr leichtes Lächeln,
man hätte es auch übersehen können,
wenn man unaufmerksam war.
Milanas
Ruhe war auf Eden übergegangen, sie hätte
sich so gerne einfach nur an Milanas Schulter gelehnt..
immer noch. Das Bedürfnis danach war so stark
wie nie, doch sie wollte nicht noch einmal diesen
Fehler machen und hielt sich zurück, auch wenn
es sie viel Anstrengung kostete.
"Danke..", sagte sie
schlicht, aber sie wusste, Milana würde verstehen,
dass mehr Worte nicht nötig waren und dass
dieses eine eigentlich alles aussagte, so leise
es auch geflüstert war, es sagte alles aus.
"Milana?..
Ich.. ich weiss, wie schwer es Dir fällt, Gefühle
anzunehmen, aber.. ich wollte Dir.. wollte Dir sagen..
ich wollte Dir sagen..", Eden war
nun an einem Punkt, an dem sie es sagen wollte.
Etwas sagen wollte, was sie so nie ausgesprochen
hatte. Sie hatte es schon so oft gedacht, auch in
Milanas Gegenwart, auch schon damals im Londoner
Park. Sie hatte es beschrieben, wie Milana es gerade
beschrieben hatte, doch sie hatte es so nie ausgesprochen.
Nie.. in ihrem ganzen Leben nicht... und es fiel
ihr sichtlich schwer. Oh ja, sie wusste wirklich,
wie Milana sich fühlte, auch wenn es bei ihr
noch ausgeprägter war als bei Eden selbst...
"Ich
wollte sagen..", wieder setzte sie
an und sah ihr nun tief in die Augen, so tief, dass
sie sich fast wieder in ihnen verlor.."Ich..
Ich liebe Dich..", brachte sie hervor,
so ganz ohne Schutz, so ganz blossgestellt und verletzlich
sass sie vor Milana und sagte ihr, was sie fühlte.
Alles konnte nun geschehen. Alles.. Es wäre
ein Leichtes, Eden jetzt mit nur einem Wort oder
einer Tat zu zerstören. Komplett zu zerstören,
wie jeden einzelnen auf dieser Welt, der einfach
vor jemanden tritt und aus reinstem Gefühl
heraus sagt "Ich liebe Dich..", verletzlicher
konnte niemand sein als in diesem Augenblick, doch
Eden vertraute. Was auch immer geschehen war, in
diesem Moment war alles irrelevant, wichtig war
nur, dass Milana diesen einen Satz, dieses Gefühl
definitiv hörte. Eden wollte, dass Milana das
wusste und so liess sie es stehen..
"Ich
liebe Dich mehr als mein Leben oder alles andere
auf dieser Welt..".. wiederholte sie
noch einmal ohne den Blick aus Milanas Augen zu
nehmen und wieder trat dieses unmerklich unsichere
Lächeln auf Edens Lippen, welches man so leicht
übersehen konnte...
»
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Milana
bemerkte erst jetzt, dass Eden ihre Haltung geändert
hatte. Sie hatte sich etwas mehr zu Milana gedreht
und sie - die ganze restliche Zeit über - aufmerksam
angesehen. Ihre wunderschön geschwungenen Lippen
umspielte ein zärtliches Lächeln, nur
ein sehr leichtes, kaum wahrzunehmendes, aber es
war Milana nicht entgangen und innerlich lächelte
sie ebenfalls.
Sie
spürte, wie Eden ruhig geworden war und sie
war froh darum. Milana hatte das Gefühl in
ihrem ganzen Leben noch nie soviel gesprochen zu
haben. Nicht zusammenhängend und so lange Zeit.
Es war ein ungewohntes Gefühl und es war ihr
etwas unangenehm... dennoch fühlte sie, dass
es ihr gut getan hatte. Irgendwie fühlte sie
sich nun freier, nachdem sie Eden erzählt hatte,
wie es aus ihrer Sicht ausgesehen hatte.
Milana
wusste immer noch nicht, wie Eden nun reagieren
würde. Sie war ruhig, ja... aber verachtete
sie Milana? Nein, wahrlich nicht... ihr Lächeln...
es sprach mehr als alle Worte und als Eden ihr dann
ein schlichtes, leises „Danke“ zuflüsterte,
musste nun auch Milana leicht lächeln, wobei
sie etwas zur Seite sah. Die Art, wie Eden dieses
„Danke“ ausgesprochen hatte, zeigte
ihr, dass Eden es zu schätzen wusste, was sie
gerade getan hatte. Eden brauchte nicht mehr zu
sagen... in diesem Wort war alles... restlos alles.
Sie
war die erste Person gewesen, der Milana erzählt
hatte, wie sie sich fühlt, beziehungsweise
gefühlt hatte... die erste Person, seit...
Milana schloss für den Bruchteil einer Sekunde
ihre Augen und atmete unmerklich etwas tiefer ein.
Sie verdrängte ihren Gedanken wieder und sah
erneut zu Eden.
Sie war so wunderschön, Milana könnte
sie stundenlang einfach nur schweigend ansehen.
Aber das Schweigen wurde unterbrochen, als Eden
sie mit ihrem Namen ansprach. Sie suchte nach Worten,
stockte wieder und unterbrach sich für Sekunden
selbst.
Als
sie ihr sagte, dass sie wusste, wie schwer es ihr
fiel, Gefühle anzunehmen, sah Milana leicht
verlegen und unangenehm ertappt zur Seite. Sie fühlte
sich unwohl, jetzt da Eden es so offen aussprach
und am Liebsten wäre sie einfach aufgestanden
und hinaus gegangen, aber sie blieb sitzen.
Eden
wollte ihr etwas sagen... sie wiederholte es immer
und immer wieder, schien über eine gewisse
innere Grenze nicht herüber zu kommen und Milana
schluckte unmerklich. Immer noch sah sie zur Seite.
Sie hatte eine Befürchtung, was Eden ihr sagen
wollte...
Wollte Milana es hören? Wollte sie das? Wusste
sie es nicht schon längst, auch wenn Eden es
ihr nie offen gesagt hatte? Im Park hatte sie es
einmal in ihren Augen lesen können. Am letzten
Abend, da sie sich gesehen hatten...
Milana
wusste nicht, was sie tun sollte. Sie wusste nicht,
wie sie reagieren sollte, wenn Eden es tatsächlich
aussprach. Was sollte sie sagen? Sollte sie einfach
schweigen?
Milana war aufgeregt... sie schien noch nie in ihrem
Leben eine derartige Aufregung in sich gefühlt
zu haben und sie sah auf ihre Hände hinab.
Milana rieb sich die rechte Hand und sah nicht auf
zu Eden, die immer noch nach den richtigen Worten
suchte.
Vielleicht würde sie es nicht über die
Lippen bringen... was, wenn doch? Milana war hin
und hergerissen... sie hätte sich nichts schöneres
vorstellen können, als es von Eden zu hören,
dennoch war da diese Befangenheit. Wer hatte ihr
dies jemals gesagt? Ihre Eltern... aber das war
etwas vollkommen anderes. Innerlich musste sie über
sich selbst lachen.
»
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„Ich
wollte sagen...“, setzte Eden erneut
an und Milana hob ihren Blick doch wieder in ihre
Augen. Sie erwiderte diesen Blick... tief... sehr
tief sah sie Milana an und dann sagte sie es.
„Ich... ich liebe Dich.“
drang es leise an Milanas Ohr und ihr Herz verkrampfte
sich. Sie zuckte leicht zusammen, als sie diese
Worte hörte und schloss ihre Augen. Dann sah
sie Eden wieder an, jedoch nur kurz, bevor sie schnell
aufstand und sich leicht unsicher umsah.
Was
sollte sie nur tun? Das Glück, welches sie
empfand, diese unendliche Liebe die sich erneut
in ihr ergoss... wurde verdrängt von ihrer
Unfähigkeit Gefühle anzunehmen... die
Unfähigkeit Gefühle entgegen zu nehmen.
Ihr Blick wurde kalt und traf die Balkontüre,
durch die sie hindurch und auf den Balkon sah. Ohne
ein Wort zu sagen, öffnete sie diese und trat
auf den Balkon heraus. Sie griff nach ihrem Schwert
und dem Dolch, hielt sie fest in ihren Händen
und trat langsam rückwärts gehend ein
paar Schritte zurück zur Türe, blieb stehen
und blickte in den Himmel.
Was
mache ich hier eigentlich? Eden gesteht mir ihre
Liebe... ist verletzlicher denn je in diesem Moment.
Sie sitzt sozusagen nackt vor mir... offen... ohne
Schutz... und was mache ich? Ich gehe ohne ein Wort.
Ja, verdammt, ich kann damit nicht umgehen. Aber
ist es nicht gleichzeitig das Schönste, dass
ich mir immer erträumt habe? Jemanden zu finden,
den ich lieben kann und... der mich genauso liebt?
Jetzt stehe ich vor diesem Glück und gehe...
ich schweige... ich bin so ein Idiot. Wenn ich jetzt
nicht über meinen Schatten springe, werde ich
alles zerstören. Aller Schmerz, alle Liebe,
alles was geschehen ist... es wäre alles hin...
es wäre alles umsonst gewesen. Milana! Reiss
Dich zusammen!
Milana
ärgerte sich über ihr Verhalten, sagte
sich selbst, dass sie sich zusammenreissen musste,
wenn sie nicht alles zerstören wollte. Sie
hatte Eden in dieser verletzlichen Sekunde einfach
sitzen gelassen. Milana umschloss den Griff ihres
Dolches so fest, dass ihre Handknöchel weiss
wurden, bevor sie ihn wieder an ihrem Gürtel
befestigte, biss sich auf die Unterlippe, liess
ihren Kopf leicht hängen und wandt sich dann
um.
Sie ging zurück in das Schlafzimmer, wo Eden
immer noch auf dem Bett sass und sie ansah. Milana
erwiderte ihren Blick kalt und es musste für
Eden aussehen, als wolle sie jetzt einfach gehen.
Natürlich sah es so aus... Milana hatte ihre
Sachen geholt und stand nun einfach da.
„Ich
liebe Dich mehr als mein Leben oder alles andere
auf dieser Welt...“, wiederholte Eden mit
einem Zusatz.
Das Leben ist relativ., schoss es Milana
durch den Kopf, bevor sie eine Gefühlswelle
nach der anderen überflutete. Eine Gänsehaut
lief ihr kribbelnd über den Rücken und
sie spürte, wie sich in ihrem Hals ein Kloss
formte. Ein Kloss, der zu wachsen drohte und der
hinweggespült werden wollte, aber soweit würde
Milana es nicht kommen lassen.
»
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Lass
es zu..., flüsterte ihr ihr Unterbewusstsein
zu und Milana fühlte, wie ihr Herz warm wurde...
sie spürte, wie ein grellweisser Lichtstrahl
durch ihr Herz herausbrach und sie mit Licht flutete.
Sie konnte nichts sagen... sah Eden einfach nur
an. Dann liess sie vorsichtig ihr Schwert zu Boden
gleiten und lief auf Eden zu... sie konnte sich
nicht mehr zurückhalten und sie wollte es auch
nicht mehr. Sie wollte Eden... jetzt... und das
wollte sie ihr zeigen... sie wollte ihr zeigen,
dass es ihr sehr viel bedeutete, was sie ihr soeben
gesagt hatte...
Sie kam Eden sehr nah... SEHR nah... und Milana
sah zu ihr herunter, bevor sie sich auf Edens Schoss
setzte und ihre Arme um ihren Hals legte. Milana
sah ihr tief in die Augen, die Eden in diesem Moment
mehr zeigten, als sie hätte sagen können.
In ihnen lagen so viele Worte, die Milana nie hätte
aussprechen können. Edens Körper so nah
an sich zu spüren erregte Milana, es war wie
ein Blitz, der ihr durch den Körper fuhr und
sie erzitterte leicht. Ihr Blick wurde tiefer...
und immer tiefer... er wurde fordernd und erotisierend...
dann drückte sie Eden zurück, zwang sie,
sich nach hinten fallen zu lassen und beugte sich
über sie. Mit gespreizten Beinen sass sie auf
ihr und sah ihr immer noch tief in die Augen.
Ich... will Dich..., sprachen sie.
Hitze
stieg in Eden auf. Ihr Herz klopfte bis zum Hals
und sie traf ein Blick, der aussagte, wie viel Milana
fühlte.. Was hat sie vor..?, Edens
Gedanken strauchelten vermischt durch das Gefühl
ihrer Erregung. Sie spürte Milanas Atem auf
ihrer Haut und fühlte mit einem Male Milanas
Arme um ihre Schultern, wie sie sich um ihren Nacken
schlangen, im selben Augenblick spürte sie
Milanas Schenkel rechts und links neben ihren eigenen
und wurde von ihr gezwungen sich zurückzulegen.
Milana zwang sie mit ihrem Körpergewicht und
ihrem tiefen.. so tiefen Blick immer weiter nach
hinten zu sinken, bis Edens Kopf die Bettdecke berührte..
Milanas
Erregung liess ihren Körper leicht erzittern
und übertrug dieses Zittern auf Eden. Eine
wohlige Gänsehaut strich ihr langsam in Wogen
und Wellen über die Haut. Eden fühlte
die Hitze, welche sich von Milana auf ihren Unterleib
übertrug, auf dem sie sass. Edens Herz klopfte
vor Aufregung und Erektion immer schneller, Milanas
Blick forderte und Edens Blick antwortete ebenso
hitzig.. Dann nimm mich..
Zwischen
den beiden Frauen baute sich absolute Spannung auf,
welche ständig kleine Impulse an Edens Körper
zu senden schien, welche sie immer und immer wieder
leicht durchzuckten.. immer wenn Eden Bilder durch
die Gedanken schossen, die weiter gingen als nur
bis zu diesem Punkt.. Bilder von dem, was nun passieren
könnte.. wie diese Szene weiterlief... sie
traute sich nicht, Milana zu berühren, dennoch
wanderten ihre Hände Millimeter für Millimeter
über die Bettdecke auf Milanas Schenkel zu..
Eden
hatte geschehen lassen, hatte sich nach hinten gelehnt
und über Milanas Lippen huschte ein Schmunzeln,
als sie ihrem Blick deutlich ein „Dann nimm
mich...“ entnehmen konnte und sie würde
sie nehmen... jetzt... hier...
In
Milana tobte ein Sturm der Erregung, der schliesslich
in ihrem Unterleib sein Zentrum gefunden zu haben
schien. Die Hitze in ihr breitete sich in jeder
Faser ihres Körpers aus, dass sie Angst hatte,
gleich lodernd in Flammen zu stehen.
Milanas
Hände waren von Edens Schultern nach vorne
geglitten, lagen nun auf ihren Schlüsselbeinen
und drückten sie weiterhin nach unten, so dass
Eden nicht auf die Idee kommen konnte, sich aufzubäumen.
Ihr Blick wanderte nach unten, verliessen Edens
– fast schwarze – Augen, streifte ihre
helle Haut, blieb wenige Sekunden an ihren Lippen
hängen, bevor er weiter nach unten wanderte.
Gleichzeitig mit ihrem Blick, hatte auch Milanas
rechte Hand Edens Krawatte erreicht und umschloss
diese fest. Sie zog daran, so dass Eden nicht anders
konnte, als ihren Kopf anzuheben, dem Gesicht von
Milana näher zu kommen und Milana erleichterte
es ihr, indem sie sich ebenfalls herunterbeugte.
Sie liess die Krawatte nicht los, führte ihre
Lippen nah an Edens Gesicht vorbei, streifte es
leicht an der Wange, bis hin zu ihrem Ohr und flüsterte
ihr deutlich schmunzelnd zu: "Leben...
das ist relativ."
»
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Sie
öffnete ihre Faust und der Stoff der Krawatte
rutschte aus dieser, liess Eden zurück auf
die Bettdecke fallen und Milana warf einen Seitenblick
auf Edens Hände, die sich Millimeter für
Millimeter ihren Weg zu Milanas Oberschenkeln bahnten,
es war ihr nicht entgangen. Milana brauchte nichts
zu sagen, der harte Blick der Eden traf, war eindeutig
und bestimmend.
Milanas
Hände wanderten auf Edens Schlüsselbeine
und hielten Eden unten, als würde sie wissen,
welchen Gedanken Eden in diesem Augenblick gehegt
hatte. Eden spürte Milanas Blicke auf ihrem
Körper und eine heisse Spur zog sich ihnen
nach. Eden öffnete leicht die Lippen, um besser
atmen zu können, dann zog Milana sie an der
Krawatte hoch. Sie konnte nicht anders, wollte es
auch nicht anders und mit einer gewissen Eleganz
und einem tief verführerischen Blick fand Eden
sich dicht vor Milanas Gesicht wieder.
Sie
wollte sie mit ihren Lippen berühren, ihr heisser
Atem strich Milana übers Gesicht und als diese
näher kam, erwartete Eden schon ihren Kuss
und schloss die Augen, doch diese wanderte weiter,
an Edens Wange vorbei und flüsterte ihr hörbar
schmunzelnd zu, dass Leben relativ sei.. Eden wurde
es heiss und kalt zu gleich.. was immer sie meinte,
Eden hatte ihre eigene Vorstellung davon und schluckte
leicht, fuhr sich mit der Zungenspitze über
die fast trocken scheinenden Lippen und Milana liess
sie los und wieder auf die weiche Decke fallen.
Eden
sah auf, nur leicht waren ihre Augen geöffnet,
doch geballte Hitze wallte Milana aus ihnen entgegen.
Edens Brustkorb hob und senkte sich aufgeregt und
Milanas Seitenblick liess Edens Hände zum Stillstand
kommen, den harten Ausdruck, der bestimmend auf
Eden traf, sagte alles aus, doch Eden wusste, sie
würde sich nicht daran halten können,
dennoch beliess sie ihre Hände wo sie waren..
flach und sacht auf der Decke liegend, Milana noch
immer ansehend..
Ich
werde Dich berühren.. sei Dir gewiss, aber
für diesen Augenblick hast Du gewonnen..,
ohne dass sie ihre Gedanken preisgegeben hätte,
schmunzelte sie Milana an, doch kaum eine Sekunde
lang, man hätte glauben können, dass es
Einbildung war, denn Eden blickte sie weiterhin
nur feurig an und fuhr ein weiteres Mal mit der
Zungenspitze über ihre erhitzen Lippen..
Edens
Hände hatten ihre Bewegungen sofort aufgegeben,
als Milana sie angesehen hatte. Eden funkelte sie
mit hitzigen und verführerischen Blicken an,
Blicken in denen noch etwas anderes lag... etwas
freches... etwas ungezügeltes... und Milana
hob ihre Augenbraue, als sie dachte ein flüchtiges
Schmunzeln auf Edens Lippen gesehen zu haben.
Wag es nicht!, ging es Milana durch den
Kopf.
»
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Edens
heisser Atem schlug Milana erregt entgegen. Ihre
Lippen waren leicht geöffnet, ihre Zungenspitze
benetzte ihre trockenen Lippen und Milana spürte,
dass Eden genauso heiss war... also sollte sie dem
Abhilfe verschaffen, doch zuvor...
Milanas
rechte Hand glitt Eden wollend über die Stirn
und ihre Fingerspitzen fuhren ihr forsch durch die
seidigen, langen Haare, die um ihr Gesicht und ihre
Schultern flossen. Ihre linke Hand griff nach der
Krawatte und sie zog Eden abermals etwas zu sich
heran, die Finger der rechten Hand bahnten sich
den Weg zu ihrem Hinterkopf, wo Milana sie zur Faust
ballte und Eden mit einem Ruck ganz zu sich zog
und ihre Lippen auf die ihren drückte.
Milana schloss ihre Augen und der Blitz, der sie
bei der Berührung dieser weichen Lippen traf,
liess sie erneut erzittern.
Milanas
Berührungen liessen Eden tiefer atmen und als
Milana sie wieder zu sich heranzog mit einem Ruck,
den Eden nicht erwartet hatte, entfuhr ihr ein erregter
Laut, doch schon im nächsten Augenblick lagen
Milanas unendlich weiche Lippen auf den ihren und
Eden schloss im selben Moment die Augen als diese
Berührung sie durchzuckte und ihre Brustwarzen
sich verhärteten.
Eden
stützte sich leicht auf einer Hand auf, wollte
die andere zu Milanas Nacken führen, beliess
sie aber ebenso auf der Decke. Sie musste sich zusammenreissen,
doch sie konnte nicht umhin, ihre Lippen leicht
zu öffnen und sie so vorsichtig wie nur irgend
möglich zurück zu küssen...
Eden
wollte mehr, wollte mit Milanas Zunge verschmelzen,
doch sie wusste, wenn sie mehr Initiative zeigte
als ohnehin schon, würde Milana sich zurückziehen..
zumindest für einen Augenblick, dies konnte
sie nicht riskieren.. noch nicht..
Milana
löste ihren Griff um die Krawatte wieder, hielt
Eden nur mit der rechten Faust an den Haaren fest.
Das leise erregte Aufstöhnen, welches Eden
von sich gegeben hatte, als Milana sie zu sich gezogen
hatte, war ihr nicht entgangen... nein, es erregte
sie selbst um ein vielfaches... Milana schien es
vor Lust schier zu zerreissen. In ihrem Unterleib
pochte es... pulsierte es...
Ihr
Atmen wurde schwerer, schneller... sie wollte mehr...
mehr von diesen Lippen, die sich leicht geöffnet
hatten. Für einen Moment hatte sie kurz ihre
Augen geöffnet, als wolle sie abermals einen
bestimmenden Blick an Eden richten. Milana sah jedoch
nur vor Edens geschlossenen Augen und so schloss
sie die ihren wieder.
Eden
hatte ihre Lippen nur unmerklich geöffnet und
sich ansonsten nichts herausgenommen. Milana löste
sich aus diesem Kuss, blieb aber so nahe, dass sich
ihre Lippen fast immer noch berührten.
Mit ihrer Zungenspitze fuhr sie über Edens
Unterlippe... es fühlte sich an wie ein elektrischer
Funke, der von ihrer Zunge auf ihre Lippe übersprang...
dann umschlossen Milanas Zähne Edens Lippe,
hielt sie fest und zog leicht daran, um kurz darauf
ihre Lippen wieder auf Edens zu legen. Mit ihrer
Zungenspitze spaltete sie diese leicht und fordernd
suchte sie nach der ihren. Es war wie eine Erlaubnis...
Milana hatte noch nie jemandem erlaubt, sie zu küssen...
doch Eden hatte die Erlaubnis jetzt ein zweites
Mal.
Eden
spürte wie Milanas Atem schwerer und schneller
wurde, beinahe gleich ihrem eigenem Atem..
Als Milana sich nur Millimeter von ihren Lippen
löste, unterdrückte Eden einen harten
Protest, denn sie fühlte, wie nah sie sich
noch immer waren, es war wie ein elektrischer Stromstoss
nach dem anderen, wenn sie sich nur zufällig
berührten.
Milanas
Atem streichelte sie heiss und sie spürte Milanas
Zähne sacht an ihrer Unterlippe, um kurz darauf
ihre Lippen wieder auf Edens zu legen und mit ihrer
Zungenspitze den Weg durch ihre Lippen zu suchen.
Eden
konnte und sie wollte sich nicht mehr zurückhalten,
es war auch nicht mehr möglich, sich überhaupt
irgendwie zurückzuhalten und so brauchte Milanas
Zunge nicht lange suchen bis sie sich mit Edens
traf, die sie fast vorsichtig und dennoch fordernd
umspielte.
Wieder
entrang Eden ein leiser Laut durch die Kehle, der
vom Kuss selbst jedoch gedämpft wurde. Eden
kämpfte mit sich, doch sie verlor, vergass
sich und ihre Umgebung vollkommen in diesem nun
immer leidenschaftlicher werdenden Kuss, diese Zungen,
die zusammenschmolzen, als gehörten sie schon
immer zueinander und sie legte leicht.. sehr leicht
ihre Hand an Milanas Nacken..
Es
war beinahe wie ein Anfragen der Erlaubnis, doch
Eden rechnete kaum damit, dass Milana es zuliess
und dennoch konnte sie sich nicht zurückhalten..
was immer sie auch erzwingen wollte, es funktionierte
einfach nicht..
»
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Milanas
Zungenspitze musste nicht lange suchen, bis sie
auf Edens traf. Sie liess Edens Zunge das ein oder
andere Mal im Dunkeln tappen, bevor sie sie hart
mit ihrer eigenen zurückdrängte, um ihr
dann wieder die Erlaubnis zu geben, etwas weiter
vorzudringen. Leidenschaftlich umspielte sie Edens
Zungenspitze, zog sich ab und an etwas zurück,
um ihr abermals über die Lippen zu lecken und
schenkte ihr einen weiteren heissen Atem, der sich
in einem leisen Stöhnen entlud.
Als
Eden ein leiser Laut durch ihre Kehle drang, der
vom Kuss sanft abgedämpft wurde, fühlte
Milana auf einmal ihre Hand in ihrem Nacken und
Milana öffnete abrupt ihre Augen.
Es war nur eine sehr leichte Berührung, eher
wie eine Anfrage, aber vielleicht war es gerade
die Zaghaftigkeit, die Milana Eden hart an der Schulter
zurückdrängen liess.
Nein, Milana wollte und konnte es in diesem Moment
nicht zulassen. Zeit... Eden würde schon merken,
wenn Milana dazu bereit war.
Es
war ein kurzer böser Blick der Eden traf, bevor
Milana anfing zu schmunzeln und sich auf Eden aufrichtete,
wobei sich ihr Unterkörper näher an ihren
drängte. Es durchzuckte Milana.
Sie sah von oben auf Eden herab, als ihre linke
Hand die Krawatte ergriff und sie neben ihrem Hals,
den Kopf entlang zur Seite legte.
Ihre rechte Hand griff gleichzeitig an ihren Gürtel
hinter dem Rücken und als sie ihre Hand wieder
hervorholte, hielt sie ihren Dolch in dieser.
Ihr Schmunzeln wechselte in ein freches Grinsen.
Milana liess ihren Blick auf Edens weisses Hemd
sinken, welches sich sehr eng um ihre Brüste
spannte.
"Gewöhnungsbedürftig... aber
ich weiss nicht, ob ich mich daran gewöhnen
möchte.", brach es aus Milana
heraus, als sie ihren Dolch langsam mit der Seite
an Edens Wange entlang gleiten liess, ihm mit ihrem
Blick folgte, an ihrem Hals hinunter, übers
Dekoltèe, bis hin zum ersten Knopf, wo sie
die Spitze des Dolches ansetzte und ihren Blick
wieder in Edens Augen lenkte.
Milanas
Küsse waren heiss.. so heiss, dass Eden glaubte,
in ihrem Leben nie geküsst worden zu sein und
sie spielte mit Eden, behielt die Führung,
behielt die Macht über sie und Eden machte
es an, liess es geschehen.
Dann
löste Milana den Kuss und Eden blickte sie
an, als sie Eden hart an den Schultern zurückdrängte.
Eden gab mit ihren Armen nach und liess sich aufs
Bett zurückdrücken, jedoch hielt sie sich
auf den Ellbogen leicht oben und erntete einen kurzen
bösen Blick, der ihr bedeutete, dass Milana
nicht berührt werden wollte.. nicht jetzt zumindest.
Milanas
Gewicht drückte sich auf Edens Unterkörper
und abermals musste sie ein Aufstöhnen unterdrücken,
daraufhin fing sie Milanas Schmunzeln auf und Eden
sah ihr erhitzt und schwer atmend in die Augen.
Die feingliedrige, wunderschöne Hand der Vampiress
wanderte auf deren Rücken und kam mit ihrem
Dolch wieder zum Vorschein, Edens Pupillen weiteten
sich angetan und es umzuckte ihre Mundwinkel leicht..
»
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Du
stehst auf Spielchen, die mir gefallen...,
ein leichtes innerliches Grinsen konnte sie in ihrem
Blick nicht unterdrücken und langsam liess
Eden sich wieder nach hinten gleiten, bettete ihren
Kopf auf ihren Unterarm und die andere Hand liess
sie neben ihrem Körper auf der Decke liegen,
so blickte sie Milana an.. gespannt darauf, was
nun passieren würde.
Eden
folgte Milanas Blick, der sich auf ihre Brüste
haftete, die in ihrem Hemd spannten, dann blickte
sie in Milanas Augen zurück, die noch immer
auf Edens Körper gesenkt waren.
Mit frechen Worten folgte Milana dem Weg des Dolches,
welcher über Edens Wange glitt. Er fühlte
sich angenehm kalt an und Eden sah aus den Augenwinkeln
das blanke Stahl rein aufblitzen. Milana führte
die Spitze des Dolches unendlich langsam Edens Hals
entlang und Eden schloss die Augen und reckte ihn
kaum merklich bis er an ihrem Dekoltèe angelangt
war.
Eden
führte ihren Blick wieder zurück zu Milanas
und dann zur Spitze des Dolches, die ansetze, um
gleich darauf wieder in Milanas Augen zu sehen,
die sie nun wieder ansahen. Edens Augen blieben
ausdruckslos. Allein ihre Willigkeit spiegelte sich
in ihnen und sie atmete etwas tiefer ein, so dass
ihr Brustkorb sich dem Dolch eng näherte. Sie
fühlte wie sich ihre Brüste auf dem Hemd
deutlich abzeichneten und wie ihre Aufregung anwuchs
ohne sich diese jedoch anmerken zu lassen..
Eden
hatte sich zurückdrängen lassen und ihren
Kopf auf ihren Unterarm gebettet. Irgendwie eine
freche Haltung, wie Milana fand und dennoch machte
es sie an.
Milana fühlte, wie Edens Blick immer wieder
von ihr zum Dolch wanderte und wieder zurück.
Milana sah in Edens Augen, wie sie innerlich grinste
und sie konnte sich ebenfalls ein Grinsen nicht
verkneifen.
Eden
drängte sich der Spitze des Dolches unmerklich
entgegen, bis Milana ihn am Knopf angesetzt hatte...
Eden atmete tief ein, so dass sich das Hemd noch
enger um sie spannte und die Spitze des Dolches
eine leichte Kerbe in ihre blasse Haut drückte.
Abschätzend sah sie noch einmal in Edens Augen,
die ausdruckslos schienen und dennoch ihre Willigkeit
verrieten. Somit sprang der erste Knopf unter einer
schnellen, geschickten Handbewegung einfach von
Edens Hemd ab und der kalte Stahl bahnte sich seinen
Weg über das wenige Stück Haut, welches
nun freigelegt worden war. Milana liess Eden nicht
aus den Augen und schon sprang auch der zweite Knopf
einfach ab, so wie auch der Dritte.
»
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Milana
senkte ihren Blick auf Edens Dekoltèe, welches
jetzt mehr zeigte, als noch vor wenigen Sekunden.
Mit der Schneide des Dolches, drängte sie den
Stoff des Hemdes auf der rechten Seite weg, streifte
ihn über die wohlgeformte Brust, die nun nackt
vor ihr lag. Mit fragendem Blick, sah sie Eden kurz
an. Du magst wohl keine BH's..., dachte
sie innerlich schmunzelnd. Der blosse Anblick ihrer
Brust machte sie wild und sie biss sich auf die
Unterlippe, um das Stöhnen zu unterdrücken,
welches ihr entweichen wollte. Mit der Spitze des
Dolches streichelte sie Eden die Rundung ihrer Brust
entlang, knapp an den harten Brustwarzen vorbei.
Mit vorsichtigem Druck und dennoch gefährlich
nah an der Schmerzgrenze.
Die restlichen Knöpfe gaben unter den eleganten
und leicht geschwungenen Handbewegungen mit dem
Dolch einfach nach, sprangen einer nach dem anderen
ab, bis Milana auch den Letzten entfernt hatte.
Die Kragen des Hemdes mit dem Dolch und ihrer freien
Hand zur Seite streichend, blickte sie Eden wieder
tief in die Augen.
Eden
sah, wie der erste Knopf von ihrem Hemd seinen Weg
von diesem fand und spürte den kalten Stahl
des Dolches auf ihrer Haut, kurz bevor auch der
zweite und der dritte elegant vom Hemd gelöst
wurde..
Eden atmete tief und achtete darauf, sich ruhig
zu halten. Ein leichtes Schmunzeln war auf Milanas
Gesicht zu erkennen und es schien anzuhalten, als
sie den Stoff des Hemdes über ihre rechte Brust
zur Seite streifte.
Die
Kühle des Luftzuges, der durch das angelehnte
Fenster zog liess Edens Brustwarzen bis an ihr Äusserstes
erregen. Eden sah Milana sich auf die Unterlippe
beissen und glaubte ein unterdrücktes Aufstöhnen
zu vernehmen, welches sie wieder hitziger werden
liess und sich bis in ihren Unterleib vorstiess.
Milana
liess die Spitze des Dolches knapp und vorsichtig
an die Spitze ihrer Brust vorbeistreichen. Die Kälte
des Stahles nahm ihr das Schmerzempfinden, welches
sie angedeutet spürte. Für einen Moment
hielt Eden den Atem an und schloss die Augen. Wie
weit würde Milana gehen? Doch diese Frage beantwortete
sich schnell und Eden konnte sich wieder entspannen,
als sie spürte wie der Dolch die letzten Knöpfe
entfernte.
Eden
öffnete ihre Augen wieder traf auf Milanas
immer tiefer werdenden Blick während diese
mit dem Dolch und auch ihrer kalten Hand das Hemd
beiseite streichelte. Nun lag sie mit bloßem
Oberkörper vor ihr und eine Gänsehaut
war sichtbar zu sehen, wie sie über ihre helle
Haut wogte.
Eden wusste gar nicht mehr, dass sie vergessen hatte
einen BH anzuziehen, doch in diesem Augenblick war
es ihr recht und sie schmunzelte bei diesem Gedanken
um im nächsten Moment schon die nächste
Welle der kalten Erregung durch die kühle Luft
und den heissen Blick in Milanas Augen in Empfang
zu nehmen..
Edens
Körper hatte sich wieder entspannt, als Milana
den Dolch von der Brust hatte wegwandern lassen.
Ein Schmunzeln lag ebenfalls auf ihren Lippen, als
Milana ihr wieder in die Augen sah.
»
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Milana
stützte sich mit beiden Händen neben Edens
Gesicht ab – darauf achtend, sie nicht unbedacht
mit dem Dolch zu verletzen. Sie beugte sich zu ihr
herunter, leckte ihr einmal frech über die
Lippen und richtete sich dann wieder auf. Milana
führte den Dolch dabei mit der Seite an ihre
rechte Wange, drückte fordernd ihr Gesicht
nach links, damit sie ihren Blick abwandt, während
sie sich selbst mit der freien Hand den ersten und
zweiten Knopf ihres Hemdes öffnete. Die Hitze
in ihr war unerträglich geworden.
Sie
zog den Dolch wieder zurück, hob ihn langsam
hoch über ihren Kopf, mit der Spitze auf Edens
Herz gerichtet. Ihr Blick wurde kalt... kalt und
nichtssagend, als sie plötzlich nach vorne
schnellte und den Dolch neben Edens Kopf in die
Matratze rammte und ihre Lippen darauf erregt und
fordernd auf die ihren presste.
Milana
stütze sich über Eden, beugte sich zu
ihren Lippen und leckte frech über sie, um
sich dann wieder zu entfernen. Eden wandt sich unter
einem Rausch voller Gefühl, liess aber den
Blick nicht abschweifen von Milanas ebenmässigen,
wunderschön klaren Gesicht.
Dann
spürte sie wieder kalten Stahl an sich und
wie er ihren Blick durch seinen Druck abwandte.
Milana drückte Edens Kopf sacht mit ihm auf
die Seite und Eden schloss in dieser Bewegung die
Augen.
Erst als Milana sich wieder aufrichtete und Eden
eine nicht einzuordnende Bewegung fühlte, sah
sie wieder auf und erblickte den Dolch über
Milanas Kopf, gezielt die Spitze auf Edens Herz
gerichtet.
Eden
wusste, Milana würde ihr nichts tun und dennoch
war es ein sehr beklemmendes Gefühl und reflexartig
schloss sie die Augen, als der Dolch auf sie nieder
schnellte, jedoch den Stoff der Decke und wohl auch
der Matratze zeriss. Eden zuckte zusammen und im
selben Augenblick spürte sie Milanas Lippen
auf ihre gepresst. Erregt forderten sie und Edens
Körper wandt sich mit einem Zucken unter Milanas,
sie stellte langsam ein Bein auf die Kante des Bettes
und ungewollt drückte es Milana ein Stück
näher an Eden, die sie fordernd und ebenso
heiss zurückküsste.
Ihre
nackten Brüste drückten gegen Milanas
Hemd, der Stoff war weich und anschmiegsam und ebenso
kühl wie Milanas Haut es war. Leicht drückte
sich Eden immer wieder gegen sie und sie schob ihren
Arm unter dem Kopf hervor, liess ihn jedoch regungslos
auf der Decke über ihrem Kopf liegen, hielt
sich lediglich an einem Stück der Decke fest,
als bräuchte sie einen Halt, um ihre Leidenschaft
zu ertragen, die sich in ihrem Kuss wiederspiegelte...
"Du
machst mich wahnsinnig.." kam es ihr
in einem Augenblick heiss und hauchleise über
die Lippen, unterdrückt die Stimme von dieser
Leidenschaft an Kuss..
»
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Milana
machte es an, wie Eden sich unter ihr wandt, ohne
auch nur einmal ihren Blick abzuwenden. Als sie
jedoch den Dolch niederschnellen liess, sah sie,
wie Eden ihre Augen reflexartig schloss.
Diese konnte sie auch gleich geschlossen halten,
dachte sie, denn ihre Zunge war wieder auf Erkundungstour,
wollte Versteckspielen und ärgern, fordern,
lecken...
Eden
durchzuckte es und dieses Zucken schien sich auf
Milana zu übertragen. Ihr Körper bebte
vor Verlangen, wollte Eden überall berühren,
wollte sie nah an sich spüren und als ob Eden
diesen Gedanken gefühlt hätte, stellte
sie frech ein Bein auf, welches Milana noch näher
an sie drückte.
Sie bemerkte, wie Eden ihren Arm unter ihrem Kopf
hervorzog und sie blinzelte ihn kurz an, schloss
ihre Augen aber sofort wieder, als sie sah, dass
Eden diesen still liegen liess, sich jedoch mit
der Hand ein Stück Decke genommen hatte, um
sie fest zu umschliessen.
Edens
blanke Brüste drückten sich gegen Milanas
Oberkörper und ein heisses Seufzen entfuhr
ihr. Sie drückte sich näher an Eden heran,
obwohl dies schon gar nicht mehr zu gehen schien,
da Eden sich im selben Moment ebenfalls leicht aufbäumte.
Eden flüsterte ihr zu, dass sie sie wahnsinnig
machte und Milana schmunzelte innerlich.
Das kann ich nur zurückgeben..., dachte
sie, als sie ihre linke Hand zu Edens Arm führte,
der ein Stück Decke umklammerte. Mit ihren
Fingernägeln fuhr sie diesen entlang, angefangen
am Handgelenk, an der Ellbeuge machte sie kurz Halt,
streichelte zart darüber, bevor sie wieder
ihre Fingernägel gebrauchte und sich ihren
Weg weiter entlang des Armes bahnte. Sie rutschte
langsam an ihm herab, Richtung Decke, wo immer noch
die Krawatte lag, ergriff sie, legte ihre andere
Hand in Edens Nacken und zog sie mit sich hinauf,
liess nicht zu, dass sie auch nur einen Millimeter
Abstand von ihr nehmen konnte... ihre Lippen immer
noch leidenschaftlich miteinander verschmolzen.
Erst jetzt liess sie von diesen ab, lehnte sich
leicht zurück und streifte Eden das Hemd -
mit einem tiefen Blick in ihre Augen - von den Schultern
und über die Arme.
Eden
fühlte wie Milanas Körper über ihr
mit ihrem bebte, fühlte ihr Zungenspiel, dem
sie nicht widerstehen konnte und auch nicht wollte.
Milana drückte sich noch näher an sie
heran und Eden hielt die Erregung in sich kaum aus,
ihr Zungenschlag wurde schneller, wurde fordernder
und als Milana ihren Arm entlang fuhr wandt sie
sich noch mehr, eine Gänsehaut nach der anderen
überrannte ihren erhitzten Körper und
sie zuckte leicht zusammen, als Milana zärtlich
über ihr Armbeuge strich.
Langsam
rutschte sie mit ihren Nägeln Edens Haut entlang
und Milanas Zunge spielte weiter ihr Spiel, welchem
Eden nur zu gerne nachgab, dann legte die Vampiress
ihre Hand abermals in Edens Nacken und zog sie wieder
hoch, ohne den Kuss oder diese enge Nähe zu
durchbrechen. Leidenschaftlicher konnte ein Kuss
nicht sein und Eden war wieder versucht, ihre Arme
um Milana zu legen und sie noch fester an sich zu
drücken, doch sie beliess sie weiter willenstark
auf der Decke, stützte sich mit ihnen ab und
drückte ihren Unterkörper weiter an sie.
Dann
liess Milana von ihren Lippen ab und lehnte sich
leicht zurück, streifte Eden langsam und mit
einem tiefen Blick, den Eden in sich aufnahm wie
puren Honig, von den Schultern. Eden spürte
die sanften Schauer über ihrer Haut und half
ein wenig nach, das Hemd auszuziehen, so dass es
Milana einfacher gelang. Nun stellte sie auch ihr
zweites Bein langsam auf und achtete auf jede Regung,
die sich in Milanas Haltung und Mimik tat.. tief
blickte sie noch immer in diese fast schwarzen Augen,
die ihr so nah waren, die sie so sehr vermisst und
nach denen sie sich so lange Zeit so sehr gesehnt
hatte...
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Eden
liess sich mit hinaufziehen und auch sie unterbrach
keine Sekunde lang das Spiel der beiden Zungen,
die miteinander rangen. Sie stützte sich auf
die Arme und erwiderte Milanas Blick. Sie drängte
ihren Unterkörper näher an Milanas und
sie spürte, wie die Hitze und die Berührung
sie dazu zwangen ihre Augen zu schliessen.
Milana
streifte ihr das Hemd ab, Eden half ihr dabei und
schnell war dieses Kleidungsstück, mit frechem
Schmunzeln auf Milanas Lippen, auf dem Boden gelandet.
Eden
stellte langsam ihr anderes Bein auf und als Milana
es an sich spüren konnte, griff sie nach Edens
Hände, zog diese nach vorne weg und überkreuzte
sie über ihrem Kopf, wo sie diese mit einer
Hand festhielt. Damit, dass sie sich ebenfalls nach
vorne gebeugt hatte, war sie ihrem Bein entwichen.
Milana sah sie strafend des Versuches an und mit
dem Fingernagel ihres Zeigefinger zog sie scharf
einen Strich von Edens Schläfe bis hinunter
zu ihrem Hals... immer weiter hinab, über ihr
Dekoltèe...
Ihre Handfläche legte sich auf ihre hitzige
Haut, streichelte sich bis zu ihrer Brust vor und
umschloss diese dann. Sie fühlte, wie sich
ihre harte Brustwarze in ihre Handfläche drückte
und erneut musste sie ein Stöhnen unterdrücken.
Milana
fand einen leichten Weg die Führung zu behalten,
denn kaum spürte sie nach dem frechen Fortwerfen
Edens Hemdes, Edens Oberschenkel an sich, drückte
sie sie mit den Armen überkreuzt nach hinten
zurück aufs Bett und hielt sie mit einer Hand
fest unten.
Eden
entgegnete Milanas Blick trotzig schmunzelnd und
spürte darauf hin Milanas Fingernagel scharf
über ihrer Haut, doch sie wich ihrem Blick
nicht aus, zuckte mit keiner Wimper und sah sie
noch immer frech an.
Milana
legte ihr die Handfläche auf die heisse Haut
und streichelte sie zu Edens Brust, umschloss sie
diese dann und Eden fühlte ein Zucken, welches
sie abermals die Augen schliessen liess. Ein leises
Stöhnen entwich ihr und sie drehte den Kopf
zur Seite und gleichzeitig den Oberkörper dichter
an Milanas Hand, die sich weich anfühlte und
trotz der Kühle sehr warm.. Edens eigene Wärme,
die von Milanas Haut abstrahlte.
Eden
wollte sie fühlen, wollte Milanas Haut auf
ihrer fühlen, auf ihrem ganzen Körper
und ohne die Augen wieder zu öffnen oder Milana
direkt anzusehen, flüsterte sie kaum hörbar
wenige, eindeutige Worte..
"Ich will Dich spüren.. ich will
dass Deine Haut die meine kühlt...",
dann wandt sie den Kopf sacht wieder in Richtung
Milanas Gesicht und beobachtete ihre Reaktion mit
einem offenen Blick voller Leidenschaft... voller
Hoffnung.. voller Willen..
Eden
liess ohne mit der Wimper zu zucken alles geschehen.
Sie schmunzelte Milana frech und trotzig an und
Milana musste innerlich grinsen. Weißt
Du eigentlich, wie... sexy Du bist?, fragte
sie Eden in Gedanken.
»
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Eden
stöhnte leise auf, als Milana ihre Brust umfasste,
drückte sich Milanas Hand entgegen... schloss
ihre Augen und wandt ihren Kopf zur Seite. Dieses
Stöhnen war wie ein elektrischer Impuls, der
Milanas Unterleib zum Kribbeln brachte. Sie konnte
und wollte nicht mehr länger warten... sie
wollte Eden... sie wollte sie jetzt... GANZ... und
sie wollte sie an sich spüren, nackte Haut
an nackter Haut... und als ob Eden ihren Gedanken
wieder erraten hatte, flüsterte sie ihr denselben
Wunsch zu. Milanas Augen funkelten Eden an und nur
langsam... sehr langsam, löste sie ihren Griff,
der Edens Hände festhielt, streichelte ihr
flüchtig über den Arm und richtete sich
auf.
Langsam
entfernte sie sich immer mehr von Eden und elegant
stieg sie rückwärts vom Bett, ohne auch
nur einmal ihren Blick aus Edens Augen zu nehmen.
Milana kniete sich vor das Bett, setzte ihre Hände
über Edens Brüsten an und streichelte
ihren Oberkörper hinab. Sie war heiss... heiss
wie Feuer, das gelöscht werden wollte und Milana
würde das Wasser sein, welches in ihrer Kälte
über sie ergossen würde.
Sie folgte der Bewegung ihrer Hände und am
Bund der Hose stoppte sie. Sie setzte ihre Zeigefingerspitzen
mittig an den Knopf und fuhr den Bund in beide Richtungen
entlang, bevor sie ihren Blick wieder in Edens Augen
lenkte und ihre Finger zurückgleiten liess.
Geschickt
öffnete Milana den Knopf ohne hinzusehen und
zog auch sogleich den Reissverschluss auf. Sie beugte
sich über Edens Unterkörper und sah sie
von unten herauf frech schmunzelnd an, bevor sie
den schwarzen, schlichten Satinslip am Bund leicht
herunterzog und ihr frech über den Venushügel
leckte. Dann liess sie den Slip wieder an seinen
Platz zurückrutschen und lehnte sich wieder
zurück.
Sie
streichelte Edens Oberschenkel hinab und widmete
sich ihren Schuhen. Es dauerte nicht lange und sie
hatte diese - samt schwarzen Socken - von den Füssen
gestreift und einfach zur Seite fallen lassen. Milana
richtete sich auf, beugte sich wieder über
Eden und sah ihr tief in die Augen, bevor sie ihre
Zungenspitze über ihr Dekoltèe fahren
liess und sich ihren Weg nach unten bahnte. Am Bauchnabel
machte sie einen kurzen Stop und leckte spielend
um ihn herum, bevor sie ihre Zungenspitze einmal
hineinfahren liess.
Milanas
Hände waren an ihrer Seite entlanggefahren
und waren bald darauf wieder am Bund von Edens Hose
angekommen. Milana schob sie leicht hinein... schob
sie direkt unter ihren Slip und streifte beides
von ihrem Körper. Sie besah sich jede noch
so unauffällig wirkende Stelle... sie sah einfach
phantastisch aus. Edens Körper war makellos
und als sie ihr die Hose von den Beinen streifte,
leckte sie mit ihrer Zunge jeden Millimeter der
neu freigelegten Stelle hinterher. Sie leckte ihre
Leiste hinab, über die Innenseite ihres Oberschenkels,
bis hin zum Knie, wo sie stoppte und einfach die
Hose abstreifte, die sie auf die Schuhe fallen liess.
Ihre
Hände streichelten Eden zärtlich die Wade
hinauf, bis in die Kniebeuge, wo sie ihre Handflächen
eng dagegen legte und zudrückte. Edens nackter
Körper, der so blank vor ihr lag und sie hell
anstrahlte, jagte ihr eine Gänsehaut nach der
anderen über den Rücken. Ihr Atem wurde
durch den blossen Anblick schwerer und sie beugte
sich vor, bis sie die Krawatte greifen konnte, die
Eden noch trug. Sie zog sie nicht aus, nein... sie
zog an ihr und bedeutete Eden damit, sich aufzurichten.
Sie näherte sich langsam ihrem Ohr, nutzte
die Gelegenheit noch einmal um ihr tief in die Augen
zu sehen und flüsterte ihr zu.
"Du
bist wunderschön..." und schmunzelnd
fügte sie noch hinzu. "Und sexy...."
Dann stand sie auf, stellte sich ein paar Schritte
von Eden entfernt auf und begann langsam –
mit dem Blick in Edens Augen gerichtet – ihr
Hemd aufzuknöpfen, bis zum letzten Knopf.
Ihre Hände fuhren langsam über ihren nackten
Bauch, der nun leicht frei lag, so wie auch ihr
schwarzer Satin-BH, bis hin zu ihrem ersten Knopf
an der Hose, den sie öffnete. Sie sah an sich
herab und dann wieder zu Eden. Ein freches Schmunzeln
zeichnete sich auf ihren Lippen ab und sie trat
elegant vor Eden.
»
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"Du
schuldest mir noch etwas...", grinste
sie sie an und sah erneut an sich herab, sah auf
die noch zu öffnenden Knöpfe. Der Gedanke
an die Berührungen, die sie gleich empfangen
würde, liessen sie erneut erzittern... es war
ein wirklich unangenehm angenehmer Gedanke und leicht
unmerklich schluckte sie. Die Aufregung, die sich
in ihr breit machte, versteckte sie gekonnt.
Eden
sah das Funkeln in Milanas Augen, als hätte
sie den selben Gedanken gehegt wie sie selbst und
langsam.. sehr langsam löste sie ihren Griff
und richtete sich kaum merklich Edens Arm streichelnd
auf.
Sie stand elegant vom Bett auf ohne ihren Blick
aus Edens Augen zu lösen, dann kniete sie sich
zu Boden und liess ihre Hände über Edens
Brüste gleiten, streichelte sich hinab zu ihrem
Hosenbund und spielte mit dem Knopf.
Eden
wurde heiss, sie traute sich nicht zu rühren.
Eine Welle nach der anderen, gleich einem brodelnden
Lavastrom begleitete jede Berührung, die Milana
ihr schenkte und es war ein Geschenk.. ein grosses
Geschenk, welches Eden zu schätzen wusste.
Milanas Blick ruhte tief in Edens als sie den Knopf
ihrer Hose öffnete und sogleich auch den Reisverschluss
hinunterzog.
Als Milana sich frech vorbeugte und Edens Venushügel
küsste, drückte Eden ihren Kopf durch
die Erregung gelenkt mit geschlossenen Augen zurück
und atmete schwer aus, doch Milana liess sogleich
wieder von ihr ab streichelte sie die Oberschenkel
hinab und Stück für Stück entkleidete
sie Eden bis auf den Slip und die Hose, denen sie
sich zum Schluss widmete.
Milanas
Zunge streichelte Edens Haut und Eden konnte sich
nicht mehr durchringen, die Augen zu öffnen,
bei jedem Versuch überkam sie eine neue Hitzewelle,
die sie die Augen sofort wieder schliessen liess.
Ihr Atem war laut und tief als Milana ihr den Rest
von den Beinen streifte. Nun lag sie vor ihr, wie
sie geschaffen war und Eden konnte Milana schwer
atmen hören. Sie spürte wie Milana wieder
nach der Krawatte griff und Eden blickte sie an
und richtete sich auf, wie Milana es ihr deutete.
Mit einem tiefen, erotisierenden Blick kam sie Milanas
Gesicht näher und diese flüsterte ihr
zu, wie wunderschön und sexy sie sie fand.
Eden
lächelte, sie hatte gehofft, Milana nicht zu
enttäuschen. Dann stand die Vampiress auf,
ebenso elegant wie sie vom Bett gestiegen war.
Edens Ankh war ihr auf den Rücken gerutscht
und sie holte das Lederband spielend wieder nach
vorn und lies den Anhänger zwischen ihren Busen
unter die Krawatte gleiten, welche sie dann über
den Kopf streifte, da sie störend wirkte. Doch
in keinem Augenblick liess sie Milana aus den Augen.
Eden
zog ein Bein an und stellte es auf die Kante dicht
neben ihren Oberschenkel. Sie hielt das Schienbein
umfasst und legte ihr Kinn sacht auf ihr Knie, um
Milana zu beobachten. Ein Schmunzeln huschte ihr
über die Lippen und ihre Augen glänzten
diese wundervolle Frau, die ein Stück weiter
weg vor ihr stand, an.
Milanas
Hände öffneten die Knöpfe ihres Hemdes
und Eden konnte den Blick nicht wieder in Milanas
Gesicht wenden, zu sehr hatte sie sich gewünscht,
Milana einmal zu sehen, wie sie geschaffen war.
Es war ihr seither immer verwehrt gewesen.
Bald war sie am letzten Knopf angekommen und ihr
schlichter schwarzer BH und ihr wunderschöner,
samtig aussehender flacher Bauch kamen zum Vorschein
und auf letzteren strich diese zarte, feingliedrige
Hand, wie sie unverkennbar Milanas Hand war.
Milana
sah an sich hinab und schmunzelnd wieder auf, dann
trat sie geschmeidig vor Eden und erinnerte sie
an die Schuld, die noch offen stand. Eden schmunzelte
sie an.. sah auf den wundervollen Körper, der
vor ihr stand und Ehrfurcht ergriff sie und sie
suchte nach einer Erlaubnis in Milanas Augen. Aufgeregt
schlug ihr Herz als eindeutig war, dass Eden sie
berühren durfte und sie hoffte, dass sie keinen
Fehler beging.
Sie
setzte ihr Bein ab und erhob sich langsam bis sie
fast mit Milana auf einer Augenhöhe war, allerdings
war Milana einige Zentimeter grösser als Eden,
so dass dies nie wirklich funktionieren konnte.
Eden spürte und sah Milanas Aufregung nicht,
doch glaubte sie, dass diese nicht minder gross
war als ihre eigene und sie lächelte ihr vertraut
zu, dann stieg sie aufs Bett und liess sich anmutig
auf die Knie sinken ohne Milanas Blick zu verlieren.
»
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Ihr
Kopf war nun auf Milanas Brusthöhe und sie
hob ihre Hand.. langsam und auch zögerlich..
immer wieder zurückziehend bis auf die Höhe
von Milanas Schultern. Sie suchte in Milanas Augen
einen Widerspruch, doch sie fand dergleichen nicht
und so senkte sie ihren Blick auf ihre eigene Hand,
die sich nur Millimeter über Milanas Schlüsselbein
bewegte bis sie sie sacht und fast kaum merklich
mit den Fingerspitzen dort berührte und auch
die zweite Hand auf die andere Seite führte.
Vorsichtig und zart strich sie ihr das Hemd von
den Schultern bis es ihr von allein von den Armen
zu Boden glitt und dort liegen blieb.
Eden
streichelte weiter die Schultern in Richtung Hals
zurück, es schien wie ein Hauch von Berührung,
als Eden bei den Trägern des BHs ankam und
auch diese von Milanas Schultern streifte. Sie glitt
mit den Fingern sacht an ihren Armen herunter und
unter ihnen hindurch, um den BH zu öffnen,
welches sie nur mit einer Hand und nur wenigen Sekunden
zustande brachte. Auch er glitt an Milana hinunter
wie Wasser.
Eden
schluckte schwer, als sie diese Schönheit vor
sich sah, die Milana ihr nun mit ihren Brüsten
bot. Sie waren so rein und fest, wie Eden sie nie
gesehen hatte. Ihre Rundungen waren so wie sie sein
sollten und wie sie sich jede Frau nur wünschen
würde. Eden traute sich nicht, Milana in die
Augen zu sehen, ja, traute sich fast zu keinem Atemzug
als sie sanft und fasziniert langsam über sie
streichelte. Es war eine Ehrfurcht und Eden war
gebannt.. gebannt von dem was sich ihr darbot und
sie konnte nur schwer von ihnen ablassen.
Kurz
schloss sie die Augen und fühlte einfach wie
wunderbar und fest sich die Haut anfühlte,
die sie gerade hinabstreichelte und bald auf dem
Bauch weiter hinunterglitt, dann öffnete sie
die Augen wieder und sah Milana tief in die ihrigen..
Keine Angst.., dachte sie nur kurz und
fast unterbewusst und dies schien ihr Blick ohne
ihr Bewusstsein auszusagen..
Dann
wandt sie sich langsam mit ihrem Blick wieder nach
unten und sie strich mit den Fingerspitzen über
Milanas Bauchnabel weiter und immer weiter hinab,
bis sie an dem Ansatz ihres schwarzen und ebenso
schlichten Slips angelangt war. Eden fuhr vorsichtig
über ihn zu den restlichen Knöpfen an
der schwarzen Lederhose, die noch zu öffnen
waren. Milanas Taille zog Edens Blick immer wieder
an. Sie war so perfekt.. Milana war so perfekt..
Langsam
öffnete sie einen Knopf nach dem anderen. Mit
dem letzten fuhr sie leicht über Milanas Ansatz
der empfindlichsten Stelle einer Frau, dann schob
sie ihre Handflächen seitlich unter die Hose
an ihre Lenden und brachte sie somit zu Fall. Eden
beugte sich hinunter und öffnete die Bänder
ihrer Docs, und fuhr mit den Händen leicht
an ihr Knie und hob es an, so dass sie aus den Stiefeln
glitt, so tat sie es auf beiden Seiten bis Eden
über nackte Knöchel hinauf sah und immer
weiter hinauf sah bis sie an dem glänzenden
letzten Stoff an Milanas Körper angelangt war.
Das, was jetzt noch verdeckt war, glich einem Geheimnis
wundervoller Schönheit, die Eden nur erahnen
konnte..
Eden
sah hinauf zu Milana und verankerte ihren Blick
tief in ihren Augen, während sie die Hände
an ihre Hüften legte und diese sanft umfasste
und entlang strich, um Milana zärtlich zu sich
zu ziehen.., langsam und darauf bedacht, sofort
zu stoppen, wenn sie dies nicht wollte..
»
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Jetzt
gab es kein zurück mehr, sie hatte Eden die
Erlaubnis gegeben sie zu berühren... sie zu
entkleiden. Milana biss sich hart auf die Unterlippe,
als Eden sich vom Bett erhob und sie ansah. Ihr
Blick war fragend, so als suche sie nach einer weiteren
Erlaubnis. Milana gab ihr keine, aber sie gab ihr
auch kein „Nein“. Es war zu spät,
Milana konnte nun keinen Rückzieher mehr machen...
und insgeheim wollte sie dies auch nicht.
Eden
lächelte ihr vertraut zu, als sie aufs Bett
stieg und sich äusserst anmutig auf die Knie
niederliess. Milana saugte jede Bewegung dieses
Wesens, dieses wundervollen Geschöpfes in sich
auf... nackt und wunderschön kniete sie nun
vor ihr... ihr Kopf auf Milanas Brusthöhe.
Milana
wusste, der Moment der ersten Berührung kam
immer und immer näher. Die Aufregung in ihr
wurde schlimmer... sie fühlte sich leicht ausgeliefert
und gleichzeitig wusste sie, sie konnte Eden vertrauen.
Die Aufregung jedoch war nicht nur auf Milanas Seite...
Eden hob ihre Hand auf Milanas Schulterhöhe,
zog sie jedoch zögerlich immer wieder leicht
zurück, ja, fast ehrfürchtig.
Eden sah Milana tief in die Augen, so als suche
sie einen Widerspruch, den Milana ihr jedoch nicht
gab. Als Edens Hand ihrem Schlüsselbein immer
näher kam, schloss Milana ihre Augen... in
Vorfreude... vor Spannung... aus Angst...
Als
Eden ihre Fingerspitze auf Milanas Haut nieder liess,
zuckte Milana vor Schreck und Genuss zusammen, sie
schloss ihre Augen fester und legte den Kopf leicht
schräg. Diese Berührung war so zart, so
voller Gefühl, voller Liebe... so vorsichtig
und Milana wünschte, Eden würde nie wieder
ihre Hand dort wegnehmen... gleichzeitig war sie
versucht Edens Hand zu nehmen und sie von sich fern
zu halten, aber sie liess geschehen, was weiter
geschah. Und so hatte sie bald Hemd und BH verloren...
Eden war sehr geschickt mit ihren Händen und
so hatte es nur den Bruchteil einer Sekunde gedauert,
bis ihr BH hinunterfiel. Eden hatte nur eine Hand
benutzt und Milana staunte innerlich über diese
Raffinesse.
Immer
wieder zuckte sie unter Edens Berührungen zusammen,
biss sich zwei mal fest auf die Unterlippe und öffnete
dann ihre Augen, als Eden ihr über die Brust
streichelte. Sie atmete tief ein und hielt für
den Moment diese Luft in ihren Lungen, getraute
sich nicht sie hinauszulassen...
Eden folgte mit ihrem Blick ihren Händen, schien
leicht weggetreten, als sie bis zu ihrem Bauch hinunterstreichelte.
Dann sah sie wieder zu Milana auf und ihr tief in
die Augen. Es war ein so zärtlicher Blick,
ein so liebevoller, dass Milanas Aufregung ein wenig
schwand.
Edens Hände tasteten sich streichelnd zu ihrer
Hose hinab und Milana hielt erneut die Luft an,
als sie sich den Knöpfen widmete und einen
nach dem anderen aufspringen liess.
Als
Eden am letzten Knopf angekommen war, streifte sie
leicht über Milanas empfindlichste Körperstelle
und sie erzitterte, wollte Eden von sich wegdrücken
und legte ihr eine Hand auf die Schulter, liess
sie dann aber doch ruhig auf ihr liegen. Gänsehaut
zeichnete sich an ihrem ganzen Körper ab und
die Luft, die sie in ihren Lungen gefangen hielt,
entwich ihr in einem tiefen Aufstöhnen und
Milana liess ihren Kopf mit geschlossenen Augen
in den Nacken sinken. Es war so eine ungewohnte
Situation für sie. Ihr Innerstes trieb sie
dazu, Eden wegzustossen, ihr Körper jedoch
wollte mehr... mehr von diesen Berührungen.
Eden
streifte ihr die Hose hinab, hielt Inne und widmete
sich dann zuerst den Docs, die Milana trug. Es dauerte
nur wenige Augenblicke als Milana sowohl Docs, als
auch ihre schwarze Lederhose verlor.
»
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Nur
mit ihrem schwarzen Slip stand sie nun vor Eden
und sie senkte leicht den Kopf, sah an sich herab
und dann wieder zu Eden, die nun wieder zu ihr heraufsah,
ihren Blick in Milanas verankerte und ihre Hände
an ihre Hüften legte.
Milana zuckte abermals zusammen unter dieser so
sachten Berührung. Eden zog sie langsam, ganz
langsam an sich heran, aber... Milana hielt es nicht
mehr aus. Das war zuviel für den Anfang...
einfach zuviel für jetzt. Sie senkte ihren
Blick auf Edens Hand, schüttelte leicht den
Kopf, während ihre Hand, die sie auf Edens
Schulter gelegt hatte, an ihrem Arm hinunterglitt
und nach Edens Hand tastete. Sie nahm sie zärtlich
in die ihre und sah nun wieder zu Eden.
Langsam ging sie selbst auf sie zu, legte ihre Handflächen
an ihre Schultern, knapp über den Schlüsselbeinen
und drückte sie zart zurück aufs Bett...
ihren Blick liess sie in Edens.
Eden
war so vorsichtig und als Milana auch nur andeutete,
dass sie den Kopf schüttelte, hielt sie sofort
inne und lies ihre Hand einfach ruhig an der Stelle
liegen und sah Milana weiterhin an.
Diese
nahm die Hand, die sie Eden auf die Schulter gelegt
hatte und legte sie auf die ihrige, nahm sie zärtlich
in ihre auf und führte sie von ihren Hüften
sacht hinweg. Eden verstand, dass Milana Zeit brauchte
und lächelte ihr zu.
Milana
drückte Eden zart auf das Bett zurück,
so dass sie nun vollkommen in seiner Mitte lag.
Diese wundervolle Frau über sich mit dem Blick
in die schönsten Augen dieser Welt. Eden würde
still liegen bleiben, sie würde Milana jetzt
nicht weiter überfordern, auch wenn es ihr
schwer fiel diesen samtigen Körper nicht zu
berühren.
Warm
blickte sie sie an und die Aufregung kroch abermals
langsam in ihr hoch. Sie spürte wieder deutlich,
wie ihr Herz gegen ihre Brust klopfte und war gespannt
auf alles, was Milana ihr nun noch geben wollte..
und konnte...
Eden
nahm es mit einem Lächeln hin, dass Milana
sie stoppte und Milana war froh... sie spürte
die Liebe, die Eden soeben um ein vielfaches verstärkt
hatte, insofern dies überhaupt noch möglich
war.
Milana
hatte sich wieder über Eden gebeugt und sah
sie immer noch an, als sie rückwärts etwas
zurückwich, nicht weit... sie stoppte als ihr
Kopf auf Edens Bauchhöhe angelangt war und
sie senkte ihren Blick auf diese weiche Haut. Milana
streckte ihre Hand zu Edens Hals und legte ihre
Handfläche auf diesen, während sie mit
leichtem Druck an ihm entlangfuhr, zwischen ihren
Brüsten hindurch und sie senkte ihren Kopf,
schloss ihre Augen und küsste sie neben den
Bauchnabel.
Ihre Lippen suchte immer neue ungeküsste Stellen
an ihrem straffen und dennoch so weichen Bauch.
Milanas Brüste berührten bei jeder noch
so kleinen Bewegung Edens Körper und die Erregung
wurde fast unerträglich. Ihre Brustwarzen zeigten
diese deutlich... und ihr heisser, erregte Atem
strich Eden über den Bauch.
Sie
vergass, was um sie herum war und ging ganz und
gar auf in den Berührungen, die sie Eden gab.
Ihre Hand wanderte vom Bauch hinab zur Seite und
an dieser mit ihren Fingerspitzen wieder hinauf.
Sie spürte die leichte Rundung von Edens Brust
und streichelte diese entlang. An ihrer nun wieder
harten Brustwarze angekommen umkreiste sie diese
mit ihrer Fingerspitze, umschloss sie dann mit Daumen
und Zeigefinger und drückte sacht, aber fordernd
zu, während ihre andere Hand sich unter ihr
Becken schob und Eden etwas anhob und sie so näher
an sich zog.
Milana
wich ein Stück bis zu Edens Bauchhöhe
zurück, dann senkte ihren Blick darauf, während
ihre Hand Edens Hals entlang bis zu ihrem Bauchnabel
strich.
Eden fühlte wohlige Wärme über ihren
Körper gleiten, obwohl Milanas Hand eher kühl
auf ihrer heissen Haut war.
»
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Eden
legte den Kopf zurück und beschloss einfach
mit geschlossenen Augen zu geniessen, doch wirklich
geniessen war anders, denn jeder Kuss, jede Berührung
die Milana ihr schenkte zeugte von unendlicher Leidenschaft
und Edens Körper war eine reinste Glut an Hitze
und Energie.. jedes Mal um ein vielfaches mehr,
wenn sie Milanas Brüste über sich gleiten
fühlte..
Überall
schienen die kühlen Hände dieser wundervollen
Frau zu sein und Eden spürte sie alsbald an
ihren Brüsten und ihre Berührungen kamen
ihr seltsam bekannt vor und sie stöhnte auf..
London.. im Park.. Milana drückte abermals
sacht und dennoch fordernd zu.. sie war.. an Milanas
Stelle gewesen.. und wieder entwich Eden ein Laut,
leise aber nicht zu überhören, dann schob
Milana die andere Hand unter Edens Becken und Eden
fühlte ihren Atem noch heisser auf der Haut,
erzitterte vor Aufregung und Erregung, konnte sich
kaum noch still halten und suchte mit der Hand abermals
die Decke ab, um sich an etwas festhalten zu können...
Milana
entlockte Eden ein leises Stöhnen und sie sah
kurz schmunzelnd zu ihr auf. Sie wollte mehr von
diesen Klängen, die wie Musik in ihren Ohren
waren. Sie sah, wie Eden erneut nach etwas suchte,
an dem sie sich festhalten konnte. Sie sah wunderschön
aus, wie sie nackt vor ihr lag, mit geschlossenen
Augen... geniessend...
Milana
zog ihre Hand wieder unter ihrem Becken hervor und
streichelte Eden die Taille seitlich entlang, runter
bis zu ihrem Oberschenkel... ihre andere Hand umfasste
fest ihre Brust, liess sie los und stützte
sich neben Edens Schenkel auf dem Bett ab. Sie drückte
ihren Oberkörper nah an ihren, berührte
ihn mit ihren Brüsten und glitt weiter nach
unten, wobei sie ihre Brustwarze über Edens
Venushügel gleiten liess, immer weiter hinab.
Ihre Lippen folgten mit heissen Küssen, bis
sie ebenfalls am Venushügel ankamen. Ihre linke
Hand streichelte vom Oberschenkel weiter runter,
bis sie ihre Hand in Edens Kniekehle legte und ihr
Bein aufstellte.
Ihre
Lippen hauchten erregten Atem zwischen Edens Beine.
Noch einmal blickte sie kurz zu Eden hinauf, bevor
sie ihren Kopf wieder senkte und ihre Zunge auf
Entdeckungsreise schickte. Sie leckte leidenschaftlich
an Edens Leiste entlang, dann tat sie dies auch
an der anderen... bevor sie über den Venushügel
- zwischen beiden - eine unsichtbare Brücke
mit ihrer Zunge malte.
Ihre Hände waren überall an Eden, streichelten
über ihren Bauch, ihre Beine... drückten
hier und da fest zu... sie liess ihre Fingernägel
sprechen und dann... dann spaltete sie mit ihrer
Zunge lustvoll Edens ebenen, glattrasierten Schutz,
der ihren Lustpunkt verbarg, küsste heiss ihren
Kitzler und umspielte ihn. Eden schmeckte wundervoll,
an jeder Stelle ihres Körpers und Milana genoss
das Pulsieren in ihrem eigenen Unterleib... das
Ergebnis der Erregung durch die Hitze, die Eden
ausstrahlte, durch die Berührungen, die sie
Eden gab und die Reaktionen die Eden zeigte.
Eden
konnte die Decke nicht mehr greifen, sie war zu
fest gezogen unter ihnen und ihre Hand wanderte
suchend zum Bettende und ergriff einen der Gitterstäbe,
der nun kalt in ihrer Hand lag und sie ihren Körper
anspannen half.
Jede
noch so kleine Berührung brachte Eden in Wallung
und sie atmete tiefer und schneller, als Milana
sich immer näher ihrem Lustpunkt bewegte, mit
ihr spielte, in dem sie von einer zur anderen Leiste
ihre Zunge spielen liess, um dann nach endlosen
Minuten endlich.. endlich mit ihrer Zungenspitze
eintauchte an Stellen, die Eden um ihren Verstand
brachten.
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Schon
die erste Berührung von Milanas heissem Atem
entlockte ihr ein lautes Aufstöhnen und es
sollte eines von vielen weiteren werden, die immer
dichter aufeinander folgten, immer lauter zu werden
schienen. Eden glaubte, es nicht aushalten zu können.
Ihre Knöchel wurden weiss, so sehr klammerte
sie sich an die Eisenverstrebung des Bettes, suchte
mit der anderen Hand ebenfalls Halt, wandt sich
unter Milanas lustvoller Zunge hin und her und bekam
endlich auch eine Ecke ihres Kissens zu fassen,
spannte sich an und fühlte wie ihr Kitzler
pulsierte und gereizt ihrem Becken Bewegung verlieh.
Eden
vergass alles um sich, stöhnte so laut auf,
dass man glauben konnte, alle benachbarten Leute
würden sie auf der Strasse deutlich hören
können, doch es war ihr egal. Milana wusste
was sie da tat und sie tat es verdammt gut. Edens
Bewegungen wurden heftiger und sie fühlte,
wie ihr Körper die Führung übernahm
und tat was er brauchte, sich bewegte wie er es
für richtig hielt. Eden spürte die Hürde,
die sie überschritt. Die Hürde, welche
sie von der Gewalt über ihren eigenen Körper
befreite, wie sie es zuliess und sich zum ersten
Mal in ihrem Leben wirklich fallen lassen konnte
in ein Meer voller Vertrauen.. voller Liebe...
Es
war nur noch ein Aufstöhnen bis sie spürte
wie ihr Körper sich leicht zusammenzog und
gleich einem Feuerwerk zu explodieren schien...
Milana
umspielte Edens Kitzler geschickt... mal wild, mal
langsam... immer so, wie sie Eden die heissesten
Töne entlocken konnte. Eden wandt sich unter
Milanas Berührungen, stöhnte laut auf,
ihr Körper spannte sich an und Milana genoss
es, wie sie unter ihrer Kontrolle wie Wachs war,
welches heiss dahinfloss.
Um
so lauter Eden stöhnte, desto erregter wurde
auch Milana. Sie hörte, wie Eden flach und
immer schneller werdend atmete und auch Milana hatte
ihre Atmung nicht mehr unter Kontrolle. Ihr Unterleib
spielte verrückt, es kribbelte, pochte sanft.
Milana versuchte ihre eigene Erregung etwas zu zügeln,
aber es gelang ihr nicht und so entwich ihr ab und
an ein tiefer erregter Laut.
Als
sie spürte, wie Eden immer wilder wurde und
sich unter ihr zu bewegen begann, sich holte, was
ihr Körper forderte, spürte sie, wie sie
sich selbst kaum noch unter Kontrolle hatte. Edens
Bewegungen heizten Milana so sehr ein, dass sie
fühlen konnte, wie sie – ohne dass sie
berührt wurde – ihrem eigenen Höhepunkt
immer näher kam.
Ihr Atem wurde heftiger, ihr unterdrücktes
Stöhnen häufiger...
»
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Milanas
Körper bebte, erzitterte unter dem Gefühl,
dass sich in ihrem Unterkörper abspielte. Es
fühlte sich an wie glühende Funken, die
umhersprühten, als auch Eden noch lauter wurde,
ihren Körper noch mehr anspannte und sie fühlte,
wie Edens Kitzler zu pulsieren begann, so wie auch
ihr eigener pulsierte. Immer wieder pochte er zaghaft
gegen Milanas Zunge... als sie die Bewegungen dieser
langsamer werden liess und schliesslich den empfindlichsten
Punkt verliess, ihren Venushügel liebkoste,
ihr die Leiste entlang leckte und mit der Hand Edens
Bein hinaufstreichelte.
Sie
folgte ihrer Hand und wanderte mit ihr gemeinsam
Edens Körper hinauf, wobei ihre Brüste
wieder über Edens zarte Haut streichelten,
welches ihr noch einige kribbelnde Funken in den
Unterleib schiessen liess. Leicht ausser Atem sah
sie Eden mit warmem und verliebtem Blick in die
Augen. Milana legte sich seitlich neben sie, stützte
ihren Oberkörper auf ihrem Unterarm ab, legte
ihre andere Hand auf Edens Bauch und beugte sich
über ihr Gesicht.
Ein freches Grinsen huschte über ihre Lippen,
bevor sie ihre Lippen den ihren näherte.
Eden
hörte und spürte wie Milana mit ihr kam
und die Wogen wurden sachter, Milanas Liebkosung
wurde sachter und langsamer und sie passte sich
vollkommen ihrem Rhythmus an. Eden entspannte sich
langsam und ausser Atem liess sie die nun fast schmerzlich
zu beschreibende Hand locker, die sich um die Gitterstäbe
gepresst hatte und spürte wie die Hand am Kissen,
tiefe Nagelabdrücke in den Handflächen
hatte über sich ergehen lassen müssen.
Langsam
wanderte Milana von dieser nun hyperempfindlichen
Stelle ihres Kitzlers nach oben und küsste
und streichelte sie mit den Lippen, mit den Händen
und ihren Brüsten.. sie wanderte und fand ihren
Weg Edens Körper hinauf und Eden nahm sie mit
einem zärtlich erledigten, aber unendlich glücklichen
Lächeln in den Augen in Empfang, als Milana
sich sacht neben sie legte und verliebt und leicht
ausser Atem in Edens Augen sah.
Ein
freches Grinsen huschte Milana übers Gesicht
und Eden sah ihr glücklich entgegen, dann näherten
sich Milanas Lippen den ihren und Eden schloss erschöpft
die Augen und genoss den sachten Kuss von der ersten
Berührung an. In Eden wogte die Erregung erneut
hoch und flachte wieder ab.. in stetigem Wechsel.
Alles pulsierte noch immer in ihr und sie musste
entschuldigend den Kuss unterbrechen, um Luft zu
holen und versuchen sich zu beruhigen...
"Du
schaffst mich..", sagte sie leise
und lachend, nachdem die nächste Woge über
ihren Körper glitt und sie die Augen schloss
und sich Milana so nah legte, wie es nur irgend
ging, so dass sie sie nicht von sich drücken
würde...
Milana
genoss das Lächeln, welches auf Edens Lippen
lag, während auch sie versuchte ihre Atmung
zu beruhigen.
Als sich ihre Lippen berührten und ihre Zungen
erneut in einen kleinen Kampf einzogen, fühlte
Milana wie die Erregung erneut in ihr aufloderte.
Edens Lippen machten sie verrückt und ihr Atem
wollte sich nicht beruhigen... aber auch Eden schien
es nicht anders zu ergehen, denn sie entzog sich
ihrem Kuss entschuldigend, um nach Luft zu ringen.
„Du
schaffst mich“, sagte sie leise lachend und
Milana grinste sie an. "Dann... sollte
ich wohl jetzt besser gehen, damit Du Dich ausruhen
kannst.", sagte sie frech und streichelte
mit ihrer Hand, die bis eben noch still auf dem
Bauch gelegen hatte weiter an diesem herunter, kam
ihrem Lustzentrum auf andere Weise wieder näher...
Eden
schloss ihre Augen und rutschte ein wenig näher
an Milana heran, es war nicht viel, aber dennoch
war es Milana nicht entgangen... sie spürte
ihre nackte Haut an sich und schloss geniesserisch
die Augen. Sie würde einfach drüber hinwegsehen
und nicht darüber nachdenken.
Dennoch wollte sie es wieder wagen. Sie wollte,
dass Eden sie berührte, auch wenn sie sich
dies ganz anders vorstellte, als vorhin... und die
Aufregung kam zurück...
Milana öffnete ihre Augen wieder und folgte
ihrer Hand... besah sich die Stellen, die sie berührte
und sah dann ernst in Edens Augen. "Ich
will, dass Du meine Hand führst.",
sagte sie leise in gleichem ernsten Ton und ihr
Blick wandelte sich in einen fordernden.
»
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Milana
grinste Eden zu, die sich unter ihren Gefühlen
wandt und sagte, sie würde wohl besser gehen,
damit sie sich ausruhen konnte...
"Unter.. untersteh Dich..",
grinste Eden zurück als Milanas darauffolgende
Berührung ihre Haut wieder in Flammen stehen
liess und mit einem erregten Seufzen schloss sie
die Augen und wandt ihren Kopf wieder seitlich.
Allein die Vorstellung, wohin Milanas Hand rutschte,
liess sie erzittern, doch sie versperrte ihr nicht
den Weg, dennoch hielt Milana inne und als Eden
aufblickte sah sie in ernste Augen.
Ich
will, dass Du meine Hand führst.., schallte
es Eden in Gedanken gleich einem Echo wieder...
Ich kann doch nicht.. ich.. ich kann doch nicht
ihre Hand..., Edens Aufregung war deutlich
zu spüren und sie blickte Milana unsicher an,
doch diese schien es tatsächlich ernst zu meinen
und Eden schluckte schwer, wie schon so oft in dieser
endlos schönen Nacht..
Sie
wusste nicht, ob sie tun sollte, wie ihr geheissen,
doch sie gab sich einen Ruck und versuchte ein Lächeln,
dann wandt sie den Blick zu Milanas Hand, wieder
in ihre Augen zurück, um dann doch wieder langsam
zu Milanas Hand zu sehen und sie hob ihre eigene
vorsichtig von der Decke und legte sie nahe dieser
auf ihren eigenen Bauch. Langsam kam sie ihr näher,
doch kurz vor Milanas Fingerspitzen, die ruhig über
ihrem Bauchnabel lagen, zögerte sie abermals
und suchte noch einmal Milanas Blick, um wiederum
Bestätigung zu erhalten. Sie atmete innerlich
tief durch, dann hob sie ihre Hand wieder an und
senkte sie unendlich langsam auf die Milanas.
Sie
fühlte sich kühl und zart an, so weich
und Eden konnte nicht umhin einige Millimeter über
sie zu streicheln, bevor sie ihre Hand dann flach
über sie legte und mit fast unwirklichem Druck
in Richtung ihres Lustzentrums führte. Milana
reagierte auf die leiseste Bewegung und liess sich
von Eden über ihren Körper führen,
langsam und vorsichtig..
Eden
schloss die Augen, als sie Milanas zärtliche
Berührung zwischen sich spürte und Eden
drückte diese unsäglich zärtliche
Hand leicht hinunter, wandt sich im selben Augenblick
mit einem leisen Stöhnen zu Milanas Schulter
und drückte sich unüberlegt in die kleine
Rundung zwischen Hals und Schulter, atmete tief
und zeigte Milana die leicht kreisenden Bewegungen,
welches sie gern hatte und ihr Atem wurde lauter
und tiefer...
Milana
spürte Edens Aufregung, als sie ihr gesagt
hatte, was sie nun gern wollte und sie versuchte
in ihrem Blick wiederspiegeln zu lassen, dass sie
durfte. Versuchte ihr die Erlaubnis zu übermitteln
und schliesslich suchte Edens Hand ihren Weg auf
ihren eigenen Bauch, nur unweit von Milanas Hand.
Immer wieder sah Eden von Milanas Hand zu ihren
Augen und wieder zurück... Eden schien unsicher
und so versuchte Milana ihrem Blick noch etwas mehr
Ausdruck zu verleihen und schliesslich dann... hob
Eden ihre Hand und führte sie über Milanas.
Langsam,
ganz langsam sah Milana Edens Hand zu, wie diese
immer tiefer sank und sie schloss ihre Augen mit
angehaltenem Atem, kurz bevor diese Milanas Hand
berühren konnte. Als sie Edens vorsichtige
Berührung spürte, erzitterte ihr Körper
und sie atmete schnell mehrmals hintereinander ein,
so als hätte sie lange keine Luft geholt und
wollte dies nun so kompensieren. Ihre Augen waren
immer noch geschlossen, als sie fühlte, wie
Edens Hand kaum fühlbar über ihre glitt
und sich dann flach auf sie legte.
Mit
sanftem Druck schob Eden Milanas Hand weiter ihren
Bauch hinunter, immer weiter und weiter... bis zu
ihrem Venushügel und Eden drehte ihren Kopf
wieder seitlich, atmete in der Vorahnung tief ein
und auch wieder aus. Milana erregte diese Vorstellung
ebenfalls. Die empfindliche Körperstelle, die
sie nur mit der Zunge berührt und mit ihren
Lippen geküsste hatte, würde sie nun mit
ihrer Hand ertasten können.
»
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Als
Eden ihre Hand so zwischen ihre Beine geführt
hatte, dass sie die Stelle berührte, die Eden
gerne hatte, stöhnte sie leise auf und drehte
ihren Kopf mit einem leisen Stöhnen in Milanas
Richtung und drückte diesen in die kleine Rundung
zwischen Hals und Schulter.
Milana zuckte leicht zusammen. Als Eden ihr jedoch
die kleinen kreisenden Bewegungen zeigte, die sie
tiefer und schwerer Atmen liessen, presste Milana
ihre Augen zusammen und umfasste mit ihrem Arm,
auf den sie sich gestützt hatte, Edens Schulter,
drückte sie noch näher an sich heran und
tat, wie ihr gezeigt wurde.
Milana
behielt das Tempo bei, welches Eden ihr gezeigt
hatte... und ihr Atem wurde lauter, welcher Milana
noch viel lauter vorkam, da sie nah an ihrem Ohr
lag. Dein Stöhnen macht mich an...
Die Erregung die Eden spürte, übertrug
sich abermals auf Milana und ihre Oberschenkel,
die eng aufeinander lagen, bescherten ihr ebenfalls
angenehme Gefühle, die ihren Atem tiefer werden
liessen.
Das Feuer in beiden war wieder vollends entfacht.
Milanas
kreisende Bewegungen rutschten etwas tiefer. Sie
wollte Eden erkunden, wollte sie überall berühren...
tief berühren... sie liess ihren Mittelfinger
langsam zwischen ihren Beinen entlang gleiten und
Edens Erregung machte es ihr sehr leicht. Sie fühlte,
wie ihr Finger an eine Stelle kam, die mehr verlangte...
mehr als nur kreisende Bewegungen und so drang sie
zärtlich, aber fordernd und äusserst erregt
in sie ein. Es ging so leicht, dass Milana vor hitziger
Erregung ein lautes Stöhnen entwich und langsam
begann sie ihren Finger zu bewegen... zog ihn leicht
zurück, um ihn kurz darauf wieder tiefer hineingleiten
zu lassen. Ihre Handfläche drückte sie
wieder an ihren Kitzler, wo sie die kreisenden Bewegungen
wieder aufnahm.
Eden
spürte Milanas Arm, wie er sich um ihre Schulter
legte und sie fest zu sich drückte.. sie fühlte
sich geborgen und sicher und Milanas massierende
Bewegungen, die Edens Takt nachahmten schenkten
ihr ein Hochgefühl, welches keinem anderen
glich, das sie je erlebt hatte.
Eden
lies ihre eigene Hand unmerklich auf ihren eigenen
Oberschenkel gleiten und blieb dort regungslos liegen.
Sie liess Milana nun wieder die Führung und
vergass abermals alles um sich herum. Spürte
nur Milanas Nähe und ihre Hand, welche sich
langsam auf Erkundungsreise aufmachte.
Eden stöhnte auf und im selben Augenblick noch
einmal, da Milana in sie eindrang.. Eden drückte
ihr ihr Becken entgegen und fühlte die immer
tiefer werdenden Bewegungen, die ihr ein unheimliches
Gefühl der Erregung verschafften. Milanas Handballen
legte sich wieder massierend über ihren Kitzler
und Eden hatte kaum die Möglichkeit ihren Gedanken
weiterzuführen.. Wie kann sie nur zwei
verschiedene Bewegungen so perfekt..., denn
wieder stöhnte sie auf..
Eden
wollte mehr. Wollte viel mehr und sie rutschte leicht
mit ihrer Hand wieder zu Milanas. In der Hoffnung,
die Erlaubnis bestand weiterhin. Sie legte sie sanft
über sie und drückte ihren Ringfinger
sacht tiefer, so dass Milana wusste, sie wollte
mehr von diesen wundervollen Berührungen in
sich fühlen. Eden spürte einen Ring und
fuhr sacht um ihn herum wieder hinauf zu Milanas
Handgelenk und über ihren Arm. Vorsichtig liess
sie ihre Hand in der Richtung leicht abfallen und
tauchte unter ihrem Arm hindurch auf Milanas Hüfte,
wo sie jedoch wieder still liegen blieb und auf
weitere Erlaubnis zu warten schien.
»
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Als
Milana einen Punkt streifte, den Eden in ein vollkommenes
Hochgefühl gleiten liess.. für eine Sekunde
biss sie Milana leicht in die weiche Haut ihres
Halses. Es war mehr Reflex als alles andere, doch
sie hatte nicht widerstehen können.. jedoch
auch nicht die Möglichkeit weiter darüber
nachzudenken. Sie folgte lediglich ihrem Gefühl,
welches sie fast um den Verstand brachte...
Eden
drückte sich mit ihrem Becken immer wieder
gegen Milanas Hand, so dass sie noch tiefer in sie
eindringen konnte. Ihr Stöhnen wurde noch etwas
lauter, unkontrollierter und heisser. Edens Hand,
die sie auf ihrem Oberschenkel abgelegt hatte, bahnte
sich ihren Weg zu Milanas Hand und für einen
Moment dachte sie, sie würde etwas falsch machen,
aber als Eden nach ihrem Ringfinger tastete und
diesen leicht hinunter drückte, wusste sie,
was Edens Begehr war. Sie wollte mehr und Milana
wollte ihr mehr geben.
Sie
hatte Eden gesagt, sie solle Milana führen
und dies tat sie auch. Milana liess ihren Ringfinger
neben ihrem Mittelfinger tief in sie hineingleiten
und vor lauter Erregung, bemerkte sie nicht, wie
Eden ihr sachte über den Arm streichelte und
ihn unter diesem hindurch führte.
Als sie ihre Hand dann auf Milanas Hüfte legte,
zuckte sie abermals zusammen und Milanas Finger
mussten eine Bewegung gemacht haben, die Eden fast
um den Verstand brachte, sie stöhnte laut auf
und biss Milana daraufhin leicht in den Hals.
Milana stöhnte auf, drückte sich daraufhin
aber forsch mit ihrem Oberkörper über
Eden, hielt in ihren Bewegungen Inne und sah sie
mit leicht zusammengezogenen Augenbrauen erbost
an. Ihr rechtes Bein hatte sie in der überbeugenden
Bewegung über Edens Bein gelegt, so dass es
nur unweit ihres eigenen Lustpunktes lag.
Mit neuer Macht, die sie durch ihre Stellung bekommen
hatte, führte sie ihre Bewegungen weiter. Sie
sah Eden tief in die Augen, zog sie plötzlich
forsch nah an sich heran, während ihre Finger
in einer starken Bewegung noch tiefer in sie eindrangen.
Mit ihrer Zunge leckte sie über Edens Hals
und heisser Atem drang an ihr Ohr.
Als
Eden Milana leicht biss, drückte diese sich
forsch mit dem Oberkörper über Eden und
sie blickte Milana an. Sah einen erbosten Blick
doch schon im nächsten Augenblick schloss sie
die Augen wieder abrupt, denn Milana stiess heftig
in sie und Eden überkam ein Gefühl, der
einer Ohnmacht glich, so hoch trieb sich ihre Erregung,
ihr entwich ein lautes Aufstöhnen, ihr Kopf
fiel leicht auf Milanas Arm zurück und Eden
winkelte halb unbewusst, halb gewollt ihr Bein an
und drückte es zunehmend fester zwischen Milanas
Beine an ihren Unterleib.
Eden
fühlte die Feuchtigkeit und Hitze, die von
dieser Stelle ausging und erregte sich daran noch
weiter und als Milana sie forsch nah an sich heranzog,
noch tiefer in sie drang, wenn dies überhaupt
noch möglich war, als sie Eden über den
Hals leckte und ihr heisser Atem an ihr Ohr drang,
krallten sich Edens Fingernägel in Milanas
Rücken und hinterliessen rote Striemen auf
der reinen Haut. Ihre Hand war auf Milanas Rücken
gerutscht, als diese sich halb auf sie legte..
Eden
vergass nun absolut alles um sich herum.. sogar,
dass Milana ein Vampir war.. sie war in diesem Augenblick
einfach nur die Frau, die sie liebte, begehrte und
die sie unendlich heiss machte.. und.. fast zum
Wahnsinn trieb..
Milana
entlockte Eden erneut ein lautes Aufstöhnen
und Milana konnte sich nicht zurückhalten,
zeigte Eden mit einem ebensolchen, dass sie es verdammt
anmachte.
Milanas
Blick hatte Eden wohl nicht deutlich genug gemacht,
dass sie ihre Hände gefälligst still zu
halten hatte, denn sie legte ihre Hand frech auf
Milanas Rücken und auch das Bein, welches halb
zwischen Milanas Beinen lag, winkelte sie an und
stiess damit genau gegen den Punkt, der Milana erneut
aufstöhnen liess und sie reflexartig ihre Augen
schliessen liess.
Der
Ärger über Edens Unverschämtheit,
die Lust und diese tiefe Erregung in ihr liessen
Milana wild werden. Ihre Augenfarbe wechselte zu
ihrem kalten eisblau, welches einen erstarren liess.
Wenn Milana Eden jetzt verweigern würde, was
sie in ihrer Lust tat, so würde sie es nie
zulassen... und so liess sie es zu, jedoch nicht
ohne sich Ablenkung zu verschaffen...
Und so zog sie Eden abermals in einer heftig starken
Bewegung kräftig an sich heran, tauchte noch
einmal tief in sie ein und biss sie an ihrer Stelle
nun fest in den Hals, allerdings ohne ihre Haut
zu verletzen... während ihr ein heisses "Rrrrr..."
über die Lippen kam.
»
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Milana
drückte ihren Unterleib forsch gegen Edens
Bein und in einer Welle der Hitze, legte sie mit
lautem Aufstöhnen ihren Kopf in den Nacken.
Ihre Handfläche massierte Edens Kitzler nun
schneller, gezielter und als sie ihren Kopf wieder
nach vorne beugte und auf Eden sah, fiel ihr stahlblauer
Blick auf den Ankhanhänger, den Eden immer
noch trug...
Unendlichkeit..., schoss es Milana durch
den Kopf und abermals drang sie tief in Eden ein,
ohne auch nur ein einziges Mal ihre kreisenden Bewegungen
aussetzen zu lassen.
Sie
führte ihren eisigen Blick zu Edens Augen und
in diesem Moment wurde ihr wieder bewusst, dass
Eden ein Mensch war. Leicht frustriert drückte
sie sich abermals mit ihrem Becken gegen ihr Knie,
wobei sie mit ihrem eigenen Knie ihrer Hand noch
ein wenig mehr Druck verlieh und in einer Woge der
Erregung vergas sie ihren Gedanken wieder...
Milanas
Aufstöhnen brachte Eden ihrem Höhepunkt
sehr nah, doch sie wollte nicht.. sie wollte noch
nicht. Sie wollte weiter diese Wogen geniessen und
die Hitze in sich fühlen und hielt sich zurück
zuzulassen einen weiteren Orgasmus unter Milanas
Händen zu erreichen.
Doch
fast hätte sie es nicht gekonnt, denn Milana
biss ihr in die weichen Stellen ihres Halses und
auch wenn sie sie nicht verletzte, so blitzte in
Eden wieder auf, das Milana kein Mensch war. Ihre
Lippen schienen mit einem Mal trocken vor Hitze
zu werden, sie spürte die spitzen Zähne,
die sie in London einmal durchdrungen hatten und
hörte ein heisses "Rrrr.."
aus Milanas Kehle.
Im
selben Augenblick drückte Milana ihren Unterleib
forsch gegen Edens Bein, ein weiteres Aufstöhnen
und ihre Bewegungen wurden gezielter und schneller.
Eden konnte es kaum mehr aushalten, stöhnte
immer wieder auf, konzentrierte sich darauf, dass
sie Milanas Druck standhielt und spannte ihre Oberschenkelmuskeln
an.
Eden
wollte.. ja sie wusste, dass sie es wollte und für
den Bruchteil einer Sekunde erinnerte sie sich an
ihre eigenen Worte... Wenn ich ein Vampir werde..
dann durch Milana und sonst durch niemanden..,
immer wieder schallte ihr dieser Gedanken durch
den Kopf, immer wieder und irgendwann öffnete
sie kurz ihre Augen, sah das eisige Blau in Milanas,
wie sie scheinbar auf das Ankh sah und schon eine
nächste Flutwelle der Erregung zwang sie, die
Augen wieder zu schliessen und sich zurückzulehnen.
Heiss
und trocken, tief und kaum hörbar zwischen
ihrem Atem flüsterte sie nur ein einziges Wort..
"Unendlichkeit..", mehr
brachte sie nicht heraus. Milana gab ihr keine Möglichkeit
dazu...
Milanas
Bewegungen wurden schneller, als sie merkte, dass
sie damit Eden immer öfter ein Stöhnen
entlocken konnte... auch sie selbst bewegte sich
nun schneller und nahm sich an Edens Knie, was sie
so sehr verrückt machte.
Sie spürte, wie sie dem Punkt näher kam,
an dem die Funken in ihrem Körper wild umhersprangen,
als sie ein kaum hörbares, heisses und erregtes
„Unendlichkeit“ von Eden vernahm - so
als hätte sie wieder ihren Gedanken erfasst
- welches Milana ein weiteres heiseres Stöhnen
entlockte.
Milana
wurde in diesem Augenblick klar, dass sie es wollte.
Das sie Eden wollte. Sie wollte mit Eden die Unendlichkeit
verbringen, wollte sie zu sich – in ihre Welt
– holen und nie wieder gehen lassen. Sie wollte,
dass Eden wurde, was sie war und sie wollte für
immer mit ihr Leben...
Leben ist relativ..., schoss es ihr erneut
durch den Kopf und ein erhitztes Schmunzeln zuckte
in ihren Mundwinkeln, als sie ihre Augen wieder
öffnete und mit erregtem Atem in Edens Augen
blickte.
Ihre
Blicke waren eindeutig... Eden wollte es ebenso
und es gab für Milana nichts mehr, was sie
daran hindern konnte. Sie liebte Eden und sie war
Milanas Auserwählte. Sie war würdig zu
sein, was sie war und so öffnete sie leicht
ihre Lippen. Ansatzweise konnte man nun ihre strahlend
weissen Eckzähne erkennen. Ihren Blick nicht
aus Edens nehmend, beugte sie sich vor zu ihr, leckte
ihr heiss über die Lippen, wanderte mit ihren
an Edens Wange entlang, bis hin zum Hals. Sie hauchte
ihren erregten Atem an diesen, schien nach einer
passenden Stelle zu suchen, als sie schliesslich
in einer neuen Welle der Hitze Edens Körper
so eng an sich drückte, dass kein Lufthauch
mehr Platz zwischen ihnen hatte.
»
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In
ihrer Bewegung drang sie noch einmal tief in Eden
ein, ihre Handfläche bewegte sich schnell und
wollend an ihrem Kitzler, sie selbst drückte
sich abermals gegen ihr Knie und ihre Lippen legten
sich auf Edens Hals.
Milanas Aufstöhnen wurde abgedämpft, als
sie ihre Zähne in Edens Hals sinken und ihre
Umarmung noch fester werden liess.
Als
die ersten Blutstropfen Milanas Zungenspitze erreichten,
prasselten die Funken auf sie herab. Ihr wurde schwindelig
vor Erregung, die sich in diesem Schauspiel ihres
Körpers entlud und sie saugte leicht an den
beiden kleinen Bissspuren, die sie Eden beschert
hatte. Ihr Unterleib pulsierte, während sie
den kostbaren Saft aus Eden empfang und sie atmete
heftig laut, wenn sie die Möglichkeit dazu
bekam.
Ihre
Blicke trafen sich und Eden wusste, was nun geschehen
würde. Ihr Herz pochte vor Aufregung und Erregung,
es wollte fast zerspringen so sehr spürte sie
es gegen ihre Brust schlagen. Sie lehnte sich zurück,
soweit zurück wie es ihr möglich war und
schloss die Augen, stöhnte abermals unter Milanas
Bewegungen auf und atmete tief und schnell durch
die geöffneten Lippen.
Noch
einmal zwang sie sich aufzusehen und Milana leckte
ihr heiss die Lippen entlang und wanderte weiter
über ihre Wange bis hin zu ihrem Hals. Eden
lehnte sich abermals zurück, schluckte schwer
und Milana drückte sie so eng an sich, dass
Edens Lippen sich abermals öffneten, um atmen
zu können. In ihren Gedanken die schneeweissen
spitzen Eckzähne, die bald rot von Blut sein
würden...
Und
in einer Sekunde drückte Milana sich gegen
ihr Knie, sich tiefer mit ihren Fingern in sie,
schnell und wollend in ihrer Bewegung an ihrem Punkt
der unendlichen Lust und Eden spürte den heissen
Atem, wie er ihrem Hals nicht näher hätte
sein können, leicht wandt sie den Kopf, so
dass Milana nur jede erdenkliche Stelle zur freien
Verfügung hatte, ihre Lippen berührten
zeitgleich mit allem ihren Hals und Eden spürte
mit einem kurzen Schmerz, wie Milanas spitze Zähne
in sie eindrangen...
Laut
stöhnte sie auf und den Höhepunkt, dem
sie entgegengefiebert und wieder unterdrückt
hatte, explodierte. Benommen von einem Schub Adrenalin
drückte sie sich gegen Milana, ihr Körper
zitterte von den Wellen, die sie immer wieder überschütteten
und sie spürte wie auch Milana kam, zeitgleich
wie sie leicht von ihrem Blut trank und sie noch
fester in den Arm nahm..
Auch
Eden kam zu ihrem Höhepunkt und ihr Köper
zitterte und bebte in diesem Gefühl. Leicht
drückte sie sich gegen Milana und sie hielt
Eden fest an sich gedrückt.
Langsam, nur ganz langsam beruhigte sich Milanas
Unterleib wieder und sie trat zurück in die
Wirklichkeit. Sie durfte nicht zuviel von Edens
Blut in sich aufnehmen... das würde sie schwächen
und sie zwang sich dazu ihre Lippen von Edens Hals
zu lösen. Du schmeckst so klar und rein...
Langsam
liess sie ihre Finger aus Eden herausgleiten und
zum Abschluss drückte sie ihre Hand noch einmal
fest und beruhigend zwischen Edens Beine. Milana
lockerte ihre Umarmung, sah Eden voller Liebe und
Entschlossenheit in die Augen und leckte sich leicht
über die Lippen. Sie wusste, nun kam der Part,
der für sie selbst ziemlich unangenehm war,
auch wenn sie noch nie jemanden zu dem gemacht hatte,
was sie war, so wusste sie, dass sie der Beschreibung
ihres Vaters vollends vertrauen konnte.
»
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Milanas
Blick wanderte an Edens schlankem Körper entlang
und blieb auf ihrer Hand haften. Gemeinsam mit ihrem
Blick, streichelte diese an Eden hinauf, berührte
sanft ihren Bauch, fuhr ihr langsam zwischen den
Brüsten entlang, hinauf zum Hals, seitlich
an diesem vorbei, wo ihre Hand schliesslich ihren
Platz auf Edens Wange fand.
Mit
einem weiteren tiefen Blick, sah sie ihr in die
Augen. Es waren nun wieder ihre dunkelbraunen Augen,
die Eden in Empfang nehmen durfte.
Milana spürte, wie die Aufregung in ihr hochkam,
wie sie leicht nervös wurde und sich dennoch
nichts sehnlicher wünschte, als es jetzt gleich
zu vollziehen. Sie würde Eden später noch
einiges erklären müssen, aber das hatte
Zeit.
Sie beugte sich zu ihr runter und legte ihre Lippen
auf Edens. Beide verfielen in einen leidenschaftlichen
Kuss, bevor Milana sich nach schier endlosen Sekunden
von ihr löste und ihr abermals tief und vertraut
in die Augen blickte.
Milana
biss sich fest mit ihrem Eckzahn in die Unterlippe
und ein Tropfen ihres eigenes Blutes zeichnete sich
bald auf dieser ab. Sie wollte mit Eden in einem
Kuss verschmelzen, während Eden Milanas Blut
in sich aufnahm.
Abermals beugte sie sich vor zu Eden und leise flüsterte
sie. "Nimm".
Eden
spürte wie Milanas Körper abwogte so wie
ihr eigener und sie war dankbar für den leichten
Druck, den Milana ihr bescherte, als sie aus ihr
hinausgeglitten war.
Ihr Herz klopfte dennoch stark, stark vor Aufregung
als sie spürte wie Milana langsam von ihr abliess
und sich ihre Blicke trafen.
Milana wandt ihren Blick zu ihrer Hand und fuhr
mit ihm den Weg entlang, die ihre Hand sich zärtlich
zu Edens Wange bahnte. Eden folgte auch mit ihrem
Blick und wieder trafen sie sich, als Milana aufblickte.
Eden lächelte leicht und sie spürte wie
ihr Körper leicht zu zittern begann, als sie
in diese warmen Augen blickte, die sie nun wieder
in tiefem schwarzbraun ansahen.
Sie
verschmolzen leidenschaftlich zu einem Kuss und
Eden war froh um diese Verzögerung, auch wenn
sie sich noch so sehr wünschte, dass es genau
jetzt geschehen würde, dennoch gab sie etwas
auf... Die wundervollen Sonnenuntergänge kamen
ihr leicht wehmütig in den Sinn, doch als sie
Milana wieder ansah, wusste sie, dass sie das Richtige
tat und das kein Sonnenuntergang und kein Sonnenaufgang
so schön war, wie es Milana für sie war.
So sehr sie diese natürliche Pracht auch liebte,
die Liebe für Milana war stärker.
Milana
biss sich fest mit dem Eckzahn auf die Unterlippe
und ein kleiner Tropfen Blut drang dunkelrot an
die Oberfläche.. Edens Atem stockte und sie
sah wie gebannt auf diese wundervollen Lippen, die
leise "Nimm." zu ihr flüsterten.
Zögerlich drückte sich Eden mit einem
Unterarm nach oben, langsam, ihren Blick auf Milanas
Lippen und dann in ihren Augen, kam sie immer näher.
Ihr Herz schlug aufgeregt, es war nicht mehr zu
beruhigen und ihr Unterleib pochte noch immer leise
vor sich hin.
Eden hob eine Hand an Milanas Nacken und zog sich
sacht noch ein Stück höher, dann konnte
sie nicht mehr innehalten, schloss ihre Augen und
somit ihre Lippen auf Milanas Lippen..
Eden
schmeckte das frische Blut auf ihrer Zunge und zögerlich
fuhr sie die Lippen entlang auf der Suche nach mehr
bis sie sich durchringen konnte, sehr leicht an
ihnen zu saugen und immer wieder winzige Pausen
einzulegen um nach Milanas Zunge zu suchen.
Doch kaum spürte sie, wie das wenige Blut in
seinem unwiderstehlichen Geschmack ihre Lust auflodern
liess, war es nicht nur ein weniges Saugen, dennoch
versuchte sie langsam und anmutig von dem kostbaren
Saft zu trinken, den Milana ihr schenkte.
Das
Gefühl nicht aufhören zu wollen, wurde
stärker, doch sie liess ihrer Gier nicht den
freien Lauf, den sie sich wohl gewünscht hätte
und dennoch liess sie nicht von Milana ab.. spürte
Erregung und Glück gleichermassen, sie spürte
wie sich etwas veränderte, doch es war noch
zu schwach zu erkennen, was es war..
Milana
spürte die Aufregung, die in Eden herrschte,
bevor sie sich dann endlich dem Tropfen auf Milanas
Lippe widmete. Vorher sah sie ihr noch einmal in
die Augen und Milana nickte ihr sehr leicht noch
einmal aufmunternd zu.
Als
ihre Lippen sich berührten und Eden den ersten
Tropfen ihrer Lebensenergie in sich aufnahm, öffnete
Milana abrupt die Augen und blickte zu Eden.
Ihr kam der Gedanke, dass Eden vielleicht noch etwas
hätte erleben wollen, bevor... doch... Zu spät....
Milana schloss ihre Augen wieder und gab sich aufgeregt
dem Gefühl hin, welches sie erwartete. Edens
Zunge suchte nach Milanas und sie versteckte sie
nicht... wollte es vielleicht doch noch etwas hinauszögern,
doch dann schien Eden auf den Geschmack gekommen
zu sein und mehr zu wollen.
»
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Sie
saugte leicht an Milanas Lippe und ein Gemisch aus
Schmerz und Erregung bemächtigte sich ihres
Körpers. Ihr Innerstes schien sie zerreissen
zu wollen und gleichzeitig schrie ihr Körper
vor Verlangen. Milana wollte Aufstöhnen, aber
Edens Lippen liessen sie nur stumm schwer ausatmen.
Eden saugte stetig fester an Milanas Lippen und
die Schmerzen wurden grösser. Milanas Herz
zog sich zusammen, ihr Körper spannte sich
extrem an und dennoch war da diese Hitze, die in
ihr aufstieg. Als sie merkte, dass Eden nicht daran
dachte aufzuhören, drückte sie leicht
gegen ihre Schulter und löste ihre Lippen von
Edens.
"Das reicht...", flüsterte
sie ihr ausser Atem entgegen und ein leichtes Lächeln
zeichnete sich auf ihren Lippen ab, welche sich
zusehends wieder verschloss. Nicht einmal eine kleine
Narbe blieb auf ihr übrig.
Eden
spürte Milanas Erregung und sie spürte,
dass Milana auch Schmerzen empfand und ihren Körper
anspannte, doch Eden konnte nicht aufhören,
sie wollte nicht aufhören und war dankbar als
Milana sie sanft von sich drückte und ihr sagte,
dass es genug war..
Eden sah sehnsüchtig auf Milanas Lippen, die
winzige Wunde schloss sich innerhalb von Sekunden
und Eden blickte Milana erhitzt in die Augen..
Milana
lächelte und Eden lächelte mit ihr.. Milana
war leicht ausser Atem und Eden wollte etwas sagen,
doch schon in der nächsten Sekunde fühlte
sie einen stechenden Schmerz durch ihren Körper
blitzen und sie krümmte sich reflexartig leicht
zusammen und schloss fest die Augenlider aufeinander...
Eden
schenkte ihr ebenfalls ein Lächeln, bevor Milanas
Blut anfing in ihr zu arbeiten.
Sie krümmte sich plötzlich vor Schmerzen
und schloss fest ihre Augen.
Milana umschlang sie fest mit den Armen, hielt sie
fest.
Leise und beruhigend sprach sie mit ihr.
"Lass es geschehen... versuche Dich
zu entspannen. Das Sterbliche in Dir stirbt... komm...
komm zur mir, Eden..."
Milana drückte ihre Wange sachte an Edens und
liess die beschützende Umarmung nicht locker.
Eden
fühlte mit einem Mal die schützenden und
sicheren Arme Milanas um sich und fühlte eine
Wärme in ihrem Herzen. Sie hörte die Worte,
doch sie trafen sie nur aus weiter Ferne.
Dennoch
liess sie es zu, dass Milana sie an sich zog, sie
fest hielt und Eden versuchte sich zu entspannen,
konzentrierte sich auf Milanas Nähe, auf ihre
Worte und versuchte sich einfach einen Sonnenuntergang
ins Gedächtnis zu rufen. Ihre Gedanken waren
wirr, verfielen immer wieder zurück durch den
Schmerz, der ihren Körper durchzog.
Zusehens
fiel es ihr schwerer zu atmen und sie spürte
wie etwas in ihr starb, das sowieso irgendwann hätte
sterben müssen und ihr Atem setzte für
kurze Zeit einfach aus, schwach und ohne Halt lag
sie nun in Milanas Armen.. Tot..
Es
dauerte nur einige Augenblicke, da sie wieder neuen
Atem holte und die Kraft in ihren Körper zurückkam.
Sie drückte sich fest an Milana, so gut es
ging, denn sie fühlte, wie schwach sie war
und wie ihr schwindelte vom Sauerstoff und den gerade
erlebten Schmerzen.
»
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Sie
fühlte wie sich etwas verändert hatte,
doch sie traute sich nicht zu bewegen oder die Augen
zu öffnen.. fühlte einfach in sich hinein,
dicht an die Frau gedrängt, die sie über
alles liebte.
Sie konnte nicht sagen, was sich verändert
hatte, aber sie wusste, es war da...
Sei
einfach was Du bist, Du bist wie ich.. nein, ich
bin wie Du.. durch Dich. Unendlich..., sie
wusste nicht, warum ihr diese Worte einfielen, wusste
nicht, ob sie sie einst irgendwo gelesen hatte,
doch sie fühlten sich kühl und klar an,
so pur und rein und sie entspannte sich in Milanas
Armen, hielt sie weiterhin ebenso umschlungen und
genoss das nun etwas leichter werdende Schwindelgefühl
in ihr...
Eden
fiel das Atmen immer schwerer, ihr Körper entspannte
sich zusehends und bald... lag sie kraftlos in ihren
Armen. Ihre Atmung hatte gestoppt und Milana wich
etwas mit ihrem Kopf zurück, blickte sie sehnsüchtig
an.
Komm
in mein Reich..., dachte Milana liebevoll wartend.
Eden sah so wunderschön aus, wie sie dalag...
tot... aber es war eher die entspannte Haltung,
diese entspannte Mimik, die diese Schönheit
ausstrahlte. Nur wenige Sekunden später setzte
Edens Atmung wieder ein und ein Leuchten schlich
sich in Milanas Augen... glücklich drückte
sie ihre Wange wieder an die ihre.
Eden drückte sich mit ihrer wenigen Kraft,
die sie hatte an Milana, so eng es ihr möglich
war und Milana half ihr, indem sie Eden mit ihren
Armen zu sich zog. Nach langen Minuten, die zu Edens
Erholung dienten, löste sie sich langsam von
ihr, ohne jedoch ihre Arme von ihren Schultern oder
dem Rücken zu nehmen und sah sie an, Edens
Augen waren immer noch geschlossen.
"Willkommen
in der Dunkelheit... willkommen in der Ewigkeit...",
flüsterte Milana ihr zu und zaghaft, ganz zaghaft
gab sie ihr einen Kuss auf die Stirn. "Sieh
mich an, Eden... trau Dich, öffne Deine Augen
und sieh mich an.", bat sie Eden mit
leiser, warmer Stimme. Laut durfte sie nicht sprechen,
das hätte Edens neuen Sinn verwirrt. Für
einen Menschen musste es in diesen Minuten eine
heftige Umstellung sein... diese Empfindlichkeit
zu spüren. Und sie wusste, wenn Eden nun ihre
Augen öffnen würde, würde sie alles
mit völlig neu sehen, alles war viel intensiver...
klarer... pur... vollkommen rein...
Eden
fühlte wie Milana sich leicht von ihr drückte,
sie aber dennoch weiterhin festhielt und Eden senkte
ihren Kopf leicht, hatte etwas Furcht vor dem, was
sie erwartete.. wie man immer Furcht hatte, wenn
etwas neu war und unbekannt.
Milana
flüsterte, doch Eden konnte sie deutlich hören..
deutlicher als sie sie zuvor verstanden hätte
und ein Lächeln huschte ihr über die Lippen.
Milana bat sie, sie anzusehen, hiess sie willkommen
in der Dunkelheit.. in der Ewigkeit und Eden öffnete
leicht blinzelnd die Augen und sah auf...
Es
war alles andere als dunkel und sie schmunzelte
bei diesem Gedanken, dennoch staunte sie.. es war...
es war alles so wie zuvor, doch sie erkannte die
Umrisse schärfer, die Farben leuchtender und
sie sah zum ersten Mal Milanas Aura, die fast golden
schimmerte. Sie hatte sie immer nur gefühlt,
vor ihrem inneren Auge gesehen, doch nun sah sie
den leichten Schimmer um sie herum und hob die Hand,
um sie zu berühren, was natürlich nicht
möglich war.. wie es auch zuvor nicht möglich
gewesen war.., doch es war wunderschön. Milana
war wunderschön.. viel schöner und Eden
hätte niemals geglaubt, wenn ihr jemand gesagt
hätte, dass Milana noch viel schöner aussehen
konnte.. für sie war sie immer das Schöneste
gewesen, das sie je erblickt hatte, doch sie wurde
soeben eines besseren belehrt.
Eden
fühlte mit ihrer Zunge über die obere
Zahnreihe, doch es war nicht wirklich etwas zu spüren.
Doch sie fühlte, dass bald etwas dort zu spüren
sein würde und wieder glitt ihr ein Lächeln
über die Lippen. Ein Lächeln, das sich
auf ihren Lippen hielt und sie strahlte Milana an..
wenn auch etwas erschöpft, dennoch strahlte
sie mit all ihrer Kraft..
»
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Eden
blinzelte sie leicht und vorsichtig an und ein Lächeln
huschte ihr über die Lippen. Ihre Augen strahlten
und Milana versank einfach in ihnen, versank so
tief in ihnen, dass sie kaum wahrnahm, wie Eden
ihre Hand nahe an sie heranführte.
Anscheinend konnte sie Milanas Aura sehen und Eden
gefiel ihre neue Sichtweise, denn sie lächelte
immer mehr, ja sie strahlte sogar. Milana kam zurück
aus dem schwarzen See ihrer Augen und lächelte
sie ebenfalls an.
Eden
schien sich über ihre obere Zahnreihe zu fahren,
wie ihre Lippen, die leicht die Konturen zeigten,
verrieten. Und abermals huschte ein Lächeln
über ihre Lippen und sie strahlte Milana an.
"Es...
scheint Dir zu gefallen.", schmunzelte
Milana sie an, bevor sie sich leicht an Eden vorbeilehnte
und das Ende der Decke herüber zog und es über
Edens nackten Körper legte. Sie streichelte
ihr zärtlich durch die Haare.
"Es
wird noch einiges für Dich zu entdecken geben...
aber jetzt solltest Du Dich erst einmal ausruhen.
Ich... ich werde die nächsten Tage bei Dir
bleiben, ob Du das nun magst oder nicht.",
grinste Milana frech, bevor sie weitersprach.
"Du
musst wissen, dass... dass Du im Moment sehr angreifbar
bist, solange Du nicht mit Deinem neuen Leben umgehen
kannst... Du musst jetzt einiges lernen und ich
werde bei Dir sein, um Dir zu helfen. Und... nun,
es ist so... Du bist ein eigenständiger Mensch...",
Milana hielt Inne und lachte kurz leise über
sich selbst, bevor sie sich korrigierte. "Ich
meine... Du bist ein eigenständiges Wesen...
ein Vampir... eine..." und Milanas
Augen funkelten auf. "Vampiress. Du
hast nach wie vor einen... Deinen Willen, der aber
im Moment unter meiner Macht steht.
Dies
soll und darf Dir jetzt keine Angst machen. Ich
kann Dich freigeben... aber zu Deinem eigenen Schutz
werde ich dies erst tun, wenn ich sehe, dass Du
dazu bereit bist. Auch wenn Du es in Dir vielleicht
jetzt anders fühlst... aber es ist keine leichte
Situation und ich will nicht, dass die Überforderung
Dich verrückt macht.
Man
nennt es einen Ghoul... einen Diener. Viele Vampire
beissen Menschen, um sich diesen Ghoul als Leibeigenen
zu halten... oft einfach, weil sie keine Lust haben,
sich darum zu kümmern, dass sie eigenständig
und verantwortungsbewusst handeln können. Und...
ein Diener kann sehr praktisch sein... hmmm... vielleicht...",
Milanas Schmunzeln wandelte sich in ein
freches Grinsen und das Leuchten in ihren Augen
bekam einen ebenfalls frechen Schimmer.
Milanas
Blick wurde aber schnell wieder ernst und sie schwieg
eine Weile lang, bevor leise ein paar wenige Worte
über ihre Lippen kamen. "Ich...
liebe Dich...", flüsterte sie
zu Eden, während sie ihren Kopf senkte und
ihre Augen schloss. "Ich wollte nur,
dass Du das alles weisst..."
»
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Milana
hatte sie beobachtet und Eden stieg eine leicht
Röte in die Wangen, aber ihr Lächeln schwand
nicht. Milanas Worte waren zärtlich geschmunzelt
und Eden sah kurz zur Seite.. etwas verlegen und
dennoch auf Entdeckungstour mit diesem Blick, der
ihr so unbekannt war.
Sie fühlte sich etwas wie ein kleines Kind,
für das die Welt noch so neu war und wieder
schmunzelte sie über ihre eigenen Gedanken.
Ein Kind der Nacht.. der Finsternis.. der Dunkelheit..
der Ewigkeit.. oder wie es immer alles so schön
beschrieben wurde..
Milana
legte Eden die weisse, dünne Decke über
die nackten Schultern und Eden sah sie dankbar an
und schlug es fester um sich.
Dann begann Milana zu sprechen.., sagte ihr wie
neu nun alles war und das Eden nun viel zu lernen
hatte. Vor allem mit ihrem neuen Leben umzugehen.
Eden wusste, dass sie nun unter Milanas Willen stand.
Sie hatte sich oft genug mit Zak unterhalten, in
Büchern gelesen oder sich Gedanken dazu gemacht
und jetzt, da es soweit war, nickte sie nur still
und lauschte weiter den ruhigen Worten, die Milana
an sie richtete.
Ihre
Gedanken blieben in einer Pause von Milana bei Zak
hängen.. Was würde er sagen? Wie würde
er reagieren? Wäre er geschockt? Überrascht?
Ärgerlich oder enttäuscht? Sie konnte
es beim besten Willen nicht einschätzen, aber
sie wünschte sehnlichst ihren besten Freund
bald sehen zu können. Er allein, wusste wirklich,
wer sie war und mit ihm wollte sie teilen, was sie
hier auch mit Milana teilte.. eine Wiedergeburt
in ein Leben für die Ewigkeit. Ihr war nach
feiern zumute, doch ihr Körper war müde
und sie fühlte die Müdigkeit in jedem
Muskel.
Dann
sprach Milana weiter, erklärte ihr das Wichtigste
und vor allem, dass sie für Eden da war und
sie lehrte, wie sie mit ihren neugewonnenen Fähigkeiten
umgehen musste. Eden nickte...
"Ich.. vertraue Dir, meine Liebste..",
sagte sie sehr leise zwischen Milanas Worte, wusste
jedoch nicht, ob sie es gehört hatte. Es war
mehr ein zärtliches Wispern als alles andere.
Eden
schmunzelte als Milana grinsend erwähnte, dass
ein Diener sicherlich nicht schlecht war, doch ihre
Augen waren bald wieder ernst und Eden blickte sie
verliebt an. Beide schwiegen und Eden fühlte,
wie stark ihre Liebe zu Milana war, sie konnte den
Blick nicht von diesen tiefen, unergründlichen
Augen abwenden. Ihr Gesicht war so zeitlos schön..
Dann
öffneten sich Milanas Lippen wieder leicht..
und sehr.. sehr leise und etwas zögerlich kam
ein.. "Ich.. liebe Dich.." über sie..
in Eden schien die Sonne aufzugehen. Milana senkte
den Kopf und schloss die Augen, als sie sagte, dass
sie nur wollte, das Eden dies wissen sollte und
die gerade frisch geborene Vampiress hob sacht ihre
Hand, strich zärtlich über Milanas Wange
und zögerte kaum eine Sekunde bevor sie ihr
einen zärtlichen Kuss auf die Stirn gab, ihre
Hand dann zu Milanas Nacken gleiten liess, um dort
kühl liegen zu bleiben.. Voller Wärme
und Zuneigung flüsterte sie Milana ins Ohr..
"Und ich liebe Dich..",
dann küsste sie ihre Wange und richtete sich
wieder auf.. Eden wollte schlafen.. sie spürte,
wie die Müdigkeit immer stärker in ihr
heranwuchs und sah zum Fenster..
Der
Himmel war schon grau geworden und sie dachte nicht
an sich.. sie dachte an Milana als sie sie darauf
hinwies.. "Es.. es wird hell..",
sagte sie leise.. Es dauerte sicherlich noch eine
halbe Stunde bis die Sonne aufging, dennoch mussten
sie nichts riskieren.. Eden allerdings fühlte
sich zu schwach um aufzustehen.. Sie sah wieder
auf Milana, dann fiel ihr ein, dass auch sie selbst
das Sonnenlicht nun nie wieder sehen durfte.. und
ihr Blick führte wieder zum Fenster hinaus..
etwas sehnsüchtig, aber nicht reuend, nur sehnsüchtig
wie es war, wenn man an schöne Erinnerungen
dachte..
»
nach
oben «
Eden
hatte Milanas Worten gelauscht, jedoch nicht ohne
zwischendurch ein kaum zu vernehmendes Wispern von
sich zu geben, was Milana zwar vernommen hatte,
jedoch nicht drauf eingegangen war. Sie hütete
diese Aussage tief in ihrem Herzen und genoss die
Wärme, die sich durch sie verbreitete.
Eden hatte sie die ganze Zeit über angesehen,
hatte sich die Decke etwas mehr über die Schultern
gelegt und sie einfach nur angesehen. Als Milana
dann von dem Diener sprach, musste Eden ebenfalls
schmunzeln.
Als
Milana dann geendet und ihren Kopf gesenkt hatte,
fühlte sie plötzlich wie Edens Hand ihr
näher kam. Wie sie sich ihren Weg zu Milanas
Wange bahnte und sie dort sachte berührte und
streichelte. Milana zuckte nur innerlich etwas zurück,
liess es aber mit gemischten Gefühlen über
sich ergehen. Sie schloss die Augen, was sie diese
Berührung nur intensiver spüren liess,
also öffnete sie sie schnell wieder, als Eden
ihr dann auch noch zärtlich einen Kuss auf
die Stirn gab. Edens Hand wanderte in Milanas Nacken
und blieb dort kühl auf ihrer ebenfalls kalten
Haut liegen. Milana wagte nicht sich zu rühren...
und sie wagte noch weniger sich zu rühren,
als Eden ihr sagte, dass sie genauso fühlte.
Abermals erntete Milana einen Kuss, diesmal auf
die Wange und immer noch rührte sie sich nicht,
hielt unmerklich den Atem an und war froh, als Eden
sich wieder leicht aufrichtete.
Milana
sah sie verstohlen aus den Augenwinkeln an, wollte
wissen, was sie gerade tat und Eden sah aus dem
Fenster. „Es wird hell.“, kam es ihr
über die Lippen und Milana wandt sich ebenfalls
zum Fenster. Milana sah wieder zurück zu Eden,
die sie ansah und dann wieder zum Fenster. In ihrem
Blick schien Sehnsucht zu liegen und Milana hoffte,
sie hatte die richtige Entscheidung getroffen. Langsam
glitt sie vom Bett, als ihr einfiel, dass sie nur
ihren Slip trug. Milana setzte sich auf die Kante
des Bettes und nahm ihr Hemd vom Boden auf, welches
sie über ihre Schultern streifte und die Arme
durch die Ärmel gleiten liess.
Dann
stand sie auf und schloss die Balkontüre. Sie
sah noch einmal zu Eden und trat einen Schritt beiseite,
so dass sie noch einen Blick nach draussen werfen
konnte.
Dann griff Milana nach dem Stoff des schweren dunklen
Vorhanges und zog ihn langsam zu. Sie hielt immer
noch den Stoff fest, als sie wieder ihren Kopf senkte
und nachdachte. "Ich hoffe, ich habe
keinen Fehler gemacht..." –
nicht wissend, dass sie soeben gedachtes ausgesprochen
hatte, wenn auch nur sehr leise... aber Eden würde
es mit ihrem neuen Gehör wohl vernommen haben.
Milana
wandt sich wieder zu Eden um und ging zurück
zum Bett, setzte sich auf die Kante und sah sie
schweigend an. Wie wunderschön Du bist...
Deine Aura hat sich verändert... sie ist noch
viel ausgeprägter als zuvor... ich wagte nicht
zu hoffen, dass dies überhaupt noch möglich
ist...
"Du bist sicher müde... wenn Du
etwas schlafen magst, werde ich kurz ins Hotel fahren,
um mir einige frische Sachen zu holen.",
sagte Milana leise, während sie Eden über
Wange streichelte.
Milana
setzte sich auf die Kante des Bettes und zog ihr
Hemd über, welches ihre Taille sacht umschmeichelte,
dann stand sie auf.
Eden blickte noch immer auf den heller werdenden
Himmel und Milana trat noch einmal einen Schritt
zur Seite, nachdem sie Balkontür geschlossen
hatte, so dass Eden sich innerlich verabschieden
konnte.
Zwei
kleine Tränen fanden ihren Weg in Edens Augen
und liessen diese leicht schimmern, als Milana den
Vorhang langsam zuzog und Eden dies als einen Abschied
nahm. Einen Abschied von einem strahlend hellen
Himmel, einem roten oder auch einem violetten und
orangefarbenen Horizont, doch sie lächelte
Milana glücklich an.
Sehr
leise allerdings vernahm Eden Milanas Zweifel und
ihr Lächeln erstarb ein wenig und sie biss
sich kurz auf die Unterlippe und wartete bis Milana
wieder bei ihr war. Milana sagte ihr nach kurzer
Zeit, dass sie sicherlich müde war und sie
hatte Recht.. so ungern Eden jetzt schlafen wollte,
es war nicht möglich noch wach zu bleiben.
Ihr Körper verlangte Erholung.
Eden sah sie etwas fragend an, was das Hotel betraf,
denn es war nicht wirklich viel Zeit, die Milana
hatte.
»
nach
oben «
"Wenn
Du glaubst, dass Du es vor Sonnenaufgang schaffst,
dann geh und komm so schnell wieder wie es Dir möglich
ist.. ich.. ich mag ungern allein sein.. und..,"
Eden sprach leise und ruhig.. "ich
wollte Dir sagen.. Du.. Du hast mich glücklich
gemacht und.. das Richtige getan.." und
ehrlich lächelte sie ihr zu, genoss Milanas
zartes Streicheln auf der Wange und spürte
dann, wie sie sich nicht mehr lange aufrecht halten
konnte.
Sie
entzog sich sacht Milanas Hand und legte sich auf
das Kissen, eingerollt in die dünne Decke,
welche ihre Konturen fein umschmeichelte und dennoch
nicht die Sicht auf mehr freigab..
Eden
sah Milana leicht fragend an, bezüglich ihres
Vorhabens zum Hotel zu fahren.
Wahrlich, es blieb ihr nicht viel Zeit, aber das
Hotel war nicht weit weg und sie brauchte nicht
viel einzupacken. Den Teil an der Rezeption würde
sie schnell erledigt haben und ehe sie sich versah,
war sie wieder bei Eden. Nur durfte sie nun keine
Zeit mehr verlieren.
Eden
sagte ihr, dass sie – wenn sie sicher war
rechtzeitig zurück sein zu können –
ruhig fahren sollte, jedoch so schnell es ginge
wieder bei ihr sein sollte. Sie wollte nicht gern
allein sein und Milana wollte sie auf keinen Fall
länger als nötig alleine lassen. Der Zeitdruck
kam also sehr gelegen, obwohl sie sich auch ohne
diesen keine Zeit gelassen hätte.
Ausserdem erklärte Eden ihr, dass sie glücklich
sei und das Milana nichts falsch gemacht hätte.
Milana
sah sie mit leicht zusammengezogenen Augen prüfend
an, wandt dann ihren Kopf an die Stelle, an der
sie diesen Zweifel im Kopf gehabt hatte und dann
wieder zu Eden, die sie liebevoll anlächelte.
Milana schüttelte unmerklich leicht den Kopf
über sich selbst. Sie sollte besser aufpassen,
wann sie etwas denkt und vor allem darauf, DASS
sie es dann auch nur denkt...
Eden
wirkte sehr erschöpft und sie liess sich sogleich
auch mit ihrem Kopf auf das Kissen sinken, rollte
sich in die Decke ein und schloss ihre Augen. Milana
sah sie noch einen Augenblick an, bevor ihr Blick
an ihr hinabglitt und ihr die verhüllten Konturen
schmeichelten. Und ich weiss, was sich darunter
verbirgt..., schmunzelte sie in Gedanken, als
sie kurz noch einmal sachte über Edens Taille
streichelte und ihr zuflüsterte. "Ich
bin bald zurück..."
Dies
hatte sie erst noch vor kurzem gesagt und sie hatte
bewiesen, dass sie schnell wieder da war. Ihr Blick
fiel auf den Dolch der noch immer in der Matratze
steckte und sie zog ihn grinsend heraus.
Dann stand sie leise auf, ergriff ihre Kleidung,
das Schwert und trug alles auf den Flur hinaus,
wo sie sich leise ankleidete und dann schnellen
Schrittes zum Auto lief. Sie sah noch einmal hoch
zum Balkon, bevor sie den Wagen startete und schnell
Richtung Hotel fuhr. Nun galt es keine Zeit mehr
zu verlieren.
Eden
war schon fast eingeschlafen, als sie noch einmal
Milanas zärtliche Hände auf ihrer Taille
fühlen durfte und ihre warme Stimme an ihr
Ohr drang.
Sie nickte kaum merklich und noch bevor Milana aus
der Tür hinaus gegangen war, war Eden eingeschlafen.
Einen
tiefen traumloses Schlaf voller Erschöpfung
und überglücklich... der letzte Gedanke
war ein Ich liebe Dich so sehr.. an Milana
gerichtet..